„Women at Work“: Netzwerktreffen an der Börse Stuttgart

(v.l.n.r.) Prof Dr. M. Tilebein, M. Dietz, S. Kirschenmann, S.Traub, Dr. E. Kuhn, Dr. A.-M. Karl, I. Fischer

Stuttgart, 17. Mai 2017

Vorbilder für Frauen in MINT-Berufen

In technisch-naturwissenschaftlichen Berufen sind Frauen stark unterrepräsentiert. Dabei sind gerade in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) die Karriere- und Zukunftschancen im Land für gut qualifizierte Frauen besser als je zuvor. Wie wichtig weibliche Rollenvorbilder aus Führungspositionen sind und wie Frauen ihre Chancen optimal nutzen können, war Thema beim Netzwerktreffen von „Women at Work“.

 

Im Rahmen der Abendveranstaltung des Frauennetzwerks „Women at Work“ in der Börse Stuttgart, diskutierten Maria Dietz, Mitglied im Verwaltungsrat der GFT Technologies SE, Dr. Anna-Maria Karl, Head of Global Talent Sourcing der Daimler AG, Prof. Dr. Meike Tilebein, Leiterin des Instituts für Diversity Studies in den Ingenieurwissenschaften der Universität Stuttgart und Leiterin des Zentrums für Management Research der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf sowie Sabine Traub, Leiterin Sales an der Börse Stuttgart über die Chancen und Herausforderungen für Frauen in MINT-Berufen. In der Diskussionsrunde thematisierten die vier Frauen unter anderem die Wichtigkeit von weiblichen Rollenvorbildern in Führungspositionen sowie die Relevanz von Netzwerken.

 

Die Karriere- und Zukunftschancen für Frauen sind in MINT-Berufen besser als je zuvor. Dennoch sind laut aktuellen Studien nur vier Prozent der berufstätigen Frauen in Baden-Württemberg in diesem Bereich tätig und nur neun Prozent wählen eine duale MINT-Ausbildung. „Welche spannenden Tätigkeiten es in MINT-Berufen für Frauen gibt, bleibt häufig unklar. Deshalb brauchen wir Rollenvorbilder“, argumentiert Maria Dietz. Hier sieht sie sowohl Eltern, als auch Lehrer in der Pflicht, um die Schülerinnen zu sensibilisieren. Vor allem weibliche Rollenvorbilder aus Führungspositionen seien entscheidend. „Aber auch Männer in Führungspositionen können wichtige Vorbilder sein“, sagt Dr. Anna-Maria Karl. Die Relevanz von Netzwerken war ebenfalls Thema der Diskussionsrunde. „Frauennetzwerke sind zunehmend wichtig, denn es werden andere Themen besprochen, wenn Frauen unter sich sind“, weiß Sabine Traub. „Vor allem in MINT-Berufen, in denen viele Männer in Führungspositionen sind, sind aber auch Männer-Frauen-Netzwerke relevant“, gibt Professor Meike Tilebein zu bedenken. Für sie ist vor allem ein gesellschaftliches Umdenken notwendig. Gesellschaftlich sei akzeptiert, dass sich Mädchen weniger für Mathe und Naturwissenschaften interessieren. Aber, dass sich Mädchen für MINT interessieren, sei gesellschaftlich noch nicht selbstverständlich. Maria Dietz sieht vor allem in der Digitalisierung zahlreiche Chancen: „Frauen können so direkt aus ihrer Lebenswirklichkeit heraus mit Hilfe von App-Baukästen innovative Anwendungen entwickeln – damit stehen die Bedürfnisse der Nutzer im Vordergrund und nicht mehr die Technologie.“

 

„Durch die Digitalisierung ergeben sich neue Berufsbilder, in denen MINT-Berufe von großer Bedeutung sind“, sagte Silke Kirschenmann, Organisatorin der Veranstaltung und Vermögensberaterin bei ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers, „mit diesem Wandel in den Berufsbildern geht häufig eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einher. Dennoch besteht hier weiterhin Bedarf nach entsprechenden Angeboten seitens des Staates und der Arbeitgeber. Ellwanger & Geiger gehört hier zu den Vorreitern mit flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice- und Jobsharing-Angeboten.“ Im Anschluss an die Diskussionsrunde gab es die Möglichkeit zum Austausch und Netzwerken. Über 40 interessierte Frauen aus Business, Kultur und dem öffentlichem Leben aller Altersgruppen waren bei der Veranstaltung vertreten.

 

Kirschenmann gründete das Business-Netzwerk „Women at Work“ vor fünf Jahren gemeinsam mit Isolde Fischer, Unternehmensberaterin bei FISCHER CONSULT, und Dr. Elisabeth Kuhn, Rechtsanwältin bei KUHN und KUHN Rechtsanwälte, in Stuttgart. Das Netzwerk bietet mit eigenen Veranstaltungen eine Plattform für Unternehmerinnen, weibliche Fach- und Führungskräfte, Entscheiderinnen und spannende Frauen mit Bezug zur Unternehmenswelt. Es hat das Ziel, die berufliche Vernetzung von Business-Frauen in Stuttgart gezielt zu fördern.

 

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