PRESSE-ARCHIV


2012
 
04.01.2012Die Marktmeinung aus Stuttgart: Guter Start in das Jahr 2012
Nachdem die Jahresendrallye weitgehend ausgefallen war, begann das neue Jahr mit Zuversicht an den internationalen Aktienmärkten. Die Jahresauftaktrallye wurde zunächst durch Käufe in 2011 zurückgebliebener Werte gestartet, um dann unterstützt durch weltweit positive Konjunkturmeldungen weiterzulaufen. Einkaufsmanagerindizes in vielen wichtigen Ländern verbesserten sich und deuten darauf hin, dass eine gravierende Rezession ausbleiben wird. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor sehr robust und weist die seit 20 Jahren niedrigste Arbeitslosenquote aus. Interessanterweise erwarten so gut wie alle Konjunkturexperten, technischen Aktienmarkt-Analysten und Vermögensverwalter, dass wir unruhigen Zeiten entgegengehen. Es scheint in der Tat so zu sein, dass in der Erleichterung, das schlechte Börsenjahr 2011 hinter sich gelassen zu haben, zu viele positive Erwartungen in das neue Börsenjahr 2012 gelegt werden. Sämtliche Belastungsfaktoren, wie die nach wie vor schwelende EU-Schuldenkrise oder das jüngste Aufflammen des Iran-(Atom)Konflikts werden ignoriert. Dabei ist es schwer vorstellbar, dass die immensen Refinanzierungsanstrengungen vieler europäischer Staaten und Banken in den nächsten Wochen reibungslos vonstattengehen können. Allein Italien und Frankreich müssen im Januar rund 100 Mrd. Euro aufnehmen, um auslaufende Altschulden bedienen zu können. Die Bankeinlagen über Nacht bei der EZB erreichten um den Jahreswechsel neue Rekordstände, was darauf hindeutet, dass die Verspannungen im Interbankenmarkt unverändert bestehen, wenn nicht sogar stärker werden. Zudem treffen die Jahresanfangsorders auf ein geringes Handelsvolumen, da sich viele Akteure noch in den Ferien befinden.

Aus diesem Grund empfehlen wir, bestehende Cash-Positionen zunächst zu halten und die Entwicklungen der nächsten Tage bzw. Wochen abzuwarten. Insbesondere dem Verlauf der Staatsanleihen-Auktionen im Januar und den in den nächsten Tagen zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturfrühindikatoren ist verstärkt Aufmerksamkeit entgegenzubringen.

  Details
 
2011
 
29.12.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte tendieren seitwärts
Die US-Verbraucherdaten fielen freundlicher aus als erwartet und konnten die Aktienmärkte positiv beeinflussen. In Deutschland ist es die Industrie, die aufgrund ihrer vollen Auftragsbücher nach wie vor zuversichtlich ins nächste Jahr blickt und keinen großen Rückschlag erwartet. Im Gegensatz zur IWF-Chefin, die die globale Wirtschaft in einer gefährlichen Lage sieht, wobei der Fokus klar auf den Finanzsektor gerichtet ist. Damit sieht es nach einem unterschiedlichen Vorgehen zwischen der Real- und der Finanzwirtschaft aus. Ob sich die Realwirtschaft allerdings wirklich durchsetzen kann, falls es zu starken Verwerfungen in der Finanzindustrie kommen sollte, bleibt mehr als fraglich. Wichtig für die Aktienmärkte werden auch noch die bis zum Jahresende anstehenden Emissionen von Italien sein, hier stehen noch 20 Milliarden an Neuvolumen an. Je nach Platzierungsgrad wird dies in erster Linie der Euro zu spüren bekommen, der zur Zeit noch relativ stabil mit 1,3060 zum Dollar liegt. Der DAX dagegen befindet sich nur noch knapp oberhalb seiner Unterstützungslinie, die zwischen 5.750 und 5.800 Punkten verläuft. Da die Umsätze in den letzten Tagen des Jahres nur noch sehr gering sind, ist bis zum 30.12. durchaus noch eine Schwankungsbreite von 200 Punkten denkbar. Dagegen hat sich der Euro Stoxx 50 positiv verhalten und liegt noch oberhalb seiner Unterstützungslinie von 2.300 Punkten. Der Dow Jones Index nähert sich wieder seiner Widerstandslinie von 12.300 Punkten.

  Details
 
 
23.12.2011Chancen und Risiken der Logistikimmobilien im aktuellen Konjunkturzyklus
Chancen und Risiken der Logistikimmobilien im aktuellen Konjunkturzyklus

Die Logistikimmobilien sind zwar anfällig für Konjunkturschwankungen, doch unter Beachtung weniger Parameter kann nach Ansicht des Autors das Leer-standsrisiko gesenkt werden. Die Nachvermietung gestaltet sich einfacher, wenn bei der Konzeption auf Drittverwendungsmöglichkeit geachtet wird. Aber: Mie­ter ist nicht gleich Mieter. Vor allem in der Logistik sind die Anforderungen an die Hallen sehr unterschiedlich, je nachdem ob Lebensmittel oder Gefahrgüter gelagert werden sollen. Um verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden, eig­nen sich zum Beispiel Logistikparks. Für Investoren erhöhen sich dadurch ihre Chancen auf attraktive Erträge. (Red.)

Die Konjunktur hat wieder Katerstimmung - weltweit. Nachdem bis vor kurzem die Risikofreude bei Anlageentscheidungen ja eher zugenommen hatte, dürfte vor dem Hintergrund der zunehmenden Verunsicherung an den Märkten nun wieder konservatives, vorsichtiges Handeln an Bedeutung gewinnen. Auf den ersten Blick folgt hieraus für die Immobilienmärkte: Die klassischen Segmente wie Wohn-, Einzelhandels- oder Büroimmobilien in guten Lagen und mit hohen Vermietungsständen werden attraktiver. Den jungen, erst seit kurzem etablierten Segmenten wie beispielsweise der Logistikimmobilie droht hingegen das Abseits.

Zweit- und Drittverwendungsfähigkeit

Auf den zweiten Blick jedoch wird deutlich: Selbst die vermeintlich in hohem Maße konjunkturabhängige Nische wie die besagte Logistikimmobilie kann in Deutschland ein sicherer Hafen in einem nervösen Marktumfeld sein.
Ob dies gelingt oder nicht, hängt maßgeblich von einem Aspekt ab: der Kompatibilität der Immobilie mit einer möglichst großen Zahl von Nutzern, also von einer hohen Zweit- und Drittverwendungsfähigkeit. Die Nutzer von Logistikimmobilien sind traditionell stark vom Export abhängig. Daher besteht die Gefahr, dass sie im Sog einer sich abkühlenden globalen Wirtschaft vergleichsweise härter getroffen werden als Nutzer von Büro- oder Einzelhandelsimmobilien.
Zwar gilt: Bereits produzierte Waren lösen sich selbstverständlich nicht in Luft auf, nur weil die Wirtschaftsdynamik nachlässt. Sie werden schlicht und ergreifend länger gelagert. Ein geringerer Warenumschlag bedeutet genaugenommen, dass sich der Umschlag verlangsamt - die Lagerzeiten werden länger, sodass Betreiber von Logistikimmobilien nicht zwangsläufig vor leeren Hallen stehen.
Aber dennoch sind die Mieter von Logistikimmobilien natürlich nicht vor Umsatzeinbußen gefeit, und die Probleme der Nutzer können schließlich zu Problemen der Eigentümer werden. Für die Eigentümer von Logistikimmobilien kann die Gefahr von Ertragsausfällen infolge schwächelnder Nutzer wachsen, die ihre Miete nicht mehr zu zahlen in der Lage sind. Dieser Gefahr kann jedoch bereits bei der Konzeption von Logistikimmobilien erfolgreich begegnet werden.
So sollten Logistikimmobilien nie ausschließlich auf einen Nutzer ausgerichtet sein - selbst wenn die Immobilie konkret für einen Nutzer konzipiert wird. Wenn bei Logistikimmobilien im Vorfeld auf eine mögliche Zweitverwendungsfähigkeit geachtet wird, kann eine Immobilie 60 bis 80 Prozent aller Anforderungen aus dem Logistiksektor am Markt abdecken. Für den Eigentümer sind so die Chancen entsprechend groß, schnell einen Nachnutzer zu finden, sollte der ursprüngliche Nutzer die Immobilie nicht mehr benötigen oder zahlungsunfähig werden.
Konstruktive Parameter bedenken

Um für möglichst viele Nutzer attraktiv zu sein, müssen die konstruktiven Parameter der Immobilie richtig gewählt sein. Logistikimmobilien mögen für Außenstehende kaum Unterschiede aufweisen - einfache Hallen, überwiegend aus Blech, von vier Seiten angedient. Sie gleichen einem besseren Wetterschutz, um die Ware in der Halle vor Regen zu schützen.
Tatsächlich aber sind Logistikimmobilien sehr verschieden und zum Teil hochkomplex. Dies beginnt bereits bei vermeintlich einfachen Hallen. Je nach Nutzer müssen die Immobilien dort enormen Bodenbelastungen und Verkehr durch Flurförderfahrzeuge standhalten. Dies setzt sich in Lagern für Lebensmittel fort. Solche Hallen müssen unter Umständen Tiefkühlwaren beherbergen können - also muss das Gebäudeinnere für Temperaturschwankungen bis minus 30 Grad Celsius oder mehr ausgelegt sein, ohne dass mögliche Schäden wie Risse in den Bodenplatten auftreten.
Die Anforderungen wachsen weiter, wenn die Immobilie konstruktiv auf Gefahrengüter wie explosive, leichtentzündliche, umweltgefährliche oder giftige Stoffe und Gase vorbereitet sein muss. Ein noch vergleichsweise simples Beispiel für hieraus resultierende bauliche Anforderungen ist eine vollflächige Sprinkleranlage.
Bereits komplizierter wird es bei der Konzeption von Lüftungs- und Klimaanlagen mit entsprechenden Luftfiltervorrichtungen. Hinzu kommen grundsätzliche, übergeordnete Anforderungen wie Lärmschutz und beispielsweise die Nachhaltigkeit der Gebäude. Im Extremfall ist eine Logistikhalle sogar eine Industrieimmobilie mit angedocktem Warenumschlag. In der Halle erfolgen dann Montagen und Vorfertigungen beispielsweise von Fahrzeugkomponenten, die nach Fertigstellung sofort an die Endabnehmer geliefert werden (sogenannte Kontrakt-Logistik). Oftmals bieten Logistikunternehmen wertschöpfende Zusatzleistungen (Value-Added Services) an, die jenseits der Grenzen ihres Kerngeschäfts liegen.
Die Anbieter unterscheiden zwischen produkt- und prozessorientierten Value-Added Services. Erstere umfassen Zusatzleistungen wie die Qualitätskontrolle, technische Inspektionen oder die Durchführung von Reparaturen, letztere können beispielsweise in der Übernahme des Retouren- und Reklamationsmanagements oder der Etikettierung bestehen. Indem sie ihr Angebotsspektrum um solche Mehrwertdienste erweitern, können sich Logistikunternehmen ein individuelles Leistungsprofil erstellen und sich so von anderen Wettbewerbern abgrenzen. Bei der Projektion von Logistikimmobilien muss dies entsprechend berücksichtigt werden.

Einzelgebäude versus Gebäudekomplex

Um die Vielzahl an Nutzern abbilden zu können, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Zum einen kann eine Immobilie so konzipiert werden, dass sie unterschiedliche Zonen mit unterschiedlichen Anforderungen aufweist. Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius sind dann nicht überall möglich, genauso wenig können überall Gefahrgüter im Gebäude umgeschlagen werden - in jeweils explizit darauf ausgelegten Modulen des Gebäudes hingegen durchaus.
Die zweite Möglichkeit ist, keine große, sondern mehrere kleinere Hallen mit unterschiedlichem Ausstattungsstandard zu konzipieren. Die Hallen sind dann baulich nicht miteinander verbunden, jedoch horizontal und vertikal miteinander vernetzt. Solche Beispiele finden sich etwa in Bremen.
Unabhängig davon, ob es sich um eine zusammenhängende oder mehrere unabhängige Immobilien handelt - ideal für solche Multi-User-Konzepte sind Logistikparks. Durch das räumliche Miteinander einer größeren Zahl von Nutzern ergeben sich Synergien. Oft werden die Parks von einem übergreifenden Property oder Facility Manager betrieben, woraus größere Kostenvorteile für die einzelnen Nutzer resultieren, als wenn jede Halle ein eigenes Immobilienmanagement hätte. Je nachdem, wie stark die Nutzer in Konkurrenz zueinander stehen, werden in der Praxis auch durchaus Flurförderfahrzeuge oder sogar Personal untereinander getauscht, um Umsatzspitzen abzufedern. Zudem werden gemeinsame Dolmetscher beispielsweise für Fernfahrer aus anderen Ländern beauftragt oder nutzerübergreifende Shuttle-Services für die Belegschaft von den Wohnorten zum Logistikpark aufgebaut.

Vorteil Logistikparks

Die Vorteile von Logistikparks werden mittlerweile auch von Investoren erkannt. So zeigt eine aktuelle Befragung der Berlin Hyp beziehungsweise der Landesbank Berlin unter überwiegend deutschen Akteuren der Immobilienwirtschaft: Rund sieben von zehn Marktteilnehmern halten Logistikparks für ein zukunftsorientiertes Konzept, um das klassische Single-Tenant-Risiko dieser Immobilien zu reduzieren.
Oft handelt es sich in der Praxis um große sogenannte Güterverkehrszentren (GVZ) oder Logistikdienstleistungszentren (LDZ), in denen Logistikunternehmen, logistikintensive Industrie- und Handelsunternehmen wie Produktion und Großhandel sowie verkehrswirtschaftliche Betriebe an einem Standort zusammengeführt werden. Die branchenübergreifende Vernetzung sorgt auch hier für Synergieeffekte. Viele GVZs, beispielsweise in Bremen oder Nürnberg, verfügen über weit mehr als eine Million Quadratmeter Hallenfläche. Dabei handelt es sich wohlgemerkt um die reine Hallenfläche. Als Faustformel gilt, dass die zusätzlich erforderlichen Frei-, Verkehrs- und Expansionsflächen noch einmal genauso groß sind.
Bereits die Dimensionen deuten es an: Ein Privatinvestor allein kann ein GVZ in der Regel nicht stemmen. Hinzu kommt, dass häufig Flächen der öffentlichen Hand oder aber Privatflächen mit öffentlichen Funktionen - je nach Standort können dies Häfen sein, Bahnhöfe oder Flughäfen - eng mit dem GVZ verzahnt sind. Daher werden GVZs in der Regel von privaten und öffentlich-rechtlichen Trägern gemeinsam in sogenannten Public Private Partnerships (PPP) betrieben. Beispiele für eine solcheTrägerschaft sind erneut Bremen und Nürnberg.

Insourcing und Pufferlager

Neben den großflächigen Konzepten kann es aus Anlegersicht aber auch durchaus sinnvoll sein, auf kleinere einzelne Logistikimmobilien zu setzen. In der Vergangenheit hat die deutsche Industrie vermehrt Teilleistungen - auch konstruktiver Art, wie dargestellt - an Zulieferer und Logistiker ausgelagert. Die Eigenleistung der Automobilindustrie in Deutschland liegt teilweise nur noch bei 20 bis 25 Prozent, das Gros der Leistungen wird von Zulieferern erbracht. Die Produktionsprozesse und die Wertschöpfungskette der Industrie sind dadurch effizienter, aber auch störanfälliger geworden. Naturkatastrophen wie der Vulkanausbruch auf Island oder politische Veränderungen können dazu führen, dass der Warenfluss ins Stocken gerät. Waren Zulieferer von derartigen Ereignissen betroffen, standen die Bänder beispielsweise in der deutschen Automobilindustrie teilweise still.
Daher sind einige Industrieunternehmen wieder dazu übergegangen, Prozesse ins Unternehmen zurückzuholen. Dafür brauchen sie Regional- oder sogenannte Pufferlager, um für Störfälle gerüstet zu sein. Für die Immobilienwirtschaft und Investoren bieten solche kleinere Lager die Chance, auch innerhalb des Segments Logistikimmobilie zu diversifizie-ren. Neben Investments in großen LDZ können Puffer- und Regionallager beigemischt werden.

Lage, Lage, Lage

Wie für jede Immobilie gilt auch für Logistikimmobilien: Die Lage spielt eine entscheidende Rolle. Ideal ist eine trimo-dale Anbindung - also ein direkter Anschluss an Wasser-, Schienen- und Autoverkehr (vor allem ein direkter Autobahnanschluss). Dabei wird meist die Bedeutung eines Schiffsverkehrsanschlusses in der Öffentlichkeit unterschätzt. Fakt ist jedoch, dass rund 90 Prozent des grenzüberschreitenden Warenhandels von Schiffen auf Seewegen erbracht werden. Entsprechend groß sind die Chancen für Logistikstandorte, wenn sie direkten Zugang zu Häfen oder Wasserstraßen aufweisende nach Konzept kann zudem der Luftverkehr relevant sein. Optimal ist die Nähe zu den großen Frachtum-schlagszentren wie Frankfurt oder Leipzig. Aber auch Standorte mit größerem räumlichen Abstand können attraktiv sein, sofern die Anbindung über Straße oder Schiene gut ist und zeitlich „kurze Wege" möglich sind.

Große Nachfrage institutioneller Anleger

Für kleinere Pufferlager hingegen gelten wiederum andere Standortvoraussetzungen, da hier oft die Nähe zum jeweiligen Werk wichtiger ist als ein Zugang zu den globalen Märkten. Das Lagekriterium ist letztendlich auch ein Faktor der MultiUser-Kompatibilität. Ein Standort ohne direkte Autobahnanbindung wird naturgemäß eher für eine eingeschränkte Nutzerklientel attraktiv sein.
Insgesamt gilt: Bis zur Jahreshälfte 2011 sah die Logistikimmobilie noch wie einer der Gewinner auf den deutschen Immobilienmärkten aus. Es schien ein Rekordjahr für Deutschland zu werden. Der Vermietungsmarkt für Logistik- und Lagerflächen boomte in den ersten sechs Monaten. Das zog Investoren an.
Der Assekuranz-Studie von Ernst Et Young Real Estate zufolge planten 53 Prozent der deutschen Versicherer und Pensionskassen, in diesem Jahr in Logistik zu investieren. Nur sechs Prozent wollten sich von Logistikimmobilien trennen. Zum Vergleich: Bei Büroimmobilien überwogen die Verkaufsabsichten. Und es blieb nicht nur bei Ankündigungen. Tatsächlich lagen die Transaktionen im Logistikimmobiliensegment deutlich über dem Volumen des vorangegangenen Halbjahrs.
Und: Die Nachfrage dürfte auch in einem potenziell schwächeren konjunkturellen Umfeld anhalten. Zum einen reagieren die Nutzer von Logistikimmobilien grundsätzlich weniger konjunktursensibel, als dies häufig postuliert wird. Wie dargestellt, bedeutet ein geringerer Warenumschlag im Wesentlichen, dass nicht weniger gelagert wird - sondern länger.
Für eine anhaltende Nachfrage spricht zudem, dass sich Logistikimmobilien zunehmend als ein Baustein für diversifi-zierte Portfolios institutioneller Investoren etablieren. Insbesondere, wenn bei der Investitionsentscheidung der Faktor Mehrfachverwendbarkeit berücksichtigt wird, stehen die Chancen auf attraktive Erträge auch weiterhin gut. Hierbei sind sowohl die konstruktiv-konzeptionellen als auch die Lagevoraussetzungen zu berücksichtigen.

  Details
 
 
23.12.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt: Gute Stimmung an den Börsen verleiht Aktienmärkten Aufwind
Immobilienaktienmarkt KW 51

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Gute Stimmung an den Börsen verleiht Aktienmärkten Aufwind

Die Vorfreude auf den großen Geldregen durch den 500-Milliarden-Tender der EZB hat die Aktienmärkte diese Woche beflügelt. Zudem sorgten die geringeren Zinsen für Anleihen aus Spanien, positive Zahlen des Ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland sowie die sich immer weiter erholende US-Konjunktur für gute Stimmung an den Börsen und ließen den breiten europäischen Aktienmarkt bis zur Mittagszeit am heutigen Donnerstag um ca. 2,4 Prozent steigen.

Immobilienwerte zogen mit knapp über 3 Prozent noch stärker an. Allerdings machen sich am europäischen Immobilienmarkt Stimmen breit, die von einer Eintrübung reden. Vorsichtige Neuvermietungen, zurückgehende Kaufpreise und der schwierige Finanzierungsmarkt könnten vor allem die Situation am gewerblichen Immobilienmarkt in 2012 verschlechtern.

Nachdem die französischen Gesellschaften in den letzten Wochen zu den großen Verlierern gehörten, haben sie diese Woche einen Teil ihrer Verluste wettgemacht. An der Spitze liegen Gecina (+9,9 Prozent) und Klepierre (+9,1 Prozent). Ebenfalls eine technische Erholung gelang der österreichischen Conwert mit 9,2 Prozent Wertzuwachs. Der größte Gewinner war jedoch die italienische Gesellschaft Beni Stabili (+10,0 Prozent), die nach einem Rechtsstreit eine Steuerrückzahlung in Höhe von 58 Millionen Euro erhält. Nach dem Kauf eines großen Grundstücks in Warschau für ca. 31 Millionen Euro gab der Kurs des polnischen Entwicklers ECHO mit 5,4 Prozent diese Woche am stärksten nach. Die Gesellschaft setzt damit die seit Sommer anhaltende Kursschwäche fort. Britische Gesellschaften waren aufgrund des schlechten Konsumklimas und der Angst vor dem Verlust des englischen AAA-Status diese Woche ebenfalls schwach.

  Details
 
 
21.12.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte nehmen neuen Anlauf für eine Jahresendrallye
Während die EZB am Montag noch die Aktienmärkte mit ihrer düsteren Prognose aufschreckte, indem sie vor enormen Risiken innerhalb der Finanzbranche warnte und die Situation mit der Lehman-Krise verglich, war dies bereits am darauffolgenden Tag vergessen. Zuerst konnte sich Spanien zu wesentlich geringeren Zinsen Geld am Markt leihen und danach folgte ein unerwarteter Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex, der für Deutschland ab dem zweiten Quartal 2012 wieder positive Wachstumsprognosen aufzeichnete. Dies reichte aus, um die europäischen und auch die US-Aktienmärkte Tageskursgewinne verzeichnen zu lassen. Nur Japan ließ sich nicht von der positiven Stimmung anstecken und zeichnet nach wie vor ein düsteres Stimmungsbild mit einer weiter anhaltenden Stagnation. Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten könnte durchaus noch weiter positiv bleiben und somit eventuell sogar bis Jahresende anhalten. Jedenfalls zeigen die Indizes wieder ein freundlicheres Bild. Der DAX konnte sich stark erholen und steuert abermals in die Richtung von 6.000 Punkten. Auch der Euro Stoxx 50 konnte mit 2.300 Punkten seine Unterstützungslinie wieder überschreiten. Der Dow-Jones-Index überstieg die 200-Tage-Durchschnittslinie und könnte somit wieder an seiner Widerstandsmarke von 12.350 Punkten anstoßen.

Ob die Aufhellung am Konjunkturhimmel die Aktienmärkte über das Jahresende hinaus positiv beeinflussen kann, bleibt mehr als fraglich, da die Schuldenkrise bisher nicht ausgeräumt werden konnte. Gleichzeitig macht die EZB aufgrund ihrer massiven Unterstützung zugunsten der Schuldnerländer deutlich, wie akut das Krisenszenario ist. Hinzu kommt eine Geldflutung, denn die EZB bietet den Kreditinstituten frische Mittel zu 1 % Zinsen auf drei Jahre an, in der Hoffnung, dass dadurch eine Kreditklemme vermieden und ein Teil der Gelder auch in Staatsanleihen angelegt wird. Ein erster Erfolg wurde bereits durch den Rückgang des Renditeabschlages in Spanien verzeichnet. Kurzfristig sind die Zeichen für die Aktienmärkte auf Grün gestellt, die Anleger sind aber weiter gut beraten, sich in defensiven Branchen aufzuhalten und jetzt nicht sofort in zyklische Unternehmen zu wechseln. Wir bleiben positiv für Werte wie Nestlé, Coca-Cola, Deutsche Post, Royal Dutch, Roche, Rhön-Klinikum und Barrick Gold.

  Details
 
 
20.12.2011E&G: Den Kapitalmärkten steht ein turbulentes Jahr 2012 bevor
Presseinformation

Verschuldungsproblematik sorgt weiterhin für Unsicherheiten
E&G: Den Kapitalmärkten steht ein turbulentes Jahr 2012 bevor

Stuttgart, 20. Dezember 2011
Das Jahr 2011 hielt einige Rückschläge für die Kapitalmärkte bereit: Sorgen unter den Anlegern verbreitete vor allem die sich zuspitzende Verschuldungsproblematik in Europa, aber auch die in den USA. Zudem belastete die globale Konjunkturverlangsamung. Die daraus resultierenden großen Unsicherheiten werden den Märkten ein bewegtes Jahr 2012 bescheren, so die Prognose von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Doch wo sehen die Experten Aktien, Anleihen und den Euro zum Ende des kommenden Jahres?
Die Rahmenbedingungen ändern sich nicht schlagartig. Das bedeutet, dass die Euro-Krise das Geschehen an den Märkten auch weiterhin begleitet, denn bislang konnten die veranlassten Maßnahmen die drängende Staatsschuldenproblematik nicht entschärfen. „Wir rechnen jedoch damit, dass ein Systemkollaps verhindert werden kann, wenn der Handlungsdruck die Politik zu weitergehenden Schritten bewegt“, berichtet Helmut Kurz, Fondsmanager bei ELLWANGER & GEIGER. „Gerade in der ersten Jahreshälfte dürften aber nach wie vor die Unsicherheiten die Stimmung unter den Anlegern und damit auch den Deutschen Aktienindex DAX drücken.“ Hinzu kommt, dass sich die Problematik in Südeuropa und die sich abkühlende Wirtschaftsdynamik in den Schwellenländern zunächst negativ auf den deutschen Exportsektor auswirken. Hinsichtlich des schwierigen Starts prognostiziert Kurz für den DAX deshalb insgesamt eine Schwankungsbreite von 4.500 bis 6.500 Punkten über das gesamte Jahr, wobei zum Ende hin voraussichtlich 6.200 Punkte erreicht werden sollten.
Die genannten Probleme können nach Einschätzung des Experten zudem bei der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen vor allem im ersten Halbjahr für neue Tiefststände sorgen. „Doch dann wird voraussichtlich ein neuer Faktor auf der Bildfläche erscheinen: Durch die Risikoübernahme für andere europäische Länder dürften Sorgen hinsichtlich der nicht mehr einwandfreien Bonität Deutschlands aufkommen. Das könnte zu deutlich steigenden langfristigen Zinsen führen, so dass unsere Prognose für Ende 2012 bei 2,85 Prozent liegt“, so der Experte.
Helmut Kurz: „Angesichts der aktuellen Lage ist die EZB zu einer lockerer werdenden Geldpolitik gezwungen. Denn insbesondere die nicht wettbewerbsfähigen und im ‚Eurokorsett‘ gefangenen südeuropäischen Länder brauchen eine schwache Währung. Ein Sprung nach oben wäre für den Euro allerdings möglich, wenn hochverschuldete Staaten den Euroraum bereits in diesem Jahr verlassen sollten.“ Doch damit sei vorerst noch nicht zu rechnen.

  Details
 
 
16.12.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt: Schuldenkrise hat Aktienmärkte weiterhin im Griff
Immobilienaktienmarkt KW 50

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Schuldenkrise hat Aktienmärkte weiterhin im Griff

Auch in dieser Woche ist der europäische Aktienmarkt fest in der Hand der Schuldenkrise. Nach einer kurzen Aufwärtsbewegung am vergangenen Freitag rutsche der breite Markt am Montag nach der mäßigen Versteigerung von italienischen Staatsanleihen und negativen Äußerungen der Ratingagentur Moody‘s zu den Beschlüssen des EU-Gipfels um über 3 Prozent nach unten. Auf Wochensicht hält sich der Verlust mit 2,7 Prozent in Grenzen. Der europäische Immobilienaktienmarkt erlitt mit 3,1 Prozent einen etwas größeren Verlust.

Auf Wochensicht gibt es nur wenige Gesellschaften, die an Wert zulegen konnten. Die in Schweden ansässige Gesellschaft Fabege (+0,9 Prozent) und die auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Jeudan (+0,5 Prozent) aus Dänemark gehören zu den wenigen Ausnahmen. Generell entwickelten sich besonders die skandinavischen Gesellschaften sowie zum größten Teil Titel aus Belgien und Deutschland relativ besser. Die größten Einbußen verzeichneten die italienischen Beni Stabili (-13,0 Prozent) und IGD (-13,0 Prozent) sowie die französischen SILIC (-12,5 Prozent) und Gecina (-9,8 Prozent).

  Details
 
 
14.12.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkten bleiben beunruhigt
Unabhängig davon, dass viele Marktteilnehmer enttäuscht sind von den Beschlüssen des EU-Gipfels in der vergangenen Woche, sind die Hinweise, dass die Ergebnisse mittelfristig zwar positiv wären und auch eine Verbesserung in der EU-Schuldenkrise herbeiführen könnten, sich aber kurzfristig an der Misere nichts ändern würde, sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Doch auf der anderen Seite ist der ausschließliche Ruf, die EZB solle alles übernehmen und einen Mantel der Garantie darüberlegen, sicherlich auch nicht die alleinige Lösung. Die Nervosität der Marktteilnehmer wird noch weiter geschürt durch die Ratingagentur S&P, die abermals vor einer Herabstufung von Staaten und Banken in Europa gewarnt hat. Inzwischen stehen scheinbar 25 staatliche Schuldner und 42 Banken aus Europa vor einer Herabstufung. Deutlich wird die Unruhe inzwischen auch an der Gemeinschaftswährung Euro. Der Druck wird von asiatischer Seite noch zusätzlich erhöht und deshalb liegt der Euro mit 1,30 zum US-Dollar nur noch knapp vor seinem Jahrestief Anfang Januar 2011. Die weitere Entwicklung wird auch davon abhängen, wie die nächsten Bondauktionen, insbesondere der italienischen Anleihen, verlaufen und ob hier die Zinsen weiter unter 7 Prozent liegen werden. Verluste musste in erster Linie der DAX hinnehmen, der aktuell unterhalb seiner wichtigen Marke von 5.800 Punkten liegt; somit besteht eine Rückschlaggefahr bis 5.450 Punkte. Eine Gegenbewegung könnte ihn zurzeit wieder bis maximal an die 6.000-Punkte-Marke heranführen. Der Euro Stoxx 50 liegt knapp unterhalb seiner Unterstützungslinie von 2.350 Punkten, eine Rückschlagsgefahr besteht bis 2.200 Punkte. Der Dow-Jones-Index bleibt in seiner breiten Seitwärtsbewegung zwischen 11.900 Punkten – hier verläuft auch die 200-Tages-Durchschnittslinie – und der Widerstandslinie von 12.400 Punkten.

Den Umfragen zufolge hat das Lager der Pessimisten wieder enormen Zulauf. Es geht gar nicht mehr darum, ob die weitere Entwicklung überhaupt negativ verlaufen wird, sondern nur noch darum, in welcher Größenordnung sich der Abschwung abspielen wird, mit dem Resümee, die Zeit zum Kaufen sei vorbei. Aber wie so oft, wenn die meisten Analysten Molltöne anstimmen, ist die Nacht fast vorbei. Kurzfristig sieht es so aus, als ob die meisten Anleger weiter verkaufen möchten, denn die guten Unternehmensdaten und teilweise hervorragenden Ergebnisse der deutschen mittelständischen Unternehmen rücken in den Hintergrund. Auch die Aussage des Ifo-Institutes, dass die Konjunktur zwar im Winter einen Abschwung generieren müsse, aber für das Jahr 2012 keinerlei Gefahr einer Rezession in Deutschland bestehe, wird von den meisten Investoren augenblicklich nicht zur Kenntnis genommen. Diese Fakten werden aber wieder an Bedeutung gewinnen und auch den Aktienmarkt positiv beeinflussen. Anleger sind sicherlich gut beraten mit einer defensiven Branchenallokation „zu überwintern“, um danach wieder in die zyklischen Unternehmen zu wechseln. Zu der defensiven Strategie gehören unter anderem Titel wie Nestlé, Coca Cola, Deutsche Post, Royal Dutch, Roche, Rhön-Klinikum und Barrick Gold.

  Details
 
 
12.12.2011Euro wird Spitzenplatz bei der Wertentwicklung einbüßen: Attraktiv sind derzeit Anlagen in skandinavischen Währungen
Presseinformation

E&G: Euro wird Spitzenplatz bei der Wertentwicklung einbüßen
Attraktiv sind derzeit Anlagen in skandinavischen Währungen

Stuttgart, 12. Dezember 2011 In den letzten Monaten dominieren negative Meldungen aus der Eurozone: Die nur aufgeschobene Zahlungsunfähigkeit Griechenlands, neue Rettungsaktionen und wachsenden Sorgen um Länder wie Italien, Spanien und Portugal. Das hat inzwischen zu einem Bruch des Euro-Aufwärtstrends und zum Verlust der 1,40er-Marke gegen den US-Dollar geführt. Für Anleger gibt es aber Investitionsalternativen, so die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.

Die aktuelle Berichterstattung zeigt, dass sich der Euro in einer schwierigen und bedrohlichen Lage befindet. „Man sollte jedoch nicht übersehen, dass die meisten Länder Europas eine hohe Wettbewerbsfähigkeit und eine weniger hohe Verschuldung als etwa die USA, Großbritannien oder gar Japan aufweisen. Dennoch führen die ständigen negativen Nachrichten dazu, dass der Euro im ,Wettlauf' der großen Weltwährungen seinen Spitzenplatz in der Wertentwicklung verlieren wird", so Helmut Kurz, Fondsmanager bei ELLWANGER & GEIGER. Zur Beimischung könnten Investoren deshalb weiterhin in US-Dollar investieren. Langfristig gesehen seien aber die stark am US-Dollar orientierten asiatischen Devisen noch attraktiver und verständlicher Weise zunehmend gefragt. „Trotz der starken Entwicklung ist etwa der Singapur-Dollar erst wenige Prozent überbewertet. Hier bieten sich für Anleger Rentenfonds in diesen Währungen an", berichtet der Experte. Auch aus bonitätsmäßigen Gesichtspunkten sind asiatische Staaten besser einzuschätzen als viele westliche Schuldner.

Kurz: „Richtet man den Blick auf die skandinavischen Länder, lohnen sich Neuanlagen in der Norwegischen und der Schwedischen Krone. Bei beiden Ländern handelt es sich um Volkswirtschaften, die solide Staatsfinanzen und eine dynamische Wirtschaft aufweisen." Auch die Dänische Krone, welche an den Euro gebunden ist, kann als Ergänzung nützlich sein. Dänemark hat im Notfall die Möglichkeit, trotz Problemen im Bankensektor diese Bindung zu lösen, da es über hohe Währungsreserven verfügt.

Betrachtet man den Schweizer Franken, kann solch eine positive Bilanz allerdings nicht mehr gezogen werden. „Immer deutlicher werden die durch den hohen Franken verursachten Schäden in der Wirtschaft unseres Nachbarlandes. Damit ist der Schweizer Franken als ,sicherer Hafen' vorläufig ungeeignet. Zieht man Fremdwährungskredite in Betracht, können diese aufgenommen werden, solange der Kurs des Euros unter 1,25 bleibt", erläutert Helmut Kurz. Auch Großbritannien weist wirtschaftliche Schwächen auf. Aus diesem Grund stellt das britische Pfund keine echte Alternative zum Euro dar.

„Insgesamt beginnt die konjunkturelle Abkühlung nun bereits die Rohstoffwährungen, wie beispielswese den Australischen, Neuseeländischen und Kanadischen Dollar, zu belasten, die bislang als verhältnismäßig sichere Beimischung galten. Trotz dieser Entwicklung bleibt der Kanadische Dollar langfristig interessant. Allerdings sollte wegen der ausgeprägten Volatilität darauf geachtet werden, ihn nur bei Schwäche zu erwerben", so der Rat des Experten von ELLWANGER & GEIGER.

  Details
 
 
09.12.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt: Am Donnerstag rutschten Kurse ins Minus
Immobilienaktienmarkt KW 49

Helmut Kurz, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Am Donnerstag rutschten Kurse ins Minus

Das Warten auf die EZB, die Bank von England und wieder einmal auf einen EU-Gipfel beherrschte die Woche an den Kapitalmärkten. Während es deshalb zu Wochenbeginn kaum Bewegung gab, drückte die Enttäuschung über die Weigerung der EZB, in großem Stil Staatsanleihen zu kaufen, am Donnerstag die Kurse ins Minus.

Unter den Einzelwerten fielen österreichische Titel, die 2011 eine besonders schlechte Kursentwicklung erleiden mussten, durch eine positive Entwicklung auf. So gewannen die zuvor am stärksten gedrückten CA Immo auch dank Kaufempfehlungen 8,3 Prozent hinzu.
An die Spitze konnten sich die Aktien des italienischen Bürospezialisten Beni Stabili setzten. Das Plus von 9,8 Prozent ist als technische Reaktion nach den schweren Kursverlusten seit dem Sommer zu sehen.
Die von der laufenden Kapitalerhöhung gedrückten IVG verloren nochmals 7,9 Prozent. Das Bezugsrecht hat nur noch einen geringen Wert und die Aktie liegt knapp über dem Platzierungspreis von 2,10 Euro. Auch der niederländische REIT und Vermieter von Einzelhandelsflächen, Vastned Retail, verlor an der Börse wegen der Verkaufsempfehlung einer einflussreichen Investmentbank 6,9 Prozent.

  Details
 
 
07.12.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte wieder in unruhigem Fahrwasser
Die politische Aufregung über die Einschätzung der Rating-Agenturen, die auch bei den Kern-EU-Ländern das AAA-Rating in Gefahr sehen, hat die Börsen nicht weiter beunruhigt. Im Gegensatz zur Gewinnwarnung der METRO AG, woraufhin nicht nur Rückschlüsse auf die Aktie selbst gezogen wurden, sondern auch wieder auf die gesamte Konjunkturverfassung. Sollten sich die Verbraucher doch nicht so konsumfreudig zeigen? Im Mittelpunkt steht auch die EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag, von der eine weitere Zinssenkung auf 1 % sowie stärkere Hilfen für die Kreditinstitute erwartet werden. Technisch befindet sich der DAX in schwierigem Gewässer: Er kann zwar die 6.000-Punkte-Marke verteidigen, allerdings spürt man, dass die Luft nach oben sehr dünn ist, wodurch ein Rückschlag bis 5.850 Punkte jederzeit möglich wäre. Auch der Euro Stoxx 50 ist zwar knapp über der Unterstützungslinie von 2.300 Punkten und könnte durchaus bis 2.480 Punkte ansteigen, allerdings sieht es zurzeit nicht nach diesem Kursverlauf aus. Der Dow-Jones-Index bewegt sich in seiner Bandbreite zwischen 12.000 und 12.250 Punkten.

Der „Weckruf“ der Ratingagenturen bezüglich einer Herabstufung der EU-Staaten erhöht den Druck auf den EU-Gipfel am Freitag. Sollte der deutsch-französische Plan umgesetzt werden, der eine stärkere Zusammenarbeit in der europäischen Fiskalpolitik vorsieht, könnte durchaus eine Herabstufung der Bonität verhindert werden. Insbesondere auch dadurch, dass Griechenland und auch Italien ihren Sparhaushalt in den jeweiligen Parlamenten durchsetzen konnten. Die Aktienmärkte werden entscheidend darauf reagieren, wie die Politik und die EZB ihre Beschlüsse in den nächsten Tagen kommentieren. Insofern könnte der DAX durchaus bei positiven Ergebnissen die umkämpfte Marke von 6.000 Punkten weiter halten und in Richtung 6.300 Punkte kommen. Allerdings würde der Index bei der geringsten Enttäuschung sofort wieder in Richtung 5.850 Punkte zurückfallen. Viele institutionelle Anleger haben bereits ihre Bücher geschlossen. Dies bedeutet, dass die Schwankungsbreite bei noch weniger Teilnehmern eher zunehmen wird und insofern bis Jahresende die Kursentwicklung eher von tradingorientierten Investoren genutzt werden kann. Strategisch und mittelfristig denkende Anleger bleiben weiterhin in den defensiven dividendenstarken Werten engagiert bzw. nutzen stärkere Kursabschläge, um ein Neuengagement bei diesen Titeln einzugehen. Wir bleiben positiv bei den Branchen aus dem Gesundheitswesen, dem Pharma- und Nahrungsmittelbereich. Dies gilt bei den Einzeltiteln für das Rhön-Klinikum, Novartis, Coca Cola und Nestlé.

  Details
 
 
02.12.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt: Aktienmärkte verzeichnen Kurssprünge nach oben
Immobilienaktienmarkt KW 48

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Aktienmärkte verzeichnen Kurssprünge nach oben

Beflügelt von der Liquiditätszufuhr und der Hoffnung auf umfangreiche Staatsanleihenkäufe durch die EZB zogen die europäischen Aktienmärkte diese Woche stark an. Besonders die am Mittwoch bekannt gegebenen koordinierten Maßnahmen der Zentralbanken gegen die angespannte Lage an den internationalen Geldmärkten trieben die Kurse wieder an und ließen den EuroStoxx50 auf Wochensicht um 10,7 Prozent steigen. Mit einem Plus von 8,6 Prozent blieben die europäischen Immobilienaktien nur leicht zurück.

Fonciere des Regions (+17,6 Prozent), SILIC (+17,3 Prozent), Klepierre (+16,2 Prozent) und ICADE (+15,5 Prozent) gehören diese Woche zu den ganz großen Gewinnern. Nachdem die französischen Gesellschaften in den letzten Wochen besonders stark unter den Unsicherheiten an den Kapitalmärkten zu leiden hatten, quittierten sie die guten Nachrichten diese Woche mit großen Kurssprüngen nach oben. Bei SILIC wurde der Kurs zusätzlich von Übernahmehoffnungen durch ICADE getrieben. Deutlich unter Druck kam hingegen die Aktie der deutschen IVG Immobilien AG (-5,2 Prozent), nachdem die Gesellschaft am vergangenen Mittwoch eine 50-prozentige Kapitalerhöhung um knapp 70 Millionen Euro angekündigt hatte. Mit dem Bruttoemissionserlös von 145 Millionen Euro soll vor allem sichergestellt werden, dass der Bau der vorvermieteten und teilweise vorverkauften Öl- und Gas-Kavernen fortgeführt werden kann.

  Details
 
 
30.11.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Beruhigung an den Aktienmärkten
Die EU-Finanzminister haben am Dienstagabend darüber gesprochen, den Rettungsschirm mit einem Hebel zu versehen, so dass ein Hilfspaket von 750 Milliarden in Anspruch genommen werden könnte, und Griechenland wurde ebenfalls eine weitere Auszahlung aus dem Hilfspaket zugesichert. Erfreulich war, dass Italien sich weiter am Markt refinanzieren kann, auch wenn dies mit hohen Kosten verbunden ist, doch immerhin wurden die Anleihen in Höhe von 7,5 Milliarden Euro mit unterschiedlichen Laufzeiten komplett vom Markt aufgenommen. Aus den USA kommen leichte Lichtblicke. Die Zuversicht der US-Konsumenten stieg weiter an und verbesserte damit die Verbraucherdaten. Trotzdem bleiben die USA aufgrund ihrer extrem hohen Verschuldungsquote am Rande einer Rezession. Umso seltsamer ist mal wieder das Verhalten der Rating-Agenturen, die die europäischen Länder teilweise auf Ramschniveau herunterstufen, aber an der Bestnote der USA nicht rütteln wollen und stattdessen auch noch eine Schonfrist zum Abbau des Schuldenbergs bis nach den Präsidentschaftswahlen einräumen. Die Anleger an den Aktienmärkten scheinen nach dem Tal der Tränen erfreut über eine technische Korrektur, die das Thema Jahresendrallye wieder in den Vordergrund schiebt. Der Verkaufsdruck scheint vorüber, wie auch die schnelle Erholung im DAX gezeigt hat. Bei weiter beruhigenden Kommentaren von der Staatsschuldenseite dürfte der DAX durchaus weiteres Potential in Richtung 6.000 Punkte haben. Auch der Euro Stoxx 50 ist wieder oberhalb seiner wichtigen Unterstützungsmarke von 2.200 Punkten gelandet und hätte somit weiteres Erholungspotential bis 2.380 Punkte. Positiver sieht es auch wieder für den Dow-Jones-Index aus, nachdem er die 11.500-Punkte-Marke überschritten hat und damit wieder in Richtung 12.300 Punkte gehen könnte.

Kurzfristig belastet die Märkte, dass die Rating-Agenturen die internationalen Großbanken herabgestuft haben und somit das kurze Aufflackern der Aktienkurse wieder eingedämmt wurde. Für viele Investoren steht der 09.12.2011 im Mittelpunkt, denn an diesem Termin sollten sich die EU-Chefs einigen, um eine weitere Eskalation in der Staatsschuldenkrise zu vermeiden. Dies ist insbesondere unter dem Gesichtspunkt wichtig, dass im Jahr 2012 ein Refinanzierungsbedarf der Staaten von 870 Milliarden besteht, wobei bei den Fälligkeiten alleine 50 Prozent auf Italien und Frankreich entfallen. Sollte die EZB nun doch offiziell stärker bereit sein, als Garant für die EU-Schulden zur Verfügung zu stehen, würde dies sicherlich zu einer Entkrampfung an den Aktienmärkten führen. Ansonsten bleibt zwar noch die Hoffnung auf eine kleine Jahresendrallye, aber die politischen Schritte sind nach wie vor unvorhersehbar. Deshalb bleiben wir bei unserer defensiven Strategie und bevorzugen Branchen aus dem Gesundheitswesen, dem Pharma- und Nahrungsmittelbereich. Dies gilt insbesondere für das Rhön-Klinikum, Novartis, Coca-Cola und Nestlé.

  Details
 
 
25.11.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt: An den Aktienmärkten ging es pausenlos abwärts
Immobilienaktienmarkt KW 47

Helmut Kurz, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

An den Aktienmärkten ging es pausenlos abwärts

Ohne Pause abwärts ging es diese Woche an den Aktienmärkten. Während sich die asiatischen Werte sehr gut halten konnten, enttäuschen in den USA die gescheiterten Verhandlungen über einen Plan zum Schuldenabbau. In Europa verschlimmerte sich die nicht enden wollende Schuldenkrise noch durch die Auseinandersetzungen um die Politik der EZB, Staatsanleihen zu kaufen, und die Uneinigkeit im Hinblick auf die Einführung von sogenannten Eurobonds. Man hat den Eindruck, dass die Bundesregierung mit ihrer Abwehrhaltung den Druck auf die südeuropäischen Regierungen aufrecht erhalten will, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen.

Auch das Warten auf die finalen Details zur Rettung der belgisch-französischen Dexia machte Sorgen. Für die Immobilienbranche bedeuten die Probleme auch anderer Banken Schwierigkeiten bei der Finanzierung und höhere Zinsen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die höher verschuldeten Unternehmen besonders unter Druck standen: IVG -17 Prozent, Gagfah -12 Prozent. Am heftigsten erwischte es aber die italienischen Werte wie Beni Stabili mit minus 16 Prozent und IGD mit einem Rückgang um 14 Prozent.

Spitzengewinner waren die spanischen Realia, welche gegen die Tendenz 9 Prozent gewannen. Das Unternehmen hatte letzte Woche ordentliche Zahlen und Refinanzierungsfortschritte gemeldet.

Als "weiße Raben" erwiesen sich einmal mehr Titel außerhalb der Eurozone: Jeudan aus Dänemark sowie mit PSP und SPS zwei Titel aus der Schweiz, die alle unverändert blieben.

  Details
 
 
23.11.2011Der REIT-Investor: Ausgabe 3 vom November 2011
Die Themen:

- EUROPA IN DER KRISE

- REITS ALS MEDIZIN GEGEN ZITTRIGE HÄNDE

- GRIECHENLAND SOLLTE ÖFFENTLICHES EIGENTUM VERKAUFEN ODER VERPACHTEN

  Details
 
 
23.11.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte leiden unter hoher Nervosität
Zwei Faktoren haben am vergangenen Dienstag den europäischen Aktienmärkten hohe Kursverluste gebracht. Zum einen stand wieder einmal die Branche der Banken mit dem Thema Stresstest im Mittelpunkt. Insbesondere bei der Commerzbank scheint sich wiederholt eine hohe Kapitallücke aufzutun, wobei es dieses Mal gar nicht an dem Institut selbst liegt, sondern an den eigenmächtig veränderten Eigenkapitalregeln, die das Londoner Institut EBA für die EU aufgestellt hat. Diese Vorgehensweise geht schon teilweise grob fahrlässig mit geltendem nationalen Recht um und führt sicherlich nicht zu einer Entkrampfung in der Krise. Zum anderen waren wieder einmal Spanien und Italien im Fokus, dort mussten die Staatsanleihen neue Zinsen in Rekordhöhe bezahlen. Die Aktienmärkte reagieren somit äußerst nervös und drücken auf die Verkaufstaste. Auch von Seiten der USA kommt keine Unterstützung, denn die neue Schätzung für das US-Wachstum im 3. Quartal zeigte nur enttäuschende Zahlen. Der DAX liegt nun knapp oberhalb seiner Unterstützungslinie von 5.500 Punkten. Sollte diese nicht gehalten werden können, ist ein Rückschlag bis 5.250 Punkte möglich. Beim Euro Stoxx 50 liegt die Unterstützungslinie bei 2.100 Punkten, weitere Rückschläge könnten den Index bis 1.950 Punkte zurückfallen lassen. Der Dow-Jones-Index liegt ebenfalls auf einer wichtigen Unterstützungslinie von 11.500 Punkten beziehungsweise knapp darunter und hat bereits die 100- sowie die 200-Tages-Durchschnittslinie durchbrochen. Sollte es nicht zu einer Gegenbewegung kommen, wäre hier bis 10.500 Punkte Luft nach unten.

Als ob die negativen Schlagzeilen aus Europa und den USA nicht ausreichen würden, kommt nun eine weitere hinzu, welche lautet: „Chinas Industrie schrumpft.“ Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich stark verlangsamt und ist auf das Niveau von Anfang 2009 zurückgefallen. Dies ist sicherlich nicht positiv zu sehen, auf der anderen Seite jedoch noch lange nicht so dramatisch, wie es teilweise dargestellt wird. Unverändert ist der chinesische Markt mit Wachstum versehen und dürfte im Gleichklang mit den anderen asiatischen Ländern die übrige Weltwirtschaft auch zukünftig weit überholen können. Für den Anleger sind dies allerdings Zukunftsprognosen, die ihm in seiner heutigen Anlageentscheidung nicht sehr viel weiterhelfen, denn fest steht, dass die Angst vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft nicht gerade für Kauflaune sorgt. Die Schuldenkrise in Europa wird von Seiten der Politik immer mehr dazu genutzt werden, den Druck auf die EZB zu erhöhen und zu versuchen, ihre Unabhängigkeit, analog dem amerikanischen Vorgehen, weiter einzuschränken. Schlussendlich kann es dazu führen, dass die Gelddruckmaschine der EZB angeworfen wird und dies als geeignetes Instrument angesehen wird, um die europäische Krise einzudämmen. Auf den Aktienmärkten bleibt damit weiterhin der Druck erhalten und die starken Schwankungsbreiten werden auch zum Jahresende nicht nachlassen. Kurzfristig ist eine Erholung im DAX mehr als wahrscheinlich, diese könnte wieder in Richtung 5.850 Punkte führen. Sollte diese Gegenbewegung nicht gelingen, ist ein Rückschlag bis 5.250 Punkte möglich. Insofern ist es für die Investoren wichtig, in den defensiven Branchen zu investieren. Positiv sehen wir in diesem Zusammenhang das Röhn-Klinikum, Coca Cola und Nestlé.

  Details
 
 
18.11.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 46

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Nachdem der Rücktritt des italienischen Premiers Silvio Berlusconi gegen Ende der letzten Woche immer wahrscheinlicher wurde, atmeten die Anleger auf und die breiten Aktienindizes legten am vergangenen Freitag um fast 3 Prozent zu. Allerdings sorgten die prekäre Situation in Spanien, wo am Wochenende gewählt wird, sowie die aufkommenden Sorgen der Investoren um die Haushaltslage in Frankreich dafür, dass die Aktienmärkte ihre Gewinne auf Wochensicht wieder vollständig abgeben mussten.

Der europäische Markt für Immobilienaktien schnitt noch schlechter ab und hat in der Woche über 4 Prozent verloren. Besonders die französischen Gesellschaften wie Klepierre (-8,5 Prozent), Icade (-8,2 Prozent) oder Mercialys (-6,2 Prozent) stecken tief in der Verlustzone und zogen den Index zusammen mit den sich mäßig entwickelnden britischen und teilweise auch niederländischen Titeln nach unten. Dagegen hat die deutsche TAG Immobilien AG ihr Ergebnis vor Steuern in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig steigern können, was hauptsächlich auf die Übernahme der Colonia Real Estate AG und die daraus entstandenen Synergieeffekte zurückzuführen ist. Die Investoren honorierten die guten Zahlen, wodurch sowohl die TAG mit +6,1 Prozent sowie auch die Colonia mit +9,4 Prozent zu den großen Wochengewinnern gehören.

  Details
 
 
16.11.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte weiter im Fokus der Schuldenkrise
Für die internationalen Aktienmärkte wird es langsam eng, doch noch zu einer Jahresendrallye zu kommen. In Europa hat sich das politische Klima zwar etwas dadurch verbessert, dass in Griechenland und in Italien jeweils eine neue Regierung gebildet werden konnte, doch alleine dadurch ist natürlich die Krise nicht beendet. Insbesondere am Verhältnis des Euros gegenüber dem US-Dollar wird deutlich, dass in vielen Staaten die europäische Situation mit Sorge betrachtet wird. Der Euro notierte erstmals wieder unter seiner wichtigen Unterstützungslinie von 1,35 zum US-Dollar. Die Risikoaufschläge für französische, spanische und italienische Staatsanleihen bleiben weiter sehr hoch. Zusätzlich rückt nun erstmals Österreich in das Blickfeld der Ratingagenturen aufgrund dessen, dass dieses Land hohe Engagements in den osteuropäischen Ländern in seinen Büchern hat. Weiter besorgniserregend bleibt auch der hohe Verschuldungsgrad in den USA, die trotz kleiner Fortschritte nicht wirklich aus der Rezessionsgefahr herauskommen. Von diesem Wirtschaftsabschwung kann bisher Japan profitieren. Die Wirtschaft erholt sich dort, wenn auch nur in einem moderaten Tempo. Technisch befinden sich die Aktienmärkte in einer klassischen Warteposition, der DAX bewegt sich in einem breiten Kanal zwischen 5.800 Punkten und 6.150 Punkten. Fast analog dazu verläuft der Euro Stoxx 50 zwischen 2.200 und 2.350 Punkten. Der Dow-Jones-Index konnte den Aufwärtstrend noch halten mit leichten Erholungen in den letzten Tagen, so dass er unverändert oberhalb der 200-Tage-Durchschnittslinie liegt und weiterhin ein Potential bis 12.350 Punkte hat.

Die europäischen Unternehmen werden im nächsten Jahr zwar noch von ihren vollen Auftragsbüchern zehren können, aber es dürfte sehr schwierig werden, Anschlussaufträge in dieser bisherigen Größenordnung zu erhalten. Europa bleibt rezessionsgefährdet, sieht man einmal von Deutschland ab, das nach wie vor mit einem Wirtschaftswachstum rechnen kann, wenn auch nur noch mit einem geringen in 2012. Damit bleiben nur noch wenige Länder übrig, die wie die Bundesrepublik nicht mit Minuszahlen aufwarten müssen. Sollten allerdings die Reformen greifen können, bleibt durchaus für das 4. Quartal 2012 ein Hoffnungsschimmer, dass es dann wieder aufwärts gehen kann. Für die nächsten Wochen sind die Vorgaben für die Aktienmärkte aber eingetrübt. Das Misstrauen der Anleger ist weiterhin sehr hoch, bestimmt durch den Bondmarkt und bezogen auf die hohen Zinsen der europäischen Schuldnerländer. Wie immer in diesen Phasen leidet die Branche der Banken am stärksten unter den Kursrückgängen und momentan ist hier auch kurzfristig keine Veränderung abzusehen. Die Anleger haben in den nächsten Wochen nur die Möglichkeit über Tradingengagements der großen Schwankungsbreite an den Aktienmärkten zu begegnen. Längerfristig orientierte Investoren sollten erst wieder tiefere Kurse für Neuengagements nutzen und sich dann in den defensiven Branchen einkaufen. Wir bleiben positiv für die Unternehmen im Pharma- und Gesundheitswesenbereich und sehen als Kauf die Roche- und das Rhön-Klinikum.

