UNSERE GESCHICHTE


1912
Am 20. Februar 1912, in einer Zeit steigenden wirtschaftlichen Aufschwungs, eröffnen die Notariatspraktikanten Wilhelm Ellwanger und Eugen Geiger ein Hypothekengeschäft in der Hirschstraße 39, im Zentrum Alt-Stuttgarts.
1916
1916 dienen beide Gründer als Soldaten im I. Weltkrieg. Hätte nicht Fräulein Emma Kayser die Geschäfte dank ständiger brieflicher Verbindung per Feldpost mit den Geschäftsinhabern weiterführen können, wäre das junge Unternehmen wohl rasch am Ende gewesen.
1919
Die beiden Inhaber kehren unversehrt aus dem Felde zurück. Trotz der schwierigen Umstände der Nachkriegszeit gelingt es, die Unternehmensbasis auf weitere Geschäftsbereiche eines Bankhauses auszudehnen
1923
Das Jahr der Hochinflation. Die Gehälter der Mitarbeiter werden täglich gegen 11 Uhr ausbezahlt, damit diese noch vor der Veröffentlichung des neuen Dollarkurses, also vor einer weiteren Entwertung der Mark, Einkäufe tätigen können.
Das Ende der Inflation im Herbst 1923 zwingt manches Bankinstitut mangels Vermögen zur Aufgabe, nicht aber das Bankhaus Ellwanger & Geiger, dem das Vertrauen seiner Kunden als wertvollstes Kapital erhalten bleibt.
1924
Noch einmal musste von vorn angefangen werden. Die Bilanz auf 1. Januar 1924 wies ganze 116.000 Reichsmark in Aktiva und Passiva aus. Mit der wachsenden Mitarbeiterzahl ergibt sich erneut die Notwendigkeit, sich räumlich auszuweiten. Man zieht in das Eckhaus an der Calwer Straße 10 und bleibt damit der Stuttgarter Innenstadt treu.
1937
Der Beratungsumfang von Ellwanger & Geiger erfährt 1937 mit dem Geschäftseintritt von Dr. Erich Ellwanger, dem Sohn des Mitbegründers, durch die Vermittlung von Immobilien und Beteiligungen eine wichtige Erweiterung.
1944
In der Nacht vom 24. und 25. Juli 1944, als ein Großangriff die Innenstadt völlig zerstört, fällt auch das Haus Calwer Straße 10 den Bomben zum Opfer. Der damalige Sommer ist aber so trocken, dass die Mitarbeiter Ihrer Tätigkeit zeitweise im Freien nachgehen. Bald darauf erfolgt der Umzug ins Hinterhaus der Christophstraße 18.
1945
Durch Plünderungen der Besatzungstruppen in den letzten Tagen von Kriegsende gehen auch bedeutende Werte in den Tresoren und Safes verloren.
1948
Kurz nachdem Dr. Erich Ellwanger aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, in der Woche der Währungsreform 1948, einer für die Neugestaltung des Wirtschaftslebens entscheidenden Stunde, stirbt sein Vater. Der Sohn übernimmt fortan die Firma.
1949
Im Oktober 1949 werden, durch Beteiligung am Aufbau des Hauses Kronprinzstraße 20 B / Ecke Gymnasiumstrasse, den Geschäftsbedürfnissen entsprechend Räume geschaffen.
1951
Ab 1. Januar 1951 wird aus der Einzelfirma eine Kommanditgesellschaft mit Dr. Erich Ellwanger als persönlich haftendem Gesellschafter an der Spitze und einem Schweizer Industriellen als Kommanditisten.
1961
Die Ausweitung des Geschäftsvolumens wirft aufs Neue die Raumfrage auf, die durch Übernahme des Ruinengrundstücks Kronprinzstraße 19 und dessen Bebauung gelöst werden. Am 18. Februar 1961 kann das Bankhaus endlich das eigene Gebäude beziehen, ein Meilenstein in seiner Geschichte und Wanderschaft.
1972
Am 1. Januar 1972 tritt Dr. Friedrich W. Hofmann zu Dr. Erich Ellwanger als persönlich haftender Gesellschafter der Bank bei.
1973
Dr. Friedrich W. Hofmann läutet zusammen mit Wolfram R. Nestel, der 1973 ins Haus kommt und wenige Jahre später weiterer persönlich haftender Gesellschafter wird, eine neue Ära ein. Hand in Hand geht eine erhebliche Ausweitung des Geschäftsvolumens und der Kundenanzahl.
1973 setzt die erste Immobilienkrise in Deutschland durch Überbauung ein. Das Bankhaus meistert sie aber durch eine kleine Mannschaft und kundenorientiertes Arbeiten.
1975
Im Jahre 1975 werden im Zuge einer Kapitalerhöhung neue Gesellschafter aufgenommen, darunter auch die Württembergische Kommunale Landesbank-Girozentrale-Stuttgart, heute Landesbank Baden-Württemberg. Zum gleichen Zeitpunkt gibt sich die Bank ein Kontrollorgan in Form eines Verwaltungsrates.
1979
Dr. Erich Ellwanger scheidet Ende 1979 aus der Geschäftsführung aus und wechselt in den Verwaltungsrat. Von diesem Zeitpunkt an führen Dr. Friedrich W. Hofmann und Wolfram R. Nestel die Geschäfte voll verantwortlich.
1989
Das neue Bankgebäude in der Torstraße 15 wird bezogen, das für 120 Mitarbeiter Platz bietet.
Deutsche Immobilien Partner (DIP) wird ins Leben gerufen. Dank dieser Kooperation mehrerer Immobilienunternehmen besteht für die Bank die Möglichkeit, nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 in den Neuen Bundesländern intensiv für die Treuhand tätig zu werden.
1999
1999 wird Dr. Volker Gerstenmaier, seit 1989 in verschiedenen Funktionen beim Bankhaus tätig, weiterer persönlich haftender Gesellschafter.
Die E&G Financial Services GmbH, die sich auf komplexe Immobilienfinanzierung spezialisiert, wird gegründet.
2001
2001 wird Mario Caroli weiterer persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses.
Durch Schaffung der neuen Abteilung Privates Finanzmanagement bietet die Bank ihren Kunden einen besonders exklusiven Service im Private Banking.
Gründung der E&G Immobilien Management GmbH, die gewerbliche Immobilien deutschlandweit verwaltet.
2003
Wolfram R. Nestel scheidet im Alter von 65 Jahren als persönlich haftender Gesellschafter aus und wechselt in den Verwaltungsrat.
2004
Dr. Friedrich W. Hofmann scheidet ebenfalls im Alter von 65 Jahren aus.
2006
Gründung der Tochtergesellschaft E&G Asset Management GmbH, die nationale wie internationale Investoren und Eigentümer hinsichtlich Ihres Immobilienanlageverhaltens berät. Sie optimiert Portfolios und zeichnet für die Entwicklung und Umsetzung der erforderlichen Strategien verantwortlich.
2007
Gründung der E&G Valuation GmbH; Kooperation zur flächendeckenden, qualifizierten Bewertung von Immobilien und Portfolios.
ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers ziehen von der Torstraße in ihren neuen Stammsitz am Börsenplatz 1.