AKTUELLE PRESSE-NEWS


 
25.02.2015Die Marktmeinung aus Stuttgart: Performance-Spirale nach oben
Niedriger Euro-Kurs, niedrige Ölpreise und noch niedrigere Zinsen – alles ist niedrig, nur die Preise für Vermögenswerte nicht. Aktienindizes in Deutschland bzw. Europa erreichen derzeit fast jeden Tag ein neues Rekordhoch und Immobilienpreise weisen in Deutschland zwar kein spekulatives Blasenniveau auf, steigen aber dennoch von Monat zu Monat weiter an. Das unterirdisch tiefe Zinsniveau hat die Anleihepreise in solche Höhen katapultiert, dass hier wirklich schon von Blasenbildungen gesprochen werden kann. Die Gefahr von kräftigen Korrekturen in diesem Segment ist aber durch das jüngst verabschiedete Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank gebannt. Die Zentralbanken weltweit haben das kurzfristige wie auch mittel- und langfristige Zinsniveau auf historischen Tiefständen quasi zementiert.

Die Euro-Zone rückt wieder mehr ins Zentrum der Betrachtungen internationaler Investoren, da nicht mehr die Finanz- und Schuldenkrise oder das Zerplatzen der Euro-Zone Thema ist, sondern die konjunkturstimulierenden Effekte der niedrigen Ölpreise und des niedrigen Euro-Kurses gesehen werden. Kapital, das im letzten Jahr Europa verlassen hat, fließt nun zurück. Und dies vornehmlich dorthin, wo zumindest noch auskömmliche Dividendenrenditen zu erwarten sind – in die Aktienmärkte. Die Griechenland-Problematik ist ebenso wie eine Entscheidung und Befriedung in der Ukraine-Krise durch den halbwegs funktionierenden Waffenstillstand auf die lange Bank geschoben. Solange dies so ist, keine negativen Entscheidungen getroffen werden und die oben erwähnten marktstützenden Faktoren Bestand haben, wird die Aktienmarktkorrektur, auf die viele Investoren hoffen, die den Einstieg verpasst haben, weiter auf sich warten lassen.

Hinweise:
Die vorliegenden Informationen sind keine Finanzanalyse im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und genügen nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen...

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19.02.2015Helmut Kurz vom BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER erklärt, warum Gewerbeimmobilienaktien im Vergleich zu Wohnimmobilien-AGs immer attraktiver werden.
15. Februar 2015

Immobilien & Finanzierung

Die Mietpreisbremse werde dem Gewerbeimmobilienmärkten gegenüber dem zuletzt sehr beliebten Wohnungsmarkt weiteren Auftrieb geben, schreibt Helmut Kurz, Leiter Fondsmanagement beim BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER, in einem Gastbeitrag in Immobilien & Finanzierung 04-2015. Laut einer Umfrage von ELLWANGER & GEIGER unter den elf wichtigsten deutschen Wohnimmobilien-AGs 2014 rechneten 70 Prozent der Befragten damit, dass sich die Mietpreisbremse negativ auf ihr Transaktionsvolumen auswirken werde. Anders sehe die Lage für europäische Gewerbeimmobilien-AGs aus: Diese profitierten von der verbesserten konjunkturellen Entwicklung, die dafür sorge, dass die Nachfrage nach Büros und Einzelhandelsimmobilien steige. Analysen der großen Maklerhäuser zeigten, dass Investitionen in Gewerbeimmobilien 2014 gegenüber 2013 um rund 30 Prozent auf etwa 40 Milliarden Euro angestiegen seien. Auch weil der steile Anstieg bei den Wohntiteln vorerst vorbei sein dürfte, sei die Zeit reif für Gewerbeimmobilienaktien. Für Anleger seien viele der Titel von Gewerbeimmobilien-AGs aber noch zu klein, weshalb es mit Sicherheit zu Fusionen in dem Segment kommen werde.

 
 
18.02.2015Die Marktmeinung aus Stuttgart: Das theoretische Griechenland-Spiel
Der linksorientierte Professor und neue Finanzminister Griechenlands hat nun offensichtlich die Gelegenheit, seine in drei Büchern bewiesene Spezialkenntnis auf dem Gebiet der „Spieltheorie“ in der Praxis anzuwenden. Insbesondere das Theorem des „Chicken Game“, bei dem zwei Autofahrer aufeinander zu rasen und jeder darauf wartet, dass der andere zuerst ausweicht und damit das Rennen verliert. Die kompromisslose Vorgehensweise des demokratisch gewählten Links-Rechts-Bündnisses in Athen scheint dieses Verfahren im Umgang mit den übrigen Euro-Staaten hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zur Bewältigung der Schuldenkrise Griechenlands anzuwenden. In diesem Fall scheint das Ziel zu sein, so lange mit einem Kompromiss zu warten, bis die Gegenpartei, in diesem Fall die ungeliebte „Troika“, zu höchstmöglichen Zugeständnissen bereit ist, um überhaupt noch einen Kompromiss zu ermöglichen. Die unerwartete Einigkeit der europäischen Staaten, Griechenland keine Abweichung vom Spar- und Reformkurs zu erlauben, hat nun wohl den griechischen Finanzminister bewogen, das Lenkrad doch als Erster zu bewegen. Aber immerhin mit dem Erfolg, eventuell neue Bedingungen aushandeln zu können.