  Details
 
 
15.11.2011E&G: Streuung der Investition ohne hohe Kostenbelastung
Mit ETFs schnell und flexibel an Marktveränderungen teilhaben

Stuttgart, 15. November 2011

Immer wieder stehen Anleger vor der Frage: Was ist bei Investitionen erfolgversprechender - die Einzelentscheidung im Bereich Aktien und Renten oder eine breite Diversifikation über Investmentfonds? Gegen Fonds sprechen oftmals hohe Kosten beim Erwerb sowie jährliche Verwaltungsgebühren. Eine deutlich preiswertere Alternative bieten ETFs, empfehlen die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.

„Wer in ein breites Marktsegment investieren möchte, dem bieten sich heutzutage börsengehandelte Fonds, also ETFs, an", sagt Kai von Benthen von ELLWANGER & GEIGER. Wie klassische Investmentfonds verbriefen ETFs einen anteiligen Besitz an einem klar definierten Sondervermögen, welches getrennt vom Vermögen der emittierenden Investmentgesellschaft geführt wird. Dadurch besteht kein Emittentenrisiko. Die Anlagenstrategie ist allerdings passiv das Fondsmanagement investiert nicht auf Basis einer eigenen Markteinschätzung, sondern bildet die Wertentwicklung eines ausgewählten Marktindexes ab. „Da der Handel über die Börse erfolgt, fallen anstelle eines Ausgabeaufschlags nur die üblichen Transaktionskosten an", erläutert von Benthen. Auch die jährlichen Managementgebühren sind geringer als bei klassischen Investmentfonds.

Ein weiterer Vorteil besteht in der höheren Flexibilität für die Anleger. An den Börsen werden ETFs fortlaufend mit Kauf- und Verkaufskursen versehen, die vom jeweiligen Emittenten in enger Anlehnung an den abgebildeten Index zur Verfügung gestellt werden. „Der Anleger kann somit seine Kauf- oder Verkaufsentscheidung fast exakt an den täglichen Kursverlauf anpassen", erklärt der E&G-Vermögensverwalter.
Innerhalb der ETFs unterscheidet man nicht nur nach dem Bereich, in den investiert wird - etwa Aktien, Renten oder Rohstoffe, sondern zusätzlich auch nach der Art und Weise, wie der jeweilige Index technisch abgebildet wird. Zum einen gibt es die replizierenden Fonds - hier kauft der Fonds die im Index enthaltenen Wertpapiere in ihrer jeweiligen Indexgewichtung. Zum anderen gibt es den swap-basierten Fonds, bei dem die Investmentgesellschaft einen beliebigen Anlagenmix kauft und den Ertrag mit einem Geschäftspartner durch komplexe Termingeschäfte in den Ertrag tauscht, der mit dem abzubildenden Index erzielt worden wäre. Beiden Fondstypen gelingt in der Regel eine sehr exakte Performance-Abbildung, bei den swap-basierten Fonds besteht aber ein Ausfallrisiko des jeweiligen Geschäftspartners aus dem Ertragstausch. „Bei der Auswahl der ETFs ist darauf zu achten, dass die anvertrauten Gelder auch tatsächlich über die Indexbestandteile in die gewünschten Zielmärkte investiert werden", empfiehlt Kai von Benthen den Anlegern.

„ETFs lassen sich hervorragend dazu verwenden, schnell und flexibel an Veränderungen ganzer Märkte oder exakt präzisierter Teilmärkte zu partizipieren", resümiert der Experte von ELLWANGER & GEIGER, „hierbei kann auch mit geringeren Anlagebeträgen eine breite Diversifikation bei akzeptablen Kostenbelastungen erreicht werden. Eine nachhaltige Outperformance der Märkte ist allerdings nur in klassisch aktiv gemanagten Fonds möglich."

  Details
 
 
11.11.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 45

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

In der vergangenen Woche waren die europäischen Aktienmärkte fest in der Hand der Schuldenkrise. Neben dem Dauerthema Griechenland haben diese Woche besonders die auf weit über 7 Prozent gestiegenen Renditen italienischer Staatsanleihen für Unruhe gesorgt. Der Eurostoxx gab um fast 4 Prozent nach, dagegen haben sich europäische Immobilienaktien mit einem Verlust von knapp 2 Prozent besser gehalten.

Mit einem Verlust in Höhe von 5,3 Prozent gehörte die deutsche Gagfah Group zu den größten Verlieren der Woche. Der Wohnungskonzern gab in seiner Quartalsbilanz die erneute Streichung der Dividende sowie einen stark zurückgehenden operativen Gewinn aus, woraufhin der Kurs zum Wochenschluss weiter abwärts sank. Einer der wenigen Gewinner war Nieuwe Steen (+0,6 Prozent) aus den Niederlanden. Die kriselnde IVG Immobilien AG hat sich mit sehr guten Quartalszahlen zurück in die Gewinnzone gekämpft und am heutigen Freitag über 20 Prozent an Wert zugelegt. Die Gesellschaft gab bekannt, die Prolongation für einen Großteil ihrer kurzfristig auslaufenden Kredite, unter anderem auch die Finanzierung für das Großprojekt „The Squaire“, gesichert zu haben.

  Details
 
 
09.11.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Aktienmärkte bleiben unruhig

In den letzten Tagen konnten sich die europäischen Aktienmärkte zwar etwas festigen, blieben aber in ihrer Tendenz im unruhigen Fahrwasser. Einen Aufschwung erhielten die Kurse kurzfristig, als die Spekulationen auftraten, dass der italienische Ministerpräsident Berlusconi keine Mehrheit erhalten würde und dadurch zurücktreten müsste. Die Aussicht, dass es zu einem Regierungswechsel kommen wird, hilft den Märkten kurzfristig durchaus, da Italien wirtschaftlich wesentlich besser dasteht als andere Euroschuldenländer und die Investoren in erster Linie Berlusconi die nötigen Reformen nicht zutrauen. Aber unabhängig von Italien bleibt auch das politische Ringen um eine Notstandsregierung in Griechenland weiter akut. Bei einer positiven politischen Entscheidung dürfte sich die Lage an den Aktienmärkten weiter entspannen. Davon profitieren in erster Linie die Bankaktien. Obwohl die europäische Schuldenkrise drückt und die weltweite Konjunkturabkühlung voranschreitet, haben die deutschen Exporteure ihren Umsatz weiter steigern können. Sollten die am Donnerstag veröffentlichten Verbraucherpreise in Deutschland ebenfalls positiv ausfallen, wäre das sicherlich eine wichtige Stütze für die weitere Kursentwicklung an den Aktienmärkten. Ein weiterer entscheidender Termin wird am Freitag in den USA stattfinden. Dort wird wieder das Verbrauchervertrauen veröffentlicht und darüber entschieden, ob die USA weiterhin rezessionsgefährdet bleiben. Der DAX konnte seinen Anlauf über die 6.000-Punkte-Marke nicht halten und bleibt somit absturzgefährdet bis 5.750 Punkte. Der Euro Stoxx 50 bewegt sich unverändert in der breiten Seitwärtslinie zwischen 2.200 Punkten und 2.350 Punkten. Der Dow-Jones-Index liegt oberhalb seiner 200-Tages-Durchschnittslinie. Könnte er diese halten, würde ein Steigerungspotential bis 12.500 Punkte möglich sein, anderenfalls liegt die Unterstützungslinie bei 11.500 Punkten.

Die nächsten Wochen werden geprägt sein von Prognosen für das Jahr 2012. Die Wirtschaftsweisen haben bereits einen Anfang gemacht und gehen davon aus, dass es zu einer deutlichen Abkühlung in der Konjunktur in Deutschland kommen wird. Das heißt, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr nur noch um 0,9 Prozent zulegen könnte, nachdem es in diesem Jahr zu einer dreiprozentigen Steigerung kam. Falls dies wirklich eintreten sollte, wäre Deutschland immer noch die Wachstumslokomotive, da die anderen europäischen Länder mit einem Nullwachstum oder sogar negativen Zahlen aufwarten müssen. Da die Investoren nach wie vor davon ausgehen müssen, dass die Aktienmärkte auch in den kommenden Wochen politisch geprägt bleiben, zeigt sich das Gesamtumfeld unverändert hochvolatil. Sollte es in den nächsten Tagen zu einer politischen Einigung in Griechenland und Italien kommen, ist aber nicht auszuschließen, dass der DAX zum Jahresende noch einmal einen Anlauf in Richtung 6.500 Punkte unternehmen wird. Der Markt bleibt aber tradingorientiert und somit sollten Neukäufe nur an Tagen von extremen Rückschlägen vorgenommen und große Kursanstiege eher für Verkäufe genutzt werden. Positiv bleiben wir für die Branchen Pharma und Gesundheitswesen und bei den Einzelwerten für Novartis und Rhön-Klinikum.

  Details
 
 
04.11.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 44

Patrick Nass, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Die europäische Schuldenkrise hat die Aktienmärkte auch diese Woche dominiert. Nachdem die Beschlüsse des Euro-Gipfels Ende letzter Woche zu einem Kurssprung der Märkte geführt haben, brachen die Kurse nach der Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou, eine Volksabstimmung über diese Beschlüsse abhalten zu wollen, ein. Als sich eine Lösung der griechischen Regierungskrise und ein Verzicht auf das Referendum abzeichneten, erholten sich die Kurse wieder etwas. Auf Wochensicht liegt der breite Aktienmarkt jedoch über 5 Prozent im Minus.

Die europäischen Immobilienaktien haben sich, wie in den Vorwochen, wieder weniger volatil verhalten, konnten sich dem allgemeinen Trend aber nicht entziehen und verloren 2,5 Prozent gegenüber der Vorwoche. Größter Gewinner diese Woche war mit 14,5 Prozent die britische Gesellschaft Capital & Regional, deren Großinvestoren ihre Aktienanteile aufgestockt haben.

  Details
 
 
03.11.2011Tipp von E&G: Pflegerentenversicherung gegen Einmalbeitrag. Die finanzielle Absicherung für den Pflegefall im Blick behalten.
Stuttgart, 03. November 2011

Die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt in Deutschland rasant an. Zwar springt die gesetzliche Pflegeversicherung im Pflegefall mit finanziellen Leistungen ein. Für eine angemessene Versorgung fallen aber meist zusätzliche, häufig erhebliche Kosten an, die dem Vermögen entnommen werden. Deshalb raten die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers, finanziell vorzusorgen - z.B. mit einem Einmalbeitrag in eine private Pflegerentenversicherung.

Für viele ist es unangenehm, sich frühzeitig mit einer möglichen eigenen Pflegebedürftigkeit im Alter durch Krankheit oder Unfall zu befassen. „Bei entsprechender Vorsorge bleiben dem Betroffenen sowie Angehörigen im Pflegefall aber wenigstens finanzielle Schwierigkeiten und die Sorgen um eine angemessene Versorgung erspart", berichtet Carmen Bandt von ELLWANGER & GEIGER. „Denn insbesondere wenn ein gehobener Lebensstandard auch im Alter und die Pflege durch Fachkräfte gewünscht werden, reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 1.510 Euro in der Pflegestufe III nicht aus." Was darüber hinaus benötigt wird, muss aus eigener Tasche gezahlt werden. Je nach Dauer der Pflegebedürftigkeit kann dabei ein erheblicher Betrag zusammenkommen. Dieses finanzielle Risiko lässt sich durch eine Einmaleinzahlung in eine private Pflegerentenversicherung absichern. Im Pflegefall bezahlt diese zusätzlich zur gesetzlichen Pflegeleistung eine weitere monatliche Rente aus und schont somit das private Vermögen.

Doch wie findet man in der Angebotsvielfalt der Versicherungs­welt das passende Produkt? Ein grundsätzlicher Unterschied besteht beispielsweise in der Definition der Pflegebedürftigkeit, die entweder an den Pflegestufen der gesetzlichen Pflegeversicherung festgemacht wird, oder an sechs definierten Aktivitäten des täglichen Lebens - vom Fortbewegen im Zimmer über Einnehmen von Mahlzeiten und Getränken bis hin zum Toilettengang. „Es ist ratsam sich von einem Experten, der den gesamten Markt kennt, beraten zu lassen und mit ihm gemeinsam die Konditionen der Versicherungen mit den persönlichen Ansprüchen abzugleichen", erläutert Annika Peters von ELLWANGER & GEIGER.

Wenn z.B. Kapitalentnahmen während der Laufzeit möglich sind, bleibt eine gewisse Flexibilität erhalten. Mit Blick auf die Erben kann zudem auf eine hohe Todesfallleistung geachtet werden, so dass ihnen das Kapital vollständig und mit Verzinsung ausgezahlt wird. Peters: „Es gibt auch Produkte, die an eine Fondsanlage gekoppelt sind und im Todesfall die eingezahlten Beträge garantieren. Bei entsprechender Wertentwicklung der Fonds kann es jedoch zu einer Nachschusspflicht kommen."

  Details
 
 
02.11.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Aktienmärkte in neuen Turbulenzen

Es kommt einem vor, als hätte es die letzten Tage nicht gegeben und als wäre die Beruhigung, dass die Schuldenfrage mit dem Rettungsschirm und einer Hebelwirkung von über 1 Billion Euro alles regeln würde, nun wieder passé. Griechenland möchte ein Referendum und somit die Bevölkerung fragen, ob sie mit den Sparauflagen einverstanden ist. Verständlicherweise hat dies die Aktienmärkte in Unruhe versetzt, sämtliche Hilfspakete sind damit in Frage gestellt und insbesondere der Bereich der Banken musste zweistellige Kursverluste hinnehmen. Auch die Frage, ob Griechenland selbst aus dem Euroverbund austritt, ist inzwischen nicht mehr von der Hand zu weisen. Die Banken müssen mit schweren Verwerfungen rechnen. Nicht nur, dass die Quartalsergebnisse bei den meisten Instituten schlecht ausfielen, jetzt kommen noch zusätzliche Abschreibungsängste auf die Häuser zu. Damit sind auch die Krisentreffen wieder aktuell. So werden heute Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Sarkozy ein neues Treffen mit dem IWF und dem griechischen Ministerpräsidenten Papandreou arrangieren. Aber auch der Blick auf die USA wird die Aktienmärkte nicht beruhigen, hier ist davon auszugehen, dass die amerikanische Notenbank abermals Aufbauspritzen für die Konjunktur geben muss, um ein minimales Wirtschaftswachstum erzeugen zu können. Insofern wird es den Investoren nicht viel nützen, aus dem Euro zu flüchten und in den Dollar hineinzugehen, denn dort sieht es nach wie vor nicht viel besser aus. Dahingehend dürfte nach dem Rückschlag des Euros die wichtige Marke von 1,35 zum US-Dollar nicht unterschritten werden. Dies ist allerdings nur so lange möglich, wie Italien nicht doch in den Strudel der Krise gerät. Beunruhigend ist der jetzt wieder starke Anstieg der Renditen für italienische Staatsanleihen. Da die italienische Wirtschaft noch gesund ist, könnten wirklich durchgeführte Reformen für Italien ein Befreiungsschlag sein. Nach den starken Kursrückgängen werden die Aktienmärkte aber erst einmal eine Verschnaufpause einlegen. Der DAX dürfte somit seine Unterstützungslinie von 5.750 Punkten, die er kurzfristig unterschritten hatte, halten können. Ob es ausreicht und er einen neuen Anlauf über die 6.000-Punkte-Marke nehmen kann, bleibt aber abzuwarten. Der Euro Stoxx 50 fiel zurück auf die Unterstützungslinie von 2.250 Punkten. Auch hier dürfte die Beruhigung ihn wieder Richtung 2.300 Punkte nach oben schieben. Der Dow-Jones-Index liegt zwischen der 200- und der 100-Tages-Durchschnittslinie. Sollte es hier zu einer Beruhigung kommen, dürfte die Marke von 12.000 Punkten schnell wieder erreicht sein.

Unter rein charttechnischen Gesichtspunkten war der rasante Aufstieg der letzten Tage an den Aktienmärkten weit überzogen und insofern eine Reaktion zu erwarten. Dass sie allerdings so schnell und so stark ausfällt, war nicht vorhersehbar. Aber wie bei allen Extremausschlägen, insbesondere wenn sie politisch bedingt sind, dauert das Tal der Tränen meist nicht allzu lange an. Erstaunlich ist, dass die asiatischen Börsen dieses Thema noch extremer gesehen haben und die Situation teilweise schlimmer sehen als 2008. Sicherlich war die Lehman-Krise rein bankenbezogen und derzeit haben wir es mit Staatsverschuldungen und Haushaltsproblemen zu tun, die weitaus komplizierter sind und die Steuersystemfrage aufwerfen. Und das ist, wie man weiß, hochpolitisch und insofern meist nicht komplett lösbar. Trotz allem ist zu erwarten, dass die Aktienmärkte sich von diesem Schlag auch wieder erholen werden und insbesondere der DAX wieder einen neuen Anstieg über 6.000 Punkte wahrscheinlich macht. Das heißt, eine Jahresendrallye ist unverändert möglich, wobei das Maximalziel von 6.500 Punkten weiter bestehen bleibt. Neukäufe sollten nur an Tagen von extremen Rückschlägen vorgenommen werden. Sollte es tatsächlich Richtung Jahresende noch zu starken Kursanstiegen kommen, sind dies eher Verkaufskurse, da im neuen Jahr auch ein Rückgang der guten Unternehmenszahlen zu erwarten ist. Positiv bleiben wir für die Branchen Pharma und Gesundheitswesen und bei den Einzelwerten für Novartis und das Rhön-Klinikum.

  Details
 
 
28.10.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 43

Patrick Nass, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Die weltweiten Aktienmärkte waren diese Woche von den Verhandlungen der Eurostaaten über den Euro-Rettungsschirm geprägt. Die Einigung auf umfassende Maßnahmen zum Ausbau des Europäischen Stabilitätsmechanismus, zur Entschuldung Griechenlands und zur Stützung des Bankensystems hat die Aktienmärkte (zumindest vorübergehend) in Feierstimmung versetzt. Nachdem der Eurostoxx 50 sich bis Mitte der Woche gegenüber der Vorwoche kaum veränderte, stieg er am Donnerstag um 6,1 Prozent an.

Die europäischen Immobiliengesellschaften lagen auch im Plus, jedoch war der Kursanstieg geringer als der des breiten Aktienmarktes. Für die Immobilienaktien war entscheidend, dass die Eurokrise sich nicht über das Bankensystem auf die Realwirtschaft ausbreitet und damit den Leerstand ansteigen und die Mieten sinken lässt.

Überdurchschnittlich entwickelten sich die britischen und deutschen Gesellschaften, wobei einige deutsche Titel – wie etwa IVG – auch von der Hoffnung auf einfachere Refinanzierungen profitierten.

  Details
 
 
26.10.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Aktienindizes auf Erholungskurs

Obwohl die Kreditinstitute mit hohen Abschreibungen bezüglich Griechenland rechnen müssen und zusätzlich davon auszugehen ist, dass die Banken ihre Kernkapitalquote auf 9 % erhöhen müssen, warten die großen Institute mit positiven Quartalszahlen auf. Diese Ergebnisse konnten die Aktienmärkte stimulieren und die Indizes weiter nach oben treiben. Hinzu kommt, dass, obwohl der Konjunkturtrend sich nach unten bewegt, das Konsumklima nach wie vor keine negative Stimmung einnimmt. Die neuesten Umfragen der GfK zeigen sogar, dass sich die Verbraucherstimmung leicht verbessert hat. Ansonsten ist an den Aktienmärkten weiterhin ein hoher Nervositätsgrad zu spüren, insbesondere vor dem EU-Gipfel, der sicherlich nicht der letzte sein wird. Somit ist zu erwarten, dass die Indizes erst einmal eine Verschnaufpause einlegen werden. Vor allem der DAX hat nun, nachdem er die Widerstandslinie von 6.000 Punkten leicht überschreiten konnte, die Möglichkeit, in Richtung 6.250 Punkte zu gehen, aber er trägt auch weiterhin das Risiko, einen Rückschlag bis 5.500 Punkte hinnehmen zu müssen. Der Euro Stoxx 50 hat es bisher noch nicht geschafft die Widerstandslinie von 2.300 Punkten zu durchbrechen, insofern ist hier ein Rückschlag bis 2.200 Punkte möglich. Nachdem der Dow-Jones-Index die 11.500-Punkte-Marke durchbrechen konnte, ist der Weg frei bis 12.000 Punkte, hier verläuft auch die 200-Tages-Durchschnittslinie. Eine wichtige Marke, von der der weitere Verlauf der Entwicklung abhängen wird.

Viele Investoren scheinen bei ihren Investitionen an den Aktienmärkten die unsichere politische Seite nicht komplett wahrzunehmen. Ansonsten sind die verhältnismäßig guten Aktienkurse nicht zu erklären. Der kommende EU-Gipfel droht wieder einmal eine umfassende Antwort auf die Schuldenkrise schuldig zu bleiben. Es werden voraussichtlich weder konkrete Zahlen noch eine nachvollziehbare Vorgehensweise bekannt gegeben. Nachdem auch Italien weiterhin in der Kritik bleibt, ist das Ausmaß der Schuldenkrise an den Aktienmärkten noch nicht angekommen. Hinzu kommt, dass die Konjunkturentwicklung nicht nur in Europa und den USA, sondern inzwischen auch in Lateinamerika eine Abkühlung hat hinnehmen müssen. Statt bisher 5 % Wirtschaftswachstum ist nur noch eine Steigerung von 3,5 % zu erwarten. Sollte nun auch noch die Nachfrage in China weiter zurückgehen, dürfte sich dies kurzfristig auf die Rohstoffpreise auswirken und einen abermaligen Rückschlag herbeiführen. Augenblicklich ist der Goldpreis allerdings wieder im Aufwind, ebenso die übrigen Edelmetalle. Ob allerdings ein zweiter Anlauf in Richtung 2.000 Dollar die Unze möglich ist, erscheint doch mehr als fraglich. Eine Jahresendrallye in den Aktienkursen dürfte unter den augenblicklichen Vorzeichen sehr unwahrscheinlich sein, was nicht bedeutet, dass der DAX nicht doch in Richtung 6.250 Punkte gehen könnte. Das augenblickliche Niveau eignet sich nur bedingt für Käufe, bei einem weiteren Anstieg sollten eher Verkäufe vorgenommen werden. Einstiegsszenarien bieten sich erst wieder ab einem DAX-Stand von 5.250 Punkten und darunter an. Positiv bleiben wir bei diesem Niveau für die Branchen Pharma und Gesundheitswesen, bei den Einzelwerten sind dies Novartis und Rhön-Klinikum.

  Details
 
 
25.10.2011E&G: Trend zur Nachhaltigkeit als Investitionschance nutzen
Wasserkraft spielt Trümpfe aus

Stuttgart, 25. Oktober 2011 Der Begriff Nachhaltigkeit hält in allen Lebensbereichen Einzug. Auch unter Kapitalanlegern ist ein Trend zu sozialen, ökologischen und ethischen Investments zu beobachten. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang? Wird die Vorstellung vor einer Investition nicht klar definiert, birgt das Thema Platz für Enttäuschungen, warnen die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.
Als im vergangenen Jahr die Ölplattform Deepwater Horizon unterging, rächte es sich, dass viele global investierende Nachhaltigkeitsfonds Aktien von BP besaßen. Dieser prominente Fall zeigt deutlich, wie heterogen die Definitionen von Nachhaltigkeit sind und dass das auf Seiten der Anleger zu Irritationen führt. „Nachhaltigkeit ist ein weit gefasster Begriff. Seinen Ursprung hat er in der Forstwirtschaft: Es geht dabei darum, in Generationen zu denken. Für Anlageentscheidungen bedeutet er nach unserem Verständnis, Investitionen langfristig auszurichten und sie klar zu fokussieren, und zwar auf Unternehmen, die diesen Generationsgedanken in ihrem Geschäftsmodell verinnerlicht haben“, berichtet Franz Kaim von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.
Dass nachhaltiges Wirtschaften einer erfolgreichen und gewinnorientierten Unternehmenspolitik nicht widerspricht, sondern diese sogar fördert, lässt sich am Beispiel Wasserkraft erkennen. „Gesellschaften, die in diesem Bereich tätig sind, können bei der Stromerzeugung größtenteils auf fossile Energieträger verzichten und genau aus diesem Grund mit einer im Vergleich zu konventionellen Versorgungsunternehmen günstigen Kostenbasis punkten“, so Kaim. Mit fundierten Marktkenntnissen lassen sich in diesem Umfeld gesunde Unternehmen selektieren, die stabile Dividendenausschüttungen und eine interessante Rentabilität bieten und sich somit für nachhaltige Investments eignen.
Nach diesen Aspekten haben die Experten bei ELLWANGER & GEIGER einen Index, den E&G Blue-Utility-Index, entwickelt, der sich aus zehn führenden regenerativen Stromerzeugungsunternehmen zusammensetzt. Ein Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Wasserkraft. In der historischen Betrachtungsweise konnte damit der globale Aktienmarkt übertroffen werden. „Das aktuelle Umfeld wird insbesondere der Wasserkraft voraussichtlich auch künftig Rückenwind verleihen: Auf der einen Seite werden fossile Brennstoffe knapper und der Atomausstieg ist politisch beschlossen, während auf der anderen Seite ein immer größerer Anteil am gesamten Energieverbrauch, etwa durch Elektroautos, auf den Stromsektor entfällt“, erläutert der Experte. Gegenüber den „neuen Erneuerbaren Energien“ verfüge die Wasserkraft über hohe Wirkungsgrade und eine hohe Flexibilität. Zudem hat sie eine lange Tradition: Die ersten Werke wurden schon Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Heute sind sie mit einem Anteil von etwa 16 Prozent an der Elektrizitätserzeugung weltweit die regenerative Stromquelle Nummer 1.


Kontakt:

BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER KG
Franz Kaim
Portfoliomanagement
Börsenplatz 1
D-70174 Stuttgart
Tel. 0711/21 48 - 239
Fax 0711/21 48 - 250
franz.kaim@privatbank.de
www.privatbank.de

  Details
 
 
25.10.2011Immobilienmärkte in Fernost: Unterschätzter Markt mit aussichtsreichen Chancen
Von Helmut Kurz, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers

Die wirtschaftliche Attraktivität Asiens strahlt auch auf den dortigen Immobilienmarkt aus und belebt die Nachfrage nach verschiedensten Objektklassen. Der Autor gibt einen Überblick über die sich daraus ergeben­den Anlegerchancen. (Red.)

Tatsache ist, dass der asiatische Konti­nent von deutschen Investoren bislang wenig beachtet wird. Sie bevorzugen nach wie vor den heimischen Markt.

Bisher Vorliebe für den deutschen Markt

Im vergangenen Jahr investierten zum Beispiel 67 Prozent aller Geschlosse­nen Immobilienfonds in Deutschland. Auch durch direkte Immobilieninvest­ments sind die Deutschen bereits sehr stark in deutsche Immobilien investiert. Laut einer Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) besitzen sie direkt gehaltene vermietete Immobilien im Wert von über einer Billion Euro. Selbstgenutzte Immobilien sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Angesichts der noch immer vergleichsweise robusten Verfassung der deut­schen Wirtschaft und des deutschen Immobilienmarktes ist es durchaus verständlich, wenn Immobilienanleger auf den deutschen Immobilienmarkt setzen - zumal viele Akteure seit der Finanzkrise risikoavers investieren. Aller­dings schwächt sich das Wirtschafts­wachstum auch in Deutschland lang­sam ab. Im zweiten Quartal 2011 wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur noch um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal. Das ist nach Aussagen der Statistiker das langsamste Wachstum seit dem Höhe­punkt der Finanzkrise Anfang 2009.

Blick nach Fernost lohnt ...

Ob über Fonds, Immobilienaktien oder andere Investmentvehikel: Deutsche Investoren sollten ihre Portfolien stärker diversifizieren und sich nicht nur auf den heimischen Markt beschränken. Dafür bietet sich der asiatische Markt an, der seine jetzige Dynamik auch in den nächsten Jahrzehnten nicht verlieren wird.
Derzeit werden allerdings verstärkt die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen einiger asiatischer Länder thematisiert. Das hohe Wirtschaftswachstum hat vielerorts ein inflationäres Umfeld geschaffen. Um die Wirtschaft vor Übertreibungsphasen zu schützen und die Inflation einzudämmen, haben viele Länder bereits damit begonnen, das Wachstum etwas einzubremsen. So haben beispielsweise Singapur, Hongkong und China zum Teil mehrfach die Leitzinsen erhöht. Auch die Kreditvergabe wurde in einigen Ländern eingeschränkt.

... verglichen mit westlichen Zuwächsen

Trotz dieser restriktiven Maßnahmen wird Asien in den kommenden Jahren weiter wachsen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die aufstrebenden asiatischen Volkswirt­schaften 2011 und 2012 durchschnitt­lich um jeweils 8,4 Prozent wachsen werden.
Dagegen gehen die Experten für die westlichen Industrieländer im Schnitt nur von Wachstumsraten von 2,4 beziehungsweise 2,6 Prozent aus. Gegenwärtig sind die USA und die Europäische Union gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch die größten Wirtschaftsräume der Welt.
Sie tragen 24 beziehungsweise 27 Prozent zum weltweiten BIP bei. Nach Schätzungen des IWF wird China diese Position im Jahr 2030 übernehmen und rund 24 Prozent des Welt-BIPs er­wirtschaften. Die USA werden dann nach Meinung des IWF nur noch zwölf Prozent beisteuern.

Potenzial durch Städtewachstum

Und nicht nur, dass die asiatischen Volkswirtschaften seit vielen Jahren kräftig zulegen. Auch die Städte in diesen Ländern wachsen rasant: Immer mehr Menschen ziehen aus den ländlichen Regionen in die Städte. Im Jahr 2009 lag die Zahl der Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern bereits bei 21, wovon sich etwa die Hälfte in Asien befindet.
Demografie-Experten rechnen damit, dass bis 2025 noch fünf asiatische Mega-Städte dazukommen werden. Die demografischen Trends in Asien sprechen demnach eine eindeutige Sprache.
Aufgrund der wachsenden Stadtbevölkerung werden nicht nur mehr Wohnungen, sondern außerdem mehr Einzelhandelsflächen benötigt, da die Konsumnachfrage steigt. Für Immobilieninvestoren bieten sich somit zahlreiche Investitionsmöglichkeiten.

Aktienfonds-Investments eher noch ein Nischenprodukt

Eine Möglichkeit, in den asiatischen Immobilienmarkt zu investieren, sind Aktienfonds mit Investitionsschwerpunkt Asien. Bislang ist ihr Anteil am Gesamtmarkt der in Deutschland vertriebenen Aktienfonds allerdings noch sehr gering. Er liegt bei weniger als sechs Prozent. Asienfonds sind damit beinahe noch ein Nischenprodukt. Dabei hätten Anleger ihr Vermögen mit Aktienfonds, die in asiatische Länder investieren, in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppeln können. Aktienfonds mit Fokus auf Deutschland erreichten in der gleichen Zeit nur einen Wertzuwachs von 24 Prozent.
Bei Immobilienfonds ist die Quote der Asienfonds noch weit niedriger als bei Aktienfonds. Laut dem Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) entfallen bei den Offenen Immobilienfonds nur rund drei Prozent auf asiatische Investments. Bei den Geschlossenen Fonds sind es laut dem Analysehaus Feri EuroRating Services genauso wenig.

Intelligente Kapitalsteuerung verhindert Immobilienblasen

Eine Erklärung für die Zurückhaltung der Investoren könnte das weit verbreitete Schreckgespenst einer Immobilienblase in China sein. Dabei ist die Angst vor einer Blasenbildung am chinesischen Immobilienmarkt eher unbegründet.
Die chinesische Regierung steuert seit Jahren intelligent einer Überhitzung entgegen. Entwicklungen wie beispielsweise in Shanghai sind Sonderfälle: In Shanghai sind die Wohnimmobilienpreise zwar rasant gestiegen, dort kaufen allerdings auch vorwiegend eigenkapitalstarke Chinesen. Sie wollen aus Imagegründen eine standesgemäße Adresse in der Hafenmetropole besitzen. Dadurch werden die Preise in die Höhe getrieben.
Shanghai ist jedoch alles andere als repräsentativ für den chinesischen Immobilienmarkt. Nur rund 30 Prozent der Wohnungen entfallen dort auf Eigennutzer, in anderen chinesischen Städten liegt dieser Anteil oft bei 95 Prozent.
Darüber hinaus dürfte sich die Stadtbevölkerung in China in den kommenden 20 Jahren um schätzungsweise weitere 570 Millionen Menschen vergrößern. Das entspricht nach derzeitigem Stand nahezu einer Verdopplung. In der Vergangenheit zeigte China bereits mehrfach, dass das Land in der Lage ist, seine ökonomischen und demografischen Ressourcen in die gewünschten Bahnen zu lenken. Shenzhen war beispielsweise in den 1980er-Jahren noch ein für asiatische Verhältnisse eher ländlich geprägter Ort mit weniger als einer Million Einwohnern.
Heute ist die Stadt in Sichtweite von Hongkong einer der wichtigsten Wirtschaftsräume Chinas und eine Metropole mit etwa acht Millionen Einwohnern. Damals hatten auch viele eine Überhitzung des dortigen Immobilien­marktes befürchtet - auch hier war die Sorge unbegründet.

Um zu der Zeitschrift "Vermögen & Steuern" zu gelangen bitte den folgenden Link kopieren:

http://www.kreditwesen.de/zeitschriften/vermogen-und-steuern/aktuell/

  Details
 
 
21.10.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 42

Helmut Kurz, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Ernüchterung kehrte am Montag an den Aktienbörsen ein, nachdem Vertreter aus Deutschland die großspurigen Ankündigungen des französischen Präsidenten Sarkozy dämpften. Es wird viele Jahre dauern, die Schuldenkrise in Europa zu lösen. Und so gingen die Kurse im Laufe der Woche gerade bei den europäischen Immobilienwerten etwas zurück. US-REITs konnten sich dagegen behaupten.

Bei den großen französischen REITs gab es eine ganze Reihe von Quartalsberichten zu verarbeiten. Icade und Silic berichteten über etwas mühsamere Neuvermietungen vor allem bei größeren Flächen seit dem Sommer. Dies überrascht angesichts der zunehmenden Probleme unseres Nachbarlandes, das über seine Banken stark in Südeuropa engagiert ist, nicht wirklich.

Die beiden Vermieter und Entwickler von Einzelhandelsflächen Mercialys (nur in Frankreich aktiv) und Klepierre berichteten dagegen über ein erfreuliches Vermietungsgeschäft im Heimatmarkt. Außerhalb der Hauptregion verlief das Geschäft bei Klepierre in Skandinavien gut, in den südeuropäischen Ländern (25 Prozent Anteil an den Gesamtmieten) zum Teil schlecht sowie in Osteuropa, wegen Ungarn, enttäuschend.
Große Kursveränderungen gab es im Sektor nicht.

  Details
 
 
19.10.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Konjunktursorgen belasten die Aktienmärkte

Der ZEW-Index hat mit seiner Konjunkturprognose den niedrigsten Wert seit der Hochphase der Finanzkrise im November 2008 erreicht. Es ist schon erstaunlich, wie viele Analysten für das kommende Halbjahr in Deutschland eine Stagnation der Wirtschaft voraussehen wollen. Die vollen Auftragsbücher vieler Unternehmen in den verschiedensten Branchen scheinen an dieser negativen Einstellung nichts zu ändern, wobei die Gefahr eines Wirtschaftsrückgangs eher im übrigen Europa lauert als im Inland. Dies wird deutlich, nachdem die Ratingagentur Moody’s nun selbst Frankreichs AAA-Rating in Frage gestellt hat. Damit blieben nur noch Deutschland, Österreich, die Niederlande und Finnland übrig, die als sogenannte sichere Anlageländer gelten würden. Das Unvermögen der europäischen Politik, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, würde bei einer Fortsetzung dieser negativen Vorgehensweise Deutschland spätestens Mitte 2012 mit negativen Wirtschaftszahlen erreichen. Die Aktienmärkte spiegeln die Unterschiede deutlich wider, indem positive Unternehmenszahlen negativen Konjunkturaussichten gegenüberstehen. Der DAX hat abermals kurzfristig die 6.000-Punkte-Marke überschritten, konnte sie aber nicht halten und versucht nun, einen neuen Anlauf zu nehmen. Eine Rückschlagsgefahr bleibt nach wie vor bis zu 5.000 Punkten vorhanden. Der Euro Stoxx 50 konnte die Widerstandsmarke von 2.300 Punkten nicht überschreiten, hier liegt die Unterstützungslinie bei 2.150 Punkten. Der Dow-Jones-Index hat seine Widerstandslinie von 11.500 Punkten knapp überschritten und könnte, falls es ihm gelingt, diese Marke zu halten, in Richtung 12.000 Punkte gehen.

Die Aktienmärkte reagieren in einer erstaunlich positiven Fortsetzung ihrer Kurssteigerungen aufgrund der Annahme, dass sich Deutschland und Frankreich am Wochenende auf eine Hebelung des EFSF-Rettungsschirms auf 2 Billionen Euro einigen werden. Sollte es tatsächlich zu dieser Hebelung kommen und die Märkte würden sich aufgrund dieses Abkommens beruhigen, dann wiegt wohl die scheinbar hohe Garantiesumme stärker als die Tatsache, dass sie, falls sie wirklich in Anspruch genommen werden sollte, niemals bezahlt werden könnte. Die Aktienmärkte bleiben zwar weiterhin nervös und reagieren kurzfristig auf die negativen Konjunkturdaten, ob aus den USA, den asiatischen Ländern wie China oder Europa, doch lange hält diese Unruhe nicht an und der Wille, die Aktienkurse zum Jahresende oben zu halten, scheint stark genug zu sein, sich durchzusetzen. Insofern ist auch für den DAX ein Jahresendstand von 6.250 Punkten mehr als vorstellbar. Viel mehr ist allerdings nicht zu erwarten, so dass diese Indexzahlen eher als Verkaufsszenario zu sehen sind. Käufe auf dem aktuellen Niveau sollten nicht vorgenommen werden. Anleger, die bereits investiert sind, können in Ruhe den Aufschwung mitnehmen. Einstiegsszenarien bieten sich erst wieder ab einem DAX-Stand von 5.250 Punkten und darunter an. Auf diesem Niveau bleiben wir positiv für die Branchen Pharma und Gesundheitswesen.

  Details
 
 
19.10.2011INTERVIEW zur Schließung des AXA Immoselect
19. Oktober 2011

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger offener Immobilienfonds müssen eine schweren Schlag hinnehmen: Der offene Immobilienfonds AXA Immoselect, eines der Schwergewichte der Branche, wird aufgelöst. "Die für eine erfolgreiche Wiederöffnung erforderliche Liquidität" sei nicht wiederherzustellen gewesen, begründete die Investmentgesellschaft des französischen Versicherungskonzerns AXA diesen Schritt. Die erneute Zuspitzung der Eurokrise habe die Entscheidungsprozesse potenzieller Immobilienkäufer verzögert. Nach der Ankündigung von AXA könnte die Branche der offenen Immobilienfonds nun weiter an Bedeutung verlieren, sagte Fondsmanager Helmut Kurz vom bei Immobilien aktiven Bankhaus Ellwanger & Geiger am Mittwoch im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Frage: Wie beurteilen Sie die angekündigte Auflösung des AXA Immoselect?
Kurz: "Die Ankündigung ist ein schwerer Schlag für die Branche der offenen Immobilienfonds (OIF). Das Produkt gilt als eines der Flaggschiffe der Branche. Es hat sich in der Vergangenheit gut entwickelt und ist in vielen Portfolien vertreten."

Frage: Was bedeutet der Schritt von AXA für die Zukunft der Branche?

Kurz: "Nun ist zu befürchten, dass auch die Anleger anderer, derzeit noch nicht geschlossener OIF versuchen werden, Mittel abzuziehen. Insofern dürften die offenen Immobilienfonds insgesamt weiter an Bedeutung verlieren. Bei den Investoren wird sich wohl endgültig die Erkenntnis durchsetzten, dass solche OIF zwar interessante Anlagemöglichkeiten bieten, aber eben auch mit Risiken verbunden sind. In den letzten Jahren hatten sich die Anleger noch von der guten Wertentwicklung der OIFs verführen lassen. Für viele Investoren galten offene Immobilienfonds als sichere Anlage. Dabei kann dies gar nicht immer für jedes Objekt und für jedes Quartal der Fall sein."

Frage: Wie bewerten Sie die Reformen, die der Gesetzgeber Anfang des Jahres zum Schutz der Anleger von offenen Immobilienfonds auf den Weg gebracht hat?

Kurz: "Die Reformen lösen das Kernproblem der OIF nicht. Die Produkte sollen jederzeit liquide sein, doch in der Realität ist dieser Anspruch auf Dauer nicht durchzuhalten, da Immobilien stets sehr langfristig gehalten werden."

Frage: Was könnte man besser machen?

Kurz: "In der Schweiz gibt es ein interessantes Modell. Dort können Anleger zwar auch wie hierzulande ihre Fondsanteile an der Börse verkaufen, wenn sie dringend Liquidität benötigen. Dabei müssen sie bereit sein, notfalls auch Abschläge in Kauf zu nehmen. Wer allerdings größere Beträge aus dem Fonds abziehen möchte, muss dies ein Jahr zuvor bei der Fondsgesellschaft anmelden. Dann kann diese sich auf die Auszahlung vorbereiten."

Quelle: dpa-AFX / Lutz Alexander

  Details
 
 
14.10.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 41

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Der europäische Immobilienaktienmarkt setzte seine Aufwärtsbewegung auch diese Woche fort und erzielte mit einem Wertzuwachs von 2,4 Prozent ein gutes Ergebnis. Allerdings blieb die Entwicklung hinter dem breiten Aktienmarkt zurück, der trotz des Abstimmungsmarathons der Slowakei zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms in der vergangenen Woche um 3,7 Prozent zulegte.

Nach dem Börsengang der GSW Immobilien im April dieses Jahres haben die ehemaligen Eigentümer Goldman Sachs und der Finanzinvestor Cerberus erneut Kasse gemacht und sich von der Hälfte ihres restlichen Anteils von 40 Prozent getrennt. Damit nutzten sie trotz eines schwachen Kurses, der mit 20,25 Euro nur knapp über dem damaligen Emissionspreis von 19 Euro und weit weg von dem Allzeithoch von 24,45 Euro lag, die erste Möglichkeit nach der sechsmonatigen Haltefrist und veräußerten dadurch Aktien im Gesamtwert von ca. 166 Millionen Euro. Für die restlichen 20 Prozent besteht eine Verkaufssperre von weiteren drei Monaten.

  Details
 
 
12.10.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Europäische Schuldenkrise belastet Aktienmärkte

Die Aktienmärkte konnten in den letzten Tagen ein wenig Vertrauen zurückgewinnen, denn viele Investoren sahen durch die neuen Programme eine Lösung für den Rettungsschirm und damit ein vermindertes Risiko, dass die Eurozone auseinanderbrechen könnte. Basis für diesen Hoffnungsschimmer war das Urteil der Experten-Troika in Athen, die sich für weitere Milliarden Euro für Griechenland ausgesprochen hat. Nun hat sich aber im Abstimmungsverfahren die Slowakei gegen die Erhöhung des Rettungsschirms ausgesprochen, wodurch der politische Kampf von vorne beginnen wird. Hinzu kommt, dass die ersten Unternehmen ihre Zahlen für das dritte Quartal liefern konnten. Den Anfang machte das US-Aluminiumunternehmen Alcoa. Hier wurde bei der Vorlage der Bilanz deutlich, dass die aktuellen Zahlen weit hinter dem letzten halben Jahr liegen. Bedeutend ist die Erklärung Alcoas, warum dies so geschehen konnte, nämlich nicht aufgrund des schrumpfenden Geschäftes, sondern weil viele Kunden zur vorsichtigeren Auftragsvergabe neigen würden und sich dadurch in eine weitere Rezession hineinsorgen könnten. Insofern stellt sich die Frage, ob die Aktienrallye der letzten Tage so weitergehen kann? Damit hat der DAX abermals die Marke von 5.850 Punkten überschritten. Der Euro Stoxx 50 konnte zwar die Marke von 2.200 Punkten überschreiten, aber hier bleibt noch die Gefahr des Rückschlags bis 2.100 Punkte. Der Dow-Jones-Index liegt unverändert in seinem breiten Seitwärtskanal zwischen 11.500 und 10.500 Punkten.

Das politische Geschehen in der Eurozone wird weiterhin die Aktienmärkte bestimmen. Nach der neuesten Studie der GfK sind inzwischen 43 Prozent der Privatanleger in Deutschland der Meinung, dass es zu einem Auseinanderbrechen der Eurozone kommen kann. Dieses Misstrauen spiegelt sich auch in der starken Schwankungsbreite im DAX wider, die wesentlich höher liegt als die Indizes in den USA, obwohl die weltgrößte Volkswirtschaft das Land ist, das mit deutlichem Abstand das höchste Risiko bezüglich des Schuldenstands mit sich führt. Auch die Schwellenländer können nicht mehr mit einem hohen Wachstum dagegenhalten. China hat bereits ein Bankenstützungsprogramm begonnen und setzt sich dadurch weiteren höheren Inflationsraten aus. Der Monat Oktober wird damit weiterhin stark schwankungsanfällig bleiben, insbesondere da sich die Politik selbst unter Zugzwang gestellt hat und bis Ende des Monats ein komplettes Konzept zur Rettung Griechenlands vortragen möchte. Wenn im weiteren Verlauf der Aktienmonate von Unternehmensseite her keine beunruhigenden Zahlen geliefert werden, dann ist anzunehmen, dass es zu einer Jahresendrallye kommt, die den DAX aber nicht weit über 6.250 Punkte voranbringen wird. Dahingehend bleiben wir nur sehr verhalten optimistisch und setzen unverändert auf die defensiven Branchen im Gesundheits-, Pharma- und Nahrungsmittelbereich. Positiv sehen wir weiterhin die Novartis und die BAT.

  Details
 
 
07.10.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 40

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Aus globaler Sicht entwickelte sich der europäische Immobilienaktienmarkt mit einem Wertzuwachs von 2,1 Prozent diese Woche am besten, während Asien Verluste verzeichnete und sich der amerikanische Markt seitwärts bewegte. Auch innerhalb Europas gelang den Immobilienwerten eine Outperformance von fast einem halben Prozent gegenüber dem breiten Aktienmarkt.

Zu den größten Gewinnern zählen die britischen Bürospezialisten Derwent London (+8,0 Prozent) und CLS Holdings (+7,7 Prozent). Beide Gesellschaften profitierten besonders von der Ankündigung der Bank of England, im Laufe der nächsten vier Monate weitere Staatsanleihen im Wert von 75 Milliarden Pfund kaufen zu wollen. Das „Quantitative Easing“ wurde vom Markt erst für November und zudem nicht in dieser Höhe erwartet, was zur Folge hatte, dass das Pfund nach der Ankündigung auf ein 14-Monatstief fiel.

Die Zahlen des französischen Entwicklers von Wohnimmobilien Kaufman&Broad SA wurden am Markt nicht gut aufgenommen, was zu einer Herabstufung führte und den Titel mit -15 Prozent zum Wochenverlierer macht.

  Details
 
 
05.10.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Aktienmärkte wieder im Unruhezustand

Da sind sie wieder, die Sorgen einer Griechenlandpleite. Das Pendel hat wieder in Richtung der Angst ausgeschlagen und für neue Turbulenzen an den Aktienmärkten gesorgt. Die negativen Ausschläge waren nicht nur in Europa zu spüren, sondern weltweit und erfassten auch die konjunktursensiblen Rohstoffe. Insbesondere die Branche der Banken musste erhebliche Kursverluste erleiden. Zu spüren war die Lage um Griechenland auch am Euro-Dollar-Kurs, denn der Euro musste weitere Verluste hinnehmen. Profiteur in diesen unruhigen Zeiten war erneut der Bund-Future. Die zehnjährigen Bundesanleihen tendieren nun nur noch bei 1,72 Prozent. Aber wie so oft nach diesen starken Rückschlägen dürfte sich der europäische Aktienmarkt erholen und die Schnäppchenjäger dürften einen neuen Versuch starten, bei dem einen oder anderen Wert günstig einzusteigen. Die Erholungstendenz von Dienstagabend dürfte sich am Mittwoch fortsetzen, so dass der DAX durchaus wieder in seine Richtung von 5.550 Punkten gehen könnte. Allerdings wird es danach immer schwieriger, wie die vergangenen Male gezeigt haben, wirklich einen Befreiungsschlag in Richtung 6.000 Punkte zu erzielen. Kurzfristig sieht es auch dieses Mal so aus, als ob der Index diese Schwelle nicht erreichen kann. Der Euro Stoxx 50 konnte die Unterstützungslinie von 2.000 Punkten halten und bleibt somit in seinem Seitwärtskanal mit der Widerstandslinie von 2.200 Punkten. Auch der Dow-Jones-Index konnte die Marke von 10.500 Punkten verteidigen, hier ist die Widerstandslinie unverändert bei 11.500 Punkten.

Die Aufs und Abs der Aktienkurse zeigen deutlich die Verunsicherung der Investoren. Ein nachhaltiger Aufschwung ist nicht ohne die Branche der Banken vorstellbar, und genau diese hat zurzeit wieder das größte Problem, aus ihrem verstärkten Vertrauensschwund herauszukommen. Nachdem klar ist, dass die französisch-belgische Bank Dexia abermals staatlich gestützt werden muss, da sie eine der größten Bestände an griechischen Staatsanleihen hat, zog diese Vorgehensweise alle anderen Institute mit in den Abwärtsstrudel. Dies gilt nicht nur für die europäischen Kreditinstitute, sondern auch für die amerikanischen. Alleine Morgan Stanley musste in den letzten drei Monaten einen Kursverlust von über 50 Prozent hinnehmen. Es gibt nur wenige Institute, die weder im Länderrisiko noch im Investmentbanking tätig sind und trotz allem ein profitables Geschäft betreiben, wie das englische Institut Standard Chartered. So werden die Banken auch in den nächsten Wochen entscheidend zur Kursentwicklung beitragen. Dies mag man bedauern oder auch nicht, aber die Fakten sind zu deutlich, als dass sie übersehen werden könnten. Dabei können einige Branchen weiterhin mit Erfolgsnachrichten aufwarten, wie beispielsweise der Maschinenbau, die Nahrungsmittel- und die Pharmaindustrie. Anleger sollten, sofern sie nicht im Tradingbereich operieren, weiterhin in den defensiven Branchen tätig sein. Positiv sehen wir die Novartis und die BAT.

  Details
 
 
30.09.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 39

Helmut Kurz, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Gut erholen konnten sich die globalen Immobilienaktienindizes in der Berichtswoche. Die Aufwärtsbewegung fiel in Europa mit ca. 4 Prozent am kräftigsten aus. Die am letzten Wochenende auf dem G 20-Treffen angedachte "Lösung" für die europäische Schuldenkrise, also den Einsatz des gerade vom Bundestag verabschiedeten höheren Volumens des Stabilisierungsfonds als Eigenkapital, imponierte den Anlegern. Auf den eben erhöhten Rahmen sollen zusätzlich Fremdmittel aufgesattelt werden, um auf eine Interventionsmasse von über 1 Billion Euro zu kommen.

Unter Führung der zuvor abgestraften französischen Titel gewannen die Immobilienwerte unseres Nachbarlandes am meisten. Besonders der Einzelhandelsflächenvermieter Klepierre, welcher BNP Paribas als Großaktionär hat, legte 10 Prozent zu. An der Spitze lagen aber die deutschen IVG mit plus 24 Prozent. Das Squaire hat nun durch die Unterschrift von Lufthansa einen Vermietungsstand von 82 Prozent und die Finanzierung dieses Objektes wurde bis 2013 verlängert. Auch Gagfah stiegen um beeindruckende 13 Prozent. Hier läuft die Rückkaufaktion für eigene Aktien nächste Woche aus und hilft so dem Kurs.

  Details
 
 
28.09.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Beruhigung an den Aktienmärkten
Die Hoffnung, dass der Eurorettungsschirm EFSF eine massive Stärkung erfährt und somit die Schuldenkrise in Europa bewältigen könnte, hat die Aktienmärkte weltweit zu einem Kursfeuerwerk veranlasst. Alleine der DAX konnte einen Zuwachs von bis zu 5,5 Prozent verzeichnen, dies ist der höchste Anstieg seit zweieinhalb Jahren. Verbunden wird dieser scheinbare Befreiungsschlag damit, dass auf diese Weise eine Rezession abgewendet werden könnte. Auch der GfK-Konsumklimaindex zeigt, dass die Verbraucher einen stabilen Erwartungshorizont haben. Der Rückgang der Rezessionsangst beflügelte zudem den Euro und nach dem starken Kursrutsch konnte erstmalig das Gold wieder Kursgewinne verzeichnen und zog somit die gesamte Rohstoffbranche mit nach oben. Ein Profiteur der Entspannung ist die Branche der Banken, die deutliche Zuschläge verzeichnen konnte. Dass diese Kursrallye noch auf tönernen Füßen steht, zeigt auch das Zitat von BDI-Präsident Keitel: „Es geht kein ausländischer Investor an der Spitze in das Land, wenn auf der Gegenspur die griechischen Investoren das Land verlassen!“ Nach einer Stabilisierung hört sich das nicht an und so sieht es auch weiter an den Aktienmärkten aus. Die Edelmetallpreise können ihren Kursanstieg nicht fortsetzen und auch bei den Aktien kommt es schon wieder zu ersten Gewinnmitnahmen. Der DAX konnte zwar seine Unterstützungslinie von 5.000 Punkten halten und ist nach dem starken Anstieg wieder in dem Kanal zwischen 5.500 und 5.850 Punkten. Sollte dies allerdings nicht halten, kann kurzfristig abermals die 5.000-Punkte-Marke getestet werden. Der Euro Stoxx 50 hat nach dem Abtauchen am letzten Freitag wieder seinen Seitwärtskanal zwischen 2.100 und 2.250 Punkten erreicht. Auch hier ist entscheidend, ob er die 2.100-Punkte-Marke halten kann. Der Dow-Jones-Index befindet sich trotz starker Schwankungen unverändert in seinem breiten Seitwärtskanal zwischen 10.500 und 11.500 Punkten.

Ob die Aufstockung des Rettungsschirms EFSF wirklich kommt, ist noch offen. Insbesondere Deutschland und hier speziell der Bundesfinanzminister Schäuble streuen immer wieder Zweifel. Dass der griechische Ministerpräsident Papandreou zwei Tage vor dieser wichtigen Abstimmung nach Deutschland kommt, um seinen guten Willen zu bezeugen, ist sicherlich verständlich. Dass er ausgerechnet die Aussage von Präsident Obama „Yes we can“ adaptiert, ist eher besorgniserregend, denn Obama hat gezeigt, dass er es eben nicht kann und die US-Schuldenkrise inzwischen ein riesiges Ausmaß angenommen hat, das einen Finanzkollaps nicht ausschließen lässt. Die Aktienmärkte lassen diese Punkte zurzeit außen vor. Die Konzentration liegt bei der voraussichtlichen Genehmigung zur Ausweitung des Rettungsschirms. Sollte dieser am Donnerstag auch durch das deutsche Parlament gehen, werden die Aktienmärkte abermals Kursgewinne verzeichnen können. Insofern wäre ein Anstieg im DAX bis 5.850 Punkte möglich, danach dürfte die Luft wieder dünn werden und größere Gewinnmitnahmen dürften eintreten, so dass abermals die 5.000-Punkte-Marke im DAX getestet werden kann. Damit bleiben wir für diejenigen Anleger, die nicht tradingorientiert sind, positiv bei den defensiven Branchen Pharma und Gesundheitswesen. Neu nehmen wir im Bereich Nahrungsmittel den britischen defensiven Wert BAT auf unsere Kaufliste.

  Details
 
 
23.09.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 38

Helmut Kurz, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Nach dem erfreulichen Schluss der Vorwoche, zu dem auch Hoffnungen auf das Finanzministertreffen in Breslau beigetragen hatten, ging es mit dem Handelsbeginn am Montag wieder nach unten. Außer wohlfeilen Ankündigungen ergab sich auf dem Treffen nichts Konkretes. Es herrscht bei den verantwortlichen Politikern Ratlosigkeit. Gleichzeitig ist die Geldpolitik angesichts der noch immer zu hohen Inflationsraten in ihren Möglichleiten begrenzt. Dies wurde nach der Sitzung des US-Zentralbankrates am Mittwoch deutlich. In der Folge kam es dann auch an den US-Börsen zu einem Einbruch. Diese hatten sich in den Wochen zuvor deutlich besser als die europäischen Börsen gehalten.

Die europäischen Immobilienaktien verloren 4,5 Prozent gegenüber einem Rückgang von 6 Prozent beim europäischen Stoxx 600 Index (jeweils am Schluss des Donnerstags gemessen).

Demgegenüber blieb das Geschehen am Immobilien- und Immobilienaktienmarkt im Hintergrund. Bei den Unternehmensmeldungen ragte die geplante Veräußerung eines mit 330 Millionen bewerteten Wohnungspaketes durch die unter Druck stehende Gagfah an die GSW in Berlin heraus. Der Bestand ist qualitativ mit der Beste im Gagfah-Portfolio und soll zu relativ hohen Quadratmeterpreisen erfolgen. Die beiden Aktienkurse entwickelten sich entsprechend: Gagfah gewannen hinzu, GSW gaben etwas nach. Gemeinsam ist beiden die in den letzten Wochen wohltuende Kursstabilität in einem sehr negativen Aktienmarktumfeld.

  Details
 
 
21.09.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Die Schwankungen an den Aktienmärkten nehmen zu
Die Ratingagenturen haben Italien herabgestuft und Griechenland bleibt weiter eine Hängepartie, da es auf neue Finanzhilfen wartet. Zwar spricht die Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission, die in Griechenland vor Ort die Einsparungen prüft, von produktiven Gesprächen und es sieht sogar nach einer Einigung aus, diese dürfte aber nach den bisherigen Erfahrungen unbefriedigend bleiben. Die Warnung des IWF, dass die Weltwirtschaft insgesamt in einer gefährlichen Phase sei, hat die Aktienmärkte bisher nicht beeindruckt. Im Gegenteil, nachdem der DAX zu Beginn dieser Woche unter 5.400 Punkte gerutscht war, zog er am Dienstag gute 150 Punkte an und genauso wird er auch wieder zurückfallen. Die Märkte werden zurzeit von institutionellen, kurzfristig denkenden Investoren beherrscht, die an schnellen Gewinnmitnahmen interessiert sind. Am Mittwoch geht auch die Sitzung der US-Notenbank zu Ende und es gibt wieder neue Spekulationen auf zusätzliche Konjunkturhilfen der Fed. In Europa bleibt auch das Thema Eurobonds präsent. Hier steht Deutschland und insbesondere der Bundesbankchef Jens Weidmann mit der Verweigerung dieser Anleihen alleine da. Alle anderen scheinen nun diese Anleihen als Patentrezept zu empfinden. In diese Unsicherheit passt es, dass auch bei den Umfragen, wie zuletzt beim ZEW-Konjunkturindex, die Analysten ihre Zuversicht zurücknehmen und die Konjunkturerwartungen auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008 liegen. Dabei kann Deutschland nach wie vor ein zwar zurückgehendes, aber doch positives Wirtschaftswachstum aufweisen. Damit bleibt zu hoffen, dass die Lage sich nicht von der Stimmung allzu sehr nach unten ziehen lässt. Die sehr starken Schwankungen der Aktienmärkte spiegeln genau diese Verunsicherung wider. Zwar hat der DAX seine Widerstandslinie von 5.500 Punkten kurzfristig überschritten. Es ist aber zu erwarten, dass er die nächste Marke bei 5.800 Punkten nicht erreichen kann, bevor er nicht abermals in Richtung 5.250 Punkte zurückfällt. Der Euro Stoxx bleibt im Großen und Ganzen in seinem seitwärts gerichteten Schwankungskanal, der zwischen 2.050 Punkten und 2.280 Punkten liegt. Auch der Dow-Jones-Index hat bisher seine Seitwärtsrichtung trotz der Schwankungen nicht verlassen und liegt in der Bandbreite zwischen 10.500 und 11.500 Punkten.

Die augenblickliche Entspannung bei den Anlegern an den Aktienmärkten beruht zum einen auf der schon erwähnten Sitzung der US-Notenbank und deren Diskussion darüber, die Konjunktur mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung anzukurbeln. Und zum anderen darauf, dass es in Europa zu einer Rettung Griechenlands vor der Pleite kommen könnte. Beides dürfte sich als Trugschluss herausstellen. Die USA werden sicherlich nur sehr vorsichtig agieren, denn nachweislich hat die bisherige Geldschwemme es nicht geschafft, die USA vom Rande der Rezession wegzureißen, und in Europa wird das politische Geplänkel ebenfalls weiter anhalten. Es wird auf Zeit gespielt, in der Hoffnung, dass die Sparmaßnahmen in zwölf Monaten wirkliche Ergebnisse zeigen können, so dass keine einschneidenden Entscheidungen getroffen werden. Insofern bleiben die Aktienmärkte weiter verunsichert, der Aufschwung dürfte insbesondere für Deutschland dann eintreten, wenn festgestellt werden kann, dass es der Wirtschaftswachstumslokomotive auch 2012 wieder gelingen wird, mit positiven Zahlen aufzuwarten. Dieses Szenario ist gar nicht so unwahrscheinlich, denn viele Branchen zeigen auf 18-Monats-Sicht volle Auftragsbücher. Dahingehend sollten sich die Anleger bei den augenblicklichen Schwankungen etwas zurückhalten. In festverzinslichen Anlagen ist eine Streuung außerhalb des Euros durchaus sinnvoll. Hier bieten sich die skandinavischen Währungen genauso wie der Canada- oder Austral-Dollar an. Im Aktienbereich sind Käufe erst wieder ab einem DAX-Stand von unter 5.250 Punkten sinnvoll. Sollte kurzfristig eine Euphorie ausbrechen und den DAX über 6.000 Punkte treiben, sind eher Verkäufe angebracht. Ansonsten bleiben wir für die Branchen Pharma und Gesundheitswesen übergewichtet, sehen aber auf dem aktuellen Niveau auch die Branche Energie positiv und hier insbesondere Royal Dutch und das kanadische Gasunternehmen ENCANA.

  Details
 
 
19.09.2011Top Deal in Stuttgart
TD Top-Deal

Stuttgart: Hines vermietet 14.000 m² Bürofläche im "Postquartier"

Hines Immobilien hat 14.000 m² Bürofläche im Stuttgarter "Postquartier" an das Land Baden-Württemberg vermietet. Damit wurde einer der größten Mietverträge der vergangenen Jahre in der Stuttgarter Innenstadt abgeschlossen. Das Bankhaus Ellwanger & Geiger, Herr Ulrich Nestel, war für das Land beratend tätig. Zusammen mit dem bereits bestehenden Mieter, der Deutschen Bahn, sind damit alle Büroflächen im "Postquartier" vermietet, teilt Hines mit. Der neue Nutzer, das Ministerium für Kultus und Sport, werde nach der geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2012 einziehen. Die bereits fertig gestellten Einzelhandelsflächen werden von Mammut, The North Face, Sixt und Rossmann genutzt. Hines hatte die Immobilie 2008 erworben und anschließend mit der Revitalisierung begonnen. Finanziert wird die Entwicklung durch die HSH Nordbank.

  Details
 
 
16.09.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 37

Patrick Nass, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Die breiten Aktienmärkte zeigten sich nach einer extrem schwachen Vorwoche ab Dienstag gut erholt und konnten vier Tage in Folge deutliche Kursgewinne vorweisen. Der Dax gewann auf Wochensicht knapp 7,5 Prozent hinzu und der Eurostoxx 50 lag gut 5 Prozent im Plus. Die europäischen Immobilienaktien entwickelten sich diese Woche schlechter und erreichten ihr Tief erst Mitte der Woche, bevor auch bei diesen eine Erholung einsetzte. Auf Wochensicht waren die Immobilienaktien 1,7 Prozent im Minus.

Besonders schwach waren die französischen und die – auch in Frankreich aktiven – niederländischen Gesellschaften. Die Diskussionen um die Eigenkapitalausstattung und mögliche Ratingabstufungen der französischen Banken hat diese Titel belastet. Fonciere des Regions, welche in der Vorwoche zudem noch die Übernahme des Mitbewerbers Fonciere Paris France abgesagt hatte, war mit -11,5 Prozent der schlechteste Wert. Zu den weiteren großen Verlierern gehören Klepierre (-4,7 Prozent) und die niederländische Corio (-7,3 Prozent).

  Details
 
 
14.09.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte weiter im politischen Strudel
Die internationalen Aktienmärkte können sich von dem Zickzackkurs der Politik nicht befreien. Konfuse und konträre Meinungen, insbesondere aus der europäischen politischen Führungsebene, richten immensen Schaden an den Aktienmärkten an und führen dazu, dass sich die Investoren abstinent zeigen und die Kurse trudeln lassen. Als am Dienstag bekannt wurde, dass der französische Staatspräsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Merkel mit dem griechischen Ministerpräsidenten Papandreou eine Vereinbarung treffen wollen, schnellten die Aktienmärkte nach oben. Das relativierte sich wieder, als bekannt wurde, dass es sich nur um eine Telefonkonferenz am Mittwoch handelt. Die „Rettung" Griechenlands spaltet Europa und setzt den Euro einer extremen Bewährungsprobe aus. Nun haben sich sogar die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) entschlossen, einen verstärkten Ankauf von Anleihen aus Euro-Ländern zu übernehmen, um eine Linderung der Schuldenkrise herbeizuführen. Dies zeigt, wie hilflos die europäische Politik sich bei Krisenfällen verhält. Auch der amerikanische Finanzminister wird beim nächsten Treffen der europäischen Finanzminister am Freitag teilnehmen - ein Novum. Die Rettung des Euros ist in den Weltmittelpunkt gerückt. Hinzu kommt, dass nun auch die Unternehmen verunsichert werden und kritischer in ihren Prognosen sind. Dies zeigt der IWF, der die Voraussagen für das deutsche Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr auf 1,2 Prozent herabstuft (zuvor 2,2 Prozent). Sollte dies so weitergehen, dann wird eine Wirtschaftskrise vom Reden zur Tatsache. Der DAX trägt dieser Achterbahnfahrt Rechnung, alleine seit dem 1. August hat der Index um gut 30 Prozent verloren. Einen Vergleich gibt es nur mit dem Crash von 1987, den Jahren 2001 und 2002 und der Lehman-Pleite 2008. Trotz dieser starken Rückgänge bleibt immer noch Raum für weitere Enttäuschungen und im schlimmsten Fall der Auftakt eines Bärenmarktes, obwohl diese Schlussfolgerung mit den Konjunktur- und Wirtschaftsdaten in keiner Weise übereinstimmt und eigentlich eine Gegenbewegung mehr als überfällig ist. Der DAX kämpft um seine 5.000-Punkte-Marke, die nächste Unterstützung liegt bei 4.800, eine positive Gegenbewegung könnte den Index kurzfristig bis 5.500 Punkte führen. Der EuroStoxx50 liegt knapp oberhalb seiner Unterstützungslinie von 2.000 Punkten, diese dürfte auch halten. Die Widerstandslinie liegt bei 2.250 Punkten. Der Dow-Jones-Index bleibt weiterhin, trotz starker Schwankungen in seinem breiten Seitwärtskanal, zwischen 11.500 und 10.500 Punkten.

Anleger werden sich darauf einrichten müssen, dass die Berg-und Talfahrt der Aktienkurse weiter anhalten wird. Auch am Mittwoch gab es erst wieder einen Rückschlag, im Fokus stand wieder einmal die Branche der Banken, insbesondere die französischen Institute, da sie von den Rating-Agenturen heruntergestuft wurden. Gleichzeitig sorgte China für Irritation, der Regierungschef äußerte sich dahingehend, dass er nur weitere Investitionen zu Gunsten des Euros vornimmt, wenn er feststellen würde, dass ernsthafte Sparanstrengungen auch durchgeführt werden. Trotz des schwierigen Umfeldes im Bereich der Banken sticht doch eine positiv hervor, die die Krise bisher gut gemeistert hat, und das ist die Standard Chartered, deren Geschäftsmodell ohne Investment-Banking den Schwerpunkt auf die Schwellenländer legt. Ansonsten bleiben wir für die Branchen Pharma und Gesundheitswesen übergewichtet, sehen aber auf dem aktuellen Niveau auch die Branche Energie positiv und hier insbesondere Royal Dutch und das kanadische Gasunternehmen ENCANA.

  Details
 
 
09.09.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 36

Patrick Nass, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Auf die Ankündigungen von fiskalischen und monetären Konjunkturhilfen durch US-Präsident Obama und den Fed-Chef Bernanke reagieren die Aktienmärkte verhalten und notieren zum Wochenende schwächer. Auf Wochensicht entwickelte sich der europäische Markt für Immobilienaktien wesentlich stabiler und war mit einem Wertverlust von nur 1,5 Prozent etwa 4,5 Prozent besser als der breite europäische Aktienmarkt.

Die Schweizer Notenbank reagierte Anfang der Woche auf den – durch die Eurokrise bedingten – Höhenflug des Schweizer Franken mit der Festsetzung einer Obergrenze für den Wechselkurs des Franken gegenüber dem Euro. Die starke Aufwertung der vergangenen Monate hat zunehmend die Exportwirtschaft der Schweiz belastet, wodurch sich die Notenbank zum Handeln gezwungen sah. Dieser Schritt hat auch für einige börsennotierte deutsche Immobiliengesellschaften positive Effekte, da diese Unternehmen über Kredite oder Swaps Verbindlichkeiten in Schweizer Franken in ihren Bilanzen haben. Besonders positiv reagierte die Prime Office AG mit einem Kurssprung von 10 Prozent. Das Unternehmen hat ungesicherte Verbindlichkeiten in Höhe von gut 56 Million Schweizer Franken. Kaum reagierte dagegen die VIB Vermögen, welche aufgrund eines Währungsswap in Schweizer Franken ebenfalls von der Intervention der Schweizer Nationalbank profitieren dürfte.

  Details
 
 
07.09.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte kämpfen gegen ein zweites 2008
Der Ton wird rauer, die Wirtschaftsindikatoren signalisieren eine Abschwächung und einige Ökonomen sehen die Lage sogar äußerst trübe. 2008 lässt grüßen, da sich manche Pessimisten bereits vor einer zweiten Weltrezession sehen. Sicherlich ist der Senkrechtabsturz der Aktienkurse im Monat August und nun auch zu Beginn des Septembers erschreckend und erschwert eine Bodenbildung. Wobei die Stimmung schlechter ist als die eigentliche Lage, doch dies nützt nicht viel, da von Seiten der Politik insbesondere in Europa der Markt mehr verunsichert als beruhigt wird. Weiß die italienische Regierung überhaupt noch, was sie will? Der Zickzackkurs zur Bekämpfung der eigenen Schulden zeigt ein diffuses Bild. Auch die deutsche Regierung kann es nicht lassen, sich ständig zu widersprechen bezüglich eines eventuellen Austritts Griechenlands aus der EU. Dies sind keine Voraussetzungen, die ein positives Vorwärtsdenken mit sich bringen könnten. Einen mutigen Schritt hat die Schweizer Notenbank nun getan, indem sie ihre Währung an den Euro angekoppelt hat und mit 1,20 zum Euro eine markante Vorgabe setzt, die alle Devisenspekulanten herausfordert und deren Einhaltung die Schweizerische Nationalbank mittelfristig überfordern könnte.

Wie nervös die Aktienmärkte in diesem Umfeld sind, zeigt allein die Bayer-Aktie, die nur aufgrund einer kritischen Stellungnahme der US-Zulassungsbehörde FDA für ein neues Präparat 13 Prozent Kursverlust hinnehmen musste, während der Kooperationspartner von Bayer, Johnson & Johnson, sich mit 1 Prozent Kursverlust zufrieden geben durfte. Das starke Vorausrennen des DAX gegenüber den anderen Indizes im Jahre 2009 und 2010 sowie das hohe Niveau in den ersten zwei Monaten des Jahres 2011 machen sich nun als Belastung bemerkbar und führen zu einem überproportionalen Rückschlag gegenüber dem EuroStoxx50 und insbesondere dem Dow-Jones-Index.

Charttechnisch stehen wir vor der wichtigen psychologischen 5.000-Punkte-Marke im DAX, darunter liegen noch 4.800 und 4.500 Punkte. Technisch sind solche bizarren Bilder durchaus denkbar, von den Wirtschaftsindikatoren her lässt sich das Jahr 2011 nicht mit 2008 vergleichen, die Hausaufgaben, insbesondere in Deutschland, wurden gemacht. Der EuroStoxx50 befindet sich knapp oberhalb seiner Unterstützungslinie von 2.000 Punkten, darunter liegt noch die Marke 1.850 Punkte. Der Dow-Jones-Index bleibt in seiner breiten Spannbreite zwischen 11.500 und 10.500 Punkten.

Sicherlich ist die Gesamtsituation kritisch, doch ein bisschen mehr Besonnenheit wäre ratsam, da die wirtschaftliche Lage der Unternehmen nach wie vor wesentlich besser ist als 2008. Insofern sollte keine politisch herbeigeredete Rezession die Unternehmen dazu verleiten, ihre Auftragsbücher zurückzufahren. Sollte die EZB analog 2008 ihre Zinserhöhung wieder kurzfristig zurücknehmen, wäre dies ein falsches Signal, denn es würde nur verdeutlichen, dass die Wachstumsprognosen extrem nach unten korrigiert werden müssten, was die Stimmung weiter belasten würde. Nach heutigem Stand sollte die EZB ihre Zinsen weiter auf dem augenblicklichen Niveau belassen. Das teilweise panische Verhalten an den Aktienmärkten wird für Investoren zu einer extremen Geduldsprobe. Verkäufe auf diesem Niveau sind nicht empfehlenswert, im Gegenteil, starke Abstrafungen, wie es sie zum Beispiel bei der Bayer-Aktie gab, sollten eher als Kauf genutzt werden. Dies gilt auch innerhalb der Pharmabranche für einen Wert wie Lonza, der zusätzlich von den Maßnahmen der Schweizerischen Notenbank profitieren wird. Insgesamt erweist sich die Strategie, in defensive Branchen den Schwerpunkt zu setzen, als richtig. Damit bleiben wir auch weiter positiv für die Chemiebranche, hier insbesondere für DSM, aber auch die Agrarsparte, etwa Kali & Salz und das norwegische Unternehmen Yara, bietet sich an.

  Details
 
 
02.09.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 35

Alexander Schäfer, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Nachdem der breite europäische Aktienmarkt am heutigen Freitag zeitweise um fast drei Prozent eingebrochen ist, hat er einen Großteil des Wochengewinns wieder abgeben müssen. Europäische Immobilienaktien halten sich wesentlich stabiler und verteidigen ihr Plus von über 4 Prozent.

Mit einem Wertzuwachs von über 20 Prozent ist Prelios SPA der große Wochengewinner. Ausschlaggebend für diesen Kurssprung war die Ankündigung des Verkaufs zweier Karstadt-Immobilien in München im Gesamtwert von ca. 248 Mio. Euro. Nach einer Kaufempfehlung von ABN Amro entwickelte sich Atrium European Real Estate (früher Meinl European Land) mit einem Wertzuwachs von ca. 13 Prozent ebenfalls sehr positiv. Nach einer eher zweifelhaften Corporate-Governance-Vergangenheit und der durchgemachten Umstrukturierung birgt das Unternehmen wieder Potenzial für weitere Kursbewegungen nach oben. Nachdem sich die britische Gesellschaft CLS Holdings in den vergangenen Wochen gut entwickeln konnte, verlor der Titel aufgrund von Gewinnmitnahmen diese Woche stark an Wert und liegt mit einem Verlust von über 7 Prozent am unteren Ende der Skala.

  Details
 
 
31.08.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Konjunktursorgen kehren zurück
Nachdem an den Aktienmärkten ein paar Tage lang positive Stimmung herrschte und die Erkenntnis aufkam, dass eine weltweite Rezession doch nicht eintritt, reichte es schon aus, dass der schlechte US-Konsumindikator wieder alle Hoffnung auflöste. Sofort waren die Marktteilnehmer wieder dabei, das Risiko einer Rezession in den USA an die Wand zu malen. Da auch die Europäer mit zurückgehenden Wachstumsraten auskommen müssen, zeigt sich der Gesamtmarkt empfänglich für Negativindikatoren. Doch trotz dieses Umfeldes sind die Rückgänge nicht mehr allzu kräftig, was durchaus darauf hindeutet, dass das Schlimmste überstanden ist. Die Unterstützungslinien beim DAX bleiben die 5.400- und die 5.250-Punkte-Marke. Beim Euro Stoxx 50 hat bisher auch die Unterstützungslinie bei 2.100 Punkten gut gehalten und der Dow-Jones-Index konnte sogar kurzfristig wieder seine alte Unterstützungslinie von 11.500 Punkten überschreiten.

Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland bleibt nach wie vor positiv, wenn auch in abgeschwächter Form. Der deutsche Einzelhandel musste zwar im letzten Monat einen kleinen Rückgang hinnehmen, bezogen auf die Börsenturbulenzen ist dies aber ein sehr gutes Ergebnis. Die Reaktionen der Marktteilnehmer auf das deutsche Konsumverhalten ließen auch nicht lange auf sich warten. Der DAX konnte nach Abschlägen wieder Gewinne verzeichnen. Zwar befinden sich die meisten Unternehmen im DAX in einer Überverkauftsituation, da aber die wirtschaftliche Gesamtlage zu unsicher ist, werden die Anleger sich weiterhin mit starken Tagesschwankungen abfinden müssen. Während sich die USA mit Rezessionsängsten und der asiatische Raum mit Wachstumsrückgängen beschäftigen, bleiben die europäischen Aktienmärkte in erster Linie eine politische Bühne. Da diese nicht in der Lage sind, das Griechenlandproblem mutig einer Lösung zuzuführen, werden insbesondere die deutschen Aktien die Schwankungen der politischen Schlagzeilen aushalten müssen. Damit könnte der DAX durchaus noch Rückschlagspotential zwischen 5.250 und 5.000 Punkten haben und nach oben hin eine Erholung in Richtung 6.000 Punkte. Für den Anleger bedeutet dies, dass ein „Hereinschleichen" sicher die richtige Vorgehensweise ist. Sollten zum Beispiel die heute anstehenden US-Daten, bezogen auf den Arbeitsmarktbericht, und der Chicagoer Einkaufsmanagerindex schlechter als erwartet ausfallen, werden die Reaktionen nicht lange auf sich warten lassen und somit ein Stock-Picking-Kaufumfeld möglich machen. Positiv bleiben wir für die Branchen Chemie und Pharma sowie Gesundheitswesen. Durch die starken Kursrückgänge sind aber auch eine Lonza, Siemens und Allianz wieder interessant.

  Details
 
 
30.08.2011Kommentar zum Immobilienaktienmarkt
Immobilienaktienmarkt KW 34

Helmut Kurz, Fondsmanager bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers:

Nach den heftigen Einbrüchen der Vorwoche konnten sich die Aktien von ihren tiefsten Niveaus etwas erholen, blieben aber weit unter ihren Kursen vom Juli. Hoffnungen auf die heute Nachmittag stattfindende Rede von US-Notenbankpräsident Bernanke und die günstigen Bewertungen vieler Aktien ließen einige Anleger zugreifen. Die Unsicherheit darüber, was die Politik für die Lösung der europäischen Schuldenkrise tun wird, lähmt den Börsenhandel und schadet dem Geschäftsklima in Europa schon merklich. Im globalen Vergleich entwickelten sich die US REITs am besten, während asiatische Titel – sie waren zuvor auch nicht so tief gefallen – praktisch stagnierten.

In Europa schnitten die kontinentaleuropäischen Werte gegenüber den so lange favorisierten britischen Papieren klar besser ab. Unter den großen Gewinnern ragten die in einer Restrukturierung befindlichen spanischen Metrovacesa mit plus 28 Prozent hervor. Vielleicht hat hierzu auch die Meldung des Maklerhauses Savills beigetragen, dass die Leerstandsituation in Madrid noch immer recht komfortabel ist, weil praktisch kaum neue Entwicklungen auf den Markt kommen. Auch die britische Gesellschaft Capital & Regional (Einzelhandels-und Freizeitflächen) konnte um elf Prozent zweistellig zulegen. Hierfür waren ausgezeichnete Unternehmenszahlen verantwortlich. Die Verlier werden leider von der deutschen Gesellschaft IVG (minus 14 Prozent) auf Kurse unter die niedrigsten Stände von 2008 und 2009 angeführt. Hier belastet die hohe Verschuldung gerade nach der vor kurzem bekannt gegebenen erneuten Wertberichtigung beim Projekt Squaire. Quintain Estates (UK) verloren zehn Prozent ohne besondere Meldungen.

  Details
 
 
29.08.2011Immobilienaktien bleiben auch in Krisenzeiten stets handelbar
E&G: Positiver Ausblick für REITs trotz Konjunkturrückgang

Immobilienaktien bleiben auch in Krisenzeiten stets handelbar

Stuttgart, 29. August 2011 Immobilien sind ein wichtiger Bestandteil eines jeden gut diversifizierten Portfolios. Die Anlagemöglichkeiten reichen dabei von Direktanlagen über offene Immobilienfonds bis hin zu börsennotierten Immobiliengesellschaften. Anleger stehen deshalb häufig vor der Frage: Welche Anlageform ist für die persönlichen Ansprüche und Bedürfnisse am besten geeignet. Dass REITs beispielsweise in Krisenzeiten auch Vorteile bieten können, wissen die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.
„In der Finanzmarktkrise 2008 haben sich die Stärken und Schwächen der verschiedenen Anlageformen im Immobilienbereich gezeigt", berichtet Patrick Nass von ELLWANGER & GEIGER. Als Erste haben die Immobilienaktien auf die negativen Entwicklungen reagiert. Kurseinbrüche von über 50 Prozent waren zu verzeichnen, während Bewertungen von Immobilien und offenen Fonds noch stabil waren oder nur langsam angepasst wurden. Doch umgekehrt hatten die Immobilienaktien auch bei der Erholung 2009 wieder die Nase vorn. „Darüber hinaus konnten sie in der Krise einen weiteren Trumpf ausspielen: Immobilienaktien bleiben auch in turbulenten Zeiten im Gegensatz zu offenen Immobilienfonds handelbar. Diese hatten teilweise bei größeren Rückgaben schließen müssen. Für den Anleger bedeutet das, dass er seine Anteile nicht mehr verkaufen kann, bei Aktien war das hingegen zu jedem Zeitpunkt möglich", so Nass. Auch auf Direktanlagen blieben Anleger in der Krise häufig sitzen: In solchen Zeiten ist kaum ein Käufer mit fairen Preisangeboten zu finden.
Der Tipp des Experten: „Wer sich für eine Investition in Immobilienaktien entscheidet, sollte auf eine Mindestgröße, einen Mindestbörsenumsatz und einen begrenzten Fremdkapitalanteil der Gesellschaften achten. Überwiegend in Bestandsimmobilien investierte Unternehmen sind zudem im Krisenfall besser gewappnet."
Auf Basis dieser Erfahrungen konzipierte ELLWANGER & GEIGER 2008 den E&G Fonds Global REITs, der ursprünglich nur institutionellen Investoren zugänglich war, seit Mai 2010 aber auch für Privatkunden geöffnet ist. Der Fonds investiert in den drei wirtschaftlich bedeutendsten Regionen - Europa, Nordamerika und Asien/Ozenanien - ausschließlich in Real Investment Trusts (REITs), eine steuerrechtlich besondere Form der Immobilien-AG. REITs müssen bestimmte Anforderungen bezüglich Geschäftstätigkeit, Fremdkapitalanteil und Gewinnverwendung erfüllen. Dass das Fondskonzept aufgeht, belegt z.B. eine aktuelle Auszeichnung mit dem „alternative investment award" des GELD-Magazins.
Trotz der Anzeichen für eine Abschwächung der Weltwirtschaft, sehen die Prognosen für REITs positiv aus. In Ländern, wie Deutschland, ist beispielsweise die Arbeitslosigkeit rapide gesunken. Steigende Beschäftigungsniveaus beleben die Nachfrage nach Büroflächen, wie etwa in London oder Singapur. Darüber hinaus suchen zahlreiche Investoren aufgrund der nach wie vor niedrigen Zinsniveaus nach alternativen Anlagemöglichkeiten mit attraktiven laufenden Erträgen. „Davon sollte der REIT-Sektor gerade nach den jüngsten Kurskorrekturen in den kommenden Quartalen profitieren können", so die Einschätzung von Patrick Nass.

  Details
 
 
26.08.2011E&G bei der EXPO REAL 2011
Unser Flyer zur EXPO REAL 2011.
  Details
 
 
24.08.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Beruhigung an den Aktienmärkten
Weltweit haben sich die Aktienmärkte etwas stabilisiert, die verschiedenen Indikatoren zeigen aber noch ein widersprüchliches Bild. So musste zwar der europäische Einkaufsmanagerindex für August Rückgänge verzeichnen, sie fielen aber nicht ganz so stark aus wie zuvor befürchtet. Dagegen sieht der ZEW-Konjunkturindex inzwischen negativer aus, wobei diesem Indikator aufgrund der derzeitig starken Stimmungsschwankungen keine allzu große Bedeutung beigemessen werden sollte. Fakt ist sicherlich, dass in Europa keine Rezession ansteht. Insofern könnte es durchaus sein, dass in der nächsten EZB-Sitzung Anfang September Notenbankchef Trichet wieder die Formulierung „starke Wachsamkeit" wählt und somit doch noch einen Zinsschritt für Oktober ankündigen würde. Positiv auf den Markt hat sich auch der chinesische Einkaufsmanagerindex ausgewirkt. Nachdem es in den Vormonaten einen leichten Rückgang gegeben hat, ist nun wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Schwach bleibt unverändert der Absatz der Einfamilienhäuser in den USA und insofern ist von weiteren Lockerungsmaßnahmen von Seiten der US-Fed auszugehen. Als nettes „Schmankerl" muss man es wohl sehen, wenn sich inzwischen auch die alte Garde aus dem Fed-Bereich meldet. Alan Greenspan hatte mal wieder etwas zu sagen, dieses Mal prophezeite er ein Auseinanderbrechen des Euros. Die Aktienmärkte werden sich sicherlich von solchen Äußerungen nicht beeinflussen lassen, die Indizes sehen nach der Beruhigung aber noch nicht stabil aus. Der DAX liegt zwar wieder oberhalb der 5.500-Punkte-Marke, allerdings sind stärkere Unterstützungslinien erst wieder zwischen 5.150 und 5.200 Punkten feststellbar. Auch der Euro Stoxx 50 hätte noch Rückschlagspotential bis zur nächsten Unterstützungslinie, die bei 1.950 Punkten liegt. Einzig der Dow-Jones-Index konnte seine starke Unterstützungslinie von 10.500 Punkten bisher halten, so dass nun ein breites Band entsteht, das bei 11.500 Punkten positiv durchbrochen werden kann.

Erstmals seit der Lehman-Krise 2008 steigt das Misstrauen innerhalb der europäischen Banken. Der Vertrauensverlust, der wieder größer wird, ist sicherlich auf die Staatsschuldenkrise zurückzuführen. Angemerkt wird, dass insbesondere spanische und italienische Banken das Schuldenproblem noch nicht gelöst haben, und insofern tritt wieder ein verstärkter Run zu Gunsten der EZB ein, um dort ihre Tagesgelder zu parken. Zu diesem Misstrauensszenario gehört sicherlich, dass auch der Goldpreis scheinbar keine Grenzen kennt. Ein augenblicklicher leichter Rückgang kann nicht verhindern, dass ein Kurs von 2.000 Dollar die Unze wahrscheinlich wird. In Euro gerechnet, ist bereits ein Rekordpreis von 1.323 Euro die Feinunze zustande gekommen. Insofern bleibt die Frage offen, ob die Baisse zu Ende ist oder Erholungen zum Aussteigen genutzt werden sollten. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass wir uns in einer inzwischen stark überverkauften Situation befinden, so dass die Märkte reif wären für eine kräftige Erholung in den nächsten Wochen. Erst danach wird sich feststellen lassen, ob noch einmal neue Tiefstpunkte getestet werden oder ob die Augustrückschläge abgehakt werden können, die eine starke Parallelität zu den Kursrückgängen im August 2010 aufzeigen. So werden die nächsten Tage weiter von einer hohen Volatilität bestimmt bleiben. Die jeweiligen Indikatoren werden für die Anleger als Stimmungsindikator eingesetzt. Der heutige ifo-Geschäftsklimaindex fiel zwar schlecht aus, aber besser als erwartet. Gespannt blicken die Investoren auch auf die Rede von Fed-Chef Bernanke am Freitag, der durchaus eine zweite Runde von Anleihenkäufen ankündigen könnte. Für Aktienanleger bietet sich ein zweigeteiltes Bild. Diejenigen, die bereits im Markt investiert sind, sollten eher noch in Habachtstellung bleiben, während die Neueinsteiger durchaus bei den teilweise sehr stark abgestraften Werten vorsichtige Käufe vornehmen können. Dies gilt insbesondere für die Schwergewichte im DAX.

  Details
 
 
17.08.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Marktunsicherheiten halten an
Nur drei Tage währte die technische Erholung nach den vorangegangen rekordverdächtigen elf Verlusttagen in Folge. Schwache Wirtschaftsdaten aus den USA und ein nahezu stagnierendes Wirtschaftswachstum in Deutschland und den USA vertrieb die langsam an die Märkte zurückkehrenden Anleger erneut. Die Hoffnung auf eine Bodenbildung bleibt dennoch bestehen, denn das Kursniveau scheint sich in respektvoller Entfernung zu den Intraday-Tiefstständen der letzten Woche einzupendeln. Die Prognosen der Volkswirtschaftler hinsichtlich des deutschen und europäischen Wirtschaftswachstums werden nun etwas gekappt werden müssen. Aber entgegen den teilweise panischen Reaktionen an den Aktienmärkten in den letzten Wochen ist von einer Rezession noch keine Spur zu sehen. Auch in den USA kommt es derzeit zu der lang erwarteten Konjunkturabschwächung. Positive wie negative Wirtschaftsdaten wechseln sich aber munter ab, so dass auch hier davon auszugehen ist, dass ein Rückfall in eine Rezession vermieden werden kann.

Vordergründig bedeutet dies, dass die erlittenen Kursverluste an den Aktienmärkten übertrieben scheinen. Die Angst vor Gewinnrevisionen vieler Unternehmen und vor einer stärker einbrechenden Weltkonjunktur als Folge der latent schwelenden Schuldenkrise in Europa und den USA verdüstert die Investorenstimmung jedoch nachhaltig. Das mit Spannung erwartete Treffen des französischen Präsidenten Sarkozy und der Bundeskanzlerin Merkel brachte keine Ergebnisse zustande, die die Börsen beruhigen konnten. Im Gegenteil, die geplante Einführung einer Finanztransaktionssteuer ließ die Notierungen wieder abrutschen. Auch scheint nicht klar zu sein, wie eine europäische „Wirtschaftsregierung" umgesetzt werden kann und wann bzw. ob ein sogenannter „Eurobond" eingeführt werden wird. Die europäische Schuldenkrise wird uns deshalb die nächsten Wochen und Monate weiter begleiten und für Unsicherheit an den Märkten sorgen.
Für massive Aktienkäufe scheint die Zeit noch zu früh zu sein. Im DAX dürfte die Unterstützung bei 5.500 Punkten, im Euro Stoxx 50 bei 2.100 Punkten liegen. Daraus ergibt sich vom aktuellen Niveau betrachtet ein mögliches Rückschlagpotential von 7 bis 10 Prozent. Innerhalb dieser Schwankungsbreite kann aber durchaus in einzelne ausgewählte Qualitätstitel, insbesondere defensiver Branchen, wie Telekommunikation oder Nahrungsmittel oder besonders abgestrafte zyklische Titel investiert werden.

  Details
 
 
16.08.2011Deutsche Wirtschaft stemmt sich gegen Abkühlungstrend
Stuttgart, 16. August 2011

Der Abkühlungstrend der globalen Wirtschaft zeigte sich zuletzt vor allem in den USA. Dort war ein schwächer als erwartetes Wachstum zu beobachten, die nachhaltige Erholung am Arbeitsmarkt blieb aus und das Verbrauchervertrauen sank. Wie die Aussichten für Deutschland und Europa sind, berichtet Michael Beck von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.

Während in Südeuropa die Schuldenkrise das Wachstum hemmte, entwickelte sich die deutsche Wirtschaft positiv. Kann Deutschland sich weiter gegen die Abkühlungstendenz stemmen?
Michael Beck, ELLWANGER & GEIGER: Entgegen aller Erwartungen markierte der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni noch ein neues Rekordhoch und verdeutlichte damit die gute Verfassung der deutschen Konjunktur. Doch auch hierzulande werden die Ausblicke moderater - eine leichte Abkühlung ist zu erwarten.

Und wie sehen im Vergleich dazu die Prognosen für die hochverschuldeten Peripheriestaaten aus?
Michael Beck: In den südeuropäischen Krisenstaaten sieht die Situation schlechter aus. Der massive Zwang zum Sparen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise belastet das Wirtschaftswachstum in diesen Staaten enorm. Wichtig ist vor allem, dass verschuldete Staaten wie Spanien oder Italien die Konsolidierung ihrer Staatsfinanzen aus eigener Kraft schaffen. Erst dann dürfte die Schuldenkrise beherrschbar sein und als Belastungsfaktor für die Finanzmärkte wegfallen.

Welche Auswirkungen haben EU-Schuldenkrise, die Rohöl-Verteuerung aufgrund der Libyen-Krise und die US-Konjunkturabschwächung auf die Aktienmärkte?
Michael Beck: All diese Faktoren hemmten zuletzt die Aktienmärkte. Die Unstimmigkeiten innerhalb der europäischen Staatengemeinschaft und äußerst unprofessionelle Aussagen wichtiger politisch Verantwortlicher verschärften die Lage eher, als dass sie zur Beruhigung beitragen.

Und wie geht es weiter?
Michael Beck: Die rekordverdächtigen Kursstürze der weltweiten Aktienmärkte dürften nun in eine Bodenbildung münden. Für den Fall, dass sowohl in Europa als auch in den USA belastbare Konzepte zur Bewältigung derSchuldenproblematiken vorgelegt werden, sollten sich die nach wie vor ordentlichen fundamentalen Wirtschaftsdaten durchsetzen. Ein versöhnliches Jahresende rückt dann in den Bereich des Möglichen.

Wie stehen die Chancen für Bundesanleihen?
Michael Beck: Bei zehnjährigen Bundesanleihen rechnen wir in den nächsten Monaten wieder mit leicht anziehenden Renditen und empfehlen, mit Neu- beziehungsweise Wiederanlagen etwas zu warten. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung einer „Euro-Krise" verteidigt der Euro sein hohes Niveau gegen Währungen wie den US-Dollar, das Britische Pfund oder den Japanischen Yen und dürfte nach der Leitzinserhebung der EZB auf 1,5 Prozent auch weiterhin stabil bleiben.

  Details
 
 
10.08.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Marktturbulenzen noch nicht beendet
Infolge der Nachwirkungen der Bonitätsherabstufung der USA-Schulden auf AA+ durch die Ratingagentur S&P markierte der deutsche Aktienindex DAX mit dem zehnten Verlusttag in Folge einen neuen Rekord. Zumindest deutet der Kursverlauf des zehnten Verlusttages darauf hin, dass der Schluss-Sell-off hinter uns liegt. Die massiven Intraday-Verluste von zeitweise -7 Prozent konnten nahezu vollständig aufgeholt werden. Stützungskäufe von Staatsfonds in Asien und Käufe großer Fonds verhinderten unter anderem den großen Absturz an diesem Tag. Die US-amerikanischen Börsen reagierten danach zunächst sehr verschnupft auf die Weigerung der Fed, ein neues Staatsanleihen-Kaufprogramm aufzulegen, drehten aber deutlich ins Plus, nachdem die Ankündigung der Fed, ihre Leitzinsen bis 2013 bei nahe null zu belassen, für Beruhigung sorgte. Diese Erholung setzte sich in Asien und Europa fort, sodass es nun zu einer Verschnaufpause kommen kann. Unserer Meinung nach ist eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums, mit der schon seit längerem gerechnet wird, nun in den Kursen enthalten. Eine massive „Weltrezession“ ist nicht in Sicht, daher dürfte der Abwärtsdruck an den Märkten etwas nachlassen. Die Angst davor wird aber, wenn auch etwas vermindert, die nächsten Wochen bestimmen. Hauptprobleme bleiben nach wie vor die ungelösten Schuldenprobleme in den USA und Europa sowie die Inflationstendenzen in wichtigen Märkten wie China und Indien. Die Flutung der Finanzmärkte mit weiterem Geld sorgt kurzfristig für Entspannung, löst aber nicht die strukturellen Probleme. Die Marktteilnehmer werden weiterhin mit Argusaugen jede Wirtschaftsnachricht aus den USA dahingehend prüfen, inwieweit ein Rückfall in die Rezession verhindert werden kann. Unabdingbar ist eine schnelle Lösung der Schuldenkrise in Europa. Die Unstimmigkeiten innerhalb der europäischen Staaten und äußerst unprofessionelle Aussagen wichtiger Protagonisten verschärfen die Lage eher, als dass sie zur Beruhigung beitragen. Die Hoffnungen auf einen ruhigen Sommer scheinen daher zu trügen.

Für langfristig orientierte Investoren bieten sich auf dem gedrückten Kursniveau Einstiegschancen. Die nächsten Tage müssen aber erst zeigen, ob die Irrationalität vieler Marktteilnehmer ganz gewichen ist. Kurzfristig orientierten Anlegern bieten sich bei diesen Volatilitäten gute Chancen, der hohen Risiken kurzfristig starker Schwankungen bzw. Kursrückgänge muss man sich aber bewusst sein.

  Details
 
 
03.08.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Die Aktienmärkte sind in einer sehr nervöser Stimmung
Die Einigung im US-Parlament und damit die Verhinderung der Staatsinsolvenz haben die Investoren nur kurzfristig aufatmen lassen. Nachdem im Anschluss der US-Einkaufsmanager überraschend kräftig fiel, war für viele Anleger der Damm gebrochen und die Furcht vor einem Rückfall der USA in die Rezession wieder präsent. Da viele Marktteilnehmer es als faulen Kompromiss empfinden, wie der US-Schuldenstreit beendet wurde, konzentrieren sich diese auf die Konjunkturdaten. Diese Indizes zeigen deutlich, dass nicht nur die USA, sondern auch China eine Verlangsamung des Wachstums signalisiert. Die Sorge vor einer Rezession ist sicherlich überzogen, aber den Märkten reicht es, mit diesem Gedanken zu spielen, um Verkaufsszenarien durchzuführen. Aber auch Europa zeigt sich wieder von seiner ungeliebten Seite. Hier haben viele Anleger abermals Italien und Spanien ins Visier genommen und glauben, dass diese Länder von einer Wirtschaftsabkühlung besonders betroffen sind und somit Schwierigkeiten haben, ihre Verschuldung zurückzuführen. Die Aktienindizes zeigen die augenblicklich desolate Stimmung deutlich. Der DAX durchbrach nicht nur die wichtige 7.000-Punkte-Marke, sondern nahm gleich die nächste Unterstützungslinie, die bei 6.800 Punkten liegt. Sollten die Märkte einen weiteren Versuch der Abwärtsbewegung starten, dann wäre die nächste Unterstützungslinie erst bei 6.500 Punkten. Einem ähnlichen Schicksal unterliegt der Euro Stoxx50. Dort wurde die 2.550-Punkte-Marke durchbrochen und auch die 2.450er-Marke ist inzwischen angeknackst. Die nächste Unterstützungslinie liegt hier bei 2.300 Punkten. Nach langer Seitwärtsbewegung durchbrach auch der Dow-Jones-Index die 100-Tage-Durchschnittslinie sowie die wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie und liegt nun knapp unterhalb dieser Linie. Die nächste Unterstützungsmarke läge erst bei 11.500 Punkten. Der einzige Profiteur dieses gesamten Szenarios ist weiter das Edelmetall, insbesondere das Gold, das seinen Höhenflug fortsetzt und neue Höchstkurse generieren konnte.

Sollte Europa wirklich in eine spürbare Wirtschaftsverlangsamung eintreten, würde das Szenario für die EZB, eine weitere Leitzinserhöhung vorzunehmen, sehr unwahrscheinlich. Wobei Deutschland hier nach wie vor der Spitzenreiter in puncto Wachstum ist. Eine Verlangsamung ist hierzulande nur sehr gering zu spüren. Viele Unternehmen zeigen nicht nur hervorragende zweite Quartalszahlen, sondern weisen durchaus auch positive Zukunftsperspektiven aus. Die Anleger ignorieren aber diese positiven Unternehmensdaten und zeigen sich nun nach den letzten Tagen in einer abwartenden Haltung bzw. sind durchaus bereit, lieber auf der Verkaufsseite zu stehen als auf der Kaufseite. Sollte sich dieses Bild nicht ändern, sind automatisch weitere Kursrückschläge vorprogrammiert, ohne dass sich an der eigentlichen Situation im konjunkturellen Umfeld etwas geändert hat. Nun leiden die Aktienwerte, die sich am besten entwickelt haben, und das waren die deutschen Unternehmen. Es bleibt die Frage: Handelt es sich hierbei nur um ein Zwischentief und damit um eine ausgezeichnete Gelegenheit zum Kauf und der DAX nimmt danach Richtung Jahresende einen zweiten Anlauf, um die 8.000-Punkte-Marke zu erreichen, oder zeichnet sich wirklich eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage ab und somit kein neues Rekordniveau im DAX? Augenblicklich wird ein Angstszenario geradezu inszeniert und die Entwicklung der Weltkonjunktur wird schwärzer gezeichnet, als sie tatsächlich ist. In solch einer emotionalen Stimmung macht es sicherlich wenig Sinn, das „fallende Messer" auffangen zu wollen. Es sieht so aus, als ob der Markt insbesondere den DAX auf den Stand nach der Erdbebenkatastrophe in Japan, damals lag er bei 6.483 Punkten, hintreiben lassen möchte. In dieser klaren Überverkauftsituation ist eine abwartende Haltung richtig. Sie bietet aber durchaus gute Kaufgelegenheiten, insbesondere bei den defensiven Unternehmen wie der Chemie- und der Gesundheitsbranche.

  Details
 
 
01.08.2011E&G über Investitionsmöglichkeiten in Deutschland und Europa 2011 wieder stark im Kommen: geschlossene Immobilienfonds
Hoffnungsträger unter den geschlossenen Fonds: Jedes zweite Emissionshaus plante laut einer Umfrage Ende 2010 eigene Immobilienfonds im Neugeschäft. In der Folge übersteigt die Nachfrage nach bevorzugten Immobilien das Angebot, so dass bereits einige Investoren auf Objekte mit Wertsteigerungspotenzial ausweichen. Doch der Spagat zwischen möglichst hohen Renditeprognosen und erhöhtem Risiko sollte dabei nicht wieder zu groß werden, warnen die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.

„Für die weitere Entwicklung im Neugeschäft mit geschlossenen Fonds wird es vor allem darauf ankommen, inwiefern Anbieter beim Objektkauf zum Zuge kommen und interessante und vor allem erzielbare Renditen in Aussicht stellen können", berichtet Michael Fauser von ELLWANGER & GEIGER. Dass dies gelingen kann, zeigen aktuelle Fondsangebote. Interessant für Anleger können Investitionen in Ballungszentren sein, die mit einem langjährigen Mietvertrag z.B. mit Unternehmen aus derTelekommunikation ausgestattet und mit einer Ausschüttung von etwa 5,5 Prozent verbunden sind. Wenn diese Ausschüttung nicht durch finanzmathematische Spielereien schöngerechnet ist, sondern tatsächlich erwirtschaftet wird, sei eine Investition ab 10.000 Euro überlegenswert.
„Auch der Blick über den Tellerrand lohnt: Neben deutschen geschlossenen Immobilienfonds gibt es auch im europäischen Ausland Angebote, die zur Diversifikation ideal in ein Anlegerportfolio passen können", berichtet der Experte. Zu bevorzugen seien dabei die etablierten Märkte, beispielsweise Belgien, die Schweiz und allen voran die Niederlande. Doch auch dort ist das Angebot begrenzt. Eine Steigerung lässt sich in London verzeichnen, wo die Preise nach dem heftigen Einbruch stark anzogen.
Fauser: „Es bleibt jedoch immer zu beachten, dass es sich bei diesen Investitionsmöglichkeiten um unternehmerische Beteiligungen handelt, die Chancen bieten, aber auch Risiken bergen können. Deshalb sollten Anleger dabei auf das Know-how von Experten zurückgreifen und sich die Wirkungsweisen der Angebote genau erläutern lassen."

  Details
 
 
27.07.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Schuldenkrise bleibt im Fokus der Anleger
Nachdem die EU-Staaten nun eine politische Lösung gefunden haben, um Griechenland einen Insolvenzaufschub zu gewähren, richten sich die Augen der Investoren verstärkt auf den US-Schuldenstreit zwischen den Demokraten und den Republikanern. Falls bis zum 2. August keine Einigung eintreten sollte, wären die USA theoretisch insolvent. Ein zweites Datum erscheint aber wesentlich wichtiger. Dies ist der 15. August, an dem die US-Regierung große Zinszahlungen und Fälligkeiten vornehmen muss. Erst dann wird sich zeigen, ob die amerikanische Politbühne in der Lage ist, diese Misere zu bewältigen. Inzwischen kommen auch aus Deutschland erste Wachstumsdämpfer. Der GfK-Konsumklimaindex, der die Verbraucherstimmung widerspiegelt, zeigt, dass das Konsumverhalten vorsichtiger geworden ist. Die Stimmung im EU-Umfeld scheint viele Anleger in eine abwartende Haltung zu bringen. Dieses Ergebnis stimmt überein mit der Wachstumsprognose der Unternehmen, die ebenfalls für die nächsten Monate vorsichtiger geworden sind. Anleger haben auch auf dem Geldmarkt wieder höhere Renditen für Spanien und Italien gefordert, so dass der Markt wohl noch nicht ganz sicher ist, ob es nicht doch zu einer Ansteckungsgefahr der Länder kommen kann. In diesem Umfeld bleibt der DAX sehr stabil und zeigt eine hohe relative Stärke. Die Unterstützungslinie von 7.000 Punkten bleibt noch festgemauert, nach oben wird aber über 7.400 Punkten die Luft dünn. Schwieriger sieht es schon für den Euro Stoxx 50 aus. Die breite Spanne zwischen 2.450 und 2.650 Punkten scheint eher wieder nach unten getestet zu werden. Auch der Dow-Jones-Index bleibt in seinem uneinheitlichen Bild knapp oberhalb der 100-Tage-Durchschnittslinie. Hier ist wohl auch bis zur Bewältigung des Schuldenthemas keine andere Richtung anzunehmen.

Die verschiedenen Konjunkturindizes zeigen durchaus Warnsignale und könnten darauf hindeuten, dass der Höhepunkt, bezogen auf das Wirtschaftswachstum, überschritten ist. Kurzfristig betrachtet, werden die Aktienmärkte aufgrund der unsicheren Situation in den USA eine Art „Fessel“ tragen und sich mit Schwankungen seitwärts bewegen. Dies gilt auch für die einzelnen Unternehmen. Während SAP einen positiven Quartalsbericht und damit Kurssteigerungen verzeichnen konnte, musste der Pharmawert Merck im zweiten Quartal einen überraschenden Verlust hinnehmen und starke Kursrückgänge verzeichnen. Insgesamt aber bleibt die deutsche Industrie weltweit betrachtet in ihrer Dynamik ungebrochen, wobei die Schwellenländer für Deutschland immer wichtiger werden. Für den Anleger bedeutet die augenblickliche Situation, dass er weiter in einer abwartenden Haltung verharren sollte und nur sehr selektive Käufe vorzunehmen sind. Wir bleiben positiv für die Unternehmen Novartis, LVMH und das kanadische Energieunternehmen ENCANA.

  Details
 
 
20.07.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte in Abwartehaltung
Der Eurosondergipfel, der am Donnerstag beginnt, wird weisen, ob es dieses Mal den EU-Regierungschefs gelingt, das Wirrwarr um die verschiedenen Hilfsprogramme aufzulösen und ein für die Märkte überzeugendes Ergebnis zu erreichen. Die unterschiedlichen Forderungen, auch von Seiten der Ökonomen, zeigen weiterhin kein klares Bild. Vom Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent bis zur Vergrößerung des Rettungsschirms EFSF wird nach wie vor alles angeboten. Aber nicht nur Europa beschäftigt sich mit den Schulden, auch die USA kommen nach wie vor zu keinem Ergebnis. Es liegt zwar inzwischen ein Vorschlag vor, der 3,75 Billionen Dollar in den kommenden zehn Jahren an Einsparungen vorsieht. Ob dies insgesamt aber akzeptiert wird oder einfach nur, wie in den vergangenen Jahren, die Schuldenobergrenze angehoben wird, steht in den Sternen. Noch zeigen sich viele Unternehmen von diesem Umfeld unbeeindruckt und weisen in ihren ersten Halbjahreszahlen Umsatzsprünge aus, wie zum Beispiel IBM, Apple, Novartis oder die deutsche Automobilindustrie. Dagegen stehen nach wie vor die Banken, die unverändert von der Schuldenkrise am meisten betroffen sind und Negativrekorde aufweisen. Somit zeigen auch die Indizes ein gemischtes Bild. Der DAX bleibt trotz der Schwankungen in seiner breiten Spanne zwischen 7.000 und 7.400 Punkten. Analog verläuft der Euro Stoxx 50, hier ist die Unterstützungslinie bei 2.450 Punkten und die Widerstandslinie bei 2.650 Punkten. Der Dow-Jones-Index kann sich noch oberhalb der 100-Tage-Durchschnittslinie halten. Sollte diese durchbrochen werden, wäre die nächste Unterstützung erst bei 12.000 Punkten.

Die Durststrecke für die europäischen Kreditinstitute wird weiter anhalten. Sollten sich die Wirtschaftsprüfer ihrem Verband anschließen, dann stehen bei den Banken und Versicherern milliardenschwere Abschreibungen an. Insofern sind diese Branchen höchstens für Tradingaktionen geeignet, aber nicht als strategisches Investment. Da aber der größte Teil der übrigen Branchen mit positiven Halbjahresdaten aufwarten konnte, zeigen sich die Aktienmärkte in freundlicher Stimmung, wobei die Investoren aufgrund der politischen Uneinigkeit in Europa und in den USA in Abwartehaltung verharren. Somit ist davon auszugehen, dass auch in den nächsten Tagen die Aktienmärkte weiter in ihren stark schwankenden Seitwärtsbewegungen verbleiben werden und sich dieses Umfeld nur für sehr selektive Käufe eignet. Interessant sind hier Novartis, LVMH und das kanadische Energieunternehmen Encarna.

  Details
 
 
13.07.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Schuldenkrise im Mittelpunkt der Aktienmärkte
Die Investoren scheinen fast willenlos auf die Ratingagenturen zu blicken, die ein europäisches Land nach dem anderen in ihren Fokus rücken und es teilweise dramatisch zurückstufen. Aktuell ist dies der Fall bei Irland, hier senkte Moody’s die Bonitätsnote des Staates auf Ba1 und begründete dies mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für ein zweites Hilfspaket. Auch der Wirbel zum Anfang dieser Woche, den die Ratingagenturen im Hinblick auf Italien verursachten, zeigt, welche Dominanz diese US-Häuser auf die Kapitalmärkte ausüben. Dies bedeutet nicht, dass die Situation nicht äußerst kritisch ist und die jeweiligen Länder in ihrem Verschuldungsgrad sehr hoch liegen. Trotzdem stellt sich die Frage der Verhältnismäßigkeit. Die starken Kursrückgänge, die noch unterstützt werden von Leerverkäufen, lassen panikartige Verkäufe zu, die vielen fundamentalen Fakten nicht gerecht werden. Der DAX konnte trotz eines enormen Kursrückgangs die wichtige Unterstützungsmarke von 7.000 Punkten halten. Darunter bilden sich zwei Linien bei 6.850 und bei 6.500 Punkten, diese sind aber eher unwahrscheinlich. Insofern ist von dem breiten Seitwärtskanal auch in den nächsten Wochen auszugehen, der bis 7.400 Punkte reicht. Der Euro Stoxx 50 konnte ebenfalls die wichtige Unterstützungsmarke von 2.450 Punkten halten und bleibt somit weiter im Seitwärtstrend bis 2.600 Punkte. Der Dow-Jones-Index liegt knapp oberhalb der 100-Tage-Durchschnittslinie und hat somit seinen Aufwärtstrend noch nicht unterbrochen. Allerdings besteht hier die Gefahr, bis zu 12.000 Punkten zurückzufallen, falls diese Durchschnittslinie nicht halten würde.

Die asiatischen Märkte haben sehr besonnen reagiert. Insbesondere China und Japan haben die Ausverkaufsstimmung genutzt, um neue Käufe vorzunehmen. In Europa ist man sicherlich noch nicht ganz so weit, hier ist eher eine abwartende Haltung angesagt, da unverändert viele Investoren eine Eskalation der Schuldenkrise befürchten. Der Blick nach den USA wird ebenfalls spannend werden, da hier eine Auseinandersetzung zwischen den Demokraten und den Republikanern wieder einmal ansteht und somit die Zahlungsunfähigkeit abermals heraufbeschworen wird. Auskunft über die neuesten Zahlen wird der Halbjahresbericht von Fed-Chef Bernanke geben, der darauf hinausläuft, dass die USA weiter billiges Geld zur Verfügung stellen werden, um das Sorgenkind Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die nächsten Tage stehen unter dem Fokus „Krisenmanagement in der EU“. Damit wird auch die Schwankungsbreite der Aktienmärkte nicht abnehmen. Aber selbst solche großen Negativschlagzeilen wie in den letzten Tagen zeigen, dass dadurch mittelfristig die Wirtschaftskraft der europäischen Unternehmen, insbesondere der deutschen, nicht gefährdet ist. Die Vorgehensweise der Asiaten, an diesen Tagen auf Schnäppchenjagd zu gehen, hat sich wieder einmal als richtig erwiesen. Für mittelfristige Anlagen bleiben aber weiterhin die defensiven Branchen empfehlenswert und hier in erster Linie das Gesundheitswesen und die Pharmabranche. Für Anleger, die Anleihen außerhalb des Euros vornehmen möchten, sind die skandinavischen Währungen eine hervorragende Alternative.

  Details
 
 
06.07.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Sommerpause auf den Aktienmärkten
Nach einer Woche mit starken Kursgewinnen scheinen die Weltmärkte nun in ruhigere Gewässer einzuschwenken. Die jüngsten Konjunkturdaten bestätigen, dass viele wichtige Industrienationen vor einer Konjunkturabkühlung stehen, jedoch liegt ein Rezessionsszenario noch in weiter Ferne. Insbesondere Deutschland zeigt sich sehr stabil und dürfte auch in 2011, gestützt durch den Binnenmarkt und den Privatkonsum, die Prognosen für das Wirtschaftswachstum übertreffen. Die EU-Schuldenkrise dominiert nach wie vor das Tagesgeschehen, geklärt werden muss, inwieweit private Gläubiger an einer eventuellen Schuldenumstrukturierung beteiligt werden sollen. An den Märkten hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass eine Lösung möglich ist. Allerdings beginnen nun schon die Risikoaufschläge für portugiesische 10-jährige Staatsanleihen zu steigen. Diese Entwicklungen werden auch die nächsten Wochen bestimmen, die Marktteilnehmer werden genau beobachten, inwieweit eine Ansteckungsgefahr bei der Schuldenkrise in Europa bestehen kann. Der DAX dürfte sich zwischen 7.200 und 7.600 Punkten bewegen, der Euro Stoxx 50 zwischen 2.450 und 2.650 Punkten und der Dow-Jones-Index dürfte zwischen 12.400 und 12.800 Punkten schwanken.

Ein zweiter wichtiger Schauplatz sind die USA, wo sich zumindest ein kleiner Kompromiss bezüglich der Heraufsetzung des US-Schuldenlimits abzeichnet. Massive Einsparungen werden auch dort umgesetzt werden müssen, um die massive Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Auch dies wird nicht ohne Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung bleiben können. Die kleine „Konjunkturdelle“, die weltweit zu beobachten ist, sollte aber Ende des Jahres und in 2012 überwunden werden können und in einen fortgesetzten Aufschwung münden. Zumindest die Europäische Zentralbank wird wohl morgen ihren angekündigten Zinsschritt umsetzen und den Leitzins auf 1,5 Prozent anheben. Spannend wird sein, wie Herr Trichet die Zinspolitik der nächsten Wochen und Monate ankündigen wird. Der Euro dürfte dadurch gegenüber Währungen wie dem US-Dollar und Britischen Pfund unterstützt bleiben. Insgesamt ist eine defensive Anlagestrategie weiterhin zu empfehlen. Einzelne Chancen sehen wir in der Branche Maschinenbau, die selektiv genutzt werden können.

  Details
 
 
29.06.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Nervosität bestimmt die Aktienmärkte
Wie nervös insbesondere der deutsche Aktienmarkt ist, konnte anhand des Kursverlaufs der Siemensaktie ersichtlich werden. Es reichte aus, dass der Finanzvorstand verkündete, dass die Erholungseffekte nach der Krise abflauen würden, und schon entstand ein Verkaufsszenario. Dieser "Schnell-verkaufen-Effekt" wird in den nächsten Wochen und Monaten auch andere Unternehmen treffen, die nicht mit weiteren Wachstumssteigerungen aufwarten können, und dies dürfte die Regel sein. Hinzu kommt das weiter fortschreitende Hickhack der EU-Politiker, die wahllos in die ein oder andere Kiste greifen, um neue Rettungsvorschläge für Griechenland zu unterbreiten. Die schwachen Konjunkturdaten außerhalb Deutschlands zeigen auch auf, dass die Schwierigkeiten noch nicht überwunden sind. Die britische Wirtschaft konnte nur Konjunkturdaten von +0,5 Prozent aufweisen. Das US-Wachstum zeigte sich zwar etwas robuster, allerdings werden diese Zahlen durch die weiter negativen Wohnimmobilienergebnisse wieder relativiert. Trotz allem zeigt sich der deutsche Verbraucher positiv. Das Ergebnis der GfK-Konsumklimastudie konnte wieder mit steigenden Zahlen aufwarten. Unterstützt wird dieses Ergebnis sicherlich auch dadurch, dass die Inflation hierzulande bei 2,4 Prozent eingefroren scheint. Auch die Aktienmärkte bleiben in ihren breiten Seitwärtskanälen: der DAX zwischen 7.000 und 7.400 Punkten, der Euro Stoxx 50 zwischen 2.450 und 2.650 Punkten und der Dow-Jones-Index zwischen 11.950 und 12.500 Punkten. Dies dürfte auch in den nächsten Wochen so weitergehen.

Vorübergehend herrscht Optimismus, insbesondere im Hinblick auf den Abstimmungsmarathon für Griechenland bezüglich des neuen Sparpaketes. Dieses dürfte sicherlich durchgewunken werden, allerdings bleibt, wie bereits erwähnt, die langfristige Lösung außen vor. Kurzfristig bleiben die Investoren aber in Kauflaune und signalisieren deutlich, dass noch genügend Liquidität vorhanden ist, um in europäische Aktien zu investieren. Somit dürfte sich das zweite Quartal 2011 von seiner positiven Seite verabschieden. Die Unternehmen werden dies ab Mitte Juli mit guten Ergebnissen untermauern. Wohlweislich mit dem jeweiligen Hinweis, dass das dritte Quartal diese Wachstumsrate nicht mehr aufweisen wird. Für den tradingorientierten Anleger bieten sich somit weiterhin gute Möglichkeiten, wie das Beispiel Siemens gezeigt hat. Mittelfristig orientierte Anleger sollten die immer wieder vorhandenen Rückschläge in Richtung 7.000 DAX-Punkten für Nach- beziehungsweise Neukäufe nutzen. Wir sehen die Branchen Pharma und Gesundheitswesen weiterhin positiv und hier die Werte Bayer, Novartis und Rhön-Klinikum. Beim Thema Energie sollte in erster Linie der Gassektor bevorzugt werden.

  Details
 
 
22.06.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte zeigen sich wieder in robuster Verfassung
Schon im Vorfeld der parlamentarischen Abstimmung in Griechenland zeigten sich die europäischen Aktienmärkte von ihrer positiven Seite, in der Hoffnung, dass das Vertrauensvotum zu Gunsten des amtierenden Ministerpräsidenten ausgeht. Nachdem diese Hürde doch wider Erwarten ohne Schwierigkeiten vom griechischen Parlament genommen wurde, steht diesem Land nun ein weiteres Sparpaket bevor. Als Nächstes werden sich die Blicke nach USA richten, da der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank das Ergebnis bekannt gibt ob die Fed einen Zinswechsel signalisieren wird. Dies ist allerdings nicht zu erwarten, da die schwache Erholung am Arbeitsmarkt einer Zinserhöhung entgegensteht. Insofern werden sich die Investoren wieder ihrer nach wie vor hohen Liquidität zuwenden und diese vereinzelt dem Aktienmarkt zu Gute kommen lassen. Dies zeigen auch die Indizes. Der Dow-Jones-Index bleibt weiterhin in seinem breiten Seitwärtskanal zwischen 12.000 und 12.550 Punkten und liegt somit auch unverändert zwischen der 200- und der 100-Tage-Durchschnittslinie. Der EuroStoxx konnte noch nicht ganz seine alte Unterstützungslinie von 2.550 Punkten wieder erreichen, dies sollte aber kurzfristig geschehen können, sodass ein Anstieg bis 2.650 Punkte möglich wäre. Der DAX konnte seinen Seitwärtskanal zwischen 7.000 und 7.200 Punkten verlassen. Sollte sich die Situation in Griechenland weiter entspannen, wäre in den nächsten Tagen auch ein Anstieg bis 7.400 Punkte möglich.

Dass das Wachstumstempo in Deutschland nicht weiter in dieser Dimension steigen kann, war allen bekannt. Überrascht hat, dass der ZEW-Index, der die Konjunkturerwartungen misst, nun doch zurückfällt auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich diese Daten auch im ifo-Geschäftsklimaindex, der am Freitag veröffentlicht wird, wiederfinden. Das heißt, auch hier ist mit einem Rückgang zu rechnen. Trotz allem wird die Konjunktur in Deutschland weiter positiv verlaufen, wenn auch in gebremster Form. Dies dürfte auch Auswirkung auf die Aktienmärkte haben, das heißt, es ist nicht zu erwarten, dass kurzfristig ein neues Kaufszenario eintritt, das den DAX über die 7.400-Punkte-Marke treiben könnte, wobei die Unterstützungslinie von 7.000 Punkten bestehen bleibt. Für Anleger ergeben sich damit nur kleinere Tradingchancen, der mittel- bis langfristige Investor sollte unverändert sein Pulver trocken halten. Positiv bleiben die defensiven Branchen Pharma und Gesundheitswesen. Im Energiesektor bieten sich durch das Umdenken der Politik in Gesamteuropa Chancen bei den Alternativenergien, wobei wir hier den Schwerpunkt bei den Wasserkraftwerken sehen, insbesondere in der Schweiz und in Skandinavien. Aber auch der Gassektor wird wieder interessant, wie die British Gas oder das kanadische Unternehmen ENCANA.

  Details
 
 
15.06.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: „Zickzackkurs“ der Aktienmärkte hält an
Es sind nicht die Nachrichten aus Europa, die die Investoren veranlasst haben, kurzfristig wieder in die Aktienmärkte einzusteigen, sondern unerwartet gute Zahlen aus der Wirtschaft in China. Das Verhalten der Anleger spiegelt die Zuversicht der Investoren wider, dass China nicht in eine zweite Rezession rutschen wird, sondern, wenn auch langsamer, robust weiterwächst. Es wird sich zeigen, ob diese positive Stimmung anhält, da nun in den USA die Zahlen zur Industrieproduktion anstehen und die meisten Daten, bis auf wenige Ausnahmen, klar gezeigt haben, dass die USA am Rande einer zweiten Rezession steht. Entscheidend wird sein, dass die kommenden Konjunkturzahlen keine Horrormeldungen mit sich führen, da der Dow-Jones-Index sich nun knapp oberhalb der Unterstützungslinie von 12.000 Punkten befindet, aber bereits die 100-Tage-Durchschnittslinie durchbrochen hat und somit nur noch knapp oberhalb der 200-Tage-Durchschnittslinie liegt. Sollte diese ebenfalls nach unten durchbrechen, könnten Rückschläge bis 11.450 Punkte drohen. Kurzfristig ist allerdings ein Überverkauftszenario entstanden, so dass durchaus die Möglichkeit einer leichten Erholung wahrscheinlich ist. Der Euro Stoxx 50 konnte seine Unterstützungslinie von 2.550 Punkten nicht halten, ist allerdings noch weit von der nächsten Unterstützungslinie von 2.450 Punkten entfernt. Erholungen müssten über 2.600 Punkte führen, um ein Verlassen des Abwärtstrends aufzuzeigen. Der DAX hält sich noch erstaunlich gut, hier konnte die wichtige Marke von 7.000 Punkten gehalten werden. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass er den breiten Seitwärtskanal verlassen kann, der bis 7.400 Punkte verläuft.

Die europäischen Börsen können das Damoklesschwert der Schuldnerländer nicht vertreiben. Es gelingt zwar immer wieder, diese Themen in den Hintergrund zu rücken, woraufhin es im DAX zu Kursgewinnen kommt. Sobald das Schuldenproblem jedoch erneut auf der Tagesordnung steht, sind die Kursgewinne auch wieder dahin. Das müßige Gespräch der politischen Szene, inklusive der EZB, wie mit dem Schuldner Griechenland umzugehen sei, zeigt insgesamt eine Konzeptlosigkeit auf. Allein das Thema der privaten Investoren, ob diese nun freiwillig oder unter Zwang an den Kosten beteiligt werden sollen, verdeutlicht die unterschiedlichen Ansichten zur Lösung dieser prekären Situation. Die europäischen Aktienmärkte spielen dieses Hin-und-her 1:1 mit, so dass für den Anleger fast nur die Zuschauerrolle übrig bleibt. Solange der DAX allerdings die 7.000-Punkte-Marke nicht unterschreitet, sind Einzelengagements, das sogenannte „Stockpicking“, durchaus interessant. Wir bleiben positiv für die defensiven Branchen Gesundheitswesen, Medizintechnik und den Pharmabereich und hier für die Novartis und das Rhön-Klinikum. Im Energiebereich ist es die Statoil sowie bei den Rohstoffen die Anglo American.

  Details
 
 
08.06.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Europäische Aktienmärkte nach starken Schwankungen jetzt in etwas ruhigerem Fahrwasser
Nachdem es in den letzten Tagen zu extremen Kursverlusten bei den Versorgungsunternehmen kam, waren es gerade E.ON und RWE, die nun den DAX stützen konnten und ihn leicht nach oben zogen. Die letzten Wochen waren für den DAX sehr kräftezehrend, so dass die Performance, vom Jahresanfang aus betrachtet, nur noch bei 2 Prozent liegt. Obwohl der Finanzminister immer wieder in der Griechenlandfrage auf einen Mitverantwortlichen, nämlich den privaten Gläubiger, schielt und somit die Rentenmärkte verunsichert, sind die Zahlen in den USA nach wie vor so wenig ermutigend, dass die Anleger doch die europäischen Investments vorziehen. Dies ist auch deutlich an dem unverändert starken Euro zum Dollar zu sehen. Allerdings ist dies der einzige positive Effekt, denn die Aktienmärkte dürften sich von der Abschwächung der US-Konjunktur beeindrucken lassen und eher wieder schwächer tendieren. US-Fed-Chef Bernanke gießt zusätzlich Öl ins Feuer. Seinen Worten zufolge hat die amerikanische Konjunktur stark an Fahrt verloren. Damit rückt auch das „Beige Book“ mit dem Konjunkturbericht wieder in den Vordergrund. Die Indizes zeigen noch ein stabiles Bild. Der DAX konnte nach wie vor die wichtige Unterstützungsmarke von 7.000 Punkten halten. Nur ein Durchbrechen würde ein Alarmsignal mit sich bringen. Der Spielraum nach oben bleibt aber weiterhin stark begrenzt. Etwas kritischer sieht es beim Euro Stoxx 50 aus, hier konnte die Linie von 2.550 Punkten nicht halten. Ein Rückschlag bis 2.450 Punkten wäre somit möglich. In seinem Seitwärtsfenster befindet sich weiterhin der Dow-Jones-Index. Hier hat die Unterstützungslinie von 12.000 Punkten noch gehalten.

Unabhängig vom schwierigen Umfeld für die Aktieninvestoren zeigt sich der Rentenmarkt ebenfalls von seiner negativen Seite. Nach den Kursverlusten vieler Staatsanleihen und der Flucht in sichere Bundestitel wird nun die nächste Sitzung der EZB mit Spannung erwartet. Die Investoren werden sehr stark darauf achten, ob EZB-Präsident Trichet die Formulierung „hohe Wachsamkeit“ verwenden wird und damit signalisiert, dass zur Juli-Sitzung eine weitere Zinssatzerhöhung vorgenommen werden wird. Eine Erhöhung ist sicherlich sinnvoll, allerdings wird diese nicht zu einer Beruhigung der Schuldnerländer beitragen. Insofern gewinnen auch die Konjunkturpessimisten zurzeit an Gewicht und sorgen mit ihren Aussagen, dass die USA vor einer neuen Schwächephase stehen würde, an den Aktienmärkten für weitere Gewinnmitnahmen. Entscheidend wird sein, ob der DAX die 7.000-Punkte-Marke halten kann. Ansonsten sind die nächsten Unterstützungslinien bei 6.850 Punkten und dann erst wieder bei 6.550 Punkten. Dies entspräche dem Rückschlag vom März diesen Jahres nach dem Atomunglück in Japan. Die Aktienanleger sollten deshalb eher eine abwartende Haltung einnehmen beziehungsweise nur in defensiven Branchen investieren. Dazu gehören sicherlich auch die alternativen Energien, die ihren Schwerpunkt bei der Stromerzeugung in Wasserkraftwerken sehen, wie z.B. der österreichische Verbund, die Schweizer Repower, das finnische Unternehmen Fortum oder in Brasilien die CIA Energetica.

  Details
 
 
06.06.2011Typisch Mann und typisch Frau: Unterschiede in der Geldanlage
Frauen gelingen die besseren Studienabschlüsse - das ist kein Geheimnis mehr. Auch dass sie verstärkt in die Wirtschaftswissenschaften strömen und dort mittlerweile einen Anteil von 50 Prozent stellen, ist weithin bekannt. Und bei ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers weiß man: Frauen bringen auch Fähigkeiten mit, die sie besonders für die Tätigkeit als Fondsmanager qualifizieren.

Blickt man auf die Vita talentierter und zielstrebiger Frauen von heute wird klar, dass sie die Qualifikationen besitzen, um früher oder später eine Führungsposition zu besetzen. Das Problem: Bei der Besetzung von gehobenen Stellen orientieren sich Chefs oftmals an typisch männlichen Verhaltensmustern, wie Zweikampfbereitschaft und Durchsetzungsfähigkeit. Diese Eigenschaften haben viele Frauen sich nicht angeeignet, werden sie doch in der Schule und in der Universität generell für ordentliches und diszipliniertes Verhalten belohnt. Im Beruf hingegen gilt: Nur wer seine Ideen durchsetzen kann, kommt ans Ziel. Häufig müssen Frauen deshalb feststellen, dass ihre Fähigkeiten nicht wahrgenommen werden.

„Dabei sind Frauen mit ihren Fähigkeiten gerade in Sachen Geldanlage durchaus erfolgreich - denn dort spielen Vorsicht und Sicherheit eine große Rolle", erläutert Claudia Buchmüller, selbst Fondsmanagerin bei ELLWANGER & GEIGER. Neueste Studien zeigen: Frauen setzen bei Anlageentscheidungen auf ein durchdachtes, sinnvolles und langfristiges Investitionskonzept. „Sie informieren sich insbesondere über die Risiken einer Anlage. Ist das Risiko zu hoch oder zu schlecht zu kalkulieren, gehen weibliche Manager dieses nicht ein", so Buchmüller. Fondsmanagerinnen betrachten bewusst die Renditechancen in Relation zum vorhandenen Risiko.
Und Männer? Ihre Strategie sieht in vielen Fällen anders aus. Sie gehen spielerischer und mit mehr Leidenschaft in Sachen Geldanlage vor. Sie investieren schneller, kaufen und verkaufen häufiger als Frauen - das macht sie aber auch anfälliger für hochriskante Investments. Der Behavioral-Finance-Theorie zufolge liegt das an der Psyche des Anlegers. Die Tatsache, dass Männer grundsätzlich von ihrer Investmentfähigkeit überzeugt sind, kann oftmals zu überhasteten Entscheidungen, zu fehlender Informationsbereitschaft oder zu einer geringeren Streuung des Portfolios führen.

Die Frage nach der Rentabilität dieser vom Geschlecht beeinflussten und doch recht unterschiedlichen Verhaltensweisen ist sehr vom Marktumfeld bestimmt. „Eine Studie zeigt, dass mit der höheren Risikobereitschaft der Männer in stabileren Phasen auch höhere Gewinne erzielt wurden", weiß Karin Duppel, Vermögensverwalterin bei ELLWANGER & GEIGER. Im Krisenjahr 2008 hingegen entstanden dadurch aber auch massive Verluste. Depots von Frauen waren dagegen in turbulenten Marktphasen deutlich überlegen und profitierten von der sicherheitsorientierten Anlagepolitik.

„Eine ideale Vorgehensweise ist es daher, beides zu vereinen" weiß Duppel auch aus eigener Erfahrung, „die Entschlussfreudigkeit der Männer und das Risikobewusstsein der Frauen." Da gemischte Teams nachgewiesenermaßen kreativer und deutlich erfolgreicher sind, setzt man auch bei ELLWANGER & GEIGER seit vielen Jahren darauf: Im Vermögensverwaltungsteam liegt die Frauenquote bei 60 Prozent.

  Details
 
 
01.06.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Hohe Schwankungsbreite durch Konjunkturunsicherheit
Schwache Daten beim US-Verbrauchervertrauen haben vielen Anlegern die Kauflaune verdorben. In der Summierung zeichnet sich ein ernüchterndes Bild ab, da die US-Zahlen seit März enttäuschen, und dies nicht nur im Immobiliensektor, sondern auch bei den Arbeitsmarktdaten. Es sieht nicht danach aus, als ob die USA ihre Probleme kurzfristig lösen können. Insofern steht dieser Aufschwung auf wackeligen Beinen, da er ausschließlich von der expansiven Fiskalpolitik der Fed getrieben wird. In Europa haben die Anleger das Schuldenproblem von Griechenland etwas in den Hintergrund gedrängt, nachdem es zu Spekulationen kam, dass ein zweites Rettungspaket geschnürt wird, wonach Deutschland angeblich Zugeständnisse macht und für weitere Hilfen bereitsteht. Insbesondere der Euro konnte davon profitieren, der wieder über 1,44 zum Dollar anstieg. Dass die Investoren aber sehr unsicher sind, zeigt auch der unveränderte Anstieg des Goldkurses, der sich wieder in Richtung seiner alten Höchstmarke vom April diesen Jahres zu bewegen scheint. Nicht so gut läuft es für einige Unternehmen. Nachdem in der Branche der Banken die Commerzbank einen Ausverkauf nach dem anderen erleben musste, scheint nun in der Technologiebranche Nokia in Richtung „Ramschkurse“ zu verfallen. Die Probleme nehmen überhand und eine Gewinnwarnung jagt die nächste. Teuer wird es auch für die Versorgungsunternehmen. Nachdem die Bundesregierung trotz veränderter Rahmenbedingungen nun doch die Atomsteuer beibehalten will, schreiten die großen Unternehmen, angeführt von E.ON, jetzt den Rechtsweg ein. Für den Anleger bedeutet dies, dass neue Daten von den Unternehmen nur noch seltener kommen. Die Zahlen für das zweite Quartal werden nicht vor Mitte Juli bekannt werden, wodurch ein wichtiger Kaufaspekt fehlt. Die Indizes sehen nach einer breiten Seitwärtsbewegung aus. Der DAX hat nach wie vor eine große Unterstützung auf Basis der 7.000-Punkte-Marke. Die aktuelle Aufwärtsbewegung kann ihn durchaus wieder in Richtung 7.400 Punkte führen. Viel mehr ist allerdings in der aktuellen Situation nicht wahrscheinlich. Der Euro Stoxx 50 bleibt in seiner Seitwärtsbewegung zwischen 2.550 Punkten und 2.700 Punkten. Der Dow-Jones-Index liegt auf seiner 100-Tage-Durchschnittslinie, ist unterstützt von der 12.000-Punkte-Marke und dürfte kurzfristig auch nicht die 12.650-Punkte-Marke überschreiten.

Die Märkte scheinen etwas auf der Stelle zu treten. Alle positiven Ergebnisse bezüglich der Unternehmen und der deutschen Konjunktur scheinen in den Kursen enthalten zu sein und mangels neuer Nachrichten werden nun doch wieder die bereits bekannten schlechten Rahmendaten in den Fokus gerückt. Die Schuldenkrise in Europa, insbesondere in Griechenland, wird auch weiterhin die Kursschwankungen an den europäischen Aktienmärkten beeinflussen. Analog ist das Konjunkturumfeld in den USA zu sehen, da sich auch hier ständig die guten mit den schlechten Nachrichten abwechseln. Solange allerdings das Zinsniveau auf niedrigem Level bleibt, führt der große Liquiditätsstrom weiter in Richtung Aktien und verhindert somit größere Kursrückgänge. Für den Anleger bleibt nur die Möglichkeit, bei kurzen Rückschlägen selektive Käufe vorzunehmen, wobei die defensive Strategie bezüglich der Branchenausrichtung weiterhin beibehalten werden sollte. Dies gilt für die Branchen Gesundheitswesen/Medizintechnik und den Pharmabereich. Positiv profitieren könnten die Unternehmen von der veränderten politischen Landschaft bezüglich des Atomstroms, wie Österreichischer Verbund, Fortum oder Alstom.

  Details
 
 
25.05.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Trotz positivem Konjunkturumfeld bleiben die Aktienmärkte weiter volatil
Der Ifo-Geschäftsklimaindex konnte mit seinen Zahlen die Anleger überzeugen. Wieder einmal zeigten sich die befragten Unternehmen bezüglich der Aussichten ihrer Auftragslage in den nächsten sechs Monaten optimistisch. Das deutsche Wirtschaftswachstum verfügt inzwischen über eine stabile Basis und scheint vor Kraft nur so zu strotzen. Die Aktienmärkte wurden zusätzlich unterstützt von den guten Signalen am US-Immobilienmarkt, so dass die Unsicherheit, insbesondere in Europa und hier explizit Griechenland, etwas in den Hintergrund getreten ist. Auffällig ist aber, dass die nun wieder eingetretenen Käufe eher einem Rotationsprozess unterliegen und nicht alle Unternehmen profitieren können. Die Indizes zeigen kein einheitliches Bild. Nachdem der DAX seine Unterstützungslinie von 7.200 Punkten durchbrochen hat, konnte er allerdings die zweite Unterstützungslinie, die bei 7.000 Punkten liegt, noch halten. Die Gegenbewegung dürfte sich aber auch nur in einem begrenzten Rahmen bewegen. Beim Euro Stoxx 50 hat die Unterstützungslinie von 2.550 Punkten bisher gehalten, hier ist der Spielraum ebenfalls begrenzt bis 2.680 Punkte. Der Dow-Jones-Index und der S&P 500 verhalten sich zurzeit konträr. Während der Dow-Jones-Index in seinem Seitwärtskanal zwischen 12.450 Punkten und 12.280 Punkten pendelt, hat der S&P 500 seine Aufwärtslinie nach unten verlassen.

Trotz des Wiederansteigens der Aktienkurse zeigt die hohe Schwankungsbreite, insbesondere vom DAX, die gestiegene Unsicherheit der Investoren. Die Aktienmärkte sind seit der Katastrophe von Fukushima Mitte März in einem ständigen Taumel. Auf der einen Seite stehen die nach wie vor hervorragenden Daten der Konjunktur und damit der Wirtschaftskraft – mit dem Manko, dass hier Deutschland alleine an der Spitze steht. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr neue Daten betreffend die Verschuldungsquote einzelner europäischer Staaten wie auch der USA. Sorgen bereiten muss sicherlich, dass nun auch Italien eine Herabstufung durch die Ratingagentur Moody’s hinnehmen musste und als Nächstes Belgien auf dem Prüfstand steht. Der Verschuldungsstand einzelner Länder ist nicht immer klar erkennbar und insofern neigen die Märkte auch zu einer Panik, die die Gefahr von Dominoeffekten mit sich bringt. Das Ausfallrisiko bei Staatsanleihen wird den Anleger auch in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen. Sicher ist, dass eine reine Laufzeitverlängerung nicht ausreichen wird. Insofern spricht einiges dafür, dass die Aktienmärkte als Sachwerte weiterhin die bessere Alternative sind, auch wenn sie mit starken Schwankungen unverändert aufwarten werden. Bei den Rückschlägen wird entscheidend sein, bezogen auf den DAX, ob die 7.000-Punkte-Marke, die nun wieder in Angriff genommen wird, hält. Ansonsten droht ein Rückschlag bis 6.800 Punkte. Ob es allerdings zu so starken Rückgängen kommt, bleibt fraglich. Insofern sind vorsichtige Käufe bei aktuellem Niveau sinnvoll. Wir bleiben weiterhin bei unserer defensiven Strategie und bevorzugen die Branchen Gesundheitswesen, Medizintechnik und den Pharmabereich und hier die Werte Rhön-Klinikum und Bayer. Auf der Basis der Nachhaltigkeit sind in der Versorgerbranche Unternehmen zu bevorzugen, die ihren Schwerpunkt bei den Wasserkraftwerken haben, wie zum Beispiel das österreichische Unternehmen Fortum oder das brasilianische Unternehmen CEMIG.

  Details
 
 
18.05.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Konjunktursorgen und Schuldenkrise belasten die Aktienmärkte
Die Investoren haben die europäischen Schuldnerländer wieder in ihren Fokus gerückt und siehe da - inzwischen ist sogar eine Umschuldung Griechenlands bei den europäischen Finanzministern kein Tabu mehr. Einige sprechen inzwischen von einer sanften Restrukturierung. Dies würde als ersten Schritt bedeuten, dass die Laufzeiten der Anleihen verlängert werden, was Griechenland definitiv weiterhilft, aber der europäischen Union in keinster Weise. Insofern ist auch noch alles offen - von einem zweiten Nachschuss bis zu einer wirklichen Umschuldung. Die weiteren Belastungsfaktoren sind die Konjunkturdaten. Zum einen hat der deutsche ZEW-Index zwar die augenblickliche Situation als sehr gut bezeichnet, die kommenden Monate könnten allerdings einen Rückgang mit sich bringen. Auch die US-Konjunkturdaten zeigen, dass die Dynamik in der Industrie ihren Höhepunkt überschritten hat, so dass sich die Anleger zu Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten veranlasst sahen. Nachdem der Euro die gesamte europäische Misere ausbaden musste und bis 1,40 zum US-Dollar zurückfiel, konnte nun wieder eine leichte Erholung eintreten, die auch ein Wiedereinstieg bei den Aktien mit sich bringen wird. Dies ist auch entscheidend, da der DAX eine charttechnische Form gebildet hat, die aufmerksam in den nächsten Tagen beobachtet werden muss. Hier kam es zu einer M-Formation. Dies bedeutet, dass bisher die jeweilige Unterstützungslinie von 7.200 Punkten gehalten hat. Sollte allerdings hier ein Durchbrechen möglich sein, wäre der Aufwärtstrend durchbrochen und es gäbe eine Rückschlaggefahr im Bereich zwischen 7.000 und 6.800 Punkten. Andernfalls ist wieder eine schnelle Erholung in Richtung 7.450 Punkte möglich. Der EuroStoxx50 liegt auch knapp unter seiner Unterstützungslinie von 2.600 Punkten, Rückschlaggefahr wäre bis 2.450 Punkte gegeben. Der Dow-Jones-Index bleibt in seiner Seitwärtstendenz zwischen 12.000 und 12.500 Punkten.

Einige Anleger scheinen den Worten der Politik Glauben zu schenken, dass es mit einer sanften Umschuldung bezüglich Griechenland getan ist, ansonsten wäre der Renditerückgang bei den Anleihen quer durch alle europäischen Staaten nicht zu erklären. Das entkrampft die EZB, die nächsten Zinsschritte zwanghaft vorzunehmen, denn außer Deutschland und Frankreich gibt es keine Boomländer und es zeigt sich, dass die Inflationsraten nicht weiter ansteigen. Es ist zwar unverändert mit weiteren Zinsanstiegen von Seiten der EZB zu rechnen, allerdings haben sie nun mehr Zeit, diese Schritte vorzunehmen. Dieses Umfeld wird ausreichen, damit die Aktienmärkte eine Gegenbewegung vornehmen und wieder erste Käufe stattfinden. Allerdings ist von keiner Nachhaltigkeit dieser Aufwärtsbewegung auszugehen. Im besten Fall könnte dies bedeuten, dass der DAX zwischen 7.200 und 7.400 Punkten hin und her pendelt. Dadurch bieten sich zwar Tradingchancen, mittelfristig sind aber weiterhin die defensiven Branchen angesagt, wie Gesundheitswesen, Medizintechnik und der Pharmabereich. In der Versorgerbranche sollten Unternehmen bevorzugt werden, die ihren Schwerpunkt bei den Wasserkraftwerken haben, wie zum Beispiel die Fortum oder das brasilianische Unternehmen CEMIG.

  Details
 
 
11.05.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Staatsverschuldungen beunruhigen die Märkte
Wie am Devisenmarkt erkennbar ist, musste der Euro gegenüber dem US-Dollar starke Verluste hinnehmen. Zwar ist augenblicklich mit 1,4410 eine Beruhigung eingetreten, aber die Gerüchteküche um Griechenland lässt weiter keine Entspannung zu. Es tut einer Währung nicht gut, wenn innerhalb der EU ein Land mit Extremaussagen konfrontiert wird, wie es momentan bei Griechenland der Fall ist. Denn Spekulationen über einen möglichen Austritt aus dem Euro oder ob weitere 60 Milliarden an Unterstützung nötig sein werden, sorgen für große Unsicherheit. Zudem scheint es auch keine Einigkeit innerhalb der Länder über die weitere Vorgehensweise zu geben. Dies spürt auch der Aktienmarkt, der in den letzten Tagen mit starken Schwankungen, je nach Gerücht, aufwartete. Augenblicklich ist wieder etwas Entspannung angesagt. Eine zusätzliche Unterstützung ist hierbei die Zuversicht der Anleger an den Rohstoffmärkten, die sich in steigenden Kursen widerspiegelt. Die Anleger lassen somit die Staatsverschuldungen in den Hintergrund rücken und konzentrieren sich wieder auf die guten Quartalszahlen der Unternehmen. Nachdem Asien, wie auch die USA, mit Kursgewinnen aufwarten konnten, zeigt auch der DAX erneut Stärke. Die Flut von Unternehmensdaten in den nächsten Tagen dürfte dem Markt eine weitere Stütze sein. Da der DAX inzwischen sehr gut bei 7.200 Punkten abgesichert ist und auch die 7.450-Punkte-Marke sich immer mehr verfestigt, steht einer technischen Aufwärtsbewegung bis 7.800 Punkte augenblicklich nichts im Wege. Der Euro Stoxx 50 ist durch seine Bankenlastigkeit etwas langsamer. Auch hier sollte die starke Unterstützungslinie bei 2.450 Punkten halten, aber erst bei 2.750 Punkten sind neue Höchstkurse möglich. Ein aufwärtsgerichtetes Dreieck bildet der Dow-Jones-Index. Erst ein Durchbrechen der 12.900-Punkte-Marke könnte neue Höchstkurse generieren.

Dass viele Investoren auf eine Korrektur größeren Ausmaßes hoffen, ist deutlich zu erkennen, da nach wie vor sehr viel Liquidität zurückgehalten wird. Allerdings waren die bisherigen Rückgänge meistens schon zwischen 7 % und 10 % beendet und bereits bei diesen Kursniveaus griffen die Anleger schon wieder zu. Technisch betrachtet, ist daraus sicherlich eine Stärke der Aufwärtsbewegung zu erkennen. Das Kaufinteresse erlahmt nicht, es wird nur begleitet von einer immer stärkeren Rotation der Branchen, insbesondere innerhalb der Rohstoffe. Während das Gold als Stabilitätsfaktor anerkannt scheint und der Ölpreis mit kleineren Korrekturen auskommt, sind Silber und Kupfer von extremen Spekulationsblasen getrieben. Da auch in den nächsten Wochen wieder von positiven Unternehmensdaten auszugehen ist, dürften die Rohstoffmärkte auch wieder Kurssteigerungen verzeichnen können. Bei den Aktien bleiben die deutschen Werte die Überflieger in Europa. Die Unternehmen führen nacheinander Kapitalerhöhungen durch, um Schuldentilgungen und Bilanzverbesserungen zu erreichen. Die Märkte profitieren unverändert von dem Misstrauen vieler Anleger gegenüber Anleihen und Geldmarktanlagen. Der bestehende Anlagenotstand macht gerade die Dividendenrenditen vieler Aktien attraktiv. Der DAX dürfte somit durchaus noch Luft nach oben haben, Rückschläge sind, wie bereits erwähnt, nur im einstelligen prozentualen Bereich anzunehmen. Idealkäufe sind bei einem DAX-Stand zwischen 7.000 und 7.200 Punkten angesiedelt, aber auch bei einem erhöhten Niveau gibt es unverändert einige vernachlässigte Werte, die noch ein interessantes Kurspotential aufweisen. Positiv sehen wir die E.ON, SAP, Klöckner und Barrick Gold.

  Details
 
 
04.05.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Sell in May and go away?
Nachdem die europäischen Börsen acht Tage in Folge Kursgewinne aufweisen konnten, kam es nun zu Gewinnmitnahmen. Am meisten mussten die Autowerte und die Automobilzulieferer darunter leiden. Hier waren die Anstiege in den letzten Tagen wohl etwas zu optimistisch. Nicht übersehen werden darf, dass seit Mitte März der DAX gut 1.000 Punkte zugelegt hat und nun eine Verschnaufpause sinnvoll ist. Ob dies gleichbedeutend mit dem Börsenspruch „Sell in May and go away“ umzusetzen ist, bleibt abzuwarten. Aber auch die Wall Street drückte erst einmal auf die Bremse, hier ist es noch deutlicher zu erkennen, dass die Märkte überkauft sind, so dass ein Innehalten sinnvoll wäre. Allerdings ist damit zu rechnen, dass dies nur kurze Zeit anhalten wird, obwohl die US-Konjunkturdaten nach wie vor kein wirklich erfreuliches Bild zeigen. Dies gilt auch für Großbritannien. Hier fiel der Einkaufsmanagerindex stärker zurück, als es erwartet wurde, und setzte damit das Pfund massiv unter Druck. Auch beim US-Dollar dürfte dies gegenüber dem Euro weiter so bleiben, da hier die Zinsdifferenz für die europäische Währung spricht. Damit dürften die Aktien trotz kleiner Rücksetzer neben den Rohstoffen für die Anleger vorerst weiter die erste Wahl bleiben. Der DAX ist zwar von seinem Höchststand von knapp 7.600 Punkten wieder zurückgefallen, die 7.400-Punkte-Marke konnte aber bisher gut gehalten werden, so dass der Aufwärtstrend weiter in Takt bleibt. Der Euro Stoxx 50 konnte nur kurz die Widerstandsmarke von 2.650 Punkten überschreiten, fiel danach aber wieder etwas unter diese Linie. Dennoch ist auch hier der Aufwärtstrend noch nicht gebrochen, so dass ein weiteres Ansteigen bis 2.750 Punkte möglich wäre. Der Dow-Jones-Index bleibt unbekümmert in seinem Aufwärtstrend, hier liegt die nächste Widerstandslinie erst bei 13.000 Punkten.

Die meisten Anleger werden auf den kommenden Donnerstag schauen, an dem die EZB in Helsinki tagt. Nachdem es im April zu einer ersten Leitzinserhöhung gekommen ist und die Inflationsraten nach wie vor ansteigen (inzwischen liegt die Jahresrate bei 2,8 Prozent), ist davon auszugehen, dass es zu weiteren Zinserhöhungen kommen wird. Wichtig wird sein, ob EZB-Chef Trichet die wichtigen Signalwörter wie „wir beobachten sehr genau“, oder „wachsam“ benutzt. Im ersten Fall wäre dann davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten keine Zinserhöhung ansteht und im zweiten Fall bestünde eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der nächste Zinsschritt bereits im Juni angekündigt wird. Diese Zinserhöhungen sind mit den Staatsschulden der Peripherieländer nur schwer in Einklang zu bringen. Nach wie vor erteilt Griechenland einer Umschuldung mit einem Schuldenschnitt eine Absage und behauptet auch optimistisch, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr aus ihrer dreijährigen Rezession herauskommen würde. Die Risikoaufschläge für die griechischen Staatsanleihen sind aber nach wie vor so hoch, dass der Markt unverändert mit einer Umschuldung rechnet. Für zweijährige Anleihen muss Griechenland inzwischen 25 Prozent Zinsen zahlen. Bei Portugal sieht es nicht viel besser aus. Die Details des Hilfsprogramms werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Es ist davon auszugehen, dass es mehr als 100 Mrd. Euro werden, darunter alleine 10 Mrd. an Unterstützung für die Banken dieses Landes. Den berühmten Goldschatz will Portugal scheinbar nicht angreifen. Die Zentralbank hat in ihren Tresoren immerhin 380 Tonnen Gold, das entspricht aktuell einem Gegenwert von circa 20 Mrd. Dollar. Da auch der größte Inflationsverursacher auf der Welt, die USA und damit die amerikanische Notenbank, sein 600 Mrd. Euro großes Förderprogramm zwar im Juni auslaufen lassen will, aber eine Leitzinserhöhung in weite Ferne rückt, bleiben die Aktien und Rohstoffe, wie bereits erwähnt, alternativlos als Sachwerte vorhanden. Selbstverständlich macht es wenig Sinn, zu Höchstkursen zu kaufen, so dass ein DAX-Stand, der durch Gewinnmitnahmen wieder in Richtung 7.000 bis 7.200 Punkte kommen kann, in jedem Fall für Neukäufe genutzt werden kann. Aber selbst bei einem erhöhtem Niveau gibt es unverändert einige vernachlässigte Werte, die noch ein interessantes Kurspotential aufweisen können. Positiv sehen wir unter diesem Gesichtspunkt die E.ON, SAP, Klöckner und Barrick Gold.

  Details
 
 
27.04.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Aktienmärkte nahmen über die Osterfeiertage Schwung auf
Die Aktienmärkte haben die Osterfeiertage dazu genutzt, neuen Schwung aufzunehmen. Begleitet durch die sehr guten Unternehmensdaten, bewegen sich die Märkte in Richtung neuer Höchstkurse. Das US-Konsumklima unterstützt diesen Aufschwung zusätzlich, denn es hat sich im April wesentlich freundlicher gezeigt als im Vorfeld angenommen. Aber auch die Rohstoffmärkte bewegen sich ungebremst in Richtung neuer Höhen. Insbesondere der Silberpreis konnte nun seinen alten Rekord aus dem Jahre 1980 durchbrechen. Die Flucht in Sachwerte ist auch gesteuert durch die große Nachfrage von Privatanlegern, die sich vor der Staatsverschuldungskrise mit dem Edelmetall absichern wollen. Die steigende Inflation wird zudem ein Thema der nächsten US-Fed-Sitzung sein. Hier ist davon auszugehen, dass die Notenbank von ihrer großen Lockerung der Geldpolitik abrücken und auch aufzeigen wird, wann sie die Nullzinspolitik beendet, immer unter ihrem vorrangigen Ziel, Vollbeschäftigung zu erreichen und die Geldwertstabilität zu wahren. Ob dies gelingt, daran ist sicherlich ein großes Fragezeichen zu setzen und insofern dürften die Käufe in den klassischen Edelmetallen weiter anhalten. Aber auch für die Aktienmärkte sieht es nach wie vor nicht nach einem Rückschlag aus. Der DAX konnte nach mehreren Anläufen die 7.200-Punkte-Marke nach oben durchstoßen und steht nun wieder vor seiner alten Höchstmarke vom Februar diesen Jahres. Sollten die 7.400 Punkte ebenfalls geknackt werden, ist der Index frei bis 7.800 Punkte. Der Euro Stoxx 50 ist noch nicht so weit, hier müssten die 2.650 Punkte erreicht werden, damit der alte Höchstkurs von 2.750 Punkten wieder erzielt werden kann. Trotz des freundlichen Umfeldes konnte der Dow-Jones-Index bisher seine Höchstmarke von 12.850 Punkten nicht erreichen und bleibt damit in einer breiten Seitwärtstendenz.

Im kurzfristigen Fokus der Anleger wird das Novum einer Pressekonferenz liegen, die der Fed-Chef Bernanke am Mittwochabend abhalten wird. Sollte hierbei in einem verklausulierten Nebensatz die Andeutung fallen, dass es zu einer Veränderung der Zinspolitik kommt, dürfte dies auch Auswirkungen auf den Devisenmarkt haben und die Rallye des Euros zum US-Dollar bremsen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass dies nicht allzu lange anhalten wird, da das Datenmaterial aus den USA, bezogen auf die BIP-Ergebnisse, eher schwach bleiben dürfte. Die Aktienmärkte klammern diese Makrodaten aus und konzentrieren sich ausschließlich auf die überwiegend guten Unternehmensergebnisse. Wobei auch hier deutlich zu erkennen ist, dass insbesondere die deutschen Blue Chips diejenigen sind, die mit den besten Ergebnissen aufwarten konnten. Insofern ist es nicht überraschend, dass insbesondere der DAX wieder versucht, neue Höchstkurse zu erreichen. Da größere Rückschläge kurzfristig nicht zu erwarten sind, bleibt für den Anleger nur die Möglichkeit, kleinere Rückschläge bereits für Käufe zu nutzen, allerdings sollte dies nach wie vor sehr selektiv geschehen. Positiv bleiben wir für die Werte Klöckner, SES und Fortum.

  Details
 
 
20.04.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Die Aktienmärkte erleiden wieder einmal einen Rückschlag
Die Aktienmärkte mussten wieder einmal einen Rückschlag erleiden. Obwohl die Begründungen dafür schon genügend diskutiert bzw. auch bekannt waren, rückten Sie jetzt wieder in den Mittelpunkt. Griechenland steht vor einer notwendigen Umschuldung und die USA laufen Gefahr, ihre Höchstnote im Rating zu verlieren. Selbstverständlich dementierte die amerikanische Regierung sofort, dass US-Staatsanleihen die Bestnote nicht mehr halten könnten. Ausgerechnet Japan, ein ebenfalls höchstverschuldetes Land, gibt den USA Rückendeckung, indem es amerikanische Staatsanleihen als attraktiv bezeichnet. Immerhin haben die Japaner circa 1,2 Billionen Dollar als Devisenreserven liegen. Tatsächlich haben die Aktien an der Wall Street nur kurzfristig auf dieses Ereignis reagiert und sich danach wieder den Unternehmensergebnissen gewidmet. Hier zeigt sich die Technologiebranche mit IBM, Yahoo und Intel von ihrer besten Seite. Alle drei konnten die Gewinn- und Umsatzerwartungen bei weitem übertreffen. Diese positiven Daten konnten sogar die japanischen Elektronikwerte beeinflussen und somit den Nikkei-Index nach oben treiben. In Europa leiden die Banken nach wie vor unter dem Stresstest und unter der Gefahr, dass weitere Institute staatliche Hilfen beantragen müssen. In Deutschland zeigen sich die Unternehmen aber weiterhin von ihrer besten Seite. Die bisher veröffentlichten Zahlen untermauern dies und auch die nun anstehenden Hauptversammlungen werden keine wirklichen Überraschungen mit sich bringen. Hinzu kommt die Untermauerung der guten Vorgaben aus den USA bezüglich der Unternehmensdaten, so dass sich die Indizes wieder erholen dürften. Der DAX ist, nachdem er wieder einmal die 7.200-Punkte-Marke nicht überschreiten konnte, auf der Unterstützungslinie von 7.000 Punkten gelandet. Diese sollte auch nicht unterschritten werden, da ansonsten ein Rückfall bis 6.800 Punkte möglich wäre. Der Euro Stoxx 50 konnte seine Unterstützungslinie von 2.600 Punkten nicht ganz halten, die nächste Unterstützungslinie lag allerdings bereits bei 2.550 Punkten. Diese ist nicht nach unten durchbrochen worden, so dass eine Erholung in Richtung 2.650 Punkte wieder wahrscheinlich ist. Der Dow-Jones-Index bleibt in seiner breiten Seitwärtstendenz zwischen 12.000 und 12.580 Punkten.

Kurzfristig werden die positiven Quartalszahlen für die Investoren weiter eine bedeutende Rolle spielen. Die negativen Wirtschaftszahlen einzelner Länder rücken sofort wieder in den Hintergrund. Die hohe Liquidität sehr vieler Anleger und die fehlenden Alternativen zur Aktie zeigen, dass jeder Rückschlag benutzt wird, um wieder neue Käufe vorzunehmen und die Indizes nach oben zu setzen. Sollten keine neuen geopolitischen Ereignisse eintreten, dürften die nächsten Tage auch weiter entspannt bleiben. Kurz- bis mittelfristig sehen wir den DAX in der Spanne zwischen 7.000 und 7.400 Punkten...

  Details
 
 
13.04.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart: Internationale Aktienmärkte von mehreren Faktoren beeinflusst
Mehrere Faktoren haben die Aktienmärkte von ihrer Überkauftsituation in eine Phase zurückgeholt, in der das Umfeld wieder wahrgenommen wird. Zum einen haben die Störfälle in Fukushima nun doch derart zugenommen, dass dieses Atomdesaster bei den Investoren wieder stärker ins Blickfeld rückt. Zum anderen haben sich laut ZEW-Konjunkturindex auch die Erwartungen im Vergleich zum Vormonat leicht eingetrübt, wobei dies nicht bedeutet, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland für 2011 in irgend einer Weise in Frage gestellt wird. Zum Dritten sind die ersten veröffentlichten Quartalsergebnisse, in diesem Falle von Alcoa, in ihren Prognosen ernüchternd ausgefallen, das heißt sie haben die Erwartungen der Analysten nicht übertreffen können. Auf Basis dieser Faktoren wurden auch die Rohstoffwerte stark unter Druck gesetzt und mussten größere Verluste hinnehmen. Der Rückgang traf in erster Linie den Ölpreis, aber selbst das Gold bekam die Korrektur zu spüren. Der DAX konnte zwar die Widerstandslinie von 7.200 Punkten nicht überschreiten und fiel zurück, allerdings ist die Unterstützungslinie von 7.000 Punkten noch weit entfernt. Der Euro Stoxx 50 liegt nach seinem Rückschlag genau auf seiner Unterstützungslinie von 2.600 Punkten, ein Unterschreiten könnte ihn bis 2.450 Punkte führen. Der Dow Jones Index bleibt in seiner breiten Spanne zwischen 12.600 Punkten und 12.150 Punkten.

Sollten keine neuen weltpolitischen Ereignisse die Aktienmärkte beeinflussen, wird der Anleger seinen Fokus auf die kommenden Veröffentlichungen der Unternehmensergebnisse richten. Wobei die Kurse nur dann profitieren können, sollten die Quartalszahlen über den Erwartungen der Marktteilnehmer liegen. Insofern wäre es durchaus wahrscheinlich, dass es zu einer Unterbrechung kommt, nachdem die Indizes nun schon im dritten Versuch gescheitert sind, nach oben hin auszubrechen. Dadurch ist in den nächsten Wochen eher mit einer Seitwärtstendenz zu rechnen . Allerdings bleibt der Aktienmarkt gegenüber den Rentenanlagen alternativlos. Nach wie vor herrscht ein hoher Liquiditätsbestand, der bei vielen Anlegern in der Warteschleife liegt, um noch in einzelnen Werten zu investieren. Solange die Unternehmensdaten einigermaßen positive Ergebnisse vorweisen können, sind trotz der kritischen Makrodaten keine größeren Rückschläge an den Aktienmärkten zu erwarten. Wir bleiben in unserer 6-Monatsprognose im DAX bei einer Bandbreite zwischen 6.700 und 7.400 Punkten. Auch die Branchen belassen wir vorläufig unverändert, das heißt ein Untergewichten für die Automobile, Banken, Konsum, Technologie und Versicherungen sowie ein Übergewichten für Pharma, Gesundheitswesen und Telekommunikation. Positiv sehen wir die Einzelwerte Merck, Stratec und KPN.

  Details
 
 
31.03.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich in den letzten Tagen unentschlossen. Vor allem in Deutschland ist dies auch auf das leicht sinkende Konsumklima zurückzuführen. Zwar verharrt die Inflationsrate bei 2,2 Prozent, doch durch die stark ansteigenden Energiepreise, die Unsicherheit über die zukünftige Atompolitik, insbesondere unter dem Eindruck der Katastrophe in Japan, lässt bei vielen Verbrauchern ihre Anschaffungsneigung einschlafen. Wirklich unter Druck geraten würde der Konsum allerdings erst, wenn das Wirtschaftswachstum definitiv nachlassen würde. Dies ist im Augenblick jedoch nicht zu erkennen. Sofern die Anleger risikoscheu bleiben, ist trotz starker Tagesschwankungen eher von einer Seitwärtsbewegung auszugehen. Unterstützt wird dies auch durch die fortbestehende Unsicherheit der Länder Portugal und Griechenland, die nun abermals durch die Ratingagenturen abgestuft wurden. Der DAX liegt zurzeit knapp oberhalb seiner wichtigen psychologischen 7.000-Punkte-Marke, wobei die Unterstützungslinie von 6.500 Punkten weiter Bestand hat. Der Euro Stoxx 50 konnte zwar eine Erholung aufzeigen, müsste aber über 2.650 Punkte kommen, um wieder in seinen Aufwärtstrend zu geraten. Die Unterstützungslinie liegt bei 2.450 Punkten. Der Dow-Jones-Index konnte allerdings wieder unbekümmert in Richtung seiner alten Höchstkurse gelangen. Die erste Unterstützungslinie liegt bei 12.000, ein Überschreiten der Linie von 12.320 Punkten würde den Weg nach oben freigeben.

Die Investoren in Asien haben die Atomkatastrophe in Japan in den Hintergrund gedrängt und sich dem Motto „Business as usual“ zugewandt. Starke Kursgewinne konnte insbesondere die Branche der Technikwerte verzeichnen. Es hat den Anschein, dass viele Anleger darauf bauen, dass die asiatischen Länder außerhalb Japans von der Produktionsschwäche des Inselreiches profitieren wollen. Davon partizipieren konnte im ersten Ansatz auch der DAX, der nun erstmals seit dem Beben wieder über 7.000 Punkte gelangte. Ob sich der Index wirklich oberhalb dieser Marke halten kann, ist mehr als fraglich. Zwar steht auf der einen Seite nach wie vor eine hohe Liquiditätsnachfrage an, auf der anderen Seite bleiben die bekannten Themen aber weiter aktuell. Durch den neuen Bankenstresstest werden zukünftig auch wieder diese Institute in den Vordergrund rücken, die nicht genügend Mittel für frisches Kapital aufbringen können. Erste Sorgenfalten haben sich bereits bei den italienischen Banken gebildet. Auch die weiter ansteigenden Zinsen – die zehnjährigen Bundesanleihen liegen nun schon bei knapp 3,50 Prozent – werden den Aktienmarkt mittelfristig negativ beeinflussen...

  Details
 
 
24.03.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Aktienmärkte haben nach den schrecklichen Ereignissen in Japan und der ersten Schockreaktion zwar wieder etwas Mut geschöpft, doch insgesamt ist keiner der Akteure wieder zur Tagesordnung zurückgekehrt. Insofern kommt es auch je nach Nachrichtenlage immer wieder zu starken Kursschwankungen. Die Naturkatastrophe in Japan wird inzwischen mit einem Kostenfaktor von 300 Mrd. Dollar angesetzt. Deshalb mussten die Anfangsgewinne, die die Tokioter Börse aufweisen konnte, nach den starken Verlusten wieder aufgegeben werden, da nach wie vor nicht bekannt ist, welche Konzerne die Produktion in ihren Fabriken überhaupt wieder aufnehmen beziehungsweise weiter nur verlangsamt fortführen können. So sind es in erster Linie ausländische Investoren, die sich bei japanischen Werten auf Schnäppchenjagd begeben, doch dies sollte nicht als Maßstab genommen werden. Die Aktienindizes haben eine wichtige Unterstützungslinie halten können. Beim DAX war dies die 6.500-Punkte-Marke. Nun wird sich zeigen, ob die 6.800- bis 6.850-Punkte-Marke wieder überschritten werden kann. Kurzfristig wären auch 7.000 Punkte möglich, mehr dürfte in diesen Tagen nicht passieren. Der Euro Stoxx 50 hat ebenfalls zu einer Erholung angesetzt, hier könnte diese anhalten bis 2.650 Punkte. Auch der Dow-Jones-Index liegt wieder knapp über 12.000 Punkten. Dieser Stand müsste allerdings gehalten werden, um neue Höchstkurse zu erreichen.

Etwas in den Hintergrund zu den Aktienmärkten gerückt steht zurzeit der Rentenmarkt. Dabei ist dieser durch die veränderte Zinssituation in eine Schwächephase geraten. Nach wie vor scheint die EZB der Meinung zu sein, dass trotz der Krise in Nordafrika und der Katastrophe in Japan die Weltkonjunktur keinen Einbruch erleiden wird und insofern weiterhin Inflationsgefahr besteht. EZB-Chef Trichet äußerte sich dahingehend, dass er sein Zinserhöhungsprogramm beginnen möchte, wodurch in der nächsten Sitzung im April durchaus eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte möglich erscheint. Die Äußerungen führten auch dazu, dass der Euro inzwischen wieder den höchsten Stand seit Herbst letzten Jahres erreichte. Dies wird sicherlich nicht anhalten, da in den letzten Wochen die Thematik der europäischen Peripherieländer in den Hintergrund getreten ist und die Aufstockung beziehungsweise die Veränderung des Rettungsschirms noch nicht wieder in das Bewusstsein der Anleger gedrungen ist. Da der neue Euro-Krisenfonds auf 700 Milliarden aufgestockt wird, wird dies am Rentenmarkt seine Spuren hinterlassen. Aufgrund dieser Maßnahmen könnten die Aktienmärkte wieder die Gewinner sein, solange die Unternehmensgewinne sich nicht verschlechtern sollten. Die Märkte haben bewiesen, dass sie trotz starker negativer weltpolitischer Einflüsse ihren gesamten Aufwärtstrend nicht unterbrochen haben. Deshalb gilt die Vorgehensweise sicherlich weiterhin als richtig, dass bei Rückschlägen Käufe vorgenommen werden können und ansonsten eine abwartende Haltung eingenommen werden kann...

  Details
 
 
09.03.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Nachdem es zu einer leichten Entspannung am Ölmarkt kam, zeigten sich die Investoren wieder auf der Käuferseite an den Aktienmärkten, insbesondere die US-Werte konnten davon profitieren. Positive Unternehmensdaten trugen zur Entspannung bei, auch weil es gute Ergebnisse in den Branchen gab, die bisher vom wirtschaftlichen Umfeld nicht profitieren konnten, wie bei der Bank of America und dem Flugzeugbauer Boeing. Beide konnten Zahlen präsentieren, die über den Erwartungen lagen. In Deutschland verlief der Handel eher seitwärts mit Ausnahme der Deutschen Telekom, die stark davon profitieren konnte, dass es Spekulationen gibt, die amerikanische Telekomtochter T-Mobile mit dem Konkurrenten Sprint zusammenzuführen. Negativ wirkt auf die europäischen Aktienmärkte die EZB-Ankündigung, die Zinsen wesentlich schneller zu erhöhen, als bisher erwartet wurde. Hinzu kommen die weiter anhaltenden Kämpfe in Libyen. Die Aktienindizes zeigen nun, dass die klare Überkauftsituation sich abgeschwächt hat und die Märkte eher seitwärts ausgerichtet sind. Der DAX pendelt noch oberhalb der Unterstützungslinie von 7.000 Punkten und hat nun einen breiten Seitwärtskanal erreicht, der bis max. 7.450 Punkte geht. Der EuroStoxx50 ist ebenfalls an seiner Unterstützungslinie zwischen 2.600 und 2.650 Punkten, auch hier sieht es nach einer Seitwärtsbewegung aus, die bis max. 2.750 Punkte gehen könnte. Im Gleichklang liegt auch der Dow-Jones-Index zwischen 12.000 und 12.480 Punkten.

Nachdem die Aktienkurse seit März 2009 extrem gestiegen sind, bei den DAX-Werten sogar überproportional, eine VW fast 300 % und eine BASF 200 %, zeigen sich doch starke Ermüdungserscheinungen. Durch die Niederzinsphase und die expansive Geldpolitik konnten die Aktienmärkte ungehindert steigen. Nun stellt sich die Frage, ob die Notenbanken, die den Aufschwung mit eingeleitet haben, diesen auch wieder beenden, indem die EZB ihre Leitzinsen voraussichtlich schon in den nächsten Wochen um 25 Basispunkte erhöhen wird. Die US-Fed wird ihre Leitzinsen zwar noch unverändert belassen, aber auch hier dürfte es voraussichtlich gegen Ende des Jahres zu einer Straffung der Zinsen kommen. Positiv am deutschen Aktienmarkt ist, dass die Überkauftsituation zurzeit nicht mehr vorhanden ist und weiterhin die Unternehmens- u. Konjunkturdaten ein freundliches Bild zeichnen. Auf der anderen Seite werden die Aktienmärkte in den nächsten Wochen weiter vom Ölpreis geprägt sein und somit eher eine Seitwärtsrichtung fortführen...

  Details
 
 
23.02.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten wird zunehmend nervöser. Die anhaltenden Unruhen im Nahen Osten und insbesondere die Proteste in Libyen haben bei den Investoren ihre Wirkung gezeigt. Der Rohölpreis steigt seit den Unruhen stetig und hat den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren erreicht. Libyen produziert täglich 1,6 Millionen Barrel Öl und besitzt somit die größten Ölreserven Afrikas. Als Folge der Unruhen fallen pro Tag voraussichtlich 100.000 Barrel der Produktion aus. Auf die ausländischen Ölkonzerne wirkt sich dies sehr negativ aus. Bei BASF ist es die Tochter Wintershall, ansonsten sind noch Unternehmen vertreten, wie BP, Exxon, Shell, ENI, OMV und Statoil. Diese Unternehmen müssen mit einem hohen Produktionsausfall rechnen. Zusätzlich sorgte die Nachricht für Unruhe, dass zwei iranische Kriegsschiffe in den Suez-Kanal eingefahren sind. Insbesondere in Israel sorgt diese Nachricht für höchste Alarmbereitschaft. Gegen dieses politische Umfeld konnten noch nicht einmal gute Wirtschaftsdaten überzeugen: In den USA stieg das Konsumklima so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr, und in Deutschland konnte der Ifo-Geschäftsklimaindex neue Rekordhöhen erreichen und damit weitere Wachstumsdynamik prognostizieren. Ein wieder starker Anstieg des Goldpreises über 1.400 Dollar pro Unze zeigt dazu, wie sehr die Anleger sich wieder in Sicherheitsanlagen bewegen wollen. Der DAX musste somit seine Aufwärtsbewegung unterbrechen und konnte die magische Grenze von 7.500 Punkten nicht erreichen. Eine erste Rückschlagsgefahr besteht bis 7.250 Punkte. Sollte diese Marke nicht halten, wäre wieder die 7.000-Punkte-Marke in greifbarer Nähe. Auch der Euro Stoxx 50 fiel wieder zurück, hier liegt die Unterstützungslinie bei 2.650 Punkten. Der Dow-Jones-Index hat trotz leichtem Rückgang seinen Aufwärtstrend noch nicht verlassen. Hier bleibt die Widerstandslinie bei 12.600 Punkten und die Unterstützungslinie bei 12.000 Punkten.

Obwohl der US-Aktienmarkt auf die Unruhen in Nordafrika sehr negativ reagiert, zeigt sich der deutsche Aktienmarkt noch relativ unbeeindruckt. Dies ist sicherlich auf das gute Konjunkturumfeld zurückzuführen. Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland ist inzwischen zum Selbstläufer geworden, so dass er sich noch wenig beeindruckt vom politischen Umfeld zeigt. Ob dies allerdings so bleibt, ist mit großen Fragezeichen zu versehen. Hinzu kommt, dass auch wieder die Debatte über einen Hilferuf aus Portugal ins Tagesgeschehen eingreift und somit wieder die Frage gestellt wird, ob Portugal auch unter den Rettungsschirm muss. Hier diskutieren die Euroländer wieder über eine bessere Ausstattung des Eurorettungsfonds und dadurch bleibt auch die Gefahr, dass die EU eine Transferunion wird, sehr hoch. Ob es wirklich zu Radikalkuren kommen muss, wie Ifo-Chef Hans-Werner Sinn verkündet, der es nach wie vor für nötig erachtet, dass allein Griechenland eine Abkehr vom Euro vornehmen muss oder stark fallende Löhne akzeptieren sollte, bleibt dahingestellt. Fakt ist sicherlich, dass diese Rahmeneckdaten für eine weitere Verunsicherung der Investoren sorgen...

  Details
 
 
16.02.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte bewegen sich weiter in ihrem positiven Trend, obwohl einige Indikatoren Anlass zum Nachdenken geben. Die letzten Konjunkturdaten aus den USA, die Einzelhandelsumsätze betreffend, sind enttäuschend, da der bisherige Trend in dieser Branche positiv gewesen ist. In Deutschland zeigt der ZEW-Konjunkturindex zwar noch einen Anstieg, der aber bei weitem nicht mehr so kräftig ist, wie er von Analysten erwartet wurde. Bei den Unternehmen gab es drei hervorzuhebende Ereignisse. Erstens erscheint die Fusion der deutschen Börse und der NYSE Euronext zur weltgrößten Börse in greifbare Nähe gerückt zu sein. Die Kostensynergien sollen bei 300 Millionen Euro liegen und die Gesamttransaktion könnte bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Formal soll die Gruppe unter dem Dach einer neu gegründeten Holding in den Niederlanden zusammengeführt werden und mit Zentralen in New York und Frankfurt am Main ihre Stützpunkte haben. Allerdings sind noch einige längere Auseinandersetzungen und patriotisches Gebaren, besonders auf der amerikanischen Seite, zu erwarten. Auch die Anleger dürften von dieser Fusion nicht so profitieren, wie das von den Börsen vorgesehen ist. Das zweite Unternehmen rückt wieder in Übernahmespekulationen, bei Beiersdorf hält sich das Gerücht hartnäckig am Markt, dass die Eigentümer der Familie Herz an Procter & Gamble verkaufen wollen. Sollte sich dies bewahrheiten, sind noch einige Kurssprünge zu erwarten. Beim dritten Unternehmen ergaben sich weniger positive Verlautbarungen. Nokia steckt in seiner größten Herausforderung der Unternehmensgeschichte und muss eine Übergangsphase bewältigen. Damit wird das Unternehmen die größten Zuwächse im Smartphone-Bereich verpassen. Der Kurs fiel zeitweilig auf ein Zwölfjahrestief mit 6,51 Euro. Mutige langfristorientierte Anleger können hier sicherlich erste Positionen aufbauen. Insgesamt scheinen die Märkte sich in einer Phase zu befinden, in der ihnen langsam die Puste ausgeht. Nachdem der DAX sein Dreijahreshoch von 7.424 Punkten erreicht hatte, sieht es insgesamt so aus, als ob es nur noch wenige Impulse für steigende Kurse gibt, insbesondere auch deshalb, weil die Umsätze recht gering bleiben. Dies könnte als Zeichen gewertet werden, dass es bald mit steigenden Kursen vorbei ist. Die Indizes zeigen allerdings nach wie vor ein positives Bild. Der DAX scheint die alten Höchstkurse von 2007 mit 7.500 Punkten wieder erreichen zu wollen und hätte bei einem Überschreiten dieser Marke auch durchaus Potential bis 8.000 Punkte. Auch der Nachzügler Euro Stoxx 50 versucht nun langsam die Marke von 2.800 Punkten zu erreichen und wäre somit wieder frei bis 3.000 Punkte. Die Unterstützungslinie liegt bei 2.400 Punkten. Der Dow-Jones-Index bleibt in seinem Aufwärtstrend mit kleinen Rückschlägen, aber unverändert in Richtung 12.500 Punkte.

Viele Investoren zeigen sich überrascht von der Unbekümmertheit, mit der die Aktienkurse voranschreiten. Es gibt inzwischen Ansätze, die eine Parallelität zu Japan sehen. Japanische Aktien hatten ihre Höchststände aus den 80er Jahren im Jahr 2000 fast wieder erreicht, bevor dieser Markt erneut in sich zusammenbrach. Bisher folgen der europäische und der amerikanische Markt diesem Muster, nur in einer anderen Zeitschiene. 2011 wird der Markt stark von den Notenbanken geprägt sein, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der unterschiedlichen Ansätze der US-Fed, die durch ihre lockere Geldpolitik bewusst Inflation in Kauf nimmt, und der europäischen EZB, die ein Ansteigen der Inflation in jedem Fall verhindern will. Aber auch andere Faktoren sollten zu einer gewissen Vorsicht mahnen. Die Sorglosigkeit, mit der Neuemissionen, ob Aktien- oder Firmenanleihen, wieder gezeichnet werden, und die danach auftretenden Kurssprünge deuten darauf hin, dass immer weniger Anleger mit einem Rückschlag rechnen, und gerade dies hat schon manchen auf dem falschen Fuß erwischt...

  Details
 
 
02.02.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Es herrscht Euphorie an den internationalen Aktienmärkten. Der anhaltende Aufschwung der Industrie in der Eurozone, die besseren Konjunkturdaten in den USA, verbunden mit guten Unternehmensdaten, und die Aussicht, dass die Unruhen in Ägypten ein friedliches Ende finden könnten, haben viele Investoren genutzt, um sich am Aktienmarkt einzudecken. Von dem Vertrauen in Europa konnte auch der Euro wieder profitieren, der gegenüber dem US-Dollar wieder den Stand vom Oktober letzten Jahres erreichte, mit über 1,38. Nur der Ölpreis mit über 100 US-Dollar das Barrel zeigt, dass noch ein gewisses Misstrauen am Markt vorhanden ist. Die deutschen Unternehmen glänzen weiterhin mit einer guten Auftragslage, nur die Deutsche Bank musste einen Wermutstropfen anzeigen und eine Gewinnwarnung herausgeben. Ansonsten sind Import- wie auch Exportwerte fundamental mit guten Kennzahlen ausgestattet. Der DAX befindet sich weiter in seinem aufwärtsgerichteten Dreieck und stößt an seine Widerstandslinie, die zwischen 7.250 Punkten und 7.300 Punkten liegt. Die Unterstützungslinien liegen bei 7.000 und 6.800 Punkten. Es ist zu erwarten, dass sich der Index in den nächsten Wochen in dieser Bandbreite bewegen wird. Dies bedeutet starke Schwankungen, erst ein Überschreiten der Widerstandslinie würde den Weg freigeben in Richtung 8.000 DAX-Punkte. Der Euro Stoxx 50 hat kurz die Widerstandslinie von 2.700 Punkten erreicht, ist dann wieder zurückgefallen auf 2.650 Punkte und bewegt sich in dieser engen Bandbreite seitwärts. Ein Überschreiten der Widerstandsmarke würde die 3.000-Punkte-Marke ermöglichen und somit die alten Höchstkurse vor der Krise im Jahre 2008 erreichen. Der Dow-Jones-Index bewegt sich in einem Aufwärtstrend. Nachdem er die 12.000-Punkte-Marke durchbrochen hat, liegt die nächste Widerstandslinie bei 12.500 Punkten.

Im Gegensatz zum Aktienmarkt sieht es bei den Rentenmärkten weniger rosig aus. Insbesondere die aufkeimende Inflation führt zu erhöhter Nervosität seitens der EZB. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass in den nächsten Sitzungen eine Leitzinserhöhung kommen wird, allerdings wird sie auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Spätestens zum Ende des Jahres ist damit zu rechnen, und dies, obwohl einige Peripherieländer damit in Gefahr geraten, ihre angekurbelte Wirtschaft wieder „abzuwürgen“. Die Basisinflation hält sich mit knapp zwei Prozent zwar noch im Rahmen, allerdings sind die Extremanstiege von Seiten der Energie- und Nahrungsmittel so stark, dass sich der Druck auf die EZB von Monat zu Monat erhöht. Insbesondere im Nahrungsmittelbereich sind die Preise nicht nur durch die verstärkten Naturkatastrophen, sondern auch durch stark angestiegene spekulative Käufe teilweise explosionsartig nach oben geschossen. Obwohl noch zu erwarten ist, dass diese Preise weiter ansteigen, ist eine klare Überkauftsituation entstanden, die geradezu nach kräftigen Rückschlägen ruft. Wenn diese eintreten, wird das auch den übrigen Aktienmarkt nicht unbeeindruckt lassen. In erster Linie trifft dies den amerikanischen Markt, der dann die übrigen Börsen mit sich ziehen wird. Kurzfristig haben diese Szenarien noch keine Bedeutung. Sollten nicht politische Ereignisse negativ auf die Aktienmärkte einwirken, wird der Run in die Aktien vorerst weitergehen. Da die europäischen Länder keine allzu großen Wachstumsraten aufweisen, wird auch der Favorit Deutschland weiter eine Outperformancerolle spielen...

  Details
 
 
21.01.2011ELLWANGER & GEIGER vermittelt über 1000m² im Münchner Osten
München, 21. Januar 2011 - Für den Pharmadienstleister PHARMALOG hat das Bankhaus Ellwanger & Geiger eine Mietfläche von über 1.000 m² in der Neumarkter Straße 18-22 in München vermittelt. Der neue Standort "Castello" ist verkehrsgünstig gelegen, verfügt über 22.600 m² und bietet seinen Mietern neben verschiedenen Serviceleistungen auch ein eigenes Konferenzzentrum.
Die PHARMALOG GmbH unterstützt die Pharmaindustrie und verwandte Industriezweige aus dem Gesundheitsbereich beim Realisieren von Studienprojekten aller Studienphasen als Clinical Research-Organisation (CRO).
Ellwanger & Geiger hat den gesamten Auswahlprozess für den neuen Unternehmensstandort begleitet sowie den Mietvertrag vermittelt...

  Details
 
 
20.01.2011Deutscher Immobilienaktien-Index schlägt den DAX
Deutscher Immobilienaktien-Index schlägt den DAX
- E&G-DIMAX stieg 2010 um 19,2% (DAX: 16%)
- E&G-DIMAX 2010 besser als europäische Immobilienaktien-Indizes
- Langfristvergleich: Europäischer REIT-Index top
Stuttgart, 20. Januar 2011 - Der deutsche Immobilienaktienindex DIMAX vom Bankhaus Ellwanger & Geiger verzeichnete im Jahr 2010 einen Wertzuwachs von 19,2 Prozent. Damit schlug der E&G-DIMAX auch den Deutschen Aktien Index (DAX), der im selben Zeitraum um rund 16 Prozent wuchs. "Der Wertzuwachs des E&G-DIMAX erklärt sich durch das verbesserte Kapitalmarktumfeld, das von vielen börsennotierte Immobilienunternehmen für erfolgreiche Kapitalmaßnahmen genutzt wurde", sagt Michael Beck, Leiter Portfoliomanagement bei Ellwanger & Geiger.

E&G-DIMAX 2010 besser als europäische Immobilienaktien-Indizes
Positiv entwickelten sich auch die europäischen Immobilienaktien-Indizes. Der "E&G EPIX 50", der die 50 größten Titel im Immobilienaktien- und REIT-Segment in ganz Europa (Euro-Währungsraum + UK, Schweiz, Norwegen etc.) abbildet, wuchs um 13,8 Prozent. Der "E&G - ERIX", der die Wertentwicklung der wichtigsten europäischen REITs misst, verzeichnete einen Wertzuwachs von 11,7 Prozent. Um 10,7 Prozent legte der "E&G-EPIX 30" zu, der die 30 wichtigsten Immobilienaktien aus dem Euro-Währungsraum abbildet. Mit 19,2 Prozent war der DIMAX besser als seine europäischen Benchmarks.
Langfristige Sicht: Europäischer REIT-Index top
Den langfristigen Vergleich führt hingegen der E&G-ERIX an, der es seit 1988 auf eine Jahresrendite von 9,4 Prozent bringt. Der pan-europäische Index E&G-EPIX 50 weist seitdem eine Jahresrendite von 7,81 Prozent auf, der E&G-EPIX 30 von 9,3 Prozent. Schlechter schneiden die deutschen Immobilienwerte beim Langfristvergleich ab: Der DIMAX kommt auf eine Jahresrendite von 4,52 Prozent.
Änderungen in Indizes von Ellwanger & Geiger
In den E&G-DIMAX neu aufgenommen wurde zum 31. Dezember 2010 die JK Wohnbau AG. Der Eröffnungskurs am 31. Dezember 2010 lag bei 7,59 Euro. Gestrichen wurde der Titel "Haus und Heim Wohnungsbau AG", der im zweiten Halbjahr 2010 infolge eines Squeeze-Out (GEHAG/Deutsche Wohnen AG) vom Börsenzettel genommen wurde. Durch den Wechsel beider Gesellschaften ändern sich auch die Gewichtungen der bisherigen im Index vorhandenen Titel. Die Marktkapitalisierung der im E&G-DIMAX gelisteten Titel beläuft sich per 31. Dezember 2010 auf 10,9 Milliarden Euro.
Durch die Zulassung der Hamborner REIT AG erweiterte sich der deutsche REIT-Index E&G DIMAX G-REIT auf nunmehr drei Werte. Aufgrund der anhaltend unattraktiven gesetzlichen Rahmenbedingungen und der schwierigen Marktlage nach der Lehman-Krise 2008 erfüllten sich die Hoffnungen auf weitere REIT-Börsengänge im Jahr 2010 in Deutschland nicht. "Auf internationaler Ebene sind REITs etabliert und anerkannt...

  Details
 
 
19.01.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Weiter steigendes Vertrauen, insbesondere in die deutsche Wirtschaft, hat den europäischen Aktienmarkt zu neuen Höchstkursen veranlasst. Vor allem durch den ZEW-Index wurde der Konjunkturoptimismus angeheizt. Dieser deutliche Anstieg prognostiziert aus wirtschaftlicher Sicht ein gutes Jahr. Auch die US-Börsen zeigten sich freundlich und sahen lieber auf die guten Zahlen von IBM als auf das schlechte Ergebnis der Citigroup. Dieser positiven Stimmung schlossen sich auch die asiatischen Märkte an, die ebenfalls von den guten Unternehmensgewinnen profitieren konnten. Etwas in den Hintergrund geriet dadurch der Rettungsschirm, da sich die Finanzminister des Euroraums nach wie vor über die Vorgehensweise zukünftiger Hilfen der hoch verschuldeten Länder nicht einigen konnten. Die Aktienmärkte zeigen aber inzwischen schon eine überkaufte Situation. Der DAX konnte die 7.000-Punkte-Marke zwar problemlos übersteigen, aber müsste schon über die 7.150 Punkte kommen, um neue Höchstkurse zu generieren. Danach sieht es im Moment noch nicht aus. Analog verhält sich der Euro Stoxx 50, der dank der Banken, die sich in diesem Index befinden, nach langer Ruhephase einen kurzen und starken Anstieg hinter sich bringen konnte. Er ist nun aber an seiner oberen Grenze von 2.750 Punkten angekommen. Auch hier ist eher eine seitwärtsgerichtete Tendenz anzunehmen. Dies gilt ebenfalls für den Dow-Jones-Index, der mit 11.850 Punkten knapp vor seiner Widerstandslinie von 12.000 Punkten liegt und somit eher eine Verschnaufpause signalisiert.

Die guten Kursentwicklungen an den Aktienmärkten verdecken die nach wie vor schwierige Lage an den Rentenmärkten, die zum einen unter den steigenden Inflationsraten leiden und zum anderen aufgrund der weiter kritischen Situation der Schuldnerländer steigende Zinsen hinnehmen müssen. Die EZB befindet sich in der schwierigen Lage, dass viele Länder einen Zinsanstieg nicht verkraften können. Sollten aber die Inflationsraten weiter nach oben zeigen, wird die EZB gezwungen sein, ihren Leitzins zum Ende des Jahres zu erhöhen. Der Geldmarkt hat dieser Situation schon vorweggegriffen und signalisiert einen stufenweisen Zinsanstieg. Bei den Schuldnerländern gerät nun zusätzlich auch Belgien in den Fokus der Anleger, da sich die finanzielle Lage hier weiter zuspitzt. Es stehen 34 Mrd. Euro an neuen Anleihen an. Das ist wesentlich mehr als der Finanzbedarf des noch angeschlagenen Portugals. Hinzu kommt, dass in diesen Ländern die Banken ebenfalls sehr kritisch aussehen und in der Krise bereits mit vielen Milliarden Euro gestützt werden mussten. Der politische Wille, den Betrag des Rettungsschirms zu erhöhen, und die Unsicherheit, wie damit umzugehen ist, zeigt die Brisanz der Gesamtsituation. Für Euroskeptiker bleibt am Rentenmarkt nach wie vor nur die Möglichkeit, in Fremdwährungsanleihen zu investieren...

  Details
 
 
13.01.2011Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich zu Jahresbeginn in einer freundlichen Stimmung. Positiv wurden die Geschäftszahlen von dem US-Unternehmen Alcoa und von Siemens aufgenommen. Die guten Zahlen der Industriefirmen täuschen allerdings nicht darüber hinweg, dass einige konjunkturelle Rahmendaten nach wie vor düster aussehen. In den USA ist es die Arbeitslosenquote, die unverändert hoch ist und trotz lockerer Geldpolitik nicht spürbar zurückgehen wird. Darüber ist sich selbst die US-Notenbank über das Gesamtjahr 2011 hinweg einig. In Europa wird der konjunkturelle Erfolg weiterhin von den Peripherieländern abhängen. Im augenblicklichen Fokus liegt Portugal. Der portugiesische Ministerpräsident Sócrates ist zwar überzeugt, dass er den Rettungsschirm nicht benötigt, allerdings sieht dies die portugiesische Zentralbank anders. Die zehnjährige Staatsanleihe mit einem Volumen von 1,25 Mrd. Euro sollte am Markt ohne Probleme aufgenommen werden, ansonsten wird es für dieses Land äußerst schwierig, weiterhin Geld zu erhalten, und dies, obwohl China mehrmals geäußert hat, dass es portugiesische Anleihen kaufen will. Insbesondere die Banken hoffen inständig auf den Rettungsschirm, schließlich haben sie in den eigenen Büchern über 230 Mrd. Euro an portugiesischen Staatsanleihen liegen. Dies ist auch der Grund, weshalb im Gegensatz zu den anderen Branchen der Bankbereich in der Kursentwicklung nach wie vor keinerlei Steigerung verzeichnen kann. Die Indizes sehen auf den ersten Blick noch positiv aus. Der DAX hat zwar seinen Aufwärtstrendkanal seitlich verlassen, würde aber erst ab dem Unterschreiten der Marke von 6.850 Punkten ein Rückfallpotential entwickeln bis 6.400 Punkte. Nach oben müsste er die 7.000-Punkte-Marke nachhaltig überschreiten, um neue Höchstkurse generieren zu können. Der Euro Stoxx 50 liegt weiterhin in seinem Seitwärtstrendkanal zwischen 2.650 und 2.600 Punkten. Der Dow-Jones-Index zeigt eine überkaufte Situation. Zwar ist die Aufwärtslinie Richtung 12.000 Punkte noch intakt, aber erste Schwächeanzeichen bilden sich ab, so dass Rückschlagsgefahr bis 11.000 Punkte durchaus möglich wäre.

Das Damoklesschwert der Länderrisiken bleibt zwar bestehen, aber die Investoren an den Aktienmärkten, insbesondere in Deutschland, schieben diese Situation erst einmal in den Hintergrund und feiern gute Unternehmensergebnisse sowie den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,6 % im letzten Jahr. Dies treibt auch den DAX wieder über die 7.000-Punkte-Marke. Deutschland bleibt somit der Musterknabe, der mit exzellenten Import- wie Exportzahlen aufwarten kann und mit einer niedrigen Inflationsrate auskommt. Dies sieht in den Schwellenländern komplett anders aus, insbesondere die steigenden Nahrungsmittelpreise sorgen in Brasilien, China und Indien für hohe Inflationsraten. Die Preise für Agrarrohstoffe wie Weizen, Mais und Soja sind in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen. Weitere Preisanstiege sind vorhersehbar durch die extremen Wetterperioden. Die letzte große Anstiegsrallye bei Nahrungsmittelpreisen gab es vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Ein Vergleich zur heutigen Situation ist sicherlich nicht angebracht, aber trotz allem bleiben viele konjunkturelle Rahmeneckdaten im roten Bereich. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob das schwierige geopolitische Umfeld Oberhand behält oder ob die guten Unternehmenszahlen und auch die Prognosen bis weit ins Jahr 2011 hinein die übrigen Rahmendaten überdecken können...

  Details
 
2010
 
22.12.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Ratingagenturen lassen die europäischen Länder nicht zur Ruhe kommen. Nachdem Griechenland nochmals heruntergestuft wurde und Irland eine starke Herabstufung hinnehmen musste, steht nun wieder einmal Portugal auf dem Prüfstand. Der Euro musste dadurch einen Rückschlag bis 1,30 zum US-Dollar hinnehmen. Die Aktienmärkte zeigten daraufhin keine Reaktion, aber sie nahmen die Nachricht aus China, dass dieses Land konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der angeschlagenen Länder in Europa vornehmen will, zum Anlass, Kurssteigerungen durchzuführen. Zusätzlich konnte Deutschland wieder mit neuen positiven Indikatoren aufwarten, so ist das Verbrauchervertrauen laut dem GfK-Konsumklimaindex weiter angestiegen und scheint diese Tendenz auch ins neue Jahr fortzusetzen. Deutlich zeigt sich diese Sonderstellung Deutschlands am DAX im Vergleich zum MSCI World Index. Seit Mai dieses Jahres konnte sich der DAX klar vom Weltindex absetzen. Somit hätte der DAX gute Chancen, noch bis Jahresende die 7.100-Punkte-Marke zu erreichen. Eine starke Unterstützungslinie liegt bei 6.850 Punkten. Der Euro Stoxx 50 ist an seiner Widerstandslinie von 2.650 Punkten angelangt und hätte noch etwas Luft bis 2.700 Punkte. Der Dow-Jones-Index zeigt dagegen, dass die US-Aktien einen überkauften Eindruck machen. Die Kraft erlahmt, bis Jahresende dürften hier keine Rückschläge zu erwarten sein, aber zu Beginn des neuen Jahres wäre hier eine Korrektur durchaus denkbar, die den Index wieder in Richtung 10.000-Punkte-Marke zurückfallen lassen könnte.

Es sollte einen schon misstrauisch machen, wie euphorisch die Prognosen über das zukünftige konjunkturelle Umfeld in Deutschland angesetzt werden. Das Weltwirtschaftsinstitut in Kiel setzt den positiven Daten für 2011 noch eins oben drauf und verkündet strahlend, dass 2013 der deutsche Staat wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreichen könnte. Der Spruch „Übermut tut selten gut“ scheint hier doch angebracht zu sein. Sicherlich befindet sich Deutschland in einem komfortablen Zustand gegenüber den übrigen europäischen Ländern. Allerdings wird genau dieser zu Begehrlichkeiten führen und die Frage nach einer Erhöhung des Rettungsschirms und nach Transferleistungen an andere europäische Staaten hervorrufen. Die letzten Tage im Jahr zeichnen sich für die Investoren als ruhig ab und die Umsätze gehen weiter zurück. Viele institutionelle Anleger haben bereits ihre Bücher geschlossen, so dass die meisten Anleger auf ein erfolgreiches Aktienjahr zurückblicken können und auch die ersten Monate in 2011 dürften den „rosaroten“ Himmel nicht eintrüben. Die Investoren sollten im nächsten Jahr weiterhin ihr Augenmerk auf die Wachstumsländer richten, d.h. auf Deutschland und den asiatischen Raum...

  Details
 
 
15.12.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
In Europa sorgen die Schuldnerländer weiter für Diskussionsstoff, denn die Europäische Zentralbank spielt mit dem Gedanken, eine Erhöhung ihres Grundkapitals vorzunehmen. Ein Vorgang, der nachdenklich stimmt, da die EZB nicht wirklich frisches Kapital benötigen wird, hat sie doch bisher erst für 72 Milliarden Euro Staatsanleihen von den Problemländern Griechenland, Irland, Portugal und Spanien erworben. Hier wäre also noch viel Platz, da allein die stillen Reserven auf 300 Milliarden Euro taxiert werden. Es scheint, als würde EZB-Präsident Trichet damit eher ein Signal an die Länder senden, dass es die Hilfe der Notenbank nicht zum Nulltarif gibt. Mit dieser Vorgehensweise kann die EZB noch lange eine stabile Bilanz erreichen. Dass die Peripherieländer nach wie vor unter Druck stehen, zeigte sich daran, dass Spanien für seine Geldmarktpapiere über 1 Prozent mehr bezahlen musste als noch vor einem Monat. Dies wird auch Portugal widerfahren, das als Nächstes am Geldmarkttopf steht. Die Aktienmärkte lassen sich von diesen Vorgängen nicht beeinflussen, insbesondere Deutschland wird durch alle Wirtschaftsindikatoren positiv unterstützt. Zwar zeigt der DAX, nachdem er die 7.000-Punkte-Marke überschritten hat, nun eine leichte Ermüdungserscheinung, aber diese ist positiv zu sehen, da ansonsten eine Überhitzungsgefahr auftreten könnte. Die 200-Tages-Durchschnittslinie hat sich nun auf 6.250 Punkte nach oben gesetzt. Sollte der DAX sich oberhalb der 7.000-Punkte-Marke zum Jahresende festhalten lassen, bedeutet dies einen durchaus positiven Jahresstart für 2011. Auch der Euro Stoxx 50 hat inzwischen seine Widerstandslinie von 2.600 Punkten durchbrechen können, nächstes Ziel wäre die 2.700-Punkte-Marke. Der Dow-Jones-Index liegt oberhalb seiner Widerstandslinie von 11.350 Punkten, hier wäre noch Platz bis 12.000 Punkte.

Die deutsche Konjunkturlokomotive scheint ohne Unterbrechungen ins neue Jahr zu fahren, das Binnengeschäft wie aber auch der Export boomen. Klare Unterstützung bekommt die Wirtschaft auch durch die ZEW-Konjunkturerwartung, die weiter angestiegen ist. Ebenso zeigt das Ifo-Institut ein BIP-Wachstum von 2,4 Prozent. Auch in den USA sind einzelne Konjunkturdaten mit einem Hoffnungsschimmer versehen. So konnten die US-Einzelhändler mit guten Zahlen aufwarten und die Verlängerung der Steuererleichterungen wird auch als weiteres Konjunkturprogramm gesehen. Die US-Notenbank wird ihre Konjunkturhilfen im Volumen von 600 Milliarden Dollar bis Mitte 2011 zur Verfügung stellen und belässt gleichzeitig ihren Leitzins in einer Spanne von 0,00 bis 0,25 Prozent. Dieses Umfeld dürfte den Aktienmarkt weiter positiv unterstützen, allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Monaten, da sich der Zins der Staatsanleihen auch ohne offizielle Zinserhöhung inzwischen um 1 Prozent nach oben geschoben hat. Zusätzlich sind die Zinsen in Europa inzwischen auch ohne EZB-Leitzinsveränderung gestiegen, so dass ein wichtiges Anlagekriterium, das einen niedrigen Zins mit einem guten Aktienmarkt gleichsetzt, an Bedeutung verliert. Es ist zu erwarten, dass kurzfristig dadurch an den Aktienmärkten Gewinnmitnahmen eintreten, die bis Jahresende durchaus ihre Spuren hinterlassen könnten. Die Investoren sollten in 2011 weiterhin ihr Augenmerk auf die Wachstumsländer richten, und dies ist neben Deutschland auch der asiatische Raum...

  Details
 
 
08.12.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Der Deutsche Aktienindex hat es geschafft und nach mehrmaligen Versuchen nun die 7.000-Punkte-Marke überschritten. Allerdings nur knapp und insofern ist es fraglich, ob er sie halten kann. Ein leichter Rückgang trat ein, nachdem wieder neue Unruhen in Korea aufgekommen waren, dies drückte sofort auf die Stimmung. Die Aktienmärkte in den USA kommen nicht richtig vorwärts, hier wird genau beobachtet, ob es US-Präsident Obama gelingt, die zum Jahresende auslaufenden Steuererleichterungen für US-Bürger zu verlängern. Sollte dies gelingen, wäre dies eine weitere Ankurbelung des Konsums und damit ein zusätzliches Konjunkturprogramm. Auch die japanische Börse lässt sich von diesem Programm leiten, der Yen fiel gegenüber dem US-Dollar weiter zurück und trieb die japanischen Exportwerte in neue Höhen. Neue Höchstkurse konnte der Goldpreis nur kurzfristig erzielen, danach setzten größere Gewinnmitnahmen ein, die den Kurs wieder unter 1.400 Dollar die Unze zurückfallen ließen.

Dies dürfte allerdings nur ein kurzes Atemholen sein, bevor weitere Anstiege wieder eintreten. Auch der DAX scheint immer wieder nur kurz Luft zu holen, um danach neue Höchstkurse zu erreichen, wobei einzelne Branchen an der Rallye überhaupt nicht teilgenommen haben. Dies trifft in erster Linie für die Versorger und Banken zu. Insbesondere die Werte, die vom starken Wirtschaftswachstum in Asien profitieren konnten, zeigen eine große, fundamentale Stärke. Sollte der DAX seine 7.000-Punkte-Marke halten können, wären die alten Höchstkurse von April 2008 mit 7.250 Punkten wieder möglich. Der EuroStoxx50 hat durch seine starke Gewichtung der Bankenbranche bis jetzt keine Höchstkurse generieren können, die Widerstandslinie liegt unverändert bei 2.600 Punkten. Auch der Dow-Jones-Index ist eher in einer Seitwärtsbewegung mit Widerstandslinien bei 11.450 Punkten und dann erst wieder bei 12.000 Punkten.

Anleger, die nur den DAX beobachten, stehen vor einem Phänomen, das einem Déjà-vu gleicht. Es ist fast eine Blaupause des Kursanstieges ab dem Jahre 2003, der danach immerhin ein Altzeithoch von 8.150 Punkten in 2007 erreichte. Unter diesem Gesichtpunkt hätte der DAX 2011 durchaus noch weiteres Erholungspotenzial. Dies ist allerdings nur eine rein technische Betrachtung, da die Wirtschaftsrahmendaten zurzeit völlig anders sind als in den Jahren 2003–2007. Die nächsten Wochen werden geprägt sein durch immer weniger Teilnehmer von der institutionellen Seite, das heißt, es bietet sich für den Privatanleger durchaus Raum, von kurzfristigen Schwankungen zu profitieren. Dies gilt insbesondere für den Bankensektor, der auf dem aktuellen Niveau ein begrenztes Erholungspotenzial zulässt. Ansonsten bleibt der Fokus für die Anleger auf den Unternehmen aus Deutschland und dem asiatischen Raum...

  Details
 
 
01.12.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Schuldenkrise belastet weiterhin die Aktienmärkte. Das Rettungspaket für Irland konnte die Marktteilnehmer nicht überzeugen. Der inzwischen schon eingetretene Automatismus griff auch dieses Mal. Ist ein Land abgehakt, wendet man sich dem nächsten zu und in diesem Falle wieder einmal Portugal und Spanien. Öl ins Feuer goss auch noch Portugals Zentralbank, die eine Warnung aussprach für die Finanzbranche ihres Landes. Auch Spanien hat Grund zur Sorge, sollten die Zinslasten für das Land dauerhaft hoch bleiben. Die Reaktion beim Euro zum Dollar ließ ebenfalls nicht auf sich warten und hat nun den tiefsten Stand seit 11 Wochen mit knapp noch über 1,30 zum Dollar. Positiv bleiben die Signale von der Konjunkturseite. Das kann weiterhin die Hoffnung auf ein stabiles Wachstum schüren. Auch in den USA verbesserte sich das Konsumklima. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg weiter an. Die asiatischen Märkte scheinen inzwischen eine etwas abwartende Haltung einzunehmen. Größere Veränderungen sind hier nicht eingetreten. So bleibt der Fokus auf Deutschland gerichtet und auf die guten Unternehmensdaten sowie den positiven Verlauf der Konjunktur. Diese Zielrichtung ist auch am DAX zu erkennen. Zwar musste auch dieser der europäischen Schuldenkrise Rechnung tragen und einen Rückschlag hinnehmen. Die Unterstützungslinie bleibt bei 6.500 Punkten. Aber dieser Rückgang fiel nicht so deutlich aus wie beim Euro Stoxx 50. Hier haben die europäischen Banken den Index stark zurückfallen lassen bis knapp oberhalb der Linie von 2.450. Sollte diese nicht halten, wäre auch ein Rückschlag bis 2.300 Punkte möglich. Relativ ruhig verlief der Dow-Jones-Index, der nach wie vor seine 11.000-Punkte-Marke halten konnte. Die nächste Unterstützung liegt bei der 200-Tages-Durchschnittslinie von 10.850 Punkten.

Nachdem die Investoren nun auch Verluste bei den Staatsanleihen hinnehmen mussten und der Euro und die Aktienmärkte ihnen in den letzten Tagen auch keine Freude bereiteten, fiel der Blick wieder auf das Gold. Auch diese Reaktion scheint einem gewissen Automatismus zu folgen, das Zufluchtsprinzip in Krisen zugunsten des Goldes funktioniert. Der Goldpreis liegt inzwischen über 1.390 Dollar die Unze, in Euro bedeutet dies 1.070. Dies ist der höchste Stand, den das Gold bisher erreicht hatte. Kleine Rückschläge sind sicherlich möglich, aber tendenziell dürfte der Goldpreis weiter steigen. Aufgrund der hohen Liquiditätsquote und der guten Wirtschaftsdaten werden sich auch die Aktienmärkte wieder beruhigen. Insbesondere für deutsche Aktien bleibt die Perspektive rosig. Dies gilt nicht nur für die Wochen bis Jahresende, sondern auch noch weit in das Jahr 2011 hinein. Für Anleger bedeutet dies, dass Rückschläge bei deutschen Aktien eher Kaufgelegenheiten sind als ein Grund, weiter abzuwarten...

  Details
 
 
24.11.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die außenpolitischen Geschehnisse haben die internationalen Aktienmärkte fest im Griff. Die Eskalation zwischen Nord- und Südkorea zeigt, auf welch dünnem Eis der Emotionen sich diese beiden Länder bewegen. Das Säbelrasseln löst Besorgnis aus und es ist zu hoffen, dass nach dieser Gewaltanwendung wieder Mäßigung und Gespräche eintreten. In Europa bleibt die Schuldenkrise im Vordergrund, die Unsicherheit an den Märkten bekommen nun auch Portugal und Spanien zu spüren. Beide Länder mussten wesentlich höhere Zinsen bezahlen als in den Wochen zuvor. Auch der Euro begibt sich weiter auf Talfahrt und unterschritt sogar die 1,34 zum US-Dollar. Die nächste Unterstützungslinie liegt hier bei 1,32. Das Gold konnte aufgrund dieses Szenarios wieder an Boden gewinnen und sich von seinem Rückschlag, der bei 1.320 Dollar die Unze lag, wieder in Richtung 1.400 Dollar die Unze bewegen. Die Aktienmärkte litten in den letzten Tagen insbesondere unter der Unsicherheit der Kreditinstitute, da die belastenden Faktoren der irischen Banken auch auf die anderen Institute ausstrahlen. Deutlich ist dies am Euro Stoxx 50 zu erkennen, der von 2.600 Punkten auf 2.500 Punkte zurückfiel und seine nächste Unterstützungslinie erst wieder bei 2.380 Punkten hat. Der DAX konnte sich dagegen noch verhältnismäßig gut halten, hier spielen die sehr guten Unternehmenszahlen eine beruhigende Rolle. Die Unterstützungslinie liegt bei 6.500 Punkten. Der Dow-Jones-Index ist noch knapp über der 11.000-Punkte-Marke. Hier besteht ein Rückfallrisiko bis 10.800 Punkte.

Deutschland alleine betrachtet befindet sich in einer positiven Situation, neben dem Export gewinnt nun auch der Binnenkonsum immer mehr an Kraft. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher lässt laut GfK nach, so dass die deutsche Wachstumslokomotive weiter an Fahrt gewinnt. Zusätzlich kommen nun auch aus den USA durchaus positive Zahlen. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ist erkennbar mit einer Steigerung von 2,5 %, was 2006 zum letzten Mal in den USA der Fall war. Dies bedeutet, dass die Performance der US-Unternehmen sich weiter positiv entwickelt. Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Wochen die Pessimisten und Optimisten sich weiter ein spannendes Rennen liefern werden. Auf der einen Seite stehen die guten Unternehmensdaten in Deutschland, den USA und Asien und das damit verbundene positive Wirtschaftswachstum. Auf der anderen Seite die europäische Länderkrise und nun zusätzlich ein eventueller Koreakonflikt. Diese Rahmeneckdaten dürften die meisten Investoren dazu veranlassen, sich dem Markt gar nicht oder nur sehr vorsichtig zu nähern, so dass die letzten Wochen des Jahres von einer intensiven Schwankungsbreite geprägt sein werden...

  Details
 
 
17.11.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte haben sich entschieden, den Rückwärtsgang einzuschalten. Die nicht unbekannten Sorgen der Verschuldung in einzelnen Ländern Europas sind aus dem Hintergrund wieder nach vorne gespült worden. Griechenland ist mit einem höheren Verschuldungsgrad in die Schlagzeilen geraten, als anscheinend bisher bekannt war, und Irland kämpft aufgrund seiner maroden Banken gegen die Schulden an. Trotzdem wird von der irischen Regierung gebetsmühlenartig verkündet, dass keine Hilfe von außen nötig sei. Wie bereits schon während der Krise im Frühjahr wird diesen Äußerungen kein Glaube geschenkt und am Anleihenmarkt wird es für die Schuldnerländer immer teurer, Geld zu erhalten, so dass sich der unheilvolle Kreislauf fortsetzen wird. Die Reaktion am Devisenmarkt blieb nicht aus, der Euro fiel zum USD unter 1,35. Aber auch das Gold scheint augenblicklich nicht en vogue zu sein, hier besteht noch Rückschlagsgefahr bis 1.250 Dollar die Unze. Diese Marke setzt aber auch gleichzeitig wieder klare Kaufsignale. Die Aktienmärkte tun sich nun doch schwer, diese Eckdaten zu ignorieren. Die sehr guten Unternehmenszahlen stehen nicht mehr im Vordergrund. Trotz allem ist der mittelfristige Aufwärtstrend noch nicht gebrochen, kurzfristig sieht der DAX nach einer Konsolidierung aus, die diesen bis 6.500 Punkte zurückfallen lassen kann. Erst bei Erreichen der 6.250-Punkte-Marke wäre Besorgnis angesagt. Der Euro Stoxx 50 liegt knapp oberhalb der Unterstützungslinie von 2.500 Punkten, ein Rückschlag könnte ihn bis 2.400 Punkte fallen lassen, dies ist aber zurzeit nicht zu erwarten. Auch der Dow-Jones-Index hat eine Korrektur vorgenommen, die ihn aber noch nicht unter die 11.000-Punkte-Marke zurückfallen ließ. Hier besteht bei 10.500 Punkten eine gute Unterstützungslinie.

Das gebannte Hinschauen der Investoren auf den Fortgang der Gespräche in Irland ist wichtig, sollte aber nicht überbewertet werden. Die Rückgänge an den Aktienmärkten haben diesem Thema schon genug Rechnung getragen. Ansonsten besteht die Befürchtung, dass eine negative Stimmung „gepflegt“ wird. Zeitgleich zu Europa sehen die Anleger mit Skepsis, dass China noch diese Woche seine Zinsen abermals erhöhen könnte und somit die Straffung seiner Geldpolitik fortsetzt. Erste Kursrückgänge haben die asiatischen Börsen bereits vollzogen. Es ist zu erwarten, dass auch in den nächsten Tagen die Märkte sehr volatil bleiben. Dies birgt aber auch die Chance, dass insbesondere aus Deutschland die guten Nachrichten wieder zur Kenntnis genommen werden. Der ZEW-Index hat bereits positive Daten geliefert...

  Details
 
 
11.11.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Nachdem die USA eine neue Geldschwemme eingeleitet haben, zeigten sich die Aktienmärkte als klare Profiteure dieser unsäglichen Geldpolitik. Falls nun noch die Skeptiker zu Optimisten werden, könnte das weiteren Kaufzwang auslösen. Kurze Gewinnmitnahmen, wie sie sich im Augenblick wieder abzeichnen, waren bisher nur von kurzer Dauer und konnten die Kurssteigerungen nicht aufhalten. Nach wie vor stehen zu viele Akteure am Rande, die auf eine Korrektur warten und sich Richtung Jahresende immer mehr bedrängt fühlen, nun doch noch einzusteigen. Bisher lassen freundliche Unternehmensdaten aber keinen größeren Rückschlag zu. Es wird sich weisen, wie stark die nun wieder eintretenden Gewinnmitnahmen wirklich ausfallen und wie viel Bedeutung die Investoren den Finanzierungsproblemen von Ländern der Eurozone beimessen. Am Verhältnis US-Dollar zum Euro kann man bereits die Sorgen erkennen. Nach einem starken Anstieg ist nun wieder eine Schwäche beim Euro eingetreten, der bis 1,3767 fiel. Charttechnisch ist aber noch nichts passiert, der Aufwärtstrend ist weiter intakt, erst ein Unterschreiten des DAX unter die 6.500-Punkte-Marke würde die alte Seitwärtslinie zwischen 6.250 und 6.500 Punkten wieder aufleben lassen. Der Euro Stoxx 50 ist nun zwar knapp über die 2.600-Punkte-Marke hinausgekommen, die als starke Widerstandslinie verläuft. Diese dürfe er nun aber wieder nach unten durchbrechen und in Richtung 2.550 Punkte zurücklaufen. Der Dow-Jones-Index bleibt in seinem Aufwärtstrend, nachdem er die 11.000-Punkte-Marke überschritten hat. Kleine Rückschläge sind möglich, aber die alte Unterstützungslinie von 10.800 Punkten dürfte er nicht wieder erreichen.

Die Anleger werden am Wochenende den Verlauf der G20-Staaten genau beobachten, hier stehen die USA aufgrund ihrer Geldpolitik unter massiver Kritik. Die Chinesen lassen bereits ihre Muskeln spielen und raten die Kreditwürdigkeit der USA von AA auf A- zurück. Der Ausgang dieses Treffens wird nicht nur die Rentenmärkte, sondern auch die Aktienmärkte beeinflussen. Die Gefahr, dass das billige Geld eine neue Blase nährt, ist enorm. Es ist somit nur noch eine Frage der Zeit, wann die Märkte befürchten, dass diese Blase platzen kann. Dies wird sicherlich nicht kurzfristig geschehen, da hier nach wie vor viele Investoren, sowohl institutionelle wie auch Privatanleger, noch außerhalb des Aktienmarktes stehen und die Rallye der letzten Monate verpasst haben. Auch die deutschen Versicherungen halten nur noch drei Prozent in Aktien, vor zehn Jahren lag dieser Anteil noch über zwölf Prozent. Die Niederzinsphase wird aber gerade diese institutionellen Anleger zwingen, sich Alternativanlagen zuzuwenden. Zum einen könnten dies Anleihen mit niedriger Bonität sein, zum anderen aber auch genau der Aktienmarkt. Dem Privatanleger bietet sich somit durchaus noch die Möglichkeit, vor dem institutionellen Anleger, der immer noch zögert, einzusteigen und somit auf den fahrenden Zug der US-Fed, die die Märkte mit Geld versorgt, aufzuspringen. Bis Jahresende sieht es so aus, als ob auch aufgrund der guten Unternehmensgewinne und insbesondere in Deutschland das anhaltende Wirtschaftswachstum dazu führt, dass nicht nur der DAX seine 7.000-Punkte-Marke erreichen könnte, sondern die Hausse insgesamt noch weiter anhalten wird...

  Details
 
 
08.11.2010E&G: Gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur Kostenbruchteil
Zusatzversicherung schützt das private Vermögen im Pflegefall
Stuttgart, 08. November 2010 Wer sich Gedanken um die Altersvorsorge macht, sollte auch seine Pflegeversicherung überdenken. Die gesetzliche Versicherung deckt nur einen Bruchteil der Kosten für einen Pflegeplatz. Die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers raten deswegen, eine private Zusatzversicherung abzuschließen.
Der Platz in einer Pflegeeinrichtung kostet durchschnittlich 3.500 Euro im Monat. Wer sich ein Heim wünscht, das über mehr als die Grundausstattung verfügt, zahlt in manchen Fällen fast das Doppelte. Ob Standard- oder Luxusinstitution – die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt 1.510 Euro. Der Restbetrag ist privat aufzubringen. „Da durch die demographische Entwicklung die Zahl der Pflegebedürftigen stetig steigen wird, müssen voraussichtlich immer mehr Leistungen aus eigener Tasche gezahlt werden“, prognostiziert Carmen Bandt von ELLWANGER & GEIGER. Die private finanzielle Belastung klettert im Pflegefall somit in den nächsten Jahren nach oben.
Falls der zu Pflegende das Geld nicht aufbringen kann, müssen unterhaltspflichtige Angehörige etwas beisteuern – Kinder haften für ihre Eltern. Das kann teuer werden, denn die Regel lautet: Bis zu 1.250 Euro monatlich bleiben unangetastet. Was darüber hinausgeht, darf das Sozialamt zu 50 Prozent einbehalten, so der Bundesgerichtshof. Doch Vorsicht – einige Kommunen setzen sich über diesen Entscheid hinweg und ziehen bis zu 100 Prozent ein. Selbst Erspartes bleibt nicht verschont.
„Um solche Fälle im Vorfeld zu vermeiden und seine Kinder und das eigene Vermögen zu schützen, können einfache Maßnahmen getroffen werden“, weiß Carmen Bandt. „Zahlreiche Versicherungsgesellschaften bieten unterschiedlich ausgestaltete Zusatzversicherungen an...

  Details
 
 
03.11.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Der Kursverlauf an den Aktienmärkten verlief in den letzten Tagen ruhig. Die Investoren sehen nach den USA, da hier wichtige wahl- wie geldpolitische Entscheidungen getroffen wurden bzw. noch werden. Nachdem nun feststeht, dass Präsident Obama den erwarteten Verlust bei den Kongresswahlen erlitten hat, er aber scheinbar gerade noch die Mehrheit im US-Senat verteidigen konnte, richtet sich das Augenmerk nun auf die am Mittwochabend anstehende Entscheidung der US-Notenbank. Diese beinhaltet voraussichtlich eine weitere Lockerung der Geldpolitik, was eine positive Auswirkung auf den Aktienmarkt haben wird, jedoch die Gefahr einer Inflation erhöht. Doch dürften die USA bemüht sein, das niedrige Zinsniveau beizubehalten. Dies gilt auch für Europa, da nun die Schuldenkrise, insbesondere von Irland, wieder ins Blickfeld gerückt ist. Die Risikoaufschläge zehnjähriger irischer Anleihen erreichten ein Rekordniveau. Dagegen steht die deutsche Konjunktur, die als größte Volkswirtschaft in der Eurozone ihre Wachstumsprognosen weiter erhöhen konnte. Die Aktienmärkte fühlen sich in diesem Umfeld noch wohl und die Unternehmen konnten mit guten Quartalszahlen diese positive Stimmung untermauern. Der DAX hat mit dem Überschreiten der 6.500-Punkte-Marke technisch durchaus noch weiter Luft bis 7.000 Punkte. Der Euro Stoxx 50 befindet sich in einem Seitwärtstrendkanal. Beim Überschreiten der 2.600-Punkte-Linie wären neue Höchstkurse möglich. Der Dow-Jones-Index wird sich sehr abhängig von der US-Notenbank erweisen, zurzeit läuft er seitwärts um die 11.150-Punkte-Marke. Erst über 12.000 Punkte wären neue Höchstkurse möglich, eine Unterstützungslinie liegt bei 10.800 Punkten.

Die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten wird in den nächsten Tagen durch die Notenbank bestimmt werden. Nicht nur durch die Sitzung in den USA, auch Japan, Großbritannien und die EZB wollen wichtige geldpolitische Entscheidungen treffen. Wobei die Haltung der USA, immer mehr Geld zu drucken und dies als Allheilmittel zu erachten, bereits bekannt ist. Die EZB wird stattdessen ihre abwartende Haltung mit Recht beibehalten. Die Rohstoffländer haben allerdings schon reagiert. Australien hat zum wiederholten Male seine Leitzinsen erhöht, und nun ebenso Indien. Weiter steigende Rohstoffpreise werden voraussichtlich diese Erhöhungsrunde untermauern. So dürfte der Aufschwung auch ungebrochen von den Emerging Markets getrieben werden, allen voran die BRIC-Staaten. Wenn man dabei Russland außen vor lässt, zeigen diese keinerlei Erschöpfungserscheinungen. Großer Gewinner ist die Luxusgüterindustrie, die von den steigenden Einkommen profitieren kann, gefolgt von den Nahrungsmittelproduzenten...

  Details
 
 
27.10.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
An den internationalen Aktienmärkten hält der freundliche Kursverlauf weiter an, der stark unterstützt wird von den Bilanzzahlen der US-Firmen, die besser sind als zumeist erwartet. Dies könnte auch dazu führen, dass die geldpolitische Lockerung der US-Notenbank nicht so umfangreich ausfallen wird wie zunächst befürchtet. Das neue Ankaufprogramm von US-Staatsanleihen wird in der kommenden Woche verkündet. Dadurch konnten sich auch die Devisenmärkte leicht entspannen und der US-Dollar verlorenes Terrain zurückholen. Sollte aus dieser Erholung ein Trend werden, würde dies zu einer weiteren Korrektur am Goldpreis führen. Nachlassende Inflationssorgen aus den USA würden den wichtigsten Antriebsfaktor für das Gold stark reduzieren. An den Aktienmärkten scheint der seit Ende August laufende Kursaufschwung, unterstützt durch die guten Unternehmensergebnisse, ungebrochen. Allerdings sind klare Ermüdungserscheinungen erkennbar. Dies ist besonders deutlich beim Euro Stoxx 50 sichtbar, der es nicht schafft, die 2.600-Punkte-Marke zu überschreiten. Ein Ausruhen auf der Basis von 2.550 Punkten scheint anzudauern. Sollte ein Ausbruch nicht gelingen, wäre ein Rückschlag bis 2.400 Punkte möglich. Anders beim Dow-Jones-Index. Dessen Trendkanal nach oben ist zwar leicht seitlich abgedriftet. Eine Wiederbelebung wäre jedoch möglich, sollten in der nächsten Woche die Republikaner wirklich einen starken Wahlsieg erringen können. Dies könnte die US-Investmentfonds dazu veranlassen, ihre hohe Cashquote umgehend am Aktienmarkt einzusetzen. Viele von diesen institutionellen Anlegern haben den Aufschwung der letzten Monate verpasst, und da meist Anfang Dezember die Fonds bereits abgeschlossen werden, bleibt ihnen nicht mehr allzu viel Zeit, in den Markt zu investieren. Dagegen steht allerdings auch, dass sich der Dow-Jones-Index bzw. die darin enthaltenen Unternehmen schon heute in einer stark überkauften Lage befinden. Recht stabil zeigt sich der DAX, der auch die wichtige Widerstandslinie von 6.500 Punkten ohne Probleme überschreiten konnte. Die nächste Angriffslinie liegt sicherlich zwischen 6.850 und 7.000 Punkten. Rückschlagsgefahr ist nun nur noch bis 6.200 Punkte wahrscheinlich.