Schuldenschnitt bzw. Staatsbankrott ja oder nein – das ist nun die Frage. Die internationalen Finanzmärkte tendieren nach dem jüngsten (scheinbaren) Einlenken in Bezug auf den Antrag auf Verlängerung des europäischen Hilfsprogrammes der griechischen Regierung positiv. Auch die Hoffnungen auf eine Befriedung der Ostukraine bzw. zumindest die Verhinderung eines offiziellen Krieges beruhigen die Märkte. So bewegt sich der DAX weiterhin nur knapp unter der 11.000 Punkte-Marke und wird bis auf Weiteres seine Jahresanfangsgewinne verteidigen können.

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11.02.2015Die Marktmeinung aus Stuttgart: Semper aliquid haeret – „Etwas bleibt immer hängen“ (Plutarch)
Viele Marktteilnehmer hatten das Thema Griechenland fast schon ganz, jedoch zumindest beinahe aus ihrem Gedächtnis gestrichen. Zu verlockend wirkten die geldpolitischen Aussichten auf die de facto bedingungslosen Geldspritzen seitens der EZB. Das „whatever it takes“ („alles Notwendige tun“) Draghis scheint sich in vielen Köpfen globaler Finanzstrategen eingebrannt zu haben. Anders ist es kaum zu erklären, dass in diesem Schmelztiegel internationaler Krisenherde trotz allem eine ansteckende Euphorie grassiert. Plötzlich scheint der Ausstieg Griechenlands und somit die Abwicklung zahlreicher finanzieller Forderungen seitens der Gläubiger verkraftbar, ohne dass Flächenbrände befürchtet werden. Aber wer kann heute wirklich mit Sicherheit sagen, dass es nicht doch zu Dominoeffekten und stärkeren Marktverwerfungen kommen kann? Schließlich wäre das Szenario historisches Neuland.

Die ersten Handelswochen 2015 könnten ein Vorgeschmack auf die kommenden Monate sein. Allein in den ersten zwei Handelswochen gab es drei Tage, an denen der deutsche Leitindex DAX zum Handelsschluss um mehr als 3 Prozent über beziehungsweise unter dem Startniveau schloss. Im Jahr 2014 war es lediglich einer. Insgesamt gehen wir davon aus, dass das erste Halbjahr weiter von großer Nervosität und damit einhergehender Volatilität gekennzeichnet sein dürfte. Beim aktuellen Auf und Ab machen sich langsam Bauchschmerzen bemerkbar, bei denen es leider nicht abzusehen ist, ob sie besser oder schlechter werden.

De facto bleibt die Aktie im aktuellen Zinsumfeld weiterhin die ökonomisch rentabelste Form der Geldanlage. Es lässt sich jedoch konstatieren, dass erst, wenn entscheidende Fragen beantwortet sind (zum Beispiel der Verbleib Griechenlands im Euro, Ukraine-Krise, Öl-Preis-Entwicklung), die Aktienmärkte wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen können. Beide Unsicherheiten die sich hier in Europa zeigen, lassen den Kontinent für außereuropäische Anleger als weniger berechenbar als jahrzehntelang gewohnt erscheinen. „Etwas bleibt immer hängen“, so der griechische Philosoph Plutarch, und wenn es lediglich der fade Beigeschmack oder die Restbauchschmerzen sind.

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06.02.2015Kommentar zum Immobilienaktienmarkt: Europäische Immobilienaktien: REITs legen 14,2 % zu
5.02.2014

Jeden Monat analysieren die Fondsmanager von Ellwanger & Geiger Privatbankiers die Entwicklungen auf dem europäischen Immobilienaktienmarkt des jeweils abgelaufenen Monats. Lesen Sie den Januar-Bericht von Helmut Kurz „Europäische Immobilienaktien: REITs legen 14,2 % zu“ auf unserem Blog unter

reit-investor.com.

 
 
04.02.2015Die Marktmeinung aus Stuttgart: Abwertungshausse in Europa
Der Dreifachstimulus wirkt zumindest an der Börse: Extreme Niedrigstzinsen, der tiefe Ölpreis und die Abwertung des Euros zusammen schieben zumindest schon die Aktienmärkte kräftig an. Auch dass sich die neue griechische Regierung nach ihrem zunächst fast feindseligen Verhalten nun offensichtlich der Realität annähert, verhalf den Aktienkursen zu weiteren Höhenflügen.

Ob die runde Marke von 11000 Punkten im Dax nun auch gleich übersprungen wird, darf jedoch bezweifelt werden: Die enorme Kursdynamik, die sich in einer eindeutig überkauften Lage zeigt, sowie die Zuspitzung im Ukraine-Konflikt und die alles andere als gelöste Griechenland-Problematik mahnen zu Zurückhaltung und lassen Teilgewinnmitnahmen angeraten sein.

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