Beim deutschen Aktienmarkt scheint auch für die nächsten Monate „das Bett gemacht“ zu sein. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt erhält weitere Dynamik. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer hat inzwischen den höchsten Stand seit der Erhebung im Jahre 1998 erreicht und auch die GfK, die das Konsumklima in Deutschland misst, spricht von einer steigenden Tendenz des Indikators. In dieser Situation, in der der deutsche Markt von guten Nachrichten fast überschüttet wird, ist es mehr als wahrscheinlich, dass Gewinnmitnahmen eintreten werden. Unterstützt dadurch, dass einige Unternehmen trotz gutem Konjunkturumfeld nicht in der Lage sind, davon zu profitieren. Dies gilt für SAP, aber auch für die Gesamtbranche der Versorger, die für die Anleger das ganze Jahr über eine große Enttäuschung waren und voraussichtlich auch noch bleiben werden. So sind wir unverändert der Ansicht, dass die Konjunkturlokomotive Deutschland es alleine nicht schaffen wird, das europäische Umfeld mit nach vorne zu reißen...

  Details
 
 
26.10.2010E&G: Demographischer Wandel schafft Investitionspotenziale
Pflegeimmobilien – eine ideale Beimischung für Anlageportfolien
Stuttgart, 26. Oktober 2010 Der demographische Wandel lässt ein starkes Wachstum des Gesundheits- und damit des Pflegemarkts erwarten. Das eröffnet Anlegern neue Chancen. Die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers erwarten, dass sich abseits der Core-Immobilien neue Potenziale im Bereich der Pflegeimmobilien ergeben.
„Pflegeimmobilien bieten in Zukunft hervorragende Investitionsmöglichkeiten“, so Michael Fauser von ELLWANGER & GEIGER im Hinblick auf das überproportionale Wachstum des Pflegemarkts. Prognosen zufolge wird es in den nächsten 20 Jahren rund 60 Prozent mehr pflegebedürftige Menschen geben, was sich direkt auf die Nachfrage nach entsprechenden Institutionen auswirkt. 2050 werden bereits 44.000 Heime für bis dahin 4,7 Millionen Pflegebedürftige benötigt. Statistiken zeigen: Um diese Nachfrage zu meistern, müssen jährlich 400 Einrichtungen erstellt werden.
Für Anleger, die besonderen Wert auf Sicherheit legen, sind Pflegeimmobilienfonds aus weiteren Gründen interessant. Abgesehen von einer detaillierten Prüfung des Betreibers bieten Kostenübernahmeregelungen aus dem Sozialgesetzbuch für den Fall, dass ein Bewohner der Pflegeeinrichtung nicht bezahlen kann, eine indirekte staatliche Absicherung der Einnahmen. Selbst wenn der Betreiber insolvent geht, ist der Investor häufig geschützt. Einige Fondsgesellschaften haben sich von Betreibern die Investitionskosten aus dem Vergütungsvertrag mit der Kommune bzw. Stadt abtreten lassen. Dadurch kann bei einer Insolvenz des Betreibers trotzdem auf die Einnahmen aus dem Vergütungsvertrag zurückgegriffen werden.
Mit einer monatlichen Ausschüttung von meist 6,5 bis sieben Prozent p.a. sind Pflegeimmobilienfonds sehr anlegerfreundlich. Trotzdem: Auch wenn sie in Abgrenzung zu konventionelleren Immobilienfonds über ein Paket an Sicherungsmaßnahmen verfügen, bleiben Investitionen in eine Pflegeimmobilie klar eine unternehmerische Beteiligung. Insgesamt sind Pflegeimmobilien abseits von Core-Immobilien eine ideale Beimischung für Anlageportfolien...

  Details
 
 
20.10.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte haben negativ auf die Zinsanhebung in China reagiert. Die Notenbank hatte zum ersten Mal seit Dezember 2007 ihren Zins auf 5,56 Prozent erhöht und damit die Finanzmärkte überrascht. Der Dow-Jones-Index fiel darauf unter seine psychologische Marke von 11.000 Punkten und auch in Japan musste die Aktienbörse in Tokio einen Verlust von über 2 Prozent in Kauf nehmen. Auch am Devisenmarkt kam es sofort zu Reaktionen. Der Dollar konnte zu Lasten des Euros wieder etwas an Stärke gewinnen und lag kurzfristig unter 1,38. Auf der Unternehmensseite wurden die Aktienmärkte in erster Linie durch die schwachen Zahlen aus der Technologiebranche belastet. Hier lagen insbesondere die Werte von Philips und Nokia auf der Verkaufsseite. Die Marktteilnehmer werden in den nächsten Tagen weiter mit Argusaugen die veröffentlichten Quartalszahlen beobachten, um daraus ihre Rückschlüsse für ihre Positionierung herleiten zu können. Charttechnisch sieht der Aktienmarkt trotz des kleinen Rückschlags positiv aus. Solange der DAX nicht unter 6.200 Punkte fällt, ist weiteres Erholungspotential durchaus möglich. Ob der viel zitierte Vergleich mit einer ähnlichen Situation im Oktober 2004 wirklich zutreffend ist, darf angezweifelt werden. Zum damaligen Zeitpunkt bauten die Aktienmärkte eine Hausse auf, obwohl fallende Konjunkturaussichten prognostiziert waren. So weit besteht Ähnlichkeit zum Jahr 2010, aber alle anderen Rahmeneckdaten sind doch wesentlich schwieriger als vor sechs Jahren. Im Gegensatz zum DAX konnte der Euro Stoxx 50 keine Höchstkurse generieren, hier müsste der Index über 2.600 Punkte steigen, um weitere Kurssteigerungen zu ermöglichen. Eine Unterstützungslinie liegt bei 2.500 Punkten, bei Unterschreiten werden erst wieder 2.350 Punkte als nächste Unterstützungslinie erkennbar. Der Dow-Jones-Index konnte seit Ende August eine nachhaltige Aufwärtsbewegung vornehmen, die momentan zwar unterbrochen wurde, wodurch die wichtige Marke von 11.500 Punkten aber nicht überschritten werden konnte. Trotz allem ist die Aufwärtsbewegung intakt, so dass eine Rückschlagsgefahr zurzeit nur bis maximal 10.500 Punkten möglich erscheint.

In vielen großen Volkswirtschaften bleibt die gesamtwirtschaftliche Situation unverändert schwierig, insbesondere in den USA. Die Hausverkäufe sind massiv eingebrochen und auf dem Arbeitsmarkt ist der Aufschwung bereits wieder vorbei. Dennoch ist davon auszugehen, dass die USA in dieser Phase der Wachstumsabschwächung nicht in eine Rezession abgleiten wird. In Europa übertrifft Deutschland alle Erwartungen und ist mit einem voraussichtlichen Wachstum von über 3 Prozent definitiv die Konjunkturlokomotive Europas. Die starke Binnennachfrage stützt auch weiterhin den Aufschwung, so dass voraussichtlich Deutschland selbst 2011 zu den wachstumsstärksten Industrieländern gehören wird. Anders ist die Lage in vielen übrigen Euroländern, die nach wie unter der Maßnahme zur Haushaltskonsolidierung leiden. Die EZB warnt davor, dass die Krise dadurch noch nicht vorbei ist. Einzelne Länder versuchen der Krise Herr zu werden, indem sie einen Abwertungswettlauf mit ihren Devisen vornehmen. Dieses Mittel dürfte aber auf Dauer nicht durchzuhalten sein. Insbesondere aus den USA kommen immer wieder Meldungen, die eine Erhöhung der lockeren Geldpolitik verkünden und damit das Risiko der Inflation verstärken. Sollte dies geschehen, wäre es ein Zeichen zu Gunsten der Sachwerte und damit des Aktienmarktes. Durch die gefallenen Zinsen ist der Anlagenotstand gewachsen und die Dividendenrenditen vieler Aktien sind für den Investor äußerst interessant. Größere Kursrückschläge sind in den nächsten Wochen nicht erkennbar, auf der anderen Seite zeigen sich die Märkte in einzelnen Branchen aber auch schon überkauft...

  Details
 
 
13.10.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die mit Spannung erwartete Veröffentlichung des Protokolls der Fed in den USA bestätigte die Investoren in der Erwartung, dass die Bereitschaft der Notenbank, mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen, unverändert besteht. In Verbindung mit leicht über den Erwartungen der Analysten liegenden Gewinnen des Chipkonzerns Intel und positiven Wirtschaftsdaten aus Japan und Australien führte dies zu einer optimistischeren Sichtweise der Marktentwicklung. Der Dow-Jones-Index hielt die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten. Die anfänglichen negativen Kursvorgaben aus Asien vom Montagmorgen verblassten dagegen. Der DAX konnte im Handelsverlauf sein diesjähriges Jahreshoch von 6.382 Punkten übertreffen und stieg über 6.400 Punkte. Sollten weitere positive Gewinnausweise von Unternehmensseite der weit verbreiteten negativen Erwartungshaltung entgegentreten, kann durchaus kurzfristig mit weiter steigenden Kursen gerechnet werden. Insgesamt jedoch bleiben wir bei unserer abwartenden Haltung und denken bei einem weiter erhöhten Kursniveau eher an partielle Verkäufe bzw. Absicherungsmaßnahmen von bestehenden Positionen.

Zusätzlich zur beginnenden Gewinnausweissaison der Unternehmen wird in den nächsten Tagen bzw. Wochen die Entwicklung der verschiedenen Wechselkursrelationen für die internationalen Kapitalmärkte von Bedeutung sein. Die Angst vor einem drohenden Währungs- bzw. Wirtschaftskrieg, insbesondere zwischen China und den USA, besteht zwar fort, wurde jedoch durch ein gewisses Einlenken der chinesischen Regierung fürs Erste etwas entkräftet...

  Details
 
 
11.10.2010ELLWANGER & GEIGER: Wo steht der Stuttgarter Einzelhandel?
Weder Onlinehandel noch Krise stoppen die Shoppinglust in Stuttgart
Stuttgart, 11. Oktober 2010 Die Wirtschaftskrise hatte die Industrie gerade in Baden-Württemberg kurzzeitig stark in Mitleidenschaft gezogen. Doch der Einzelhandel in Stuttgart bekam das kaum zu spüren. Die Attraktivität als Einkaufsmetropole blieb ungebrochen, so das Ergebnis des aktuellen Einzelhandelsmarktberichts von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Mit neuen Bauprojekten entstehen zudem interessante Zukunftschancen – und Stuttgart 21 ist nur ein Teil davon.
Nicht nur der Wirtschaftskrise, sondern auch Befürchtungen, dass der Online-Handel dem Einzelhandel massiv Kaufkraft entziehen könnte, zum Trotz ging und geht die Einkaufslust in Stuttgart weiter. Mit bis zu 12.000 Passanten stündlich ist die Königstraße nach wie vor die frequenzstärkste Lage in Stuttgart. „Mit diesen Werten liegt die Einkaufsmeile auch im Vergleich mit anderen Großstädten immer im vorderen Bereich“, so Ulrich Nestel, Leiter Bürovermietung und Einzelhandel Stuttgart bei ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Die geringe Fluktuation und eine ungebrochen hohe Nachfrage nach geeigneten Einzelhandelsflächen sorgen in dieser 1-A-Lage für Mieten von bis zu 250 Euro pro Quadratmeter. „Auch aufgrund dieser Preise haben sich dort vor allem Filialisten angesiedelt. In den B-Lagen hingegen findet man noch viele inhabergeführte Geschäfte“, berichtet Nestel. Die Eberhardstraße bietet zum Beispiel mit Mieten von 20 bis 50 Euro pro Quadratmeter ein ausgewogenes Preisleistungsverhältnis.
Künftig wird sich in Stuttgart einiges tun: Viele Projekte, die sich in der Planung oder im Bau befinden, eröffnen für den Einzelhandel neue Perspektiven. So wurde auf dem Stuttgart 21 Gelände bereits mit dem Bau der neuen Bibliothek begonnen, um die herum für dieses Stadtviertel ein urbaner Mittelpunkt mit Einzelhandelsangebot entstehen soll...

  Details
 
 
06.10.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte bewegen sich – wie in den letzten Wochen auch – sehr volatil. Tagesschwankungen von mehr als 100 Punkten im DAX sind keine Seltenheit mehr. Kurzfristig positiv zu werten ist die Tatsache, dass sich der DAX in seinem Seitwärtskanal zwischen 5.800 und 6.350 Punkten im oberen Drittel dieser Spanne halten kann. Während die Automobiltitel Daimler, BMW und vor allem auch VW in der letzten Woche unter teilweise massiven Gewinnmitnahmen litten, konnten sich die Banktitel und vor allem auch ThyssenKrupp dank guter Zahlen schnell von ihren Wochentiefs erholen. Auffällig ist die Tatsache, dass Anleger immer häufiger und intensiver versuchen, die Schwankungsbreiten an den Märkten durch gezielte Käufe und Verkäufe von Einzelaktien kurzfristig zu nutzen. Dies funktioniert besonders bei Titeln, die eine höhere Volatilität als der Gesamtmarkt aufweisen, sehr gut.

Der Dow-Jones-Index bewegt sich zurzeit in der Nähe der wichtigen 11.000-Punkte-Marke. Sollte er diese nachhaltig überschreiten, wären aus charttechnischer Sicht neue Höchststände zu erwarten. In diesem Zusammenhang erwarten wir den heutigen Start der Berichtsaison sowie die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten mit Spannung. Auch der Euro Stoxx 50 hat in den letzten Tagen eine Aufwärtstendenz ausgebildet, die aus unserer Sicht allerdings noch nicht als nachhaltig anzusehen ist. Nach dem Überschreiten der 1.300-USD-Marke beim Gold und der 22-USD-Marke beim Silber scheint es für diese Edelmetalle in den letzten Tagen nur noch eine Richtung zu geben: aufwärts. Gold verteuert sich auf aktuell 1.350 USD je Unze und Silber markiert mit aktuell 23 USD je Unze täglich neue Höchststände. Auch der Ölpreis verteuerte sich in den letzten Tagen um ca. 3 %.

Während die EZB über weitere Schritte des Ausstiegs aus den umfassenden Krisenhilfen berät, verstärken sich die Diskussionen darüber, ob der deutlich stärker werdende Euro Europas exportorientierte Wirtschaft deutlich schwächen könnte. Im „Kampf der Währungen“ legte der Euro gegenüber dem USD, dem Yen und dem Yuan in den letzten drei Monaten ca. 10 % zu. Sowohl Bundeskanzlerin Merkel als auch Frankreichs Staatspräsident Sarkozy betonten zuletzt mehrmals, dass Grundsteine für eine „neue Währungsordnung“ gelegt werden müssen und mit „künstlichen Devisenmarkteingriffen“ bald Schluss sein müsse. Es bleibt spannend, wie die EZB mit ihrer ordnungspolitischen Zurückhaltung auf diese Aussagen reagieren wird...

  Details
 
 
22.09.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich enttäuscht von der US-Notenbank. Die Fed verkündete am Dienstagabend, dass sie der US-Wirtschaft notfalls mit zusätzlichen Konjunkturstützen neue milliardenschwere Programme zur Verfügung stellt. Es ist davon auszugehen, dass bereits Anfang November Fed-Chef Bernanke bei einer Eintrübung der Konjunkturlage diese Geldmittel zur Verfügung stellen wird. Damit müsste der Leitzins noch bis weit in das Jahr 2011 hinein niedrig bleiben. Dies ist eigentlich eine Aussage, die für den Aktienmarkt positiv ist, aber einzelne Unternehmensmeldungen bestimmten dieses Mal den negativen Verlauf. Angeführt wurde dies durch die Deutsche Bank, die mitteilen musste, dass sie im dritten Quartal einen Verlust erleiden wird. Hinzu kommen die Kapitalerhöhung und die Übernahme der Deutschen Postbank. Dies führte dazu, dass viele Investoren die Deutsche-Bank-Aktie verkauften. Auch Nokia musste Verluste hinnehmen, da die Einführung des neuen Models N8 abermals verschoben werden musste. Damit konnte der DAX auch in seinem vierten Anlauf keine nachhaltige Überschreitung der 6.300-Punkte-Marke erreichen. Nur wenn dies gelingt, sind neue Höchstkurse möglich, anderenfalls ist ein Rückschlag auf die 6.000er-Marke mehr als wahrscheinlich. Auch der Euro Stoxx 50 kam nicht über die 2.600-Punkte-Marke und hat somit eine Rückschlagsgefahr bis 2.480 Punkte. Einzig der Dow-Jones-Index hält sich noch im Aufwärtstrend, der ihm die Möglichkeit gibt, bis 11.000 Punkte anzusteigen. Hier liegt eine starke Unterstützungslinie bei 10.500 Punkten.

Die Aktienkurse an der amerikanischen Börse zeigen zwar einen positiven Verlauf auf, die konjunkturelle Situation ist aber alles andere als positiv. Obwohl die US-Notenbank über 300 Mrd. Dollar an US-Staatsanleihen erworben hat und weit mehr als eine Billion Dollar anderer Wertpapiere, legt sie nun nochmals nach und leistet sich weitere Konjunkturhilfen. Insbesondere die Lage am Arbeitsmarkt scheint für die Fed ein großer Grund zur Sorge, da die Arbeitslosigkeit auf dem privaten Konsum lastet und somit eine große Triebfeder für die US-Wirtschaft fehlt. Aber die Staatsverschuldung ist auch ein europäisches Thema, wobei sie hier immer mehr von spekulativen Elementen beherrscht wird. Das typische Beispiel ist Irland, ein Land, das schon seit über einem Jahr gezeigt hat, was Haushaltsdisziplin bedeutet, und das trotz hohem Verschuldungsgrad besser dasteht als Griechenland. Trotzdem wird Irland geradezu in eine Hysterie hineingetrieben und muss eine Anleihe begeben, die mit über 6 % einen Kupon hat, der noch vor einem Monat, geschweige denn bei dem Hype während der Griechenlandkrise im Mai, auch nicht annähernd vorstellbar war. Mit solchen Vorgehensweisen werden Staatsverschuldungen produziert, die vorher gar nicht vorhanden waren. Die Aktienmärkte haben bisher richtig reagiert, nämlich mit einer nicht zur Kenntnis nehmenden Haltung. Nachdem der DAX seinen vierten Anlauf, die 6.300-Punkte-Marke zu überschreiten, nicht geschafft hat und Gewinnmitnahmen wieder einsetzen, schaut der Investor vermehrt auf die Unternehmensnachrichten, die inzwischen auch wieder negative Meldungen verkünden müssen. Dies gilt für die bereits erwähnte Deutsche Bank oder Nokia, aber auch für Lufthansa, die sich steigenden Kosten konfrontiert sieht. Dagegen scheinen zwei Höhenflüge ungebrochen zu sein...

  Details
 
 
22.09.2010ELLWANGER & GEIGER baut Geschäftsbereich Investment aus
Stärkung des Standorts München
ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers stärken den Geschäftsbereich Investment mit einem neuen Ansprechpartner vor Ort in München: Seit Anfang September ist der Immobilienökonom (IRE|BS) Markus Laermann zuständig für Transaktionsgeschäfte, die zuvor von Stuttgart aus betreut wurden. Der 36-Jährige war bereits von 2004 bis 2007 bei ELLWANGER & GEIGER beschäftigt und in dieser Zeit vor allem im Bereich Investment tätig. Somit gewinnt das Bankhaus einen erfahrenen Mitarbeiter wieder, der bereits mit dem Geschäftbereich und der Branche vertraut ist. Vor seiner Rückkehr war Markus Laermann als Asset Manager bei Hudson Advisors tätig.

  Details
 
 
15.09.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Verunsicherung der Investoren bezüglich der weiteren Entwicklung an den Aktienmärkten hält weiter an. Die guten Unternehmensergebnisse werden gebremst durch konjunkturelle Daten. In Deutschland hat der ZEW-Index einen überraschenden Rückgang verzeichnen müssen und verdeutlichte damit, dass die Konjunkturerwartungen auch bei dem Primus Deutschland für die nächsten Wochen gebremst gesehen werden. Der Drang in deutsche Staatsanleihen zeigte sich prompt. Der Bund-Future stieg wieder über 130 Punkte. In den USA sind die Konjunkturdaten widersprüchlich. Die Konsumfreude der US-Verbraucher zeigte einen positiven Verlauf. Der starke Anstieg der Lagerbestände allerdings verdeutlichte die Verunsicherung. Der Devisenmarkt spiegelte dieses Klima wieder, so dass der Euro kurzfristig die 1,30 zum US-Dollar überstieg. Ein großer Run zum Edelmetall ist wieder festzustellen. Insbesondere der Silberpreis konnte davon profitieren und erreichte ein Hoch, das er zuletzt im März 2008 hatte. Aber auch der Goldpreis konnte neue Höhen erreichen, so dass nun die nächste Marke mit 1.400 US-Doller die Unze in greifbare Nähe gerückt ist. Der DAX wurde belastet von den Versorgungsunternehmen. Hier scheint die Unsicherheit der künftigen Atompolitik über die umstrittene Laufzeitverlängerung so viel Unklarheit am Markt widerzuspiegeln, dass diese Unternehmen für die nächsten Wochen noch als Spielball der Politik dienen werden.

Die Aktienindizes zeigen ein gemischtes Bild. Der DAX versucht nun wieder einmal, die 6.300-Punkte-Marke nachhaltig zu durchschreiten, erst dann ist ein weiterer Kursanstieg in Richtung 6.500 Punkte möglich. Der Euro Stoxx 50 konnte seine Widerstandsmarke von 2.550 Punkten überschreiten. Das nächste wichtige Ziel wären 2.650 Punkte. Der Dow-Jones-Index müsste die 10.800-Punkte-Marke überschreiten, um neue Höchstkurse zu generieren. Die Unterstützungslinie liegt bei 10.350 Punkten.

Die insgesamt niedrigen Umsatzzahlen zeigen noch deutlich, dass sich die Anleger zurückhalten, da die unterschiedlichen konjunkturellen Daten keine klare Erkenntnis bringen. Insbesondere die USA senden positive wie negative Zahlen in schneller Abfolge. Viele Anleger wenden sich inzwischen auch von Investments in den USA ab zu Gunsten der asiatischen Märkte, insbesondere China. Hier kam es in den letzten Monaten zu einem Wachstumsstillstand. Dieser scheint nun vorbei, so dass die Investoren diesem Markt wieder neue Kraft zutrauen. In Europa ist festzustellen, dass der durch die weiter gefallenen Zinsen noch gewachsene Anlagenotstand die Dividendenrenditen vieler Aktien außerordentlich attraktiv werden lässt. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass die Unternehmen voraussichtlich auch im dritten und vierten Quartal mit guten Zahlen aufwarten können und somit die Dividendenausschüttung in 2011 gesichert erscheint. Kurzfristig betrachtet, ist allerdings davon auszugehen, dass die Aktienkurse den Anstieg der letzten Wochen so nicht fortsetzen werden und es abermals zu Gewinnmitnahmen kommen wird...

  Details
 
 
25.08.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die letzten Tage an den internationalen Kapitalmärkten waren von einigen Verwerfungen gekennzeichnet. Der Euro gab stark zu den internationalen Währungen nach, der Yen und der Schweizer Franken markierten neue langjährige Rekordstände zum Euro und ächzen unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der sehr hoch bewerteten Währungen. Während die Rentenmärkte der südeuropäischen Länder schwach tendierten, ging der „Run“ auf die Sicherheit in Form von Bundesanleihen unvermindert weiter. Auch hier wurden neue Rekordtiefstände von lang laufenden Bundesanleihen verzeichnet. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen rutschte unter 2,20 %. In der Folge gaben die Aktienmärkte weltweit nach, der DAX fiel nachhaltig unter die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten. Die 200-Tage-Linie, die bei ca. 5.950 Punkten verlief, wurde ebenfalls unterschritten und dürfte in den nächsten Tagen hart umkämpft sein.

In einer Welt der nachlassenden Konjunkturdynamik – insbesondere die US-amerikanischen Wirtschaftsdaten geben Anlass zur Besorgnis – ragen einzig die deutschen Wirtschaftswerte positiv hervor. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im August überraschend leicht an, die Mehrheit der Marktteilnehmer hatte einen leichten Rückgang erwartet. Allerdings dürfte sich die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland im Gefolge der nachlassenden Konjunkturentwicklungen weltweit etwas abschwächen. Der deutsche Aktienmarkt dürfte aufgrund der positiven fundamentalen Rahmenbedingungen und der niedrigen Bewertung unterstützt sein...

  Details
 
 
19.08.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Nach den starken Kursrückgängen hatten die Aktienmärkte einen Konsolidierungskurs eingeschlagen, der aber auch nicht lange anhielt. Die Ungeduld, wieder in den Aktienmarkt einzusteigen, war zu groß und die Käufer bekamen wieder die Überhand. Mitauslöser für das Kaufszenario war die Erleichterung der Investoren, dass die Emissionen irischer Staatsanleihen ohne Probleme am Markt untergebracht werden konnten. Die Hoffnung verstärkt sich somit, dass es zu keiner Verschärfung der Schuldenkrise innerhalb der Eurozone kommen wird. Auch die USA konnten mit einer Erhöhung der Industrieproduktion der Sorge etwas entgegentreten, dass es zu einem Rückfall in die Rezession kommen würde. Trotz dieser leichten Erholung und des rasanten Wachstums der deutschen Wirtschaft herrscht bei vielen Anlegern noch starker Pessimismus. Nur so ist das Rekordtief der Zinsen für deutsche Staatsanleihen zu erklären. Anleger hat dies in den letzten Tagen nicht gehindert, in den Aktienmarkt zu investieren, wobei nach wie vor feststellbar ist, dass die Umsätze gering sind und die Investoren hin- und hergerissen sind zwischen den bescheidenen Konjunkturaussichten in den USA und den hervorragenden Exportzahlen in Deutschland. So dürften die Kurse nach der jüngsten Aufwärtsbewegung wieder von Gewinnmitnahmen geprägt sein.

Dieses uneinheitliche Bild spiegeln auch die Indices wider. Dem DAX ist es abermals nicht gelungen, die 6.380-Punkte-Marke nachhaltig zu überschreiten. Nur ein Ausbruch könnte den Index in Richtung 6.550–6.700 Punkte führen. Eine starke Unterstützungslinie bildet immer mehr die 6.000- Punkte-Marke. Der EuroStoxx 50 konnte die Widerstandsmarke von 2.550 Punkten nicht nachhaltig durchbrechen. Allerdings wurde die Unterstützungsmarke von 2.450 Punkten auch nicht angetastet, sodass hier ein Seitwärtstrend entsteht. Der Dow Jones Index befindet sich weiter in der Spanne zwischen der 100- und der 200-Tage-Durchschnittslinie und müsste über 10.850 Punkte kommen, um neue Höchstkurse zu generieren.

Zwar gibt es bei den amerikanischen Indikatoren ein paar Lichtblicke, aber diese können das insgesamt negative Konjunkturbild nicht nachhaltig verbessern. Die Zahl der Insolvenzen ist in den USA auf dem höchsten Stand seit 2005. Düster sieht es auch am Häusermarkt aus – der Preisverfall hält weiter an. Erstmalig steigt die Sparquote extrem an und schadet somit dem Konsumverhalten und damit einem entscheidenden Faktor für die Konjunkturerholung. Noch ignorieren die Anleger diese schwachen Konjunkturdaten in den USA. Aktien sind gefragt, insbesondere von deutschen Unternehmen. Aber es wird nicht ausreichen, falls nur Deutschland die Wirtschaftskraft Nummer 1 in Europa bleiben sollte und alle anderen nicht mitziehen können. Insofern dürfte die Verunsicherung auf Seiten der Anleger weiter anhalten, was für die weitere Kursentwicklung eine fortgesetzte hohe Volatilität bedeutet...

  Details
 
 
19.08.2010E&G: Wie entwickelt sich die Eurozone nach der Finanzhilfe?
Rückfall in die Rezession droht nur einzelnen Staaten in Europa
Stuttgart, 19. August 2010 Als es hart auf hart kam, wurde die Eurozone „um jeden Preis“ verteidigt. IWF, EU, EZB und die Mitglieder der Eurozone entschlossen sich zu massiven Interventionen. Die Experten von ELLWANGER & GEIGER schätzen ein, welche Folgen diese fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen auf das künftige Wirtschaftswachstum haben werden.

„Die jüngsten Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die Eurozone auch nach dem zu erwartenden Abflauen des Deutschland-Aufschwungs nicht als Ganzes in die Rezession zurückfallen wird“, bewertet Helmut Kurz von ELLWANGER & GEIGER die Entwicklungen. Für die Sorgenkinder Europas gilt allerdings etwas anderes: Die Länder der Peripherie werden durch die erforderlichen Haushaltskonsolidierungen, ihre Exportschwäche und ihre geringe internationale Wettbewerbsfähigkeit eine Phase der Schrumpfung beziehungsweise Stagnation erleiden müssen. Erst danach können erfolgreiche Haushaltskonsolidierungen sowie eine durch Lohndeflation und Euroabwertung verbesserte relative Wettbewerbsfähigkeit dort zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Belebung führen.
Die Kehrseite deflationärer Tendenzen sei aber der Anstieg der realen Schuldenlast. „Das dürfte besonders Banken in Spanien und Irland belasten, die auf Grund der geplatzten Wohnimmobilienblasen ohnehin unter zunehmenden Kreditausfällen leiden“, so Patrick Nass von ELLWANGER & GEIGER.
„Insgesamt sind wir für Spanien, Italien, Portugal und Irland deutlich optimistischer als für Griechenland“, prognostiziert Helmut Kurz. Letztendlich ist die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung davon abhängig, ob es gelingt, die staatlichen Haushalte wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und gleichzeitig Wachstum fördernde Rahmenbedingungen zu erhalten beziehungsweise zu schaffen. Das ist für Griechenland besonders schwierig...

  Details
 
 
11.08.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Obwohl die amerikanischen Arbeitsmarktdaten in der letzten Woche negativ ausfielen, ließen die Aktienmärkte sich nur kurz beirren, um in der neuen Woche gleich wieder Kursgewinne zu generieren. Aber auch diese hielten nicht lange an, es folgten Gewinnmitnahmen aufgrund der Unsicherheit, wie sich die US-Notenbank über die Zukunft geldpolitisch äußern würde. Die Nachrichten über Wachstumsverlangsamung aus dem asiatischen Raum trugen zusätzlich zur Vorsicht der Anleger bei. Obwohl die US-Fed ihren geldpolitischen Kurs inzwischen bestätigte und das niedrige Leitzinsniveau für einen längeren Zeitraum fortführen wird, sind die Käufer noch nicht wieder am Markt. Insgesamt werden sich die Anleger nun mehr um die Konjunkturdaten kümmern, da die Berichtssaison der Unternehmen vorüber ist und die guten Daten in den Kursen eingepreist sind. Das heißt, die Irritation der Anleger über die weitere Entwicklung der Konjunktur hält an und somit bleibt ein großer Teil der Investoren unentschlossen, was auch an den nach wie vor geringen Umsätzen zu erkennen ist. Eine hohe Zahl abwartender Anleger birgt die Gefahr, dass sich diese, um der unbefriedigenden Situation ein Ende zu bereiten, aktiv auf die Suche nach Informationen begeben und damit die ein oder andere Seite beeinflussen. Charttechnisch befindet sich der DAX in einem aufwärtsgerichteten Dreieck. Sollte die Widerstandslinie zwischen 6.350 und 6.400 Punkten durchbrochen werden, sind 6.800 Punkte möglich. Eine Unterstützung bleibt weiterhin bei 5.850 Punkten. Auch der Euro Stoxx 50 kann ein aufwärtsgerichtetes Dreieck aufweisen, dessen obere Linie bei 2.550 Punkten durchbrochen werden kann, um dann in Richtung 2.700 Punkte zu gelangen. Die Unterstützungslinie hat sich inzwischen erhöht auf 2.350 Punkte. Der Dow-Jones-Index kann sich trotz starker Schwankungen nicht weiterentwickeln, er bewegt sich um die 200-Tage-Durchschnittslinie herum, die inzwischen bei 10.600 Punkten verläuft. Erst ein nachhaltiges Überschreiten würde die Möglichkeit bis 11.000 Punkte eröffnen. Die Unterstützungslinie liegt bei 10.250 Punkten. In den USA ist zu berücksichtigen, dass im November die Kongresswahlen anstehen. Erfahrungsgemäß treten hier schon bereits im September und Oktober erste Unsicherheiten auf, die die Kurse negativ beeinflussen könnten.

Die Aussage der US-Notenbank, weiter ihre niedrige Zinspolitik fortzuführen und geldpolitische Geschenke zu verteilen, zeigt die schwierige konjunkturelle Situation in den USA. Es ist zwar davon auszugehen, dass es in den nächsten 12 Monaten zu keiner neuen Rezession kommen wird, aber die Gefahr eines Rückschlags und damit die Verlangsamung des Wirtschaftsaufschwungs ist unverändert hoch. Sollte nun wirklich auch die Dynamik des Wachstumsmarktes Asien, insbesondere in China, erlahmen, würde dies Auswirkungen auf den Zustand der Weltkonjunktur haben, und das, obwohl momentan in China immer noch zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen sind. Konjunkturell bleibt es auch in Europa schwierig, denn die „Lokomotive“ Deutschland wird auf Dauer nicht in der Lage sein, alle anderen Länder mitzuziehen...

  Details
 
 
11.08.2010E&G: Clients overly satisfied with E&G Property Management
Model pupil: E&G scores well
in Property Management Report 2010
Stuttgart, 10 August 2010 Pupils are not the only ones currently clasping end-of-term reports in their hands: the property management sector was also assessed in the current Property Management Report 2010, drawn up by Bell Management Consultants, with regard to how satisfied clients were with individual services. ELLWANGER & GEIGER Property Management scored well. The specialist firm was particularly commended for its customer centricity.

A total of 102 clients awarded marks to various property management service providers for the Property Management Report 2010. Property management quality criteria include customer centricity, solution expertise, availability, delivery dependability and staying within budget. What do clients appreciate and where do they see room for improvement? General satisfaction was assessed in the report on the basis of eight criteria and, with an overall average of 2.6, the industry was given a satisfactory bill of health. ELLWANGER & GEIGER Property Management scored better in each category than the PIX (Property Management Index) overall average for the respective sectors.

Real estate experts at ELLWANGER & GEIGER place priority on clients’ wishes and ideas. As Mario Caroli, personally liable partner of ELLWANGER & GEIGER reports, “we aim to tailor project strategy to the needs of our customers, and each member of staff contributes towards achieving this goal”. A fact confirmed by the assessment. 40 percent of clients claimed to be very satisfied (mark 1) and 60 percent satisfied (mark 2) with customer centricity. An excellent result indeed, beating the average of the top 10 players in this criterion.

E&G also scored well in terms of availability, speed of response, delivery dependability, reliability and punctuality. As Caroli comments, “the fact that we were never rated less than 3 in the eight general satisfaction criteria is also a mark of customer satisfaction and particularly encouraging for us”.

The report also includes assessments on commercial and technical expertise. In these categories E&G Property Management scored better or equalled the average of the office asset class, in six areas, the PIX overall average was also topped...

  Details
 
 
05.08.2010E&G: Kunden überdurchschnittlich zufrieden mit E&G Immobilienmanagement
Musterschüler: E&G mit guten Noten im Property Management Report 2010
Stuttgart, 05. August 2010 Nicht nur Schüler halten derzeit ihre Zeugnisse in der Hand: Auch die Property Management-Branche bekam mit dem aktuellen Property Management Report 2010 – erstellt von Bell Management Consultants – Noten, die zeigen, wie zufrieden Auftraggeber mit den einzelnen Leistungen sind. Gute Bewertungen gab es für das ELLWANGER & GEIGER Immobilienmanagement. Den Experten wurde insbesondere eine hohe Kundenorientierung bescheinigt.

Für den Property Management Report 2010 stellten insgesamt 102 Auftraggeber den Leistungen der verschiedenen Immobilienmanagement-Dienstleister ein Zeugnis aus. Was die Qualität des Property Managements ausmacht, sind unter anderem Kundenorientierung, Lösungskompetenz, Erreichbarkeit, Termintreue und Wirtschaftlichkeit im Rahmen des Budgets. Was loben Auftraggeber und wo sehen sie Verbesserungspotenzial? Die allgemeine Zufriedenheit wurde im Report mit acht Kriterien abgefragt und liegt im Gesamtdurchschnitt für die Branche mit einer Note von 2,6 im befriedigenden Bereich. Das Property Management von ELLWANGER & GEIGER schnitt hier bei jeder einzelnen Kategorie besser ab als der PIX (Poperty Management Index)-Gesamtdurchschnitt für den jeweiligen Bereich.

Die Wünsche und Vorstellungen der Kunden werden bei den Immobilienspezialisten von ELLWANGER & GEIGER groß geschrieben. „Unser Ziel ist es, jede Projektstrategie genau an den Bedürfnissen des Kunden auszurichten. Dazu trägt jeder einzelne Mitarbeiter bei“, berichtet Mario Caroli, persönlich haftender Gesellschafter von ELLWANGER & GEIGER. Das schlug sich auch in der Bewertung nieder. Mit der Kundenorientierung zeigten sich 40 Prozent sehr zufrieden (Note 1) und 60 Prozent zufrieden (Note 2). Ein herausragendes Ergebnis, denn mit diesen Werten wurde bei diesem Kriterium sogar der Durchschnitt der Top-10-Player übertroffen.

Auch mit der Erreichbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit sowie der Termintreue, Zuverlässigkeit und Fristeinhaltung konnten die E&G Experten punkten. „Dass zudem keines der acht Kriterien zur allgemeinen Zufriedenheit mit einer Note schlechter als 3 bewertet wurde, ist Zeichen für die Zufriedenheit der Kunden und freut uns besonders“, so Caroli.

Der Report enthält zudem Bewertungen zur kaufmännischen und technischen Kompetenz...

  Details
 
 
04.08.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich in den letzten Tagen wieder von ihrer freundlichen Seite. Kleinere Rückschläge wurden bisher wieder aufgefangen und mit neuen Höchstkursen quittiert. Insbesondere die guten Unternehmensergebnisse treiben die Kurse nach oben, voran der Bereich der Banken. Hier wird deutlich, dass das Rezessionstal durchschritten und die Auftragslage, insbesondere in Deutschland, sehr gut ist. Auch die noch kommenden Unternehmensdaten werden diesen positiven Trend unterstützen. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Märkte noch einmal mit einem extremen Konjunkturtief rechnen müssen. Ein Sorgenkind bleibt zwar die Entwicklung in den USA, aber selbst hier dürfte eine Basis gefunden worden sein, auf der sich aufbauen lässt. Die gestiegenen Unternehmensgewinne sind auch Grund dafür, dass die Rohstoffmärkte wieder boomen, ein typisches Zeichen für erhöhten Risikoappetit der Anleger. Auch der Euro zum Dollar zeigt weiterhin Stärke. Somit scheint für die Länder außerhalb der EU die europäische Schuldenkrise beendet zu sein. Charttechnisch gehen die Indizes einen klaren Weg, denn der DAX konnte die 6.300-Punkte-Marke überschreiten. Es ist bereits der vierte Anlauf in diesem Jahr, und sollte diese Marke nachhaltig überschritten bleiben, wäre der Weg zu 6.500 Punkten offen. Der Euro Stoxx 50 hat seine Widerstandsmarke von 2.500 Punkten ebenfalls überschritten, der nächste Widerstand liegt bei 2.650 Punkten. Und der Dow-Jones-Index ist in einer klaren Aufwärtsbewegung bis 11.000 Punkte.

Es wäre sicherlich übertrieben, von einer Sommerrallye zu sprechen, aber eine deutliche Aufwärtsbewegung ist vorhanden und diese scheint auch noch nicht zu Ende zu sein. Auch wenn es einigen baisseorientierten „Gurus“ wenig gefällt, hier werden teilweise „Horrormeldungen“ veröffentlicht, die einen extremen Rückschlag prognostizieren, den gravierendsten seit fast 300 Jahren. Alle charttechnischen Möglichkeiten werden hier an den Haaren herbeigezogen, um solche Meldungen zu rechtfertigen. Die Fundamentaldaten sprechen klar dagegen, das wirtschaftliche Szenario lässt einen Extremrückschlag nicht zu. Trotz aller Verschuldungspolitik der Staaten sind die wirtschaftlichen Rahmeneckdaten stabil genug, um kleinere Rückschläge zu verkraften. Diese sind durchaus möglich, was für den DAX ein Rückschlagspotential bis 5.400 Punkte bedeuten würde, aber eben nicht mehr. Dass es jetzt einbahnstraßenartig weiter nach oben geht, ist ebenfalls nicht zu erwarten, dafür werden alleine schon die außereuropäischen Börsen sorgen...

  Details
 
 
28.07.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich wieder einmal von ihrer positiven Seite und können mit hohen Kurssteigerungen aufwarten. Dies, obwohl es zu einer Eintrübung des Konsumklimas in den USA kam und die amerikanische Aktienbörse vorübergehend Verluste hinnehmen musste. Das Verbrauchervertrauen sank in den USA aus Sorge über die Lage am Arbeitsmarkt auf den tiefsten Stand seit Februar. Dagegen stehen aber die guten Nachrichten vom Häusermarkt und vor allem die starken Unternehmenszahlen, die zu einer Kauflaune führten. Auch die europäischen Unternehmen konnten insgesamt mit sehr positiven Zahlen aus dem 2. Quartal aufwarten. Einige Unternehmen erhöhten ihre Gewinnprognose für 2010 sogar weit in den zweistelligen Bereich hinein, wie z. B. Fresenius. Die europäische Staatenkrise scheint keine weiteren Auswirkungen auf die Aktienmärkte mehr zu haben. Selbst Griechenland meldet, dass das Haushaltsdefizit in der ersten Jahreshälfte um 45 % gesenkt werden konnte. Profitiert davon hat insbesondere der Euro zum Dollar, der nun ohne Probleme die 1,30 überspringen konnte. Ein Wermutstropfen in dem Anstieg der Aktienkurse bleiben aber die geringen Umsätze. Der DAX-Index liegt deutlich in einer W-Formation, die nun auch die 6.300-Punkte-Marke überspringen könnte und somit frei bis 6.500 Punkte wäre. Noch deutlicher zeigt sich der Euro Stoxx 50, der bereits die 2.500-Punkte-Marke erreicht hat und somit die alten Höchstkurse aus dem April mit über 2.700 Punkten wieder als Ziel hat. Der Dow-Jones-Index ist charttechnisch nun auch frei bis 11.000 Punkte.

Die Kapitalmärkte bieten zurzeit ein Umfeld, das durchaus Anzeichen für größere Kaufbereitschaft zeigt. Die positiven Impulse, die sich aus den insgesamt gut beurteilten Unternehmensergebnissen herauskristallisieren, sind ein Indikator, der durchaus die Möglichkeit für eine kurzfristige Sommerrallye möglich macht. Es sollte allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht das große Bild aus den Augen gelassen werden. Hier zeigen sich nach wie vor Konjunkturschwächen, insbesondere in den USA und somit bei den amerikanischen Staatsanleihen, wobei die Probleme für die europäischen Anleihen auch noch nicht ausgestanden sind. Aber wie bereits erwähnt, spielen zurzeit die großen Rahmendaten kaum eine Rolle, sie werden nur noch zur Kenntnis genommen, beeinflussen aber nicht die „Freudentänze“ um die guten Unternehmensdaten. Deutlich zeigt sich dies auch an der Luxusindustrie, geführt von dem Unternehmen LVMH. Aussagen wie „Luxus muss teuer sein und man darf ihn nicht brauchen“ verdeutlichen die immense Liquidität, die Investoren wieder bereit sind einzusetzen. Damit ist der Risikoappetit gewachsen, der auch am Rentenmarkt zu spüren ist, denn selbst Unternehmen mit B-Rating und schlechter sowie Nachranganleihen feiern ein Comeback. Kurzfristig betrachtet hat das sicherlich auch seine Berechtigung, mittelfristig stehen wir diesen Themen aber sehr skeptisch gegenüber. Für tradingorientierte Anleger ist dieses Umfeld positiv, da die Euphorie den DAX durchaus bis 6.500 Punkte ansteigen lassen kann...

  Details
 
 
26.07.2010E&G über Licht und Schatten am Aktienmarkt und beim Euro
Erstes Aufatmen nach der Talfahrt: Euro dürfte sich wieder stabilisieren
Stuttgart, 26. Juli 2010 Der Euro hat in der Krise einiges durchgemacht: Im Zuge der Griechenlandproblematik ging er auf Talfahrt. Dank des 750-Milliarden-Hilfspakets der EZB erfasste den Eurokurs und dadurch auch die Aktienmärkte schließlich wieder Aufwind – so fassen die Experten von ELLWANGER & GEIGER die momentane Situation zusammen.
„Das Ereignis, das die aktuellen Entwicklungen am stärksten prägte, war wohl die Milliarden-Hilfe der EZB“, analysiert Michael Beck die Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit. In der Folge stabilisierten sich die Rentenmärkte der südeuropäischen Länder und Irlands und der Eurokurs löste sich von seinem jüngsten Tief. Von 1,19 Euro pro US-Dollar stieg er wieder auf über 1,28 Euro pro US-Dollar an.
„Insgesamt wurde bis dato im Rahmen des zuvor beobachteten Abwärtstrends des Euro nur dessen Überbewertung abgebaut, was die exportstarke deutsche Wirtschaft profitieren lässt. Einzig die Geschwindigkeit des Währungsverfalls beunruhigte die Investorengemüter“, erklärt der Finanzmarktexperte. Da die meisten europäischen Länder weiterhin wettbewerbsfähig seien, erwartet ELLWANGER & GEIGER eine Stabilisierung des Eurokurses zwischen 1,18 bis 1,29 Euro pro US-Dollar.
Auch die Aktienmärkte erholten sich in Folge der EZB-Hilfen. „Der deutsche Aktienmarkt hat sich dabei als sicherer Hafen abgekoppelt, denn er notiert mit einem Plus von fünf Prozent deutlich besser als die paneuropäischen Stoxx-Indizes, die zwischen minus drei und minus sechs Prozent notieren“, beschreibt der Finanzexperte die aktuelle Situation.
Wie es nun weiter geht, ist indes schwer zusagen. „Die Aktiemärkte werden in den nächsten Monaten zwischen positiven und negativen Einflüssen hin und her gerissen sein“, prognostiziert Michael Beck...

  Details
 
 
22.07.2010E&G: Immobilienmarktbericht der Region Stuttgart und Bodensee
Mit Immobilienanlagen die Struktur der Privatvorsorge stabilisieren – das raten die Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Denn Immobilien als Kapitalanlage sind aktueller denn je und das Investment ist in der Regel eine sichere Anlage in Sachwerte. Doch was ist beim Kauf zu beachten? Das Stuttgarter Bankhaus stellt die neuesten Entwicklungen auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt und seit diesem Jahr nun auch am Bodensee vor.
Schon seit Jahren verschärft sich die Situation auf dem regionalen Immobilienmarkt: Angebote gehen zurück, die Nachfrage steigt. „Die Zeit ist sehr günstig für Verkäufer. Sie sind in der Königsposition und können gute Preise am Markt erzielen“, so Dr. Volker Gerstenmaier, persönlich haftender Gesellschafter von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Trotzdem überzeugen auch die Vorteile für Käufer. Wer in Immobilien investiert, gewinnt ein Stück Unabhängigkeit von den gesetzlichen Reformen zur Vorsorge. Regelmäßige Einkommen in Form von Mieteinnahmen und eine Wertentwicklung, die von den Kapitalmärkten vergleichsweise unabhängig ist, bieten vielversprechende Renditeaussichten.
„Beim Kauf gilt es jedoch, einiges zu beachten, denn nicht jede Immobilie eignet sich als Kapitalanlage“, erinnert Dr. Gerstenmaier. Wichtig sind neben der Lage eine solide Mietstruktur, die Substanz des Gebäudes und eine realistische Kalkulation der Renditeerwartungen. „Die Rendite sollte mehr als fünf Prozent betragen – dann lohnt es sich zu investieren“, rät der Experte. „Besonders bei Mehrfamilienhäusern ab etwa fünf Wohneinheiten, deren Preis unter einer Million Euro liegt, stimmen oft die zu erzielenden Erträge.“
Immobilienmarkt Stuttgart
Ein immer knapperes Angebot verzeichnet der Stuttgarter Immobilienmarkt. Besonders in den Höhen- und Aussichtslagen sowie in den Stuttgarter Teilorten ist dies rückläufig. Das betrifft sowohl Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, vor allem aber Mehrfamilienhäuser. Aber nicht nur in Stuttgart geht das Angebot zurück. Auch in den umliegenden Gebieten wie Gerlingen, Ludwigsburg und Esslingen sind immer weniger Kapitalanlageobjekte auf dem Markt.
Auf Grund der topographischen Lage gibt es in Stuttgart selten großzügige Neubauprojekte. Grüne Schneisen, die die Innenstadt in ihrer Kessellage mit Frischluft versorgen, dürfen nicht weiter bebaut oder verdichtet werden. Die Suche nach einem Bauplatz ist deshalb schwierig. Die Lösung kann im Erwerb und anschließenden Umbau einer bestehenden Immobilie liegen. Doch auch in Stuttgart gibt es noch Raum zum Träumen: Auf dem Gelände der alten Messe am Killesberg werden 28 Grundstücke für verschiedene Bauvorhaben gegen Höchstgebot an Privat verkauft.
Immobilienmarkt Konstanz
Konstanz hat viel zu bieten: Straßencafés und eine bunte Bevölkerungsmischung prägen das Stadtbild. Deshalb legt ELLWANGER & GEIGER nun beim Immobilienangebot auch einen Schwerpunkt auf die attraktive Bodensee-Region und ist sowohl in Konstanz als auch auf der Schweizer Seite in Kreuzlingen mit einem Büro vor Ort vertreten. Als gemeinhin feinste Adresse von Konstanz gilt die Seestraße, deren prachtvollen Jugendstilfassaden schon vom Hafen aus beeindrucken. Auch im dahinter liegenden Musikerviertel finden sich Villen mit großen Gärten. Hier liegt der Kaufpreis für Einfamilienhäuser mit 540.000 bis 1.120.000 Euro und für Eigentumswohnungen mit 3.000 bis 5.800 Euro pro Quadratmeter besonders hoch. Beliebt ist ebenfalls die mittelalterliche Altstadt, wo mehrstöckige Bürgerhäuser dominieren und die Kaufpreise für eine Eigentumswohnung rund 2.200 bis 4.000 Euro pro Quadratmeter betragen. Familien fühlen sich vor allem im Königsbau und in Staad wohl, die sich durch eine ruhige Lage auszeichnen.
Franchise
Neben der Dependance am Bodensee ist ELLWANGER & GEIGER auch im nahe gelegenen Rems-Murr-Kreis mit einem Büro in Weinstadt präsent...

  Details
 
 
21.07.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Obwohl es den finanzschwachen Ländern Irland, Griechenland und Spanien gelang, die Neuemissionen am Markt unterzubringen, setzten die Aktienmärkte kurzfristig ihre Abwärtsbewegung fort. Verursacher waren die US-Banken, an der Spitze Goldman Sachs, deren negative Quartalsergebnisse die gesamte Branche belasteten. Bei der Automobilbranche fiel die Entwicklung sehr unterschiedlich aus. Während Daimler starke Einbußen hinnehmen musste, konnte BMW von besseren Zahlen profitieren. Durch gute Ergebnisse im Technologiesektor (Apple) konnte der DAX die 6.000 Punkte wieder überschreiten. Ein Wiederanstieg ist auch beim Euro zum Dollar festzustellen. Innerhalb kurzer Zeit hat er die Schwäche überwunden und peilt nun ein nachhaltiges Überschreiten der wichtigen Marke von 1,30 an. Auch die Aktienmärkte stehen vor einer Entscheidung. Sollte der DAX dieses Mal wieder nicht die 5.800 Punkte nach unten durchbrechen, ist es durchaus möglich, dass nun im dritten Anlauf die bisherigen Höchstkurse überschritten werden und eine kurzfristige Sommerrallye eingeleitet wird. Dies ist auch am Euro Stoxx 50 zu erkennen, hier liegt die Unterstützungslinie bei 2.300 Punkten, die Widerstandslinie bei 2.550 Punkten. Der Dow-Jones-Index hätte nach unten bis 9.800 Punkte Luft. Ein Wiederanstieg über 10.350 Punkte würde den Index frei werden lassen bis 11.000 Punkte.

Die überwiegend guten Unternehmensergebnisse aus dem ersten Quartal 2010 und nun auch für das zweite Quartal zeigen, dass viele mit nur geringfügigen Blessuren aus dem Konjunkturtal herausgekommen sind. Eine solche Erholung impliziert jedoch eine realwirtschaftlich deutlich bessere Entwicklung, als wir sie erwarten. So könnte Raum entstehen für Enttäuschungen, die bei der zu Unsicherheit umgeschlagenen Grundstimmung die Anleger zu heftigen Verkäufen verführen könnten. Die Euroschwäche begünstigt eine weitere Marktspaltung der Aktienmärkte in Europa, Länderrisiken sind auch bei den Aktien wieder ein Thema geworden. Dies gilt umso mehr, falls Aktien im Zuge des Anlagenotstandes durch weitere gute Meldungen steigen sollten. So sehen wir beim DAX durchaus die Jahreshöchststände als möglich an, unter Umständen sogar noch ein Überschreiten in Richtung 6.500 Punkte. Stichtagsbezogen auf unsere Sechsmonatsprognose dürften die Höchstkurse aber nicht halten, so dass wir hier einen maximalen DAX-Stand von 6.300 Punkten sehen und den Euro Stoxx 50 bei 2.500 Punkten...

  Details
 
 
19.07.2010Vorstellung des Immobilienmarktberichtes 2010: Regionen Stuttgart und Bodensee
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Investition in Immobilien verspricht vergleichsweise große Unabhängigkeit von den Kapitalmärkten und gute Renditen – vor allem wenn die Wohnlage stimmt. Neben der für Investoren und Wohnungssuchende äußerst attraktiven Region Stuttgart glänzt in Baden-Württemberg auch die Bodenseeregion mit besonders rentablen Angeboten. Deshalb legt ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers nun auch einen Schwerpunkt auf diese Region und stellt sie erstmals zusätzlich zum Stuttgarter Raum im diesjährigen Immobilienmarktbericht vor. Daneben bietet der Bericht umfassende Zahlen und Fakten und zeigt aktuelle Trends und Entwicklungen auf.

Der Immobilienmarktbericht 2010 wird vorgestellt am

Donnerstag, 22. Juli 2010, 15.00 Uhr,

im BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER
Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart

Hierzu laden wir Sie herzlich ein.

Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen und erbitten Rückantwort auf beiliegendem Fax-Vordruck bis Mittwoch, 21. Juli 2010.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Volker Gerstenmaier
Persönlich haftender Gesellschafter

  Details
 
 
14.07.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Sie sind wieder da, die Konjunktursorgen und auch die Schuldenkrise in Europa sind wieder ins Blickfeld gerückt. Viele Marktteilnehmer schauen auf den Donnerstag, hier wird der EZB-Tender fällig und die Banken müssen insgesamt 442 Mrd. Euro zurückzahlen, wodurch es zu Liquiditätsengpässen kommen könnte. Aus den USA kommen widersprüchliche Zahlen. Zwar ist der Konsum angestiegen, allerdings ging der Verbrauchervertrauensindex zurück und die neuesten Daten vom amerikanischen Konjunkturindex werden diese Woche noch veröffentlicht. Nachdem nun auch die Volksrepublik China eine Eintrübung in ihre Wachstumskraft eingestehen musste, stellen sich die Investoren auf einen Rückgang in der globalen Konjunktur ein. Angeführt vom Bankensektor, drehten die Indizes abwärts. Damit befindet sich der DAX wieder in einer kritischen Situation, seine Unterstützungslinie von 6.150 Punkten und die 6.000-Punkte-Marke wurde ohne Widerstand nach unten durchbrochen. Wichtig ist nun, dass der Bereich um 5.800 Punkte als Unterstützungsmarke gehalten werden kann. Die nächste Marke liegt erst bei 5.580 Punkten. Der Euro Stoxx 50 musste ebenfalls herbe Verluste hinnehmen, er liegt auf der Unterstützungslinie von 2.350 Punkten. Sollte diese unterschritten werden, ist die nächste Unterstützung bei 2.200 Punkten. Auch der Dow-Jones-Index ist auf seiner Unterstützungslinie von 9.850 Punkten angelangt, der nächste Stopp wäre bei 9.400 Punkten.

An den Börsen ist die Nervosität wieder angestiegen, bedingt auch durch den hohen Rückzahlungstermin von Seiten der EZB, die aber als Schocklinderung gleichzeitig wieder unbegrenzte Liquidität zu einem Festzinssatz von 1,0 % für drei Monate anbietet. Insofern dürfte das europäische Bankensystem nicht ins Schleudern geraten, da die Refinanzierungsmöglichkeit wieder gegeben ist. Trotzdem ist es ein Indikator, der zeigt, wie viel neues Geld aufgenommen werden muss und welche Banken dieser neuen Spritze nicht mehr bedürfen. Profiteur der Unsicherheit bleibt nach wie vor der Edelmetallbereich. Nachdem das Gold sich weiterhin auf einem Rekordhoch befindet, blicken viele auf den Silbermarkt, der nun ebenfalls stärker anzieht. Die großen Konsumenten USA, Indien und China scheinen weiter auf Silber zu setzen, so dass diese Rallye noch nicht zu Ende sein dürfte. Die starke Nachfrage der Edelmetalle zeigt, dass viele Investoren trotz positiver Unternehmensdaten und wieder angestiegener Aktienkurse an eine wirkliche Trendumkehr noch nicht glauben. Es ist gut möglich, dass die große Schwankungsbreite innerhalb des DAX von 5.200 Punkten bis 6.300 Punkten fortgeführt wird...

  Details
 
 
07.07.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die weltweiten Aktienmärkte befanden sich kurzfristig wieder im Aufwind. Besonders die europäischen Werte konnten den stärksten Kursanstieg der letzten fünf Wochen vorweisen. Für diese positive Entwicklung reichte es schon aus, dass gemeldete Konjunkturdaten nicht negativ ausfielen, sondern verhalten positiv, wie der Einkaufsmanagerindex aus den USA. Die EZB konnte dem Geldmarkt 59 Mrd. Euro Liquidität entziehen, was auch als Anzeichen für eine Normalisierung gewertet wurde. Zu dieser Einschätzung trug auch bei, dass Spanien seine Neuemission mit 6 Mrd. Euro komplett platzieren konnte. China hat den weltgrößten Börsengang mit seiner Agricultural Bank of China vor sich. Der rasante Kursanstieg zeigte, wie viel Liquidität am Markt ist und wie viele Investoren in Lauerstellung liegen, um den richtigen Einstieg nicht zu verpassen. Der DAX hat eine klassische M-Formation hinter sich und konnte auch die Unterstützungslinie von 5.850 Punkten halten. Der schnelle Anstieg bis fast 6.000 Punkte muss sich aber noch stabilisieren, damit ein nachhaltiger Durchbruch gewährleistet ist. Dieser wäre erst bei 6.150 Punkten erkennbar. Der Euro Stoxx 50 liegt wieder auf seiner Widerstandslinie von 2.350 Punkten, die er kurzfristig unterschritten hatte. Hier müssten über 2.500 Punkte erreicht werden, um neue Höchstkurse zu generieren. Der Dow-Jones-Index konnte nach seinem starken Abrutschen nun wieder die Marke von 9.750 Punkten erreichen, Hier ist entscheidend, ob die psychologische Marke von 10.000 Punkten wieder überschritten werden kann.

Der schnelle Kursanstieg war nur durch schwache Umsätze unterstützt, so dass wir von einer technischen Reaktion sprechen könnten. Insbesondere die bisherigen Konjunkturmeldungen geben keinen Anlass zur Euphorie, sondern werden nur von der Hoffnung getragen, dass der bisherige Aufschwung weiter anhalten kann. Verlierer des Kursanstiegs war eindeutig das Gold, das nun wieder unter 1.200 Dollar die Unze zurückfiel. Sollte der wirtschaftliche Aufschwung nicht anhalten oder sogar einbrechen, wäre der augenblickliche Goldpreis wieder ein Einstiegsszenario. An den Aktienmärkten wird es sich weisen müssen, ob der letzte Kursanstieg nur ein Strohfeuer war, was fast anzunehmen ist, oder ein weiteres liquiditätsgetriebenes Anziehen der Kurse möglich ist. Die nächsten Wochen werden geprägt durch die Präsentationen der Unternehmenszahlen für das zweite Quartal und die Prognose für das dritte Quartal. Hier wird deutlich werden, dass die vergangenen Monate einen guten Verlauf aufweisen können, während die kommenden Quartale eher ein gebremstes Wachstum vorweisen werden...

  Details
 
 
30.06.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Sie sind wieder da, die Konjunktursorgen und auch die Schuldenkrise in Europa sind wieder ins Blickfeld gerückt. Viele Marktteilnehmer schauen auf den Donnerstag, hier wird der EZB-Tender fällig und die Banken müssen insgesamt 442 Mrd. Euro zurückzahlen, wodurch es zu Liquiditätsengpässen kommen könnte. Aus den USA kommen widersprüchliche Zahlen. Zwar ist der Konsum angestiegen, allerdings ging der Verbrauchervertrauensindex zurück und die neuesten Daten vom amerikanischen Konjunkturindex werden diese Woche noch veröffentlicht. Nachdem nun auch die Volksrepublik China eine Eintrübung in ihre Wachstumskraft eingestehen musste, stellen sich die Investoren auf einen Rückgang in der globalen Konjunktur ein. Angeführt vom Bankensektor, drehten die Indizes abwärts. Damit befindet sich der DAX wieder in einer kritischen Situation, seine Unterstützungslinie von 6.150 Punkten und die 6.000-Punkte-Marke wurde ohne Widerstand nach unten durchbrochen. Wichtig ist nun, dass der Bereich um 5.800 Punkte als Unterstützungsmarke gehalten werden kann. Die nächste Marke liegt erst bei 5.580 Punkten. Der Euro Stoxx 50 musste ebenfalls herbe Verluste hinnehmen, er liegt auf der Unterstützungslinie von 2.350 Punkten. Sollte diese unterschritten werden, ist die nächste Unterstützung bei 2.200 Punkten. Auch der Dow-Jones-Index ist auf seiner Unterstützungslinie von 9.850 Punkten angelangt, der nächste Stopp wäre bei 9.400 Punkten.

An den Börsen ist die Nervosität wieder angestiegen, bedingt auch durch den hohen Rückzahlungstermin von Seiten der EZB, die aber als Schocklinderung gleichzeitig wieder unbegrenzte Liquidität zu einem Festzinssatz von 1,0 % für drei Monate anbietet. Insofern dürfte das europäische Bankensystem nicht ins Schleudern geraten, da die Refinanzierungsmöglichkeit wieder gegeben ist. Trotzdem ist es ein Indikator, der zeigt, wie viel neues Geld aufgenommen werden muss und welche Banken dieser neuen Spritze nicht mehr bedürfen. Profiteur der Unsicherheit bleibt nach wie vor der Edelmetallbereich. Nachdem das Gold sich weiterhin auf einem Rekordhoch befindet, blicken viele auf den Silbermarkt, der nun ebenfalls stärker anzieht. Die großen Konsumenten USA, Indien und China scheinen weiter auf Silber zu setzen, so dass diese Rallye noch nicht zu Ende sein dürfte. Die starke Nachfrage der Edelmetalle zeigt, dass viele Investoren trotz positiver Unternehmensdaten und wieder angestiegener Aktienkurse an eine wirkliche Trendumkehr noch nicht glauben. Es ist gut möglich, dass die große Schwankungsbreite innerhalb des DAX von 5.200 Punkten bis 6.300 Punkten fortgeführt wird...

  Details
 
 
16.06.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Zwar wurde Griechenland durch die Ratingagentur Moody auf Ba1 herabgestuft, allerdings wurde dies von den Investoren bereits erwartet. Die EZB nahm auch wieder den Ankauf von griechischen, portugiesischen und irländischen Papieren vor. Da auch Spanien die Emissionen neuer Geldmarktpapiere am Markt unterbringen konnte, zeigte der gesamte Bondmarkt wenig Unruhe. Dies, obwohl der ZEW-Index nach unten korrigierte und somit an der Konjunkturzuversicht Zweifel äußert. An den Aktienmärkten ist zurzeit keine Unruhe zu spüren. Im Gegenteil, schlechte Nachrichten werden nicht zur Kenntnis genommen, die positiven Unternehmensdaten sind Anlass genug, um die Kurse nach oben zu treiben. Unterstützt von nach wie vor viel Liquidität, die nun scheinbar keinen Anlass mehr sieht, sich zurückzuhalten. Wie bereits im Abwärtstrend, so zeigt sich nun in der Aufwärtsbewegung der Bankensektor als Antreiber des Marktgeschehens. Der DAX hat seine Widerstandszone mit 6.175 Punkten erreicht und wird diese auch überschreiten, um die nächste Marke von 6.300 Punkten in Angriff nehmen zu können. Der Euro Stoxx 50 liegt auf der Widerstandsmarke von 2.450 Punkten, hier wäre nun Luft bis zu 2.580 Punkten. Beim Dow-Jones-Index könnte die Aufwärtsbewegung bis 10.750 Punkte möglich sein.

Die Börse hat einen beeindruckenden Richtungswechsel vorgenommen, und dies nicht nur im europäischen Umfeld, sondern weltweit. Es wird positiv zur Kenntnis genommen, dass die Staatsverschuldung bei den einzelnen Ländern inzwischen ernst genommen wird und enorme Kraftanstrengungen gezeigt werden, um die Sparprogramme auch durchzusetzen. Sicherlich sind die Wege zum Schuldenabbau die richtigen, ob sie allerdings ausreichen, darf mehr als bezweifelt werden. Ein sogenannter „Haircut“ ist zwar aufgrund dieser Programme in den nächsten 18 Monaten unwahrscheinlich, aber danach weiterhin nicht auszuschließen. Da insgesamt keine Haushaltsdisziplin vorhanden ist, spricht man von einem sogenannten „Moral-Hazard-Problem“. Kurzfristig werden aber die Unternehmensgewinne die Investoren überzeugen und die geballte Liquidität die Aktienmärkte in eine Überkauftsituation treiben...

  Details
 
 
09.06.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Rentenmärkte geben den Aktienkursen die Richtung vor. Die Nervosität der Anleger führte dazu, dass die zehnjährigen Bundesanleihen unter 2,5 % Rendite fielen. Die Anleger verkauften die schwächeren Länderanleihen und investierten in die Bundesanleihe. Der Goldpreis stieg weiter an und kam erstmals über 1.050 Euro beziehungsweise 1.251 Dollar. Dagegen fiel der Euro weiter zurück, konnte sich zwar kurzfristig erholen durch Interventionen der Schweizer Notenbank, doch wie in der Vergangenheit hielt dieser Anstieg nicht lange. Auch die Aktienmärkte unterzogen sich diesem „Schaukelvorgang“. Dabei sehen die deutschen Wirtschaftszahlen gut aus, eine weitere Steigerung der Produktivität ist deutlich zu erkennen. Die guten Zahlen der deutschen Wirtschaft und auch die zuversichtliche Einschätzung von Fed-Chef Bernanke bezüglich der amerikanischen Konjunkturerholung vertreibt aber nicht die Sorge um die Länderrisiken in Europa. Technisch betrachtet stehen die Aktienmärkte dem Börsenspruch „Sell in May and go away“ gegenüber, denn die Aufwärtsbewegungen werden zeitlich immer kürzer. Der DAX müsste über 6.150 Punkte steigen, um wieder in seinen alten Aufwärtstrend hineinzukommen. Die Unterstützungslinie von 5.750 Punkten bleibt bestehen, der Euro Stoxx 50 darf die 2.250-Punkte-Marke nicht unterschreiten, da ansonsten ein klarer Abwärtstrend entsteht. Erst ein Übersteigen der 2.480-Punkte-Marke könnte eine Aufwärtsbewegung bedeuten. Der Dow-Jones-Index konnte sich auf seiner Unterstützungslinie von 9.900 Punkten halten. Sollte diese Marke in den nächsten Tagen nach unten durchbrochen werden, wäre die nächste Unterstützungslinie erst bei 9.500 Punkten.

Die Rahmeneckdaten für die Aktieninvestoren haben sich in den letzten Monaten nicht verändert: auf der einen Seite verbesserte Unternehmensnachrichten und auf der anderen Seite erhöhte Länderrisiken. Positive wie negative Nachrichten wechseln sich ständig ab und spiegeln sich in den hohen Schwankungsbreiten der Aktienkurse wider. Die risikoaversen Anleger werden sich somit weiter zurückhalten und das Terrain dem spekulativen, tradingorientierten Investor überlassen. Ein klarer Trend wird auch in den nächsten Wochen nicht erkennbar sein. Insofern gilt es, die Schwankungsbreiten auszunutzen und stärkere Rückschläge als Signal zu erkennen, um defensive dividendenstarke Titel in das Depot zu nehmen...

  Details
 
 
18.05.2010E & G: Wie Anleger in erneuerbare Energien investieren können
Zukunftsweisende Technologien: Energie speichern und managen
Stuttgart, 18. Mai 2010 Das Feld der erneuerbaren Energien ist weit: Die Technologien entwickeln sich ständig weiter und setzen Impulse für die Zukunft. Wer in diesem Bereich investieren möchte, sollte sich umfassend mit der Materie befassen und auskennen – oder auf einen spezialisierten Fonds zurückgreifen, raten die Experten der ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.
Für den Anleger stellt sich zunächst die Frage, auf welchen Bereich er setzen will. Weit voran geschritten ist beispielsweise die Nutzung der Sonnenstrahlung oder des Winds bei der Stromerzeugung, aber auch Biomasse und Erdwärme spielen eine wachsende Rolle für die Energiegewinnung. „Bei Windkraftgroßanlagen ist es inzwischen gelungen, fast die Netzparität, das heißt Konkurrenzfähigkeit zur klassischen Stromgewinnung, zu erreichen. In der Photovoltaik gewinnt insbesondere die Dünnschichttechnologie durch technische Fortschritte an Bedeutung“, fasst Helmut Kurz von ELLWANGER & GEIGER die Entwicklungen zusammen.
Entscheiden muss der Anleger auch, ob er sich auf Subventionen oder mehr auf heute schon konkurrenzfähige Technologien stützen will. „Grundsätzlich lehrt die Erfahrung mit staatlicher Subventionspraxis, dass es für den Investor riskant ist, sich darauf zu verlassen. Er ist somit besser beraten, in Aktien von Unternehmen zu investieren, die am Markt bestehen können“, rät Kurz. Mit Anteilen an Firmen, die Techniken zur Effizienzsteigerung in Kraftwerken und Anlagen, zur Übertragung, zur Speicherung und zum Management von Energien anbieten, wird beispielsweise schon jetzt Geld verdient...

  Details
 
 
12.05.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Nach den schweren Einbrüchen der Aktienmärkte in der letzten Woche haben die Regierungen der EU am Wochenende wieder einmal einen Rettungsschirm aufgespannt. Dieses Mal nicht zu Gunsten der Banken, sondern um den Euro „zu retten“. Nachdem bekannt geworden war, dass das europäische Rettungspaket für die Länder, die in eine starke Schuldenkrise geraten sind, ein Volumen von 750 Mrd. Euro beinhaltet, kam es am Montag zu einem Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten, und dies nicht nur innerhalb Europas, sondern weltweit. Auch der Euro konnte gegenüber dem Dollar einen starken Kursauftrieb erreichen, bis 1,30. Allerdings hielt die Freude nicht lange. Nachdem der IWF vor strukturellen Schwächen der Eurozone gewarnt hatte, fiel die Gemeinschaftswährung wieder stark zurück auf 1,27 Dollar und die Anleger flüchteten ins Gold. Hier liegt der Preis inzwischen bei über 1.200 Dollar die Unze. Diese ungewöhnlichen Devisenachterbahnfahrten scheinen nun auch wieder den Aktienmärkten bevorzustehen, denn nach dem starken Anstieg erfolgte bereits am Dienstag die Ernüchterung. Viele Anleger nehmen kurzfristig ihre erzielten Gewinne mit, auch verursacht durch die schwache japanische Börse. Die Indizes zeigen einen sehr angespannten Verlauf. Nach dem Abrutschen des DAX unter die 5.700-Punkte-Marke konnten kurzfristig wieder 6.000 Punkte erreicht werden. Augenblicklich liegt der Index allerdings auf seiner 200-Tage-Durchschnittslinie von 5.900 Punkten. Erst ein Überschreiten von 6.150 Punkten würde wieder neue Kurssteigerungen möglich machen, anderenfalls ist auch noch ein Rückschlag bis 5.450 Punkte jederzeit möglich. Der Euro Stoxx 50 hat starke Kursausschläge hinter sich und liegt nun wieder auf seiner Unterstützungslinie von 2.450 Punkten. Rückschlagsgefahr besteht bis 2.350 Punkte, erst nach einer Kurssteigerung von über 2.550 Punkten wären neue Gewinne möglich. Der Dow-Jones-Index liegt nun wieder auf der Unterstützungslinie von 10.750 Punkten, eine Erholungstendenz wäre erst sichtbar bei über 11.000 Punkten.

Das Rettungspaket für die EU-Länder war sicherlich notwendig, allerdings geht dies zu Lasten der EZB und ihrer Unabhängigkeit. Inzwischen hat die EZB die Vorgehensweise der Amerikaner und Engländer angenommen und ist somit stark politisch geprägt. Hier ist es sinnvoll, so rasch wie möglich zurück zur Unabhängigkeit zu kommen. Dies dürfte nicht mehr leicht sein, da das Rettungspaket den Zwang der einzelnen Länder zu echten Einschnitten stark verwässert hat. Die sog. Spekulanten werden also weiterhin die Möglichkeit haben, ihren Finger in die Wunde zu stecken, da es auch Spanien und Portugal bisher nicht gelang, glaubhafte Sparpakete zu schnüren. Mittelfristig betrachtet sind solche „Überlebenspakete“ eher wachstumshemmend. So ist es durchaus vorstellbar, dass es den Euro in zehn Jahren in dieser Form nicht mehr geben wird. Kurzfristig hat das Anwerfen der „Gelddruckmaschine“ positive Impulse für den Aktienmarkt...

  Details
 
 
05.05.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Aufgrund neuer Gerüchte um die kritische Situation in Griechenland mussten die europäischen Börsen am Dienstagnachmittag einen Kurssturz hinnehmen. Anscheinend klaffen im Sparprogramm der griechischen Regierung noch riesige Lücken. Deutliche Verluste musste daraufhin auch der Euro hinnehmen. Insbesondere aus Asien kamen große Verkäufe zugunsten des Dollars, der zusätzlich von den guten US-Konjunkturdaten profitieren konnte. Rein technisch betrachtet befindet sich der Euro nun in einem starken Abwärtstrend, der durchaus bis 1,25 Euro/Dollar in der ersten Stufe gehen könnte. Durch die Verschärfung der Schuldenkrise in Europa haben sich die Anleger auch erneut dem Gold zugewendet. In Euro gerechnet, liegt der Preis nun bei 904,- Euro je Feinunze, so hoch wie nie zuvor. Doch selbst in Dollar gerechnet ist ein neues Jahreshoch erreicht worden. Hier dürfte kurzfristig ein weiterer Anstieg in Richtung 1.200 Dollar und darüber hinaus sehr wahrscheinlich sein. Die amerikanischen Aktien wurden ebenfalls in den Abwärtsstrudel gezogen. Hier ist in erster Linie von der Sorge vor einem Dominoeffekt in Europa die Rede. Hinzu kamen einige Unternehmensberichte, die nur einen schwachen Ausblick für die nächsten Monate liefern konnten. Die Indizes zeigen nun ein sehr angekratztes Bild. Der DAX liegt auf seiner psychologischen Grenze um 6.000 Punkte, ein Widerstand ist bei 5.850 Punkten vorhanden. Der Euro Stoxx 50 liegt bereits an seiner Unterstützungslinie von 2.460 Punkten. Sollte diese nicht halten, wäre die nächste Unterstützung erst bei 2.340 Punkten. Der Dow-Jones-Index hätte eine Rückschlagsgefahr bis 10.780 Punkte.

Innerhalb von wenigen Stunden wurde am Dienstag der europäische Aktienmarkt durcheinandergewirbelt Die Gerüchteküche brodelte und die Kommentare überschlugen sich. Ursache waren wieder einmal Zweifel am Sparprogramm der Griechen und somit wurde gleich die Gefahr heraufbeschworen, dass dadurch, dass die europäischen Volkswirtschaften so stark miteinander vernetzt sind, die Probleme von einem auf ein anderes Land übergreifen könnten. Neben dem bekannten Portugal wurde nun auch Spanien mit einbezogen. Sofort schossen die spanischen Staatsanleihen in ihren Renditen nach oben. In solchen Phasen, die fast schon panikartige Züge annehmen, sollten Privatanleger sich nicht mit hineinziehen lassen. Wobei es durchaus verlockend ist, den alten Börsenspruch umzusetzen: „Sell in may and go away.“ Die EZB wird auf ihrer Sitzung am Donnerstag auch zusätzlich erklären müssen, warum sie sich von der Politik in ihrer Unabhängigkeit so weit einschränken lässt und weiter griechische Staatsanleihen als Sicherheit hereinnimmt. Hinzu kommt ein Ausblick auf die weitere Zinspolitik. Am Freitag erscheinen die US-Arbeitsmarktdaten, die voraussichtlich positiv ausfallen werden, so dass von dieser Seite eine Marktberuhigung zu erwarten ist. Insgesamt bleiben die Aktienmärkte aber in einem unruhigen Fahrwasser, das durch ständige neue Gerüchte immer wieder in Wallung geraten wird. Insofern ist für Investoren eine abwartende Haltung angesagt...

  Details
 
 
04.05.2010E&G: Basiseffekte führen aktuell zu positiven Wirtschaftsdaten
Die Wirtschaftsdaten zeichnen zu Beginn des Jahres ein widersprüchliches Bild, doch positive Zahlen überwiegen. Das liegt allerdings vor allem an einer gedrückten Vergleichsbasis durch die starke Wirtschaftskontraktion 2009, so die Einschätzung der Experten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers zur aktuellen Situation.
Als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise schrumpfte das Bruttosozialprodukt in Deutschland 2009 um fünf Prozent, die Exporte gingen mit Minus 18,4 Prozent so stark zurück, wie noch nie seit dem zweiten Weltkrieg. Diese gedrückte Basis, deren Tiefpunkt sich Anfang 2009 ausbildete, ermöglichte seit Mitte des vergangen Jahres wieder einen Erholungstrend mit Wirtschaftsdaten, die sich Monat für Monat verbessern konnten. „Seit Beginn des Jahres 2010 lässt der Basiseffekt auch die Vorjahresvergleiche gut aussehen. Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die meisten Indikatoren nach wie vor auf deutlich niedrigeren Niveaus als vor dem Ausbruch der Krise befinden. Ein Abflachen des Wachstums zum aktuellen Zeitpunkt käme somit definitiv zu früh“, so Michael Beck von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers.
Wie die Unternehmen mit den niedrigeren Erlösniveaus dauerhaft zurechtkommen, spielt nach Einschätzung des Experten eine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten. „Zwar können mit Einsparungen und Rationalisierungen Kosten reduziert werden. Die Unternehmen versuchen aber ihr Stammpersonal zu halten, um den Fehler aus der letzten Rezession 2001/2002 nicht zu wiederholen, als Personal zu früh freigesetzt wurde“, erläutert Beck. Die Kurzarbeiterregelung belaste die Ertragssituation der Unternehmen. Auf der anderen Seite stütze sie aber bislang die Konsumneigung, die sich nur leicht verschlechterte...

  Details
 
 
28.04.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Aktienmärkte reagierten mit starken Kursverlusten, als am Dienstagnachmittag die Rating-Agentur Standard & Poor‘s Griechenland gleich um 3 Stufen herabsetzte und nur noch die Bonitätsnote BB+ akzeptierte. In einem Atemzug wurde auch Portugal auf A- herabgestuft. Die Märkte sehen scheinbar wenig Hoffnung für die Einhaltung der Sparprogramme in diesen beiden Ländern. Unterstützt wird dieser Argwohn auch dadurch, dass gerade in diesen Ländern ständige Streiks ausgerufen werden durch die Angestellten im öffentlichen Dienst. Dies könnte eine Verschärfung der Lage hervorrufen. Positiv dagegen stehen die verschiedenen Unternehmensergebnisse und das Aufhellen des Konsumklimas. In den USA ist der Index für das Verbrauchervertrauen auf den höchsten Stand seit September 2008 gestiegen. Und auch in Europa ist eine deutliche Konjunkturzuversicht zu verspüren. Insbesondere in Deutschland scheint der Verbraucher die allgemeine Wirtschaftsentwicklung positiv zu beurteilen. Sobald eine Beruhigung bei den Staatsanleihen eintreten wird, werden die Konsum- und Unternehmensdaten die Aktienmärkte wieder positiv beeinflussen. Die Indizes zeigen ein leicht angekratztes Bild. Der Dax ist zurückgefallen in Richtung seiner Unterstützungslinie von 6.050 Punkten. Sollte diese nicht halten, dürfte auch die psychologische Marke von 6.000 Punkten schnell unterschritten werden in Richtung 5.850 Punkte. Der Rückschlag im Euro Stoxx 50 fiel sehr stark aus bis zur Unterstützungslinie von 2.250 Punkten. Ein Rückschlag bis 2.400 Punkte wäre möglich. Der Dow-Jones-Index hat seine Unterstützungslinie von 11.000 Punkten knapp unterschritten.

Der Fokus der Anleger auf das Staatsanleihen-Desaster lässt zurzeit einen wichtigen Markt außer Acht. Der Aktienmarkt in Asien, der bisherige Retter und mit großen Kursgewinnen versehene Markt, zeigt nun erste ernsthafte Ermüdungserscheinungen, verursacht von der Sorge, dass es zu einem Platzen der Immobilienblase kommen könnte. Die chinesische Regierung hat bereits Schritte gegen die Immobilienspekulationen eingeleitet. Zum einen eine Reduzierung der Kreditfinanzierungsquote, zum anderen die Einführung einer Sondersteuer bei Mehrfachbesitz. Sollte es der Regierung gelingen, ein Abwenden der Blase herbeizuführen, wäre auch ein starker Absturz der Aktienkurse abgewendet. Dies wäre für die Aktieninvestoren eine wichtige Voraussetzung, um die Verunsicherung an den europäischen Aktienmärkten nicht noch weiter zu verschärfen. Die Staatenverschuldung innerhalb der Eurozone kann augenblicklich nur politisch gelöst werden. Hier ist schnelles Handeln und nicht weiter zögerliches Kalkül gefragt. Gelingt diese Beruhigung nicht, ist ein Durchbrechen des Dax bis 5.850 Punkte durchaus möglich. Solche Gelegenheiten sind dann aber auch wieder klare Kaufsignale...

  Details
 
 
21.04.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte befinden sich weiter im Aufwärtstrend. Insbesondere bei den Unternehmensergebnissen sieht es so aus, als ob alle in irgendeiner Form gestärkt aus der Krise gekommen wären. Vor allem die amerikanischen Banken glänzten mit Quartalsgewinnen, die weit über den Erwartungen lagen, die großen Häuser sind wieder in Feierlaune. Aber auch Europa kann sich nicht beklagen, die vernachlässigten Automobilwerte zeigten nun ebenfalls wieder hervorragende Quartalszahlen. Hinzu kam, dass Griechenland seine erste Fälligkeit bei den Anleihen mit 8,2 Milliarden Euro plus Coupon ohne Probleme zurückzahlte. Ob die Griechen allerdings auf Dauer die Fähigkeit besitzen, das Hilfspaket zu stemmen, sollte weiter in Frage gestellt werden. In Deutschland hellt sich das Konjunkturbild weiter auf, der ZEW-Index überzeugte mit einem klaren Anstieg. Zudem befinden sich die asiatischen Märkte auf der Gewinnerseite, insbesondere Indien konnte nach der Zinserhöhung wieder starke Kursgewinne verzeichnen. So scheint es, dass die meisten Rahmeneckdaten kurzfristig weiterhin für die Aktienmärkte „auf Grün stehen“. Dies ist auch an den Indizes zu erkennen. Der DAX ist zwar nun in einen Seitwärtskanal eingetreten, sollte er die 6.280 Punkte aber überschreiten können, ist ein Anstieg bis 6.500 Punkte jederzeit möglich. Der Euro Stoxx 50 befindet sich in einem aufwärtsgerichteten Dreieck, das bis 2.800 Punkte gehen könnte. Der Dow-Jones-Index ist in eine Seitwärtsrichtung eingependelt, ein Ausbruch dürfte ihn bis an die 12.000-Punkte-Marke heranführen.

Die kurzfristige Beunruhigung, dass der Ausbruch des isländischen Vulkans nicht nur den Flugverkehr lahmlegen würde, sondern auch Versorgungsengpässe und damit konjunkturelle Einschnitte herbeiführt, ist in den Hintergrund getreten, da rund um den Globus die Unternehmensdaten mehrheitlich mit hervorragenden Zahlen aufwarten konnten. Dieser positive Effekt bezog sich nicht nur auf eine Branche, sondern fast alle Unternehmen zeigten sich in guter Verfassung. Auch die ersten Wochen im zweiten Quartal deuten an, dass von Unternehmensseite keine Konjunktureintrübung zu erwarten ist. Bliebe also noch die Staatsverschuldung, die die Stabilisierungserfolge an den Märkten zunichte machen könnte. Dass hier noch eine große Gefahr besteht, ist deutlich am Verhältnis Euro zum Dollar zu erkennen. Für die exportorientierten deutschen Unternehmen zeigt diese Entwicklung aber sogar Vorteile auf. Viele Investoren zeigen sich nun schon wieder sehr optimistisch, fast schon euphorisch, bezogen auf die weitere Kursentwicklung an den Aktienmärkten. Erfahrungsgemäß zeigt diese Sorglosigkeit sich als Vorzeichen für eine Korrektur. Wir gehen zwar kurzfristig davon aus, dass die Aufwärtsbewegung noch weiter anhalten wird, mittelfristig ist jedoch mit einem Widerstand zu rechnen und je nachdem, wie expansiv die Kurssteigerungen noch stattfinden werden, wird der Rückschlag mehr oder weniger stark ausfallen...

  Details
 
 
14.04.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Auf Basis der Wirtschaftszahlen ist die Trendwende deutlich zu erkennen. Forschungsinstitute rechnen inzwischen mit einem Wachstum in Deutschland von 1,5 %. Auch die Unternehmen können aufgrund ihres Auftragseingangs wieder eine Verbesserung feststellen, wobei die Steigerungen nur gering sind. Dies ist auch bei den US-Konzernen zu spüren, hier hat die neue Bilanzsaison wieder begonnen und das erste Unternehmen Alcoa konnte nicht ganz den Erwartungen entsprechen. Die neuesten Zahlen zum US-Außenhandelsdefizit stiegen nur leicht, so dass hier keine Beunruhigung an den Börsen eintrat. Kurzfristig beruhigend wirkte auch, dass Griechenland ohne Probleme auf dem Geldmarkt seine Papiere absetzen konnte, zu Zinssätzen wie 4,85 % bei 12 Monaten, die weit unter den Sätzen von letzter Woche lagen, die bei 7 % angesetzt waren. Die Aktienmärkte nehmen dies zwar wohlollend zur Kenntnis, zeigen aber noch ein gesundes Misstrauen, das sich auch darin äußert, dass der Euro zum US-Dollar sich zwar wieder verstärken konnte, aber nicht die wichtige charttechnische Hürde von 1,38 übersprang. Auch die Aktienindizes sehen eher nach einer Ermüdungsphase aus, das nachhaltige Überschreiten von 6.280 Punkten beim DAX erscheint sehr schwierig. Sollte dies gelingen, wäre der Weg bis 6.500 Punkte frei, ansonsten würde ein Rückschlag bis 6.100 Punkte möglich sein. Auch beim Euro Stoxx 50 hat sich die schnelle Aufwärtsbewegung beruhigt, ein Überschreiten der 2.680–Punkte-Marke könnte ein weiteres Anziehen der Kurse bis 2.800 Punkte möglich machen, anderenfalls wäre ein Rückschlag bis 2.580 Punkte wahrscheinlich. Der Dow-Jones-Index hat die wichtige psychologische Marke von 11.000 Punkten erreicht, weitere Steigerungen sind davon abhängig, wie in den nächsten Tagen die Bilanzsaison weiterläuft. Eine Verschnaufpause bis 10.850 Punkte ist wahrscheinlicher als ein weiterer Anstieg bis 11.500 Punkte.

Die nächsten Tage werden bestimmt durch die US-Bilanzsaison. Die starken Zahlen des weltgrößten Chipherstellers Intel beflügelten auch den deutschen Markt, die Erholung verlief durch alle Branchen. Hinzu kommen Marktspekulationen auf ein Übernahmeinteresse von Novartis an Bayer und gute Umsatzzahlen bei den Konsumwerten. Die Anleger schieben die Probleme bei den Ländern mit hohem Verschuldungsgrad in den Hintergrund und setzen weiter auf Erholung. Hinzu kommt, dass viele Investoren immer noch auf hohen Cashquoten sitzen und mit ihrem Einstieg weitere Höchstkurse generieren können...

  Details
 
 
31.03.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Anhand der Konjunkturdaten konnten sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen von ihrer freundlichen Seite zeigen. Insbesondere von der amerikanischen Notenbank kommen optimistische Töne dahingehend, dass die Konjunkturerholung als solide und nachhaltig bezeichnet wird. Vor allem da Verbesserungen im Einzelhandel und somit ein Wachstum in diesem Jahr von 3 % prognostiziert werden. Diese freundlichen Kommentare haben die asiatischen Börsen zum Anlass genommen, weitere Kurssteigerungen vorzunehmen. So konnte der Aktienmarkt in Tokio kurzzeitig sogar ein 18-Monate-Hoch erreichen und es ist davon auszugehen, dass trotz kleinerer Rücksetzer weitere Kurssteigerungen möglich sind. Deutlich macht dies auch der Dollar, der weiter an Stärke gewinnt. Die Anleger bringen damit ihre Skepsis gegenüber dem europäischen Wirtschaftswachstum zum Ausdruck. Außerhalb des Euroraums geht Großbritannien voran. Hier ist das Verbrauchervertrauen wiederum zurückgegangen, bedingt auch durch eine abwartende Haltung vor den Wahlen im Mai. In Deutschland wird ein Wirtschaftswachstum von knapp 1,5 % prognostiziert, dies zeigt den Abstand zu den USA deutlich. Damit tritt am deutschen Aktienmarkt auch eine gewisse Ernüchterung ein, nach den Höchstkursen wurden nun Gewinnmitnahmen durchgeführt. Der DAX legt kurz vor seinen 6.200 Punkten erst einmal den Rückwärtsgang ein und bewegt sich nun direkt an seiner Unterstützungslinie von 6.100 Punkten. Sollte diese nicht halten, wäre auch ein Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 6.000 Punkten möglich. Der Euro Stoxx 50 konnte seine Widerstandslinie von 2.670 Punkten nicht überschreiten, bleibt aber im Seitwärtstrend mit der Unterstützungslinie von 2.580 Punkten. Der Dow-Jones-Index befindet sich unmittelbar an der 11.000-Punkte-Marke, hier liegt die Unterstützungslinie bei 10.750 Punkten.
Das Anlegerinteresse geht immer mehr nach Asien. Insbesondere der chinesische Aktienmarkt zeigt sich weiter dynamisch und wird unterstützt durch Neuemissionen, die für die Erstzeichner zweistellige Kursgewinne erzielen können. Von solchen Erfolgsmeldungen ist Europa weit entfernt. Die Verschuldung einzelner Staaten ist zwar nicht mehr an vorderster Stelle im Blickfeld der Anleger, wird aber die Märkte auch in den kommenden Monaten ständig begleiten. Die Zweifel, dass finanzschwache Staaten mit ihren Finanzproblemen alleine fertig werden, sind gerechtfertigt. Dabei besteht die Gefahr nicht darin, dass diese Länder immer neue Anleihen herausgeben und diese auch gezeichnet werden, sondern eher darin, dass sie nicht in der Lage sein könnten, die Tilgung und die laufenden Zinszahlungen überhaupt zu leisten, und dann doch eine ständige Unterstützung anderer Euroländer vorgenommen werden müsste. Die Aktieninvestoren schieben diese Gefahr zurzeit beiseite. Da die meisten Anleger immer noch auf hohen Cashquoten sitzen, dürfte ein Übersteigen wichtiger charttechnischer Punkte wie z.B. der 6.200-Punkte-Marke ausreichen, um weitere Höchstkurse generieren zu können...

  Details
 
 
24.03.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Aktienmärkte waren in den letzten Tagen eher von einem „lustlosen“ Handel geprägt. Insbesondere der DAX braucht neue Impulse, um sein Jahreshoch testen zu können, dazu dient immer wieder das alte Thema Griechenland. Sobald Hoffnungen auf Hilfe auftauchen, stützt dies den Aktienmarkt. Belastung tauchte durch VW auf, der Konzern will sich mit der Ausgabe von bis zu 65 Millionen neuen Vorzugsaktien ca. 4 Milliarden Euro für die Übernahme von Porsche besorgen. Belastend wirkte auch der Rückschlag des Pharmaunternehmens Merck, hier blieb wieder einmal die Entwicklung eines Medikaments in der Anfangsphase stecken. Positive Unternehmensdaten kamen von Henkel, Infineon und aus dem Rohstoffsektor. Auch die USA konnten mit guten Zahlen vom US-Immobilienmarkt die Anleger optimistisch stimmen, hier scheint es, als ob der Häusermarkt seine Talsohle erreicht hat und sich langsam verbessern kann. Auch nach der Verabschiedung der Gesundheitsreform konnten die US-Healthcare-Aktien Kursgewinne verzeichnen. Technisch musste der DAX aber einen Rückschlag erleiden und ist von seinem Aufwärtstrend abgewichen. Solange aber die Unterstützungslinie von 5.900 Punkten hält, ist ein neuer Angriff auf die Jahreshöchstkurse möglich. Der Euro Stoxx 50 bleibt in seiner Seitwärtsbewegung mit der Unterstützungslinie von 2.600 Punkten. Der Dow-Jones-Index ist unverändert im Aufwärtstrend und steht vor der wichtigen 11.000–Punkte-Marke.

Der US-Aktienmarkt ist geprägt von einer inzwischen hohen Sorglosigkeit und einem stark ausgeprägten Optimismus unter den Anlegern, gegründet auf den ungebrochenen Aufwärtstrend der Aktienindizes. Bei genauer Betrachtung muss aber festgestellt werden, dass die Aufwärtsbewegung mit sehr niedrigen Umsätzen zustande gekommen ist, was darauf hindeutet, dass viele Institutionelle noch ein hohes Maß an Vorsicht walten lassen. Sollten diese Investoren auch in den Markt drängen, würde einem weiteren Anstieg nichts mehr im Wege stehen. Auf der anderen Seite scheinen die Gesamtmärkte sich eher in einem Überkauftbereich zu befinden, so dass aus unserer Sicht zur Vorsicht geraten wird. Die Verschuldung der Länder wird immer wieder die Märkte beunruhigen, unterstützt von wenig hilfreichen Verbalattacken der einzelnen politischen Landesvertreter. Sollte nun wirklich der IWF als Finanzierungshilfe zur Verfügung stehen, wäre das ein klares Signal dafür, dass ein Staatsbankrott in der Eurozone nicht zugelassen wird. Dies wird den Markt positiv unterstützen. Hinzu kommen die guten Daten vom ifo-Geschäftsklimaindex, der den Aktienmarkt nach oben treiben könnte...

  Details
 
 
17.03.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Hoffnungen auf eine anhaltende Konjunkturerholung und die Bestätigung der Bonitätsnote Griechenlands haben die europäischen Aktienmärkte wieder beflügelt. Trotz des Sparkurses bleibt die Lage in Griechenland schwierig, aber die Politik lässt einheitlich verkünden, dass ein Notfallplan für die Eurostaaten nicht eingesetzt werden müsse. Diese Aussagen reichen den Märkten, um wieder ein rosarotes Bild zu zeichnen. Auch die amerikanische Notenbank spricht davon, dass sich der US-Arbeitsmarkt nun wieder stabilisiert habe. Trotz allem sieht die Fed noch für einen längeren Zeitraum die Notwendigkeit, an ihrem Niedrigzinskurs festzuhalten. Aufgrund dieser Rahmeneckdaten kam es an den Aktienmärkten in den letzten Tagen auch zu erhöhtem Umsatzvolumen. Es ist festzustellen, dass viele institutionelle Investoren ihre Cashpositionen abbauen und sich wieder der Aktie zuwenden. Die Indizes zeigen einen freundlichen Trend, der DAX hat die 6.000-Punkte-Marke überschritten und dürfte somit auch wieder seine alten Jahreshöchstkurse erreichen können. Auch dem Euro Stoxx 50 fehlen nicht mehr viele Punkte bis zur 2.650-Punkte-Marke. Der Dow-Jones-Index ist in einem langen Aufwärtstrend, der beim Überschreiten der 10.700-Punkte-Marke neue Höchstkurse generieren kann.

Der DAX konnte die 6.000-Punkte-Marke erreichen, entscheidend wird aber sein, ob er das Jahreshoch vom 11. Januar mit 6.094 Punkten überschreiten kann, um dann in Richtung 6.250 Punkte weiter steigen zu können. Die europäischen Länderrisiken rücken damit definitiv in den Hintergrund und können den Aufwärtsdruck nicht mehr aufhalten. Unterstützung erhalten die Märkte auch von den asiatischen Börsen. Einen zusätzlichen Impuls gibt die japanische Notenbank, die ihre Geldpolitik weiter lockert, wodurch der Nikkei-Index auf Jahreshöchstkurs klettert. Positiv verlaufen auch die Rohstoffwerte, die sich einer großen Nachfrage erfreuen dürfen. Beeinträchtigt werden könnte das „Rundum-sorglos-Paket“ durch Veränderungen der Geldpolitik in China. Die guten Nachrichten für China sind für die anderen Länder nicht positiv zu betrachten, das Wirtschaftswachstum liegt in der Prognose bei 9,5 %, so dass die Weltbank nun China auffordert, die geldpolitischen Zügel anzuziehen, um insbesondere Inflationserwartungen und eine Immobilienblase zu vermeiden. Wobei China sicherlich keine Veränderung seiner Währungspolitik vornehmen wird. Anleger sollten sich in der augenblicklichen Phase auf einem Beobachtungsposten halten, da nur ein Überschreiten der Indizes über die Jahreshöchstkurse weiteres Kaufpotential eröffnet...

  Details
 
 
10.03.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die europäischen Aktienmärkte haben sich kurzfristig von schlechten Nachrichten aus Großbritannien beeinträchtigen lassen. In beiden Fällen waren es Rating-Agenturen, die eine Verschlechterung der Einstufung ankündigten. Zum einen Moody’s, die den britischen Bankensektor überprüfen wollen, zum anderen Fitch, die ankündigten, dass sie die Ländereinstufung AAA überprüfen müssten. Dies alles ist nicht neu, sorgt aber immer wieder für Verunsicherung bei den Investoren. Diese hielt aber nicht lange an und neue Käufe konnten die Indizes wieder in ihren Aufwärtstrend zurückbringen. Insgesamt befinden sich die Indizes in einer stabilen Aufwärtstendenz. Dies gilt für Europa wie auch für die USA. Darüber hinaus haben sich in Japan und dem übrigen asiatischen Raum die Märkte wieder gefangen. Dass keine Sorglosigkeit herrscht, zeigt deutlich der weitere Anstieg des Goldes. Institutionelle wie auch Privatanleger zeigen hier weiterhin lebhaftes Kaufinteresse und signalisieren damit eine gewisse Skepsis gegenüber den anderen Branchen am Aktienmarkt. Der DAX steht vor der Herausforderung, die 5.900-Punkte-Marke nachhaltig zu überschreiten, um seine alten Höchstkurse von Anfang Januar wieder zu erreichen. Der Euro Stoxx 50 hat eine starke Aufwärtsbewegung hinter sich gebracht und müsste die 2.600-Punkte-Marke überschreiten, um neue Höchstkurse zu generieren. Weiter aufwärts geht es auch beim Dow-Jones-Index, der sich in einem aufwärtsgerichteten Dreieck befindet, das bis 10.650 Punkte laufen könnte.

Die internationalen Aktienmärkte haben spannende zwölf Monate hinter sich. Genau vor einem Jahr fiel der DAX auf seinen Tiefstkurs von 3.589 Punkten und hatte somit eine rasante Abwärtsbewegung von seinem Höchstkurs Anfang 2008 mit 8.000 Punkten hinter sich. Die letzten Monate hatten zwar starke Schwankungen, aber in ihrer Tendenz bis Januar diesen Jahres ging es nur aufwärts. In den letzten Wochen zeigten sich doch vermehrt Ermüdungserscheinungen, die anfängliche Euphorie ist vorüber. Die fundamentale wie die technische Seite zeigen, dass die Kurse in einer Höhe angekommen sind, in der ein weiteres Vorwärtskommen sehr schwierig sein wird. Es wurde eine stabile Basis erarbeitet und ein Rückfall in die Rezession ist nicht anzunehmen, aber das hohe Tempo der Erholung ist ebenfalls vorbei. Die kommenden Wochen dürften eine volatile Seitwärtsbewegung mit sich bringen, unterstützt von einer generellen konjunkturellen Erholung und Unternehmensgewinnen, die insgesamt nicht negativ ausfallen dürften...

  Details
 
 
03.03.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
An den europäischen Aktienmärkten bleiben zwar die Länderrisiken im Fokus der Anleger, aber sie beeinträchtigen nicht mehr die Kurse. Unbeeindruckt setzten sie in den letzten Tagen ihre Aufwärtsbewegung fort. Viele Investoren hoffen, dass die griechische Regierung ihre Sparbeschlüsse durchsetzen kann. Was nicht heißt, dass diese Krise uns nicht noch weitere Monate begleiten wird. Den Aufwärtsdrang konnten auch einzelne Unternehmensnachrichten nicht hemmen, etwa die Ankündigung der Lufthansa, dass sie ihre Dividende ausfallen lassen muss. Eine Außenseiterrolle am europäischen Aktienmarkt spielen die Briten, bei denen sich nicht nur die Währung im freien Fall befindet, sondern auch die Aktienmärkte am Aufschwung nicht partizipieren können. Positiv bleiben dagegen die asiatischen Aktienmärkte, die trotz einer augenblicklichen Seitwärtsbewegung weiterhin nahe an ihren Jahreshöchstkursen sind. Technisch befinden sich die Indizes insgesamt wieder im Aufwärtstrend. Der DAX konnte seine Unterstützungslinie von 5.450 Punkten gut halten und liegt nun nach starken Kurssteigerungen wieder vor der Widerstandslinie von 5.850 Punkten. Sollte diese durchbrochen werden, sind die alten Höchstkurse knapp unter 6.100 Punkten wieder möglich. Ein Rückschlag unter die 5.450 Punkte scheint zurzeit unwahrscheinlich. Eine deutliche V-Bewegung hat der EuroStoxx50 vollzogen. Hier liegt die Widerstandslinie bei 2.250 Punkten, danach wäre der Weg offen bis 2.700 Punkte. Auch der Dow-Jones-Index ist nun wieder im Aufwärtstrend kurz vor der Widerstandsmarke von 10.450 Punkten, danach wäre der Weg frei bis 10.800 Punkte.

Mitentscheidend für den weiteren Verlauf der Aktienmärkte wird die Zinspolitik der Notenbanken sein. Es ist damit zu rechnen, dass die EZB eine Rückführung der Liquiditätshilfen vornimmt, zwar in kleinen Schritten, aber doch spürbar. Sollte dies über das Gesamtjahr hinweg geschehen, ist mit einer Erhöhung des Leitzinses in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Dies hätte wiederum positive Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Kurzfristig sollte allerdings keine Sorglosigkeit herrschen. Allein die tägliche Umsatztätigkeit zeigt, dass an guten Tagen die Umsätze zurückgehen und an schlechten diese zunehmen. Dies bedeutet, dass die Anleger nach wie vor äußerst skeptisch über den Verlauf der Märkte sind. Die negativen Daten von der konjunkturellen Seite, die Spekulationen um die künftige Geldpolitik, das Ende der staatlichen Konjunkturprogramme und die Länderrisiken haben viele Investoren wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt, die gedacht hatten, dass diese Probleme bereits überstanden wären...

  Details
 
 
02.03.2010ELLWANGER & GEIGER: Positiver Ausblick auf die MIPIM in Cannes
Mario Caroli: "Die Talsohle auf den Immobilienmärkten ist durchschritten"
Stuttgart/Cannes, 02. März 2010 Mit großer Spannung blickt die Immobilienwelt nach Cannes, wo im März die Fachmesse MIPIM stattfindet. Sie ist alljährlich internationaler Treffpunkt der Immobilienexperten und Gradmesser für eine ganze Branche. Nach den Krisenjahren 2008/2009 wird in Cannes kaum weniger als eine Antwort auf die Frage erwartet, wie sich die Immobilienwirtschaft in den Jahren 2010/2011 entwickeln wird. Für Senator h.c. Mario Caroli, persönlich haftender Gesellschafter der ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers, ist die Talsohle bereits durchschritten. Er blickt vorsichtig optimistisch nach vorne.

Mehr als 2.000 Unternehmen und rund 2.500 Investoren haben sich bereits zur MIPIM angemeldet, die von 16. bis 19. März in Cannes stattfinden wird. Unter dem Motto „building the world“ werden sich die Experten mit den aktuellen globalen Trends der Branche beschäftigen.

Dabei ist die Grundstimmung nach zwei Krisenjahren durchaus positiv, wie auch Mario Caroli bestätigt. „Wir befinden uns in einer äußerst spannenden Phase“, so der persönlich haftende Gesellschafter der ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Und weiter: „Man kann sicherlich sagen, dass die Talsohle auf den Immobilienmärkten durchschritten ist. Anders ausgedrückt – wir sind aus dem Gröbsten raus“. Jetzt zeige es sich, in welche Richtung sich die Märkte entwickeln werden, so Caroli.
Von einer vollständigen Entwarnung oder gar neuer Euphorie auf den weltweiten Immobilienmärkten sei die Branche indes noch entfernt. Vielmehr sei der Beginn des neuen Jahrzehnts eine Art Findungsphase. „Wir befinden uns mitten in einem Veränderungsprozess. Dieser Prozess hat mit der Wirtschaftskrise begonnen und wird nun zu einer neuen Aufstellung führen. Die jetzige Zeit ist geprägt von einem Abtasten, die Ordnung auf den Märkten wird sich neu finden und definieren“, betont Caroli. Dabei stünden durchaus spannende Fragen zur Beantwortung an: Wer werden die großen Player der Zukunft sein? Wie schnell werden die Investoren auf die Märkte zurückkehren? Die vier Tage im März werden zweifellos wichtige Aufschlüsse geben, ist der Privatbankier überzeugt.

Denn nach wie vor ist die MIPIM unbestritten die Top-Veranstaltung im alljährlichen Immobilienkalender. Caroli: „Auch 2010 trifft sich hier die Crème de la Crème der Branche, ist das globale Markt-Know-how versammelt. Die MIPIM ist schlichtweg der Netzwerktreff, eine Teilnahme praktisch Pflicht“. Dabei habe die Wirtschaftskrise unterm Strich auch ihre positiven Effekte. Von Übertreibungen wie in den Boomjahren jedenfalls sei die Branche weit entfernt. Caroli: „Es gibt natürlich immer noch Cocktailparties in Cannes. Aber die Auswüchse, die es durchaus gab, sind passé, stattdessen steht die Arbeit wieder im Vordergrund und die MIPIM hat heute wieder mehr Qualität.“ Ein Zeichen dieser Qualität sei die Rückkehr der echten Profis – und eine Rückbesinnung auf mittelständische Adressen, die mit ihrer Kenntnis der Märkte auch für eine neue Solidität stünden.

Als weiteren aktuellen Trend sieht der Experte eine zunehmende Differenzierung auf den verschiedenen Märkten. Während es in Russland oder in den arabischen Ländern durchaus größere Verunsicherungen gebe und auch ehemalige Boomregionen wie London im kritischen Licht stünden, sei der Markt in Deutschland positiv in Bewegung. Alleine in Stuttgart, Stammsitz von ELLWANGER & GEIGER, stünden Großprojekte vor der Tür, die die Branche auf Jahre hin bewegen. Dies gelte insbesondere für ‚Stuttgart 21’, das entgegen der landläufigen Meinung viel mehr als ein reines Bahnprojekt, nämlich ein gigantisches Projekt der Stadtentwicklung, sei...

  Details
 
 
25.02.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
An den internationalen Aktienmärkten herrscht wieder ein hohes Maß an Skepsis. Verursacht wurde dies durch die negativen Zahlen im US-Konsumklima. Damit könnten sich die Aussichten für das US-Wirtschaftswachstum deutlich eintrüben. Auch die Preise der Wohnimmobilien in den Ballungszentren der USA sanken. Dazu kam der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex, der erstmals seit fast einem Jahr eine wirtschaftliche Eintrübung signalisierte. Auch einzelne Unternehmen enttäuschten mit ihren Zahlen, an der Spitze die Commerzbank und das Pharmaunternehmen Merck. Diese Woche war und ist gespickt mit Quartalsberichten. Es folgen noch Berichte der Allianz, der Postbank, von BASF, Deutsche Telekom, RWE und Henkel sowie Bayer, so dass noch einige Kursverwerfungen auftauchen können. Bei Extremabstrafungen einzelner Unternehmen ist dies aber eine günstige Gelegenheit zum ersten Einstieg, da zu erwarten ist, dass die Mehrheit der Unternehmen keine negativen Daten veröffentlichen werden. Technisch sind die Indizes wieder auf ihre Unterstützungslinien zurückgefallen. So liegt der DAX bei 5.580 Punkten. Die nächste Unterstützungslinie wäre bei 5.450 Punkten, erst bei einer Erholung über 5.850 Punkte kann der alte Aufwärtstrend wieder neu belebt werden. Der Euro Stoxx 50 konnte die Unterstützungslinie von 2.450 Punkten halten, auch hier ist entscheidend, wieder über die 2.580 Punkte hinauszukommen, um neue Höchstkurse zu generieren. Der Dow-Jones-Index bleibt trotz Verwerfungen in seinem Seitwärtskanal zwischen 10.350 Punkten und 10.200 Punkten.

Viele negative Daten kommen momentan von der konjunkturellen Seite, allerdings waren hier auch die Erwartungen zu hoch angesetzt. Die Spekulation um die künftige Geldpolitik und das Ende der staatlichen Konjunkturprogramme sowie die Sorge um Griechenland und damit ein Fragezeichen für den Euro holen viele Investoren wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, die geglaubt hatten, dass diese Probleme bereits überstanden wären. Wendet man aber den Blick zu den einzelnen Unternehmen, zeigen doch sehr viele, dass sie aus dem Konjunkturtal mit nur geringfügigen Blessuren herausgekommen sind, eine positive Zukunftsprognose abgeben können und somit mit attraktiven Bewertungen dastehen...

  Details
 
 
15.02.2010ELLWANGER & GEIGER über Rohstoffanlagen in Krisenzeiten
Gold ist gefragt – Keine starken Rückgänge des Preises in Sicht
Stuttgart, 15. Februar 2010 Gerade in Krisenzeiten stehen Rohstoffe bei Anlegern häufig hoch im Kurs. Doch wie gut lassen sich die Wogen der Krise damit tatsächlich umschiffen? Es wäre eine Fehleinschätzung, dass Investitionen in Gold oder Öl von Schwankungen des Gesamtmarkts nicht betroffen sind, so die Experten bei ELLWANGER & GEIGER.
Es gibt zwei Arten in Gold zu investieren: als direkte Anlage in Münzen bzw. Barren oder als indirekte Anlage in Aktien, Goldfonds oder ETFs. Wer sich für Goldaktien entscheidet, braucht starke Nerven, denn die Titel führen im Rohstoffsektor ein Eigenleben. Hinzu kommt die Währungsproblematik. Für einen deutschen Anleger ist bei einem schwachen Dollar der Anstieg des Goldpreises nur bedingt anwendbar. Während die nordamerikanischen Goldminen den Erwartungen gerecht wurden und die höheren Kosten weitergaben, gestaltet sich die Lage in Südafrika wesentlich schwieriger. Die jahrzehntelang wichtigsten Goldförderer sind inzwischen hinter China und Kanada auf den dritten Rang abgerutscht und kämpfen, da sie unter Tage arbeiten, mit drastisch gestiegenen Stromkosten.
„Mit einem stärkeren Rückgang des Goldpreises ist aber nicht zu rechnen – eher mit dem Gegenteil, da weitere Nachfrage der einzelnen Länder vorhanden ist“ schätzt Arnim E. Kogge, Leiter Private Banking bei ELLWANGER & GEIGER die Lage ein. Die chinesische Zentralbank kündigte beispielsweise an, dass das Land die Goldreserven in den kommenden drei bis fünf Jahren auf 6.000 Tonnen anheben wolle – ausgehend von einem derzeitigen Stand bei 1.000 Tonnen.
Die Lage am Öl- und Gasmarkt: Die Kältewellen in USA und Europa haben die Lagerbestände stark dezimiert. Damit ist die Barriere, die bisher starke Preissteigerungen verhindert hat, weggefallen und Kurssteigerungen wären möglich. Auf der anderen Seite ist es dem Unternehmen Shell gelungen, im Golfstaat Katar Förderanlagen zu installieren, die die Fördermenge um mehr als zehn Prozent steigern sollen. „Wichtig wird in Zukunft werden, neue Absatzmärkte für Öl- und Gasprodukte zu finden“, so die Einschätzung des Experten. „Geradezu explosiv wächst etwa der Absatz von Schmierstoffen – China gilt hier bereits als größter Markt nach den USA. Mit der guten Position im Nahen Osten und mit neuen Projekten in Australien ist Royal Dutch Shell ideal aufgestellt, um in diesem Energiemarkt eine wesentliche Rolle mitzuspielen.“
Insgesamt seien Rohstoffanlagen für eine Diversifikation geeignet.

  Details
 
 
10.02.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte in den letzten Wochen scheint technisch gesehen fast systemartig immer gleich zu verlaufen. Während zum Ende einer Woche die Kurse zurückfallen, tritt in der darauffolgenden Woche meist dienstags oder mittwochs wieder eine Beruhigung ein. Dieses Mal war es die Tatsache, dass EZB-Chef Trichet Spekulationen die Nahrung gab, dass für Griechenland Hilfe innerhalb der Eurozone gefunden wird. Die Rentenmärkte haben geradezu euphorisch darauf reagiert und Portugal nutzte die Gelegenheit, um eine zehnjährige Anleihe anzukündigen. Diese Länder-Rallye wurde aber gleichzeitig gestoppt durch die Aussage, dass Großbritanniens Haushaltsdefizit nach wie vor katastrophal aussieht und hier noch keinerlei entscheidende Schritte zur Besserung anstehen. Dies veranlasste die Aktienmärkte, die im Tagesverlauf erworbenen Kursgewinne wieder abzugeben. Die Rein-raus-Mentalität greift so immer weiter um sich, dies ist deutlich charttechnisch zu erkennen. Die Indizes testen in den letzten Wochen immer wieder neue Unterstützungslinien, um auf diesen dann eine Gegenbewegung aufzubauen. Beim DAX liegt sie zurzeit bei 5.400 Punkten, die nächste wäre bei 5.250 Punkten, bei Überschreiten der Linie von 5.580 Punkten wäre der Weg wieder frei in Richtung 5.800 Punkte. Der Euro Stoxx 50 hat ebenfalls seine Unterstützungslinie von 2.350 Punkten getestet. Hier müsste der Index über die 2.500-Punkte-Marke hinauskommen, um eine nachhaltige Aufwärtstendenz erkennen zu lassen. Der Dow-Jones-Index kämpft um seine psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke. Ein Abgleiten würde in Richtung 9.800 Punkte gehen. Hier müssten die 10.300 Punkte überschritten werden, um wieder von einer Erholungsphase zu sprechen.

Die Märkte bleiben weiterhin extrem nervös. Dies ist auch daran zu erkennen, dass in dieser Phase die Branche der Kreditinstitute diejenige ist, die die höchste Schwankungsbreite aufweist. In den Kursen spiegelt sich jede positive wie auch negative Nachricht sofort wider. Insofern sicherlich kein Bereich für den langfristig orientierten Anleger, sondern nur für Trading-Aktionen geeignet. Gefahr droht dieser Branche auch weiterhin von den USA. Der Sonderbeauftragte von US-Präsident Obama, zuständig für den Bankenrettungsplan, spricht inzwischen von einem düsteren Szenario, dessen Rahmeneckdaten eine zweite Krise unabwendbar machen würden. Auslöser wären wieder die Immobilien mit ihren zweitklassigen Hauskrediten. Doch dieses Szenario wird augenblicklich an den Börsen nicht wahrgenommen, hier wird wieder die Karte der Euphorie gespielt. Das Thema Griechenlandrettung steht oben auf der Prioritätenliste und die Kreditinstitute glänzen mit Kurssteigerungen. Dies dürfte allerdings nur von kurzfristiger Dauer sein, das Gesamtszenario bleibt weiter angespannt, insofern sehen wir eine unverändert defensive Anlagestrategie angebracht...

  Details
 
 
09.02.2010Neues Tool bei Ellwanger & Geiger erleichtert Immobilienrecherche
Immobiliensuche leicht gemacht: Mit wenigen Klicks zur Traumimmobilie

Stuttgart, 08. Februar 2010 Wer nach einem neuen Haus oder einer Wohnung sucht, beginnt seine Recherche häufig im Internet und steht dann vor einer Flut an Informationen. Die Orientierung beim Immobilienangebot von ELLWANGER & GEIGER erleichtert jetzt ein neues Tool auf der Internetseite: mit wenigen Eingaben lässt sich hiermit das passende Objekt schnell und bequem finden.
Die neue Immobiliensuche für Kauf- und Mietobjekte führt den Kunden in wenigen Schritten zum passenden Immobilienangebot von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers – zu finden unter www.privatbank.de/immobilien.
Lässt sich der Nutzer zusätzlich registrieren – unverbindlich und kostenlos – stehen weitere Funktionen zur Verfügung. Beispielsweise wird die komplette Objektadresse angegeben. Darüber hinaus kann das selektierte Angebot auf einer graphischen Karte angezeigt oder die Umkreissuche in einem kleineren Radius abgefragt werden.
Selbstverständlich stehen die Berater von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers weiterhin zur Verfügung; denn gerade bei einem Immobilienkauf ist individuelle Beratung durch einen Experten unverzichtbar.

  Details
 
 
03.02.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Stimmung hat sich an den internationalen Aktienmärkten aufgehellt, es wird wieder in größerem Stil eingekauft. Bis jetzt ist es nur eine Gegenbewegung zu den vorangegangenen starken Kursrückgängen. Unterstützt wurden die Aktienmärkte von der Beruhigung auf der Euroseite und den positiven Konjunkturdaten aus den USA und China. Daraufhin stieg auch sofort wieder der Goldpreis über die 1.100–Dollar-Marke je Feinunze. Die Erholung der Aktienmärkte zeigt aber auch, dass genügend Liquidität an den Märkten verfügbar ist, jedenfalls solange die Notenbanken nicht damit drohen, diese reichliche Liquidität zurückzunehmen. Aus technischer Sicht sieht es nach einer zyklischen Zwischenerholung aus. Der DAX konnte seine Unterstützungslinie bei 5.580 Punkten halten und befindet sich nun in einem Seitwärtskanal bis 5.800 Punkte. Der Euro Stoxx 50 unterschritt ebenfalls die Unterstützungslinie von 2.450 Punkten nicht, müsste aber die 2.580 Punkte überschreiten, um in seinen alten Aufwärtskanal hineinzukommen. Ein analoges Bild bietet der Dow-Jones-Index. Ein Überschreiten der 10.350-Punkte-Marke bietet die Möglichkeit, wieder Richtung 10.600 Punkte anzusteigen. Die Unterstützungslinie liegt bei 10.150 Punkten.

So positiv die Gegenbewegung auch erscheinen mag, es besteht noch kein Anlass für Optimismus. Überlegenswert erscheint in jedem Fall, dass die Bilanzsaison kaum Impulse in den Kursen gegeben hat, und dies, obwohl viele Unternehmen ihre Prognosen sogar überschreiten konnten...

  Details
 
 
01.02.2010Erfolgsrezept "Spezialisierung": Investition in Altenpflegeheime
Stuttgart, 01. Februar 2010 Altenpflegeheime als Kapitalanlage? Was zunächst ungewohnt klingt, entpuppt sich tatsächlich als lohnendes Investment. Eine Investition in Sozialimmobilien verbindet eine ordentliche Rendite mit einer möglichst hohen Sicherheit und somit zwei wichtige aktuelle Erwartungen von Anlegern, wissen die Experten von ELLWANGER & GEIGER.
Das Erfolgsrezept liegt hier in der Spezialisierung – innerhalb der Immobilienwirtschaft auf die Sozialimmobilien und dann noch einmal die Beschränkung auf den Bereich Altenpflegeheime. Im Gegensatz zu Projekten, wie etwa Seniorenresidenzen, haben Pflegeheime bei Erfüllung der Auflagen einen gesetzlichen Anspruch auf einen Versorgungsvertrag, der die Höhe des Pflegesatzes regelt. Für die Betreibergesellschaft stellen die Zahlungen, getragen durch die Pflegeversicherung, eine von drei Säulen bei den Einnahmen dar. Hinzu kommen die Zahlungen, für die der Bewohner aufkommen muss: Kost und Logis sowie der Investitionskostenanteil, etwa die Kaltmiete.
„Bei guten Investitionsgütern wird ein Sicherheitskonzept verfolgt“, erläutert Michael Fauser von ELLWANGER & GEIGER. „In der Kalkulation des Pachtzinses wird eine Liquiditätsreserve vorgesehen. Das heißt, der Betreiber zahlt weniger Pacht als er durch den Investitionskostenanteil erhält.“ Dadurch bleibe Luft für Investitionen, die den Qualitätsstandard erhalten oder verbessern und so die Wettbewerbsposition stärken. Das kommt dem Fonds zu Gute. Durch den Sicherheitsabschlag sind zudem die Pachtzahlungen und mit ihnen die Ausschüttungen auch dann noch gesichert, wenn die Belegung drastisch sinken sollte...

  Details
 
 
27.01.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die europäischen Aktienmärkte haben ihre Talfahrt beendet, oder doch nur unterbrochen? Die Gründe für diese Beruhigung: Zum einen hat sich in Deutschland der Ifo-Geschäftsklimaindex stärker als erwartet positiv gezeigt und somit eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung angedeutet, zum anderen hat sich das US-Verbrauchervertrauen im Januar deutlich aufgehellt und auch aus dem asiatischen Raum sind positive Konjunkturdaten vermeldet worden. Die japanische Notenbank belässt ihren Leitzins bei null, um so der Wirtschaft weitere Impulse zu geben. China hat die heimischen Banken angewiesen, ab sofort ihre Kapitalreserven zu erhöhen. Ziel ist, durch eine Drosselung der Kreditvergabe eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Auf dem Währungssektor tritt nun eine Beruhigung ein. Der Euro konnte davon profitieren, dass die neue Griechenland-Anleihe mehrfach überzeichnet wurde und somit kein zusätzliches Misstrauen in die Währung aufkam. Auch einige Quartalszahlen konnten sich positiv durchsetzen, auf deutscher Seite Siemens und in den USA Dupont. Trotz allem kann man die Stimmung der Marktteilnehmer aber nicht als euphorisch ansehen, dies ist deutlich an den Indizes zu erkennen. Der Dax hat ohne Weiteres die Unterstützungslinie von 5.800 Punkten unterschritten und sogar die 5.600–Punkte-Marke kurzfristig getestet. Sollte diese nicht halten, ist ein Rückschlag in Richtung 5.250 Punkten unvermeidbar. Der Euro Stoxx 50 hat ebenfalls seine Unterstützungslinie erreicht, die bei 2.500 Punkten liegt. Erst wenn der Index über 2.600 Punkte ansteigen sollte, kann der alte Aufwärtstrend fortgesetzt werden, ansonsten besteht Rückschlagsgefahr bis 2.350 Punkte. Der Dow-Jones-Index liegt auf seiner 100-Tage-Durchschnittslinie von 10.150 Punkten, die nächste Unterstützungslinie ist auf der 200-Tage-Durchschnittslinie von 9.500 Punkten.

Auch wenn sich das konjunkturelle Umfeld in einzelnen Regionen verbessert, so zeigen sich doch immer wieder Gefahren, die sich zurzeit insbesondere bei den hohen Staatsverschuldungen der einzelnen Länder widerspiegeln. Trotz der starken Über-zeichnungen der neuen Anleihe von Griechenland bemüht sich der Staat zusätzlich um eine Zeichnung von 25 Mrd. Euro, die in diesem Falle China komplett übernehmen soll. Ob die Regierung in Peking diese Art Staatsbeteiligung übernimmt, ist noch offen. Bisher hat sich die chinesische Regierung nur Zugang und Einfluss in den afrikanischen Ländern verschafft. Insofern wird Griechenland eine Währungsprobe für den Euro sein. Die Entwicklung an den Aktienmärkten ist eng verknüpft mit der Währungslage, auch die weltweiten Notenbanken schauen intensiv in diese Richtung, um eventuelle Zinserhöhungen vorzubereiten. Sollte es in den nächsten Monaten zu einer geldpolitischen Straffung kommen, dürfte sich der Aktienmarkt negativ entwickeln...

  Details
 
 
22.01.2010E&G: Lage an Immobilienmärkten in Europa hat sich verbessert
Attraktiv für Investoren: Objekte mit hohem Vermietungsstand
Stuttgart, 19. Januar 2010 Derzeit befinden sich die europäischen Immobilienmärkte im Spannungsfeld zwischen attraktiver Rendite und unsicheren Mieten. Deshalb achten Investoren auf qualitativ hochwertige und gut vermietete Objekte, berichten die Experten von ELLWANGER & GEIGER.
Die europäischen Immobilienmärkte gehörten nicht zu den Auslösern der Finanzkrise, haben aber mit deren Auswirkungen zu kämpfen: Nachdem die Immobilienpreise in den Boom-Jahren bis 2007 teilweise stark angestiegen waren, gaben sie mit dem Ausbruch der Krise deutlich nach.
Ein aktueller Lichtblick: In den vergangenen Monaten verbesserte sich die Marktlage. Viele Investoren stocken ihren Immobilienanteil im Portfolio wieder auf – nicht zuletzt weil viele Anleger höhere Inflationsraten in den kommenden Jahren befürchten. Zudem scheinen die im Vergleich mit dem Geld- und Kapitalmarkt wieder höheren Immobilienrenditen attraktiv. „Der konjunkturell geringe Bedarf an Büro- und Logistikflächen sowie die Konsumzurückhaltung der Verbraucher wirken sich bei Neuverhandlungen der Mietverträge allerdings negativ auf die künftigen Mieteinnahmen aus. Ein weiteres Problem stellt die vermehrt auftretende Zahlungsunfähigkeit einzelner Mieter dar“, erläutert Helmut Kurz von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Gefragt seien deshalb vor allem hochwertige Objekte, ein hoher Vermietungsstand mit langen Mietlaufzeiten und Mieter mit guter Bonität. Auch auf die Präferenz für bestimmte Nutzungsarten habe sich die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgewirkt. Die Anleger bevorzugen nun Wohnimmobilien, danach Einzelhandelsflächen und erst zum Schluss Logistik-, Büro- und Hotelobjekte, die höheren Vermietungsrisiken ausgesetzt sind...

  Details
 
 
13.01.2010Die Marktmeinung aus Stuttgart
Nachdem an den Aktienmärkten die ersten Tage des neuen Jahres eine unverändert freundliche Stimmung aufzeigten, kamen nun die ersten Misstöne auf. Der enttäuschende Auftakt der US-Quartalssaison mit dem Unternehmen Alcoa, das einen überraschenden Verlust auswies, zeigte den Marktteilnehmern Grenzen für weitere Kursgewinne auf. Die Blicke richten sich nun auf die US-Zentralbank, die in ihrem „Beige Book“ den aktuellen Konjunkturbericht veröffentlicht. Mit zur Verunsicherung trägt auch die Sorge bei, dass die chinesische Notenbank mit ihrem restriktiven geldpolitischen Kurs den Markt belastet. Für weitere Verunsicherung sorgt die unverändert dramatische Finanzlage in Griechenland. Technisch betrachtet haben die Aktienindizes ein Niveau erreicht, das sich eher seitwärts auszurichten scheint. Der DAX musste seine 6.000-Punkte-Marke wieder verlassen, eine starke Unterstützungslinie liegt aber bei 5.800 Punkten. Der Euro Stoxx 50 hat auch seine Aufwärtslinie nach unten durchbrochen, hier liegt die Unterstützungslinie bei 2.550 Punkten. Der Dow-Jones-Index bewegt sich seitwärts mit einer Unterstützungslinie von 10.500 Punkten.

Viele Investoren sehen den nächsten Wochen mit Skepsis entgegen aufgrund des schlechten Starts der US-Quartalsberichtssaison. Für deutsche Anleger kommt der unsichere Ausblick auf die Fortentwicklung der deutschen Wirtschaft hinzu. Im Jahr 2009 kam es mit 5 % Rückgang zum stärksten Einbruch in der Nachkriegsgeschichte. Trotz dieser schwierigen Rahmeneckdaten wäre es falsch, in den nächsten Monaten nur Molltöne anzuschlagen. Das gesamte wirtschaftliche Umfeld hat sich aus dem tiefen Tal herausbewegt und es sieht weiterhin danach aus, dass die staatlichen Kraftanstrengungen auch mittelfristig ihre Wirkung zeigen. Interessant wird in jedem Fall der asiatische Markt bleiben...

  Details
 
2009
 
16.12.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Aktienmärkte werden zurzeit von der Devisen- und Rentenseite stark beeinflusst, auf der Devisenseite ist der US-Dollar weiter auf dem Weg zur Stärke. Der Euro leidet an der Tatsache, dass das Misstrauen gegenüber den europäischen Kreditinstituten wieder stärker wächst. Hinzu kommen die unverändert hohen Länderrisiken. Die Rentenmärkte sind von einer Aussage des US-Notenbankchefs Bernanke geprägt, der nun erstmalig klar äußerte, dass ein Anstieg der Leitzinsen in den USA doch schneller kommen könnte als bisher erwartet: Wenn die Wirtschaft ihre Erholung fortsetze, könne es angemessen sein, die Zinsen anzuheben. Hinzu komme, dass es nicht viele Hinweise gebe, dass der Aktienmarkt derzeit eine Blase bilde. Damit tritt Bernanke den Befürchtungen entgegen, dass die gestiegene Inflationsgefahr in den USA nicht rechtzeitig erkannt werden könnte. Für Deutschland hat die ZEW-Prognose klargestellt, dass die Wirtschaft zwar weiter auf einem Erholungsweg ist, aber keinen Aufschwung erhalten wird, d.h. die konjunkturelle Lage in Deutschland bessert sich nur extrem langsam. Die geringe Geschwindigkeit zeigt sich auch an den Aktienmärkten: Es ist eine gewisse Pattsituation entstanden zwischen Bullen und Bären. Der DAX liegt in einem Seitwärtskanal zwischen 5.850 und 5.600 Punkten, ebenso der Euro Stoxx 50, der zwischen 2.550 und 2.400 Punkten pendelt. Und auch der Dow-Jones-Index bewegt sich zwischen 10.150 und 10.500 Punkten.

Die letzten Tage bis Jahresende werden sicherlich weiter von widersprüchlichen Konjunkturmeldungen gekennzeichnet sein. Auf der einen Seite eine leichte Verbesserung der Unternehmensdaten und auf der anderen Seite unverändert Meldungen über drohende Staatsbankrotte. Insofern werden wir auch zu Beginn des Jahres mit diesen beiden Seiten konfrontiert werden. Dies bedeutet eine unverändert hohe Volatilität. Sollte die Weltkonjunktur Rückenwind erhalten, werden sich die Aktienmärkte aufgrund der hohen Liquiditätsbestände sehr schnell nach oben bewegen...

  Details
 
 
03.12.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Aktienmärkte verbuchen wieder kräftige Kursgewinne. Das Debakel in Dubai scheint keinen Flächenbrand auszulösen, sondern sich ausschließlich in diesem Land abzuspielen, selbst die Nachbarländer sehen nicht gefährdet aus. Damit bleibt die Risikobereitschaft der Anleger nach wie vor auf hohem Niveau. Die freundliche Stimmung wird unterstützt durch positive US-Wirtschaftsdaten, und auch von der Veröffentlichung des Beige Book der amerikanischen Fed sind keine negativen Schlagzeilen zu erwarten. Auch die Notenbanken in Europa werden ihre Geldpolitik vorerst nicht verändern, wobei durchaus an eine Exitstrategie gedacht ist. Erste Schritte werden sicherlich erkennbar, wenn die EZB ihren kommenden Langfristtender und seine Konditionen bekannt gibt. Da von dieser Seite keine Belastungsfaktoren zu erwarten sind, konzentrieren sich die Aktienmärkte wieder auf das Thema vorhandene Liquidität, und diese ist unverändert hoch. Der DAX zeigt eine hohe Schwankungsbreite. Diese wirkt sich zurzeit in einer W-Formation aus mit der unteren Unterstützungslinie von 5.600 Punkten und dem Widerstand bei 5.850 Punkten. Der Euro Stoxx 50 befindet sich in einem breiten Seitwärtskanal zwischen 2.400 und 2.550 Punkten. Der Dow-Jones-Index kommt über die 10.500-Punkte-Marke bisher nicht hinaus, hier besteht eine starke Unterstützung bei 10.200 Punkten.

Die Investoren fühlten sich in den letzten Tagen stark verunsichert durch die Nachrichten aus Dubai. Hier zeigt sich deutlich, dass nicht nur die großen Märkte wie die USA oder China weltweit für Aufsehen sorgen können, sondern auch ein kleiner Golfstaat. Am meisten litten hier die Banken-, Bau- und Immobilienwerte. Das wird noch eine Weile anhalten, wobei nach aktuellen Erkenntnissen die Probleme innerhalb der Region geklärt werden können. Ein Aufatmen der Anleger könnte aber verfrüht sein. Die Krise im Golfstaat zeigt wieder einmal einen Schwachpunkt des Aufschwungs auf – die Banken. Eine Bereinigung sämtlicher Risiken scheint in dieser Branche nach wie vor nicht möglich. Der von der Liquidität getriebene Aufschwung könnte somit auch in den letzten Zügen stecken, wobei diese durchaus bis Jahresende andauern sollten. Für die Anleger bedeutet dies, dass trotz aller Turbulenzen eine Jahresendrallye nicht auszuschließen ist...

  Details
 
 
03.12.2009E&G: REITs befinden sich weltweit in zyklischer Erholung
Immobilienmarkt in Asien: Wo Experten Anlagechancen sehen
Stuttgart, 03. Dezember 2009 Ein Blick über den Tellerrand kann sich lohnen: Der asiatische Immobilienmarkt birgt Chancen, aber auch Risiken. Für ausländische Investoren bieten REITs bessere Aussichten als Direktinvestitionen, so Eng Teck Tan von Treasury Asia Asset Management (TAAM) in Singapur. Er ist Experte und Partner von ELLWANGER & GEIGER für Investitionen im asiatisch-pazifischen Raum für den E&G Fonds Global REITs...

  Details
 
 
25.11.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die neuesten Zahlen vom ifo-Geschäftsklimaindex konnten einen abermaligen Anstieg verzeichnen. Viele Forschungsinstitute und Ökonomen fühlen sich nun darin bestätigt, dass die deutsche Konjunktur nicht nur die Krise überstanden hat, sondern es 2010 auch nicht zu einem herben Rückschlag kommen wird – im Gegenteil, das stark wachsende Exportgeschäft gibt auch dem Jobmarkt Hoffnung und lässt ein Prognosewachstum bis zu 3 % in Deutschland zu. Somit wäre es nur noch ein kleiner Schritt, um das Wachstumsniveau vor dem Herbst 2008 zu erreichen. In den USA sieht man es noch nicht ganz so rosig, insbesondere die US-Notenbank glaubt zwar an einen Wachstumsschub, allerdings dürfte die hohe Arbeitslosigkeit mit einem Steigerungspotential noch bis in das Jahr 2012 hineingehen. Die Fed erklärt ganz deutlich, dass sie auf mittlere Sicht keine Veränderungen an ihrer Geldpolitik vornehmen möchte. Damit dürften die niedrigen Zinsen zumindest für die nächsten vier Monate weiter anhalten. Damit senden die Konjunkturdaten der einzelnen Länder durchaus widersprüchliche Signale. Dies ist an den Aktienmärkten deutlich zu spüren. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach einer Jahresschlussrallye, auf der anderen Seite werden aber kurzfristig die Gewinne gleich wieder mitgenommen. Die Indizes lassen dies deutlich erkennen, indem die V-Formationen des DAX immer kleiner werden, ohne schlussendlich über den Stand von 5.850 Punkten nachhaltig hinauszukommen. Eine Unterstützungslinie bildet sich bei 5.600 Punkten. Der Euro Stoxx 50 bewegt sich weiterhin nahe seinem Jahreshöchstkurs von 2.550 Punkten, die Unterstützungslinie liegt bei 2.400 Punkten. Der Dow-Jones-Index bleibt auf Jahreshöchstniveau in einer seitwärtsgerichteten Tendenz, die Unterstützungslinie liegt bei 10.250 Punkten.

Die widersprüchlichen Konjunkturdaten, die veröffentlicht werden, machen es Investoren nicht leicht, eine mittelfristige Kaufentscheidung zu treffen. Aufgrund des starken Anstiegs der Aktien in den USA bei gleichzeitig nicht zufriedenstellenden Fundamentaldaten deutet dies klar auf eine Überkauftsituation am Aktienmarkt hin. Anders sieht es in Europa aus, insbesondere in Deutschland. Hier wären aufgrund der Fundamentaldaten noch weitere Kursgewinne möglich, wobei es eine Illusion wäre zu glauben, dass, wenn die Leitbörse USA einen Rückschlag erleiden würde, die europäischen Börsen sich davon loslösen könnten. Es fehlt allerdings an Alternativen zum Aktienmarkt, die Liquiditätsquote ist nach wie vor hoch, so dass es durchaus vorstellbar ist, dass die Aktien in den nächsten Monaten von einem zyklischen Aufschwung profitieren können. Für die letzten Wochen im alten Jahr dürfte der Versuch, Jahreshöchststände zu übertreffen, ungebrochen sein...

  Details
 
 
18.11.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Aktienmärkte haben nach den starken Kurssteigerungen nun wieder eine kurze Ruhepause eingelegt. Gewinnmitnahmen und eine Tendenz, das Risiko zu reduzieren, bekamen bei den Investoren wieder oberste Priorität. Da aber die Kursrückgänge nur sehr gering ausgefallen sind, ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen mit erneuten Kursanstiegen zu rechnen ist. Sicherlich werden einige Unternehmen durch Analystenkommentare des Herauf- oder Herabstufens unterschiedliche Kursverläufe vornehmen, aber die Gesamttendenz zeigt bis Jahresende unverändert nach oben. Technisch gesehen ist die Luft allerdings dünner geworden und der DAX scheint Schwierigkeiten zu haben, über die bisherigen Höchstkurse von 5.880 Punkten hinauszukommen. Hier befindet sich auch eine psychologische Falle, da im letzten Jahr die Lehman-Pleite bei 6.000 Punkten begann. Sollte es dem DAX nicht gelingen, den diesjährigen Höchststand zu überschreiten, dürfte auch schnell wieder die untere Linie von 5.300 Punkten getestet werden. Diese Marke wird inzwischen immer wichtiger, da ein Unterschreiten den nach wie vor intakten Aufwärtstrend unterbrechen würde. Im Gegensatz zum DAX hat der Euro Stoxx 50 seine bisherigen Höchstkurse schon überschritten und ist momentan wieder auf dem Weg in Richtung 2.800 Punkte; dies war die alte Höchstmarke vom August 2008. Auch der Dow-Jones-Index bewegt sich auf seine Marke vom August 2008 hin, die bei 11.000 Punkten lag. Sollte es diesen beiden Indizes wirklich gelingen, die neuen Höchstkurse zu erreichen, würde dies für den DAX bedeuten, dass er die 6.000– Punkte-Marke überschreitet.

Die abgeschlossene Berichtssaison für das dritte Quartal 2009 zeigt, dass es den Unternehmen überwiegend gelang, ihre Margen durch Kostensenkungen zu verteidigen, Umsatzzuwächse sind aber weiterhin Mangelware. Viele Analysten gehen in ihren Gewinnschätzungen davon aus, dass es 2010 zu einer kräftigen Erholung der Unternehmenserträge kommen wird; dies sehen wir nicht so. Die Unternehmen werden den freundlichen Markt benutzen, um Kapitalerhöhungen durchzuführen und eine zunehmende Zahl von Aktienneuemissionen werden den Markt überschwemmen. Wir gehen davon aus, dass sich in den ersten drei bis vier Monaten des Jahres 2010 die wirtschaftlichen Rahmendaten nicht verbessern werden, sondern vielleicht sogar eine leichte Verschlechterung eintritt. Dies wird wieder zu einer vorsichtigeren Haltung der Anleger führen...

  Details
 
 
11.11.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Nach den starken Schwankungen in den letzten Wochen tritt nun wieder eine Verschnaufpause ein. In Europa gibt es diese Woche noch einige wichtige Unternehmensdaten, die zur Veröffentlichung anstehen, diese Impulse scheiden aber in den nächsten Wochen aus. Auch die ZEW-Konjunkturerwartungen zeigen, dass der Aufschwung in den nächsten Monaten an Stärke verliert. Außerhalb des Trubels um die VW-Aktie VZ, die durch den Verkauf des Großaktionärs Katar über 8 % verloren hat, zeigen sich am Markt weder mutige noch zurückhaltende Anleger – das Prinzip „abwarten“ taucht wieder auf. Ein Blick auf die Indizes zeigt deutlich, warum. Der DAX hat nach einem kurzfristigen Rückgang nun wieder seinen Seitwärtskanal erreicht, der zwischen 5.550 Punkten und 5.870 Punkten liegt. Der Euro Stoxx 50 hat einen starken Anstieg hinter sich und ist kurz davor, den bisherigen Jahreshöchstkurs von 2.500 Punkten zu überschreiten. Der Dow-Jones-Index ist sogar schon über den bisherigen Jahreshöchstkurs angestiegen, die nächste Marke läge bei 11.000 Punkten, ein Stand aus dem September 2008. Diese hohen Stände mahnen zur Vorsicht.

Ein Blick auf die Analystenstudien zeigt, dass fast wieder alte Zeiten ausgebrochen sind. Es geht nur noch um Erhöhungen der Kursziele. Hier scheinen doch einige in einer gewissen Euphorie zu schwelgen. Das wirtschaftliche Umfeld, in dem sich diese Gesellschaften befinden, wird dabei völlig außer Acht gelassen. Die starken Kursschwankungen zeigen deutlich, dass die Liquidität genutzt wird, um kurzfristige Trading-Ansätze auszuführen. Es ist davon auszugehen, dass die Märkte weiterhin kleinere Konjunkturerholungen überproportional positiv sehen werden. Selbst Unternehmenszahlen, die sich auf das 3. Quartal beziehen und wesentlich besser als in den Vormonaten sind, werden mit Kurssteigerungen belohnt, obwohl die meisten Unternehmen keine Prognose für die Zukunft geben. Genau dieses Thema wird für die Investoren aber eine gewichtige Rolle spielen, bis Jahresende sind keine größeren Risiken mehr zu erwarten. Dies bedeutet aber nicht, dass im ersten Quartal 2010 nicht doch noch einige Kursrückschläge auf uns zukommen werden...

  Details
 
 
09.11.2009Beides im Einklang: Gemeinwohl und Vermögensverwaltung
Stuttgart, 09. November 2009 Die Begriffe Gemeinwohl und Stiftung gehören für viele unmittelbar zusammen. Bei der Gründung einer Stiftung dürfen aber neben den guten Absichten auch steuerliche Überlegungen nicht zu kurz kommen. Um Fallstricke und böse Überraschungen zu vermeiden, raten ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers aus Stuttgart zu einer professionellen Gründungsbegleitung.
Gründer einer Stiftung können sowohl volljährige Personen als auch rechtsfähige Vereine, Unternehmen oder Gesellschaften sein. Dabei ist die Höhe des Stiftungsvermögens nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die notwendige Anerkennung durch die Stiftungsaufsichtsbehörde setzt allerdings ein Mindestvermögen von 50.000 Euro voraus. Ebenfalls Vorraussetzung ist eine klare Zieldefinition. Welches ist der konkrete Stiftungszweck? Welche Projekte sollen unterstützt werden?
„Das klassische Instrument, um die Unterstützung des Stiftungszwecks dauerhaft zu gewährleisten, ist die rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Unter steuerlichen Gesichtspunkten raten wir unseren Kunden aber dazu, die Rechtsform der gemeinnützigen Stiftung zu wählen“, erklärt Arnim E. Kogge von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers...

  Details
 
 
28.10.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Zeit der starken Kursanstiege scheint an den Aktienmärkten vorbei. Der Rückwärtsgang ist eingeschaltet, allerdings noch ohne großes Tempo. Trotzdem ist etwas von Nervosität zu spüren, inzwischen erwarten wieder einige Marktteilnehmer eine größere Korrektur. Bestätigt wurden diese auch durch den Rückgang des Verbrauchervertrauens in den USA, wodurch die weitere Konjunkturentwicklung skeptischer betrachtet wird. Dies zeigt sich auch wieder am Anziehen des Rohölpreises. Angesichts dieser Daten zeigten sich die europäischen Aktienmärkte relativ stabil. So scheinen noch viele Anleger auf eine Gelegenheit zu warten, günstig in den Markt einsteigen zu können. Die nächsten Tage werden noch einige Quartalszahlen von großen Unternehmen bringen, die sich auf den weiteren Kursverlauf auswirken werden. Alle Eckdaten deuten auf eine eher seitwärts ausgerichtete Kursentwicklung hin. Dies bestätigen auch die Charts der großen Indizes. Der DAX konnte bisher seine Unterstützungslinie von 5.500 Punkten halten und könnte sich auch weiter zwischen dieser Marke und der Widerstandslinie von 5.850 Punkten bewegen. Der Euro Stoxx 50 liegt noch oberhalb seiner Unterstützungslinie von 2.400 Punkten, auch hier ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen. Der Dow-Jones-Index hat seinen aufwärtsgerichteten Trendkanal verlassen und bewegt sich nun seitwärts zwischen 9.750 Punkten und 9.900 Punkten.

Die Frage, ob die erhöhten Zweifel berechtigt sind, dass der Markt nachhaltig weiter ansteigen kann, obwohl die Konjunkturerholung hinterherhinkt, bleibt bestehen, obwohl es bereits klare Signale in einzelnen Ländern gibt, die für eine deutliche Konjunkturerholung sprechen. Die erste Zinserhöhung in Australien war ein deutliches Beispiel und nun erhöht auch Norwegen seinen Zins. Beide Länder verdeutlichen damit, dass ihre Wirtschaftskrise beendet ist. Es dürften allerdings die rühmlichen Ausnahmen sein, denn weder von London noch von der EZB und schon gar nicht aus den USA werden irgendwelche Signale einer nachhaltigen Konjunkturerholung gesendet, die von den Notenbanken genutzt werden könnten, um eine Zinsveränderung vorzunehmen. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten sechs Monaten hier keine Veränderung stattfinden wird. Dadurch bleibt für die Aktienmärkte auch unverändert das Risiko, dass die schnelle Kurserholung vorüber ist und die Fundamentaldaten wieder mehr in den Blickpunkt rücken. Beim DAX wird technisch wichtig sein, ob die 5.500–Punkte-Marke hält, da ansonsten ein Rückschlag bis 5.200 Punkte in relativ kurzer Zeit möglich wäre...

  Details
 
 
26.10.2009Mit Neue-Energien-Fonds jetzt auf der Sonnenseite stehen
Stuttgart, 26. Oktober 2009 Wer frühzeitig eingestiegen ist, kann sich jetzt freuen: Neue-Energien-Fonds haben sich in letzter Zeit sehr gut entwickelt. Das Platzierungsvolumen hat sich im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt. Auch jetzt ist der Zeitpunkt für einen Einstieg noch günstig. Doch ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers mahnen zur Vorsicht: nicht jedes Investmentangebot in diesem Bereich lohnt sich.
„Langfristig stabile Cashflows sowie die anhaltende Debatte um den Umwelt- und Klimaschutz werden die Anlageklasse der Erneuerbaren-Energien-Fonds weiterhin beflügeln“, so die Einschätzung des Fonds-Experten Michael Fauser von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers in Stuttgart.
Gerade Solarfonds bieten gute Renditeaussichten bei vergleichsweise geringem Risiko. Acht Prozent sind keine Seltenheit. Dies liegt nicht zuletzt an dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Darin sind seit 2009 die Abnahmepreise für Solarstrom geregelt und somit die Erträge gesichert. Zusätzlich bestehen derzeit massive Überkapazitäten an Solarzellen. Daher sind die Preise für Module um rund 30 Prozent gesunken und Solarfonds rechnen sich so gut wie nie zuvor – sehr zur Freude der Anleger.
Aber gerade deshalb ist Vorsicht geboten: Der Boom ruft auch Neulinge und Trittbrettfahrer auf den Plan. Jeder Anleger sollte das konkrete Beteiligungsprodukt genau unter die Lupe nehmen. Fauser rät: „Indikatoren für vertrauenswürdige Investmentangebote sind eine aussagekräftige Leistungsbilanz des Initiators, sowie eine faire Fondskonstruktion mit moderaten Kosten und nachvollziehbarem Rechenwerk.“

  Details
 
 
23.09.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Obwohl die Aktienmärkte an Tempo verlieren, bleibt die Richtung bisher eindeutig aufwärtsgerichtet. Die Investoren sehen in diesen Tagen zwar wieder einmal genau auf die Fed, die ihre Leitzinsentscheidung bekannt geben wird, es ist aber keine Veränderung der Nullzinspolitik zu erwarten. Diese Ansicht ist auch deutlich am Devisenmarkt zu spüren, der Dollar musste ein weiteres Jahrestief hinnehmen mit 1,4821. Bekannt gegeben wird auch der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone, aber auch hier sind keine grundsätzlichen Veränderungen zu erwarten. Nach wie vor sind es institutionelle Anleger, die vor Ende des dritten Quartals die Käufe vornehmen, um in der Berichterstattung nicht zu sehr unterinvestiert zu sein. So werden bereits leichte Kursrückgänge genutzt, um europäische Aktien, insbesondere deutsche, zu kaufen. Dies ist auch deutlich am DAX-Index zu sehen. Dieser bleibt weiter im Aufwärtstrend, konnte zwar bisher das aufwärtsgerichtete Dreieck mit 5.850 Punkten nicht überschreiten, bleibt aber in der Trendlinie. Sollte diese nicht unterbrochen werden, könnte sogar ein Kursziel bis Ende des Jahres von über 6.000 Punkten, rein charttechnisch gesehen sogar von 6.500 Punkten erreicht werden. Eine klare Unterstützungslinie bildet sich nun auf Basis der 200-Tage-Linie mit 5.250 Punkten. Der Euro Stoxx 50 liegt auch auf der aufwärtsgerichteten Trendlinie, der Widerstandsbereich liegt bei 2.550 Punkten, die Unterstützungslinie bei 2.200 Punkten. Der Dow-Jones-Index muss die psychologische Marke von 10.000 Punkten überwinden, um dann freie Fahrt bis 10.500 Punkte zu haben, die Unterstützungslinie liegt bei 9.500 Punkten.

Aller Skepsis zum Trotz hat der September dieses Mal nicht als Schreckensmonat Furore gemacht. Konjunkturhoffnung und sehr hohe Liquidität dürften das dritte Quartal als sehr außergewöhnlich kennzeichnen. Insbesondere der Performancedruck vieler institutioneller Anleger hat für diese Erholung gesorgt, die weit über der Konjunkturerholung liegt. Denn nach wie vor ist es fraglich, wie nachhaltig die Impulse der Konjunkturpakete wirken. Hinzu kommen die ausufernden Staatsdefizite, die durch eine Minderung von Steuereinnahmen noch weiter ansteigen werden. Den Risikoappetit der Investoren scheint dies aber zurzeit nicht zu stören...

  Details
 
 
22.09.2009ELLWANGER & GEIGER ist auf der EXPO REAL in München vertreten
Stuttgart/München, 22. September 2009 Am 5. Oktober ist es wieder so weit: Die führende internationale Fachmesse der Immobilienwirtschaft, die EXPO REAL, wird in München eröffnet. Rund 1.700 Aussteller präsentieren sich auf 64.000 Quadratmetern. Unter ihnen auch ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers aus Stuttgart.
Die Experten des Stuttgarter Bankhauses nehmen sich auch in diesem Jahr wieder besonders viel Zeit für den persönlichen Dialog mit den Fachbesuchern. Neben klassischer Immobilienvermittlung, Research, Immobilienbewertung, Projekt- und Objektmanagement bieten ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers national wie international indirekte Immobilienanlagen an und sind damit eine der ersten Adressen, wenn es um Fragen rund um Immobilien, Finanzierungen und Investments geht.
Vom 5. bis 7. Oktober sind die Immobilien- und Finanzspezialisten des Stuttgarter Bankhauses auf der Messe in Halle B1 am Stand 511 anzutreffen. Zudem ist ELLWANGER & GEIGER als Gründungsmitglied der DIP, Deutsche Immobilien Partner, auch an deren Gemeinschaftsstand vertreten: Stand 410, ebenfalls in Halle B1. Dort wird am 6. Oktober im Rahmen der Messe der Wissenschaftspreis für die beste MBA-Arbeit der Bauakademie an der Hochschule Biberach vergeben. Zwischen der Hochschule und dem Stuttgarter Bankhaus bestehen persönliche Bande: Mario Caroli, persönlich haftender Gesellschafter bei ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers, ist Präsident der Bauakademie.

  Details
 
 
16.09.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die internationalen Börsen befinden sich insgesamt weiter im Aufwärtstrend. Zwar verlangsamt sich das Tempo, aber Rückschläge scheinen die meisten Investoren nicht zu erwarten. Positiv unterstützt wurde der Markt durch den US-Einzelhandelsumsatz, der deutlich gestiegen ist, und die Aussage von US-Notenbankchef Bernanke, der erklärte, dass die Rezession beendet sei. Auch die Erwartungen an die deutsche Konjunktur bleiben weiter positiv, der ZEW-Index konnte abermals ansteigen. Doch insbesondere die USA scheinen sich von makroökonomischen Daten weit entfernt zu haben. Viele Analysten prognostizieren weiter steigende Gewinne der Unternehmen bis ins kommende Jahr hinein mit über 25 Prozent. Im Vergleich zu den US-Konjunkturdaten sind solche Prognosen weit überzogen. Auch die Indizes zeigen eine Verflachung der ansteigenden Kurse, der Dow-Jones-Index liegt am oberen Ende eines aufwärtsgerichteten Dreiecks. Sollte dieses durchbrochen werden, wäre noch maximal Luft für 250 Punkte. Das ist nicht mehr allzu viel, wenn man bedenkt, dass seit Juli diesen Jahres bereits ein Anstieg von 1.680 Punkten vollzogen wurde. Der Euro Stoxx 50 liegt leicht über seiner Marke von 2.400 Punkten, hätte somit noch Luft bis 2.580 Punkte, der DAX bleibt in der Linie des aufwärtsgerichteten Dreiecks und könnte somit noch bis 5.800 Punkte ansteigen...
  Details
 
 
09.09.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen auf niedrigem Niveau setzt sich fort. Der deutsche Außenhandel konnte im Juli wiederum um 2,3 % zulegen (Juni +6,1 %). Allerdings befindet sich der Wert mit – 18,7 % zum Vorjahr auf weiterhin sehr gedrücktem Niveau. Betrachtet man die ersten acht Monate, schrumpfte der Export sogar um 22,3 %. In dieses Bild passt auch der Rückgang der Gesamtproduktion im Inland im Juli um 0,9 %. Insgesamt zeigen die Wirtschaftsdaten an, dass die Bodenbildung im Sommer erfolgt ist. Allerdings dürfte die weitere Aussicht auf schnelles Wachstum verfrüht sein.

Eine ebenso deutliche Entspannung ist an den Kapitalmärkten zu verzeichnen. Die Refinanzierung der großen internationalen Banken scheint leichter zu werden. Einige tragen sich schon mit dem Gedanken, umfangreich Staatshilfen zurückzugeben.
Dagegen stehen weitere Belastungen aufgrund der regulativen Verschärfung von Eigenkapitalanforderungen, die sowohl von den führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) als auch vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht angestrebt werden, vor der Türe. Der Zwang zu umfangreichen Kapitalerhöhungen sowie eine Verschärfung der drohenden Kreditklemme wären die Folge...

  Details
 
 
03.09.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Aufwärtsbewegung der internationalen Aktienmärkte, die seit März dieses Jahres andauert, kommt langsam zum Erliegen. Deutliches Anzeichen dafür ist die Tatsache, dass trotz relativ guter Wirtschaftsdaten aus den USA umfangreiche Gewinnmitnahmen eintraten. Die Sorge um die Stabilität des Finanzsystems sorgte nun schon den dritten Tag hintereinander für nachgebende Notierungen. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob die positive Grundtendenz der internationalen Wirtschaftsindikatoren Bestand haben wird oder ob es zu Enttäuschungen kommen kann. Weitere Aktienkursrückgänge wären die Folge.

Aus technischer Sicht sind die Aktienmärkte zudem stark überkauft. Das Einschwenken in einen Konsolidierungskurs wird auch hier erwartet. Wir bleiben bei unserer abwartenden Haltung und dem sukzessiven Verkauf von Spitzen bei Werten, die insbesondere im letzten halben Jahr eine überproportional gute Entwicklung aufgewiesen haben.

  Details
 
 
01.09.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Aktienmärkte werden auf ihrem Höhenflug weiter von positiven US-Konjunkturdaten gestützt. So sind die Preise für Wohnimmobilien in US-Großräumen bereits im zweiten Monat in Folge gestiegen. Hinzu kam der Verbraucherindex, der ebenfalls einen positiven Anstieg verzeichnen konnte. Nachdem Fed-Chef Bernanke für eine zweite Amtsperiode feststeht, dürfte sich kurzfristig auch nichts an der Niederzinspolitik der US-Notenbank ändern. Etwas Salz streut in diese positive Suppe der EZB-Chefvolkswirt Stark, der davon ausgeht, dass mit Ende der Rezession die Arbeitslosigkeit steigen und erst im Winter 2010/2011 ihren Höhepunkt erreichen wird. Die gute Gesamtstimmung wird getragen von Analystenkommentaren, die eine Branche nach der anderen nach oben stufen, und auch die Technik zeigt im Moment keine Gefahren auf. Der DAX liegt mit Überschreiten der 5.450-Punkte-Marke vor neuen Höchstkursen. Eine erste Widerstandsmarke liegt bei 5.850 Punkten, die Unterstützungslinie bleibt bei 5.200 Punkten. Der Euro Stoxx 50 hat die Widerstandslinie von 2.450 Punkten noch nicht überschritten. Sollte dies passieren, wäre er bis 2.600 Punkte offen. Auch der Dow-Jones-Index konnte bisher die 9.600–Punkte-Marke noch nicht überschreiten. Ein Durchbrechen ergäbe die Möglichkeit, wieder die 10.000-Punkte-Marke zu erreichen...
  Details
 
 
19.08.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Unternehmen zeigen sich wieder zuversichtlicher und auch der ZEW-Index hellt sich weiter auf. Das Stimmungsbarometer ist so stark gestiegen wie seit drei Jahren nicht mehr. Auch der internationale Währungsfonds ruft inzwischen das Ende der globalen Rezession aus. Zwar zeigen in den USA die Zahlen noch einen schwachen Konsum an und auch im Immobilienbereich ist der Rückgang von Neubauten weiter vorhanden, aber an den internationalen Aktienmärkten herrscht nach ein paar Tagen Verschnaufpause wieder Optimismus. Auch das Vertrauen in die US-Währung scheint zurückgekehrt zu sein, da sich die Asiaten, insbesondere China, inzwischen wieder mit langen US-Staatsanleihen eindecken und somit signalisieren, dass sie an eine zukünftige Stabilität glauben. Die Aktienindizes zeigen Stabilität, der DAX konnte die Widerstandslinie von 5.170 Punkten bisher halten und könnte sich nun wieder in dem Seitwärtskanal bis 5.450 Punkte bewegen. Der Euro Stoxx 50 hat seine Unterstützungslinie von 2.200 Punkten nicht erreicht, sondern ist gleich wieder in seine Aufwärtsbewegung zurückgekehrt, die ihn bis 2.450 Punkte bringen kann. Analog verlief der Dow-Jones-Index, auch hier kam es zu keinem Test der Unterstützungslinie von 9.000 Punkten, so dass die 9.500–Punkte-Markte wieder angetestet werden kann...
  Details
 
 
12.08.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Konjunkturdaten zeigen nach oben, Lebensmittel, Heizöl, Benzin werden billiger und sogar beim Mittelstand geht die Konjunkturskepsis zurück. Dies, obwohl bei einer Befragung jeder siebte Mittelständler im nächsten Halbjahr mit existenziellen Schwierigkeiten rechnet. Auch der Immobilienmarkt weist wieder stabile, leicht steigende Preise auf, insbesondere bei den Wohnimmobilien, während Gewerbeimmobilien nach wie vor noch mit einem großen Fragezeichen zu versehen sind. Der rasante Anstieg des Rohstoffindex zeigte ebenfalls, dass die Anleger mit einer Verbesserung der Konjunktur gerechnet haben. Nachdem all diese Faktoren bekannt sind, scheinen sich nun die Aktienmärkte anders zu besinnen und ein Gewinnmitnahmeeffekt tritt ein. Ausgelöst von Faktoren, die eigentlich schon seit Wochen bekannt sind, die aber bisher niemand sehen bzw. hören wollte. So hat die japanische Notenbank nun abermals ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass es zu einer Überhitzung an den asiatischen Kapitalmärkten kommen könnte. Diese Warnung vor einer neuen Spekulationsblase würde in erster Linie den chinesischen Aktienmarkt treffen. Sollte es in diesem Land wirklich zu einem drastischen Gewinnrückgang kommen, hätte dies aber weltweite Auswirkungen. Die Indizes zeigen jedenfalls gewisse Ermüdungserscheinungen, neue Kaufsignale sind nicht erreicht worden. Der DAX konnte die 5.500-Punkte-Marke weder erreichen noch überschreiten. Sollten die 5.250 Punkte unterschritten werden, wäre ein Rückschlag bis 5.000 Punkte möglich. Der Euro Stoxx 50 scheiterte an der 2.400-Punkte-Marke, somit besteht Rückschlagsgefahr bis 2.200 Punkte. Auch der Dow-Jones-Index konnte die 9.450 Punkte nicht erreichen, hier besteht Rückschlagsgefahr bis 9.000 Punkte...
  Details
 
 
05.08.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Die Sorge um eine Korrektur an den internationalen Aktienmärkten hat den Kursen eine Seitwärtsbewegung beschert. Nach dieser starken Rallye könnte der Markt in eine enge Spanne geraten, da es den meisten Anlegern an neuen Argumenten fehlt, um Käufe vorzunehmen.
Die Berichtssaison für das vergangene Quartal ist zum größten Teil abgeschlossen und die Investoren werden ihren Blick wieder Richtung Weltwirtschaft ausrichten, insbesondere auf den kommenden Freitag, an dem die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Auch in anderen Bereichen ist mit einer Korrektur zu rechnen, der Goldpreis hat aufgrund der Dollarschwäche inzwischen die 960 Dollar je Unze überschritten und der Ölpreis bewegt sich wieder in Richtung seines Jahreshochs von 73 Dollar je Barrel. Sollten die US-Konjunkturdaten negativ ausfallen, würden die Rohstoffmärkte sofort darauf reagieren. Sollte es zu positiven Daten kommen, dann ist mit einem weiter starken Kursanstieg der Rohstoffwerte zu rechnen. Die Konjunkturdaten stützen augenblicklich auch die Aktienindizes. Der DAX ist in einem aufwärtsgerichteten Dreieck kurz vor Überschreiten der 5.500-Punkte-Marke, die ihn durchaus weiter bis 5.800 oder sogar 6.000 Punkte treiben könnte. Die Unterstützungslinie liegt bei 5.000 Punkten.
Der Euro Stoxx 50 ist noch nicht ganz am oberen Dreieck angekommen, die nächste Widerstandslinie liegt bei 2.400 Punkten. Sollte der Durchbruch gelingen, ist die nächste Widerstandsmarke erst bei 2.800 Punkten, die Unterstützungslinie liegt bei 2.200 Punkten. Auch der Dow-Jones-Index könnte die 9.400-Punkte-Marke überschreiten, um dann den Angriff auf die 10.000-Punkte-Marke zu nehmen. Ansonsten würde Rückschlaggefahr bis 9.000 Punkte bestehen...

  Details
 
 
05.08.2009Stuttgarter Nachrichten -Große Flächen gefragt- Interview mit Herrn Knab (Leiter Industrie- & Logistikimmobilien)
Bis zu Beginn der Wirtschaftskrise waren Logistikimmobilien heiß begehrte Handelsobjekte. Im Interview erklärt Markus Knab, Leiter Industrie- und Logistikimmobilien beim Bankhaus Ellwanger & Geiger, warum Logistikimmobilien auch in Zukunft ihren Markt haben werden...
  Details
 
 
29.07.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Nachdem die Aktienmärkte in den letzten Tagen neue Jahreshöchstkurse erreichten, kam es nun zu einer Verschnaufpause, da die US-Konjunkturdaten schwächer ausfielen als erwartet. Umso mehr rückt nun die Veröffentlichung des Beige Book der US-Notenbank in den Mittelpunkt, denn daraus wird ersichtlich, wie es um den weiteren Verlauf der US-Wirtschaft steht. Bei der Veröffentlichung der Zahlen aus dem zweiten Quartal zeigten die Unternehmen ein unterschiedliches Bild. Viele konnten rückblickend mit Positivem überraschen, aber auf die kommenden Quartale angesprochen zeigten sich die Gesellschaften skeptisch. Das ging durch alle Branchen, sei es nun die große Risikovorsorge der Deutschen Bank, die negativ beeinflusste, oder die Enttäuschung für den Ölkonzern BP, und selbst der Pharmabereich blieb nicht ausgenommen mit dem negativen Ergebnis von Merck. Auch wenn sich die Analysten wieder überbieten mit Unternehmensbewertungen, die sie hoch- oder runterstufen, zeigen die Aktienmärkte zurzeit insgesamt ein überkauftes Bild. Der DAX ist nun mehrmals an seiner 5.300–Punkte-Marke gescheitert, Rückschlagsgefahr besteht bis 5.000 Punkte. Sollte diese wirklich nicht halten, wäre die alte Unterstützungslinie von 4.750 Punkten schnell erreicht. Der Euro Stoxx 50 hat nach Überschreiten der 2.200–Punkte-Marke theoretisch Luft bis 2.400 Punkte, wahrscheinlicher ist aber ein Rückschlag auf die 2.150-Punkte-Marke. Der Dow-Jones-Index liegt oberhalb seiner Linie von 9.000 Punkten. Sollte er sich dort halten können, wäre ein weiterer Anstieg bis 9.500 Punkte möglich, ansonsten würde wieder die alte Unterstützungslinie von 8.800 Punkten eintreten...
  Details
 
 
23.07.2009Die Marktmeinung aus Stuttgart
Seit über einer Woche sind die internationalen Aktienmärkte in einer positiven Stimmung und die Kurse steigen unaufhörlich. Glaubt man vielen Investoren, so ist diese Aufwärtsbewegung noch nicht vorüber, Anleger verkaufen inzwischen ihre Renten, um von den weiter steigenden Aktienkursen zu profitieren. Getrieben wird dieser Markt ausschließlich von der Hoffnung auf eine nachhaltige Trendwende. Die bisherigen Veröffentlichungen der Quartalsberichte zeigen, dass der Investor mit schlechteren Zahlen gerechnet hat. Sicher ist dies ein Grund zur Hoffnung, allerdings sind die bekannt gegebenen Zahlen und vor allen Dingen die Prognosen auch keineswegs als gut zu bezeichnen. Hinzu kommt noch, dass die bisherigen Veröffentlichungen der Konjunkturdaten alles Stimmungsdaten waren, aber keine harten Fakten widerspiegeln, wie zum Beispiel die Arbeitslosenzahlen, die weiter steigen werden. Auch die US-Notenbank hat klar verkündet, dass sie ihre Nullzinspolitik weiter fortführen wird und somit auch nicht an eine schnelle Erholung der Wirtschaft glaubt. Technisch sehen die Indizes positiv aus. Der DAX wird seinen alten Höchstkurs von 5.175 Punkten wieder testen wollen, erst danach kann eine Aufwärtsbewegung weitergehen. Die Unterstützungslinie liegt bei 5.000 Punkten. Der Euro Stoxx 50 hat inzwischen seinen alten Höchstkurs vom Mai diesen Jahres wieder überschritten und wäre somit frei bis 2.400 Punkte. Dies entspräche der alten Höchstmarke vom November letzten Jahres. Rückschlagsgefahr besteht bis 2.000 Punkte. Auch der Dow-Jones-Index hat seinen breiten Seitwärtskanal inzwischen nach oben verlassen, da er die 8.900 Punkte überschreiten konnte. Auch hier liegen die nächsten Höchstkurse auf der Basis vom November letzten Jahres mit 9.500 Punkten. Ein Durchbrechen der 8.900–Punkte-Marke nach unten würde allerdings eine Rückschlagsgefahr bis 8.000 Punkte möglich machen